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Topangebot der Woche

Was für ein ereignisreicher Monat…
- Den ersten Marathon gelaufen
- Den 30. Geburtstag überstanden
- Und dann am Samstag … war ich doch tatsächlich in Rodgau!!

Wie es dazu kam weiß ich selbst nicht genau… Auf einmal hieß es „Ende Januar ist Rodgau – wer fährt mit??“. A., eine Lauffreundin, grinst mich an und prompt sind wir angemeldet. Wie konnte ich mich nur dazu verleiten lassen?? Klar, hier auf JM liest man viel darüber, beim Lauftreff wird immer wieder darüber erzählt – aber ich? Ich kann das doch nicht! Ich bin doch grade erst meinen ersten Marathon gelaufen…

Trotzdem stand im am Samstag um 7Uhr am Treffpunkt und steige in den kalten Wagen. Was waren gestern nochmal die letzten wichtigen Tipps??
- Füße einschmieren gegen Blasen
- Darauf achten, dass die Füße nicht kalt werden (was in dem Auto echt schwierig war!!)
- Nicht zu viel trinken, dass es im Bauch gluckert
- NICHT stehen bleiben, immer in Bewegung…
- Ach ja und der letzte Tipp: „Lass dich von A. nicht hetzen!! Lauf langsam los – du bist hinten raus stark.“

Wir kommen überpünktlich an: Startunterlagen, Toilette und Umziehen…. dann gehen wir vom Auto den 1km in den Wald hinein zum Start – Wahnsinn, wie viele Menschen hier sind – bloß nicht zu weit nach vorne an die Startlinie… Der Countdown wird gemeinsam runtergezählt und vorne sprinten sie los, während wir gemütlich Richtung Startlinie gehen.
A. und ich wollen erst Mal zusammen laufen und dann weiter schauen. Fraggle und die anderen Beiden sind irgendwo vor uns.
Es ist schon komisch, so „alleine“ zu laufen – sonst ist irgendwie immer einer vom Lauftreff bei uns, der uns ein paar Tipps gibt und aufs Tempo achtet – gerade Fraggle und Kawi haben einen eingebauten Tempomaten, da läuft man schön gleichmäßig. Hier müssen wir uns einen suchen… ach da ist ja schon ein "Opfer-Tempomat" - an dem bleiben wir dran. A. und ich achten darauf, dass der Abstand gleich bleibt… nach der ersten Runde, also den ersten 5km, schauen wir auf die Uhr: Durchschnittl. Pace 6:22 – ohoh, das geht schief, das ist zu schnell … aber es fühlt sich doch so gut und locker an. Na gut, da bleiben wir dran!! :o))

Nach der ersten VP ist der nette Mann aber weg und wir müssen uns jemand Neuen suchen. Und das geht in Rodgau wirklich schnell, weil man ja wirklich nie alleine unterwegs ist. Wir hängen uns an drei Triathleten, die auch wunderbar gleichmäßig laufen… die nächsten zwei Runden bleiben im gleichen Tempo und es fühlt sich immer noch ganz gut an. Nur mein Kopf schaltet sich langsam ein und sagt „Gestern wurdest du noch ermahnt, dich von A. nicht hetzen zu lassen – das Tempo ist zu schnell, das hältst du nicht durch!! Mach langsamer, lass abreißen….“ Noch kann ich meinen Kopf ganz gut ignorieren…

Von Hinten kommen zwei Damen an, die sich über einen gemeinsamen Freund aufregen – sehr laut und mit viel Dialekt… wir lassen sie überholen…. Dann kommen zwei Männer, die sich über die TorTour de Ruhr unterhalten „…von km 200 bis km 210 habe ich nur eine Stunde gebraucht – da lief es wieder richtig rund…“ – die Triathleten vor uns schauen sich erstaunt um und meinen nur „von km 200 bis km 210 läge ich im Krankenwagen“… „oder ich säße auf meinem Rad“… ;o))

Als wir das nächste Mal an der VP vorbei kommen, lasse ich A. vorlaufen und laufe von nun an alleine weiter – mein Tempo. Die Runden gehen so vorbei… ich werde insgesamt 4mal vom späteren Sieger Florian überholt (und kann das Superüberholmanöver sehen, wie er den Ukrainer stehen lässt!!), 3mal von der 1. Frau und 2mal von Fraggle, der immer ein paar aufmunternde Worte für mich hat :o))
Meine Gehpausen nach der VP werden immer länger…. Als ich bei km 30 durch den Start-/Zielbereich komme steht dort P. am Rand – er hat einfach aufgehört… ich kann ihn verstehen – und verfluche ihn gleichzeitig, weil ich jetzt doch auch übers aufhören nachdenke…

...naja eine Runde geht ja noch. Da hab ich noch ein bisschen Zeit zum Überlegen…

Auf der nächsten Runde sammelt mich Micha auf (nein, ich kannte ihn vorher nicht – aber es war nett ihn kennenzulernen), er scheint schon einige Male hier gelaufen zu sein oder 24h am Seiler See oder oder oder… er begleitet mich eine Runde und redet mir ins Gewissen, nicht so viel zu gehen – aber leider ist er zu schnell für mich, das Tempo halte ich nicht durch… ich lasse ihn davontraben – locker flockig sieht das noch aus.

…eine Runde geht noch…

Dann bei km 43 überholt mich Conny (auch sie kannte ich vorher nicht, aber sie ist meine Rettung ;o)) ) – wir quatschen ein bisschen und wir beschließen die letzten 1,5 Runden noch zusammen zu laufen und abschnittsweise zu gehen – sie hat schon seit Beginn immer wieder Krämpfe in den Waden… Sie ist dennoch wahnsinnig gut gelaunt und erzählt mir von ihren Laufabenteuern und lenkt mich wunderbar ab. Ihr Mann hat uns sogar noch zwei Becher Cola gesichert, so dass wir noch mal Energie für die letzten 5km bekommen…

…auf geht’s in die letzte Runde…

Asphalt, Wald, Wendepunktstrecke, Feld, Wald…
Wir laufen, gehen, laufen, quatschen, bedanken uns bei den Streckenposten, laufen, gehen, quatschen…komisch, dass das schon die letzte Runde sein soll – wo sind die ganzen km seit Runde 7 hin?? Ablenkung ist wichtig, stelle ich fest und bin dennoch erleichtert, dass es gleich rum ist. Das linke Knie sagt „es reicht mir“, ich bin mir sicher, dass ich schon seit km 15 eine Blase am linken Fuß habe und mein Rücken hätte auch irgendwie gerne eine Pause…
…bei dem km-Schild 4 kommt ein klitzekleiner Hügel – den merkt man in der ersten Runde gar nicht… in der 10. hingegen wird er deutlich spürbarer – aber auch dieses Mal bezwingen wir ihn (an der Stelle bin ich immer gelaufen). Uns haben inzwischen noch zwei nette Herren aufgegabelt mit denen wir den letzten km bis ins Ziel laufen.

Wahnsinn … ich habe es geschafft. Ich glaub‘s ja nicht… ganze 50km!! Und irgendwie war es im Nachhinein gar nicht so schwierig – ich hab einfach nur die Runden gezählt… und 10Runden klingt so viel leichter als 50km ;O))

Im Ziel wartet A. auf mich, die ihren ersten 50er auch locker geschafft hat. Schnell was Warmes überziehen, mich nochmal bei Conny bedanken und dann……ja dann muss man wieder 1 km vom Ziel zur Turnhalle gehen… aber auch das haben wir irgendwie geschafft. Die Duschen sind warm und nahezu leer – es hat halt seine Vorteile so langsam zu sein ;o))

Schön war’s. Unglaublich war’s. Ich fass es immer noch nicht ganz…

Ich bin 50km gelaufen, ich war 6:09,41h unterwegs – in Bewegung – ohne stehen zu bleiben… irgendwie wahnsinnig! Aber auch so toll… es hat tatsächlich Spaß gemacht :O)) und ich glaube, dass ist das Schönste an der ganzen Aktion – ich habe noch mehr Spaß am Laufen gefunden – mir egal, wenn ich eine der Letzten war – ich hab das für mich gemacht und ich hab das geschafft!! Juhuuuuuuuuuuu

Vielen Dank fürs Lesen – ist doch schon wieder recht lang geworden

Das grinsende H-onig K-uchen P-ferd Cordula

5
Gesamtwertung: 5 (9 Wertungen)

Bin begeistert!

Danke für den wunderbaren und absolut glaubwurdigen Bericht! Ich kauf Dir den Spaß voll ab und freu mich sehr mit Dir! Du hast es drauf :-)

Wow, Glückwunsch!

Das klingt wirklich schön - und Dein Bericht ist ganz und gar nicht zu lang, sondern richtig unterhaltsam zu lesen. Das klingt bei Dir so leicht, dabei war's wirklich nochmal fast 20% mehr als Marathon.

Bin schwerst beeindruckt und gratuliere herzlich zum Ultardebüt!

yazi

kleiner Hügel

Jaja, den Hügel kenne ich auch nur zu gut. Ist schon erstaunlich, wie so ein Hügelchen wachsen kann ;-))

Wunderbarer ehrlicher Bericht, danke! Und Hut ab vor deiner Leistung!

Und vor allem: Willkommen in der Welt der Ultras ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Na dann herzlichen

Na dann herzlichen Glückwunsch zum ersten Ultra!!
So denn ersten Ultra hast du geschafft. Bin gespannt wann der zweite kommt :-)
Ich glaube ich kenn deine Conny :-) Und lauf immer wieder gerne mit ihr.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

Jaaaaa Mädel :0)))... !

... Nicht nur du, was du auch in vollen Zügen genießen und rausbrüllen sollst, bist stolz auf dich! Ja, auch ich bin es und freue mich so sehr darüber, dass du Spaß und Freude an diesem Extremsport gefunden hast.
Du hast dort einen sehr guten Job absolviert, ja das hast du :0)))...

Erhole dich jetzt wirklich gut von den vielen Kilometern.
Energie muss jetzt zurück in deinen Körper, der nächste Ultra wartet schon ;0)...

Freudige Grüße,

Kaw.

P.S. Ich bin froh, dass wir Dich in unserer Ultraschmiede haben ;0)...!

Sorry an alle, die niemals angekommen sind, weil sie mich nach dem Weg gefragt haben...

Cool!! Wie geil ist das

Cool!!
Wie geil ist das denn? Ich bin letztes Jahr auch das erste mal in Rodgau gelaufen, auch mein erster 50er und es war haargenau wie bei dir! Ich glaube fast, sogar bis auf paar Sekunden die gleiche Zeit. Ich könnte mich an alles genau wieder erinnern, sogar an den "Berg" :-))))
Ich war auch eine von den letzten, egal, aber genau wie du bekam ich das Grinsen nicht aus dem Gesicht! Selbst Conny hat mich auch überholt :-) (ehrlich!! Ich kannte die auch nicht, aber ihr Name wurde genannt, als sie zufällig an mir vorbei stürmte)...
Hach, was war das ne supergeile Aktion! Ich freue mich sehr, das hier von dir nochmal zu lesen :-)
Und wie strider sagt: Willkommen bei den Ultras!!

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

H K P

Jetzt weiß ich endlich, wofür das steht.
50 km... Wow! Da kann das grinsen garnicht breit genug sein!
Gratuliere aufs Herzlichste!
Viele Grüße, WWConny

Ob nun km 200 bis 210 ...

... oder Runde acht und neun - ist das nicht (fast) egal?
Und plötzlich geht es wieder. Schön! Wirklich schön!
Genieße das Gefühl. Behalte es.
;-)
PS: Janz herzlichen Glückwunsch zu deinen ersten 10 Fünfer-Runden am Stück. ;-)
Ach, und am Rennsteich sind es nur 4 Runden und ein bisschen mehr.

Und noch ein Ultrapferd im Stall! ;o)

Hast Du klasse gemacht, warst top vorbereitet und hast es souverän durchgezogen!!

Gratuliere auch hier noch mal zu Deinem richtig guten Ultradebüt!! :o)
Toller Bericht, ich wäre gern dabei gewesen.

Ja, von Anfang bis Ende eines Ultras musst Du selber für Dich planen, einteilen und laufen, da darfste dann nicht blauäugig sein und Dich von anderen kaputtjagen lassen, das rächt sich am Ende fast immer! Von daher gut gelernt und brilliant gelöst!!

Genauso gibts Höhen und Tiefen, mit denen Du auch sehr gut zurecht gekommen bist!
Die besten Voraussetzungen hast Du also, um im großen Ultrazirkus mit zu spielen.

Da bin ich mal gespannt, was jetzt noch alles von Dir kommt!
Sitzt ja direkt im Stall der Ultraverrückten! ;o)
Mach weiter so, dort kannst Du noch jede Menge interessantes Ultrazeugs lernen.

Viel Spaß und Erfolg weiterhin mit Deinem Lauftreff und Coaches.

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Oh Mann :D

Da sag ich neulich noch, da kommt bestimmt noch allerhand, wenn du nen besseren Tag erwischt als beim Marathon... ;-) An nen Ultra hatte ich eigentlich nicht gedacht, aber es scheint dir ja gut bekommen zu sein! Herzlichen Glückwunsch und gute Erholung!

Leb dein Leben - bevor es zu spät ist.

Wahnsinn,

Du drehst ja echt auf im Moment.Glückwunsch und viel Spass bei weiteren bekloppten Aktionen ;)

LG,
Anja

Gratulation

zu Deinem gelungenen Ultra-Debüt und dem schönen Blog. Man war mittendrin statt nur dabei und freut sich mit Dir. :-)

Gute Regeneration und weiterhin viel Spaß und Verletzungsfreiheit beim Laufen.

wow

Du hast mich echt mitgenommen, bei deinem Lauf. Wahnsinn! Toll gemeistert! Und vor allem Spaß dabei gehabt! Mach weiter so, ich glaube du bist auf dem richtigen Weg! :0)

Sehr...

schön geschrieben! Das drückt alles aus. Schön bei deinem ersten Ultra dabei gewesen zu sein.
Du kannst stolz auf dich sein :-)) wir sind es auch!
Ich bin mir sicher, da kommt noch einiges....

Fraggle

Danke!

Vielen Dank für eure lieben und positiven Kommentare.

Ich bin immer noch total happy und überwältigt... schön, dass ich euch mitnehmen konnte bei meinem Ultra-Debut. Bin selber gespannt, was da jetzt noch so kommt - man weiß ja nie!!
Letztes Jahr - ich erinner mich noch sehr gut daran - war ich wahnsinnig nervös vor meinem ersten Halbmarathon und wusste nicht ob ich die Distanz schaffe - und jetzt ist es schon mehr als das Doppelte geworden...

Ich werde euch auf dem Laufenden halten ;o))

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