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Benutzerbild von cocobolo

Nach den 5 super Trainerstunden im letzten Winters leiste ich mir momentan wieder je eine monatliche Trainerstunde, also von Dezember bis April. Es ist ja erst mein zweiter Kraul-Winter, und ich hoffe zum einen, daß sich Fehler, die sich im Sommer eingeschlichen haben, noch gut beseitigen lassen. Zum anderen suche ich ein paar neue Technik-Impulse, die ich beim zweimal die Woche stattfindenden Triathlon-Bahnschwimmen nebenbei üben und nutzen kann. Und in Zahlen gefaßt lautet das Ziel, meine Pace mittelfristig von 2:00 min/100m für längere Distanzen auf sub 1:50 min/100m runterzuschrauben. Da ist dann aber natürlich neben Technik auch Kraftausdauer gefragt.

Der Trainer des vergangenen Jahres hat leider neben Job und Familie keine Zeit mehr, hat mich aber an eine "Nachfolgerin" weitervermittelt, und heute morgen hatte ich bei ihr meine zweite Stunde. Montag morgens, mitten in der Nacht, ich schreibe hier mal auf, was ich mir merken konnte:

Im vergangenen Jahr habe ich sehr viel am Armzug getan, das ist anscheinend gut hängengeblieben, das kann so bleiben. Am ehesten und erfolgversprechendsten ist bei mir momentan das Optimieren der Wasserlage. Und das hieß seit der ersten Stunde: Beine, BEINE, BEINE!!! Gar nicht so sehr für den Vortrieb, aber für die Wasserlage. Ich ziehe normalerweise meine Beine nur hinterher, aber damit ist seit 5 Wochen Schluß, die Muskeln müssen ausgebildet werden, damit mir das ganze dann im Wettkampf zur Stabilisierung der Wasserlage hilft. Da dann aber wieder ohne große Amplitude, Frequenz oder Kraftanstrengung, ich bin ja TRIathlet.

So hatte ich also über Weihnachten ein paar sehr beinbetonte Trainingspläne abzuschwimmen und achte beim Bahntraining jetzt auf konsequenten Bein-Einsatz. Schön aus der Hüfte, fast gerade Knie, gestreckte Füße, immer schön im Körperschatten mit kleiner Amplitude und so etwa in 6er-Frequenz kicken. Von der Technik her kann ich das wohl ganz gut, nur vergesse ich es immer wieder, spätestens, wenn ich müde werde. War das Mantra im letzten Jahr noch sowas wie "Bubble-Bubble-Breathe", denke ich jetzt eher sowas wie "Bein,zwei,drei -- Bein,zwei,drei -- Ey, BEINE!!!" . Gut, daß ich mal Marschmusik gemacht habe :)

So, und heute gab es ein Lob. Für Körperspannung (seit diesem Winter 2 Wochenstunden Athletiktraining in meiner Physio-Praxis… anderes gewinnbringendes Thema) und für Wasserlage durch Beinarbeit. Beim Bahntraining hatte ich schon ein manchmal müheloseres bzw. schnelleres Schwimmen bemerkt, und heute wurde es vom Beckenrand aus bestätigt: Po und auch Fersen kommen an die Wasseroberfläche. Es wird. Noch nicht perfekt, aber auf dem Weg.

Das Programm von heute war dann:

  • - Baumstammübungen (also mit angelegten Armen und ganz viel Körperspannung in Bauch- und Rückenlage aufs Wasser legen und möglichst spät die Beine sinken lassen. Erst mit Pull-Buoy und dann mit möglichst gleichem Gefühl ohne Krücke.)
    Ganz wichtig für mich hier: !!! Hohlkreuz durch Becken-Kippen vermeiden und Schulterblätter zusammen!!!
  • - Kraul-Beine, Arme in Vorhalte, kein Brett oder so - ich werde besser, es geht (schneller) vorwärts!
  • - Rücken mit guter Beinarbeit (ist ja Kraul andersrum, und als ich hier heute mal besser aus der Hüfte gekickt habe, brauchte ich gleich 2 Züge weniger pro Bahn und bin am Rand angedötscht)
  • - Hin Rücken und zurück sofort ohne Pause Kraul mit gleich gutem Beineinsatz
  • - Kraul Abschlag mit guter Wasserlage
  • - Faustkraul mit gutem Beineinsatz
  • - Für einen steileren Eintauchwinkel der Hand (meine Zweit-Baustelle) Wasserstreifen beim Überwasser-Armzug mit hohem Ellenbogen und Paddles-Schwimmen mit Pull-Buoy
  • - Hin Brust-Arme, zurück Kraul-Arme mit Pull-Buoy für Gefühl und Kraft beim Wasserfassen
  • - Alles zusammenbringen auf ruhigen 4*100 mit 5er-Atmung
  • - 6 50m-Sprints, Startzeit alle 60 Sekunden

Es war eine schöne Stunde mit gutem Feedback, und jetzt habe ich wieder für 4 Wochen Anregungen, die ich mir beim Schwimmen durch den Kopf bzw. durch die Beine gehen lassen kann.

5
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TÜs

bei uns fungiert das Programm unter TÜs (Technische Übungen) und gehört zum Pflichtprogramm jeder Trainingsstunde, aber wir schwimmen ja auch bei den Schwimmern, nicht bei den Triathleten ;-) Das Wasserstreifen kenne ich unter Spinnenfinger.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

@strider: Ok, es war wie

@strider: Ok, es war wie auch gewünscht eine Technik-Stunde, und die TÜs schwimmen wir beim Tria-Training auch oft, aber sie sind nicht immer exakt auf mich und meine Baustellen zugeschnitten, und beim Tria-Training gibts kein 1:1-Feedback vom Beckenrand ;)

Uff, das hört sich so an als

müsste ich auch mehr Beine machen. Ich dachte immer die brauch ich noch zum Radeln und Laufen, also schon ich die beim Schwimmen und zieh sie hinterher.

Von Deinen (momentanen) Zeiten kann ich nur träumen! 50m-Sprints alls 60 Sekunden ab - da bin ich ja nicht mal angekommen und müsste mitten auf der Bahn wenden! Bräuchte aber schon nach einmal 50m (wir haben nur 25m!) ein Sauerstoffzelt - oder zwei?

Da hatte ich vor ein paar

Da hatte ich vor ein paar Tagen noch die Pauschal-Entschuldigung für uns Läufer gefunden, warum wir beim Triathlon mit gehörigem Respektabstand aus dem Wasser steigen. Und jetzt kommst Du mit "Beinarbeit" daher :-).

Unter swim.de habe ich gefunden: "Fixiertes Sprunggelenk - Vor allem Quereinsteiger aus dem Laufsport kämpfen oft mit einem muskulär fixierten Sprunggelenk. Mit dieser von manchen Trainern spöttisch „Feuerhaken“ genannten Fußhaltung erzeugen Sie kaum Vortrieb. Zudem müssen die Muskeln des Ober- und Unterschenkels so vermehrt arbeiten, wodurch das Risiko von Beinkrämpfen steigt." und kann mich mit jedem Wort davon identifizieren.

Freut mich, dass Du auch in dieser Teilsportart weiter Fortschritte machst. Ich dümpel da weiter im Wasser für mich rum. Ich würde auch gerne mal EINEN 100er ohne "Krücken" (wie Du es nennst), bzw. "Überlebensgrundlage" (wie ich sagen würde) in unter 2:00 Min. schwimmen. Aber dazu gehört dann wohl irgendwann auch Beinarbeit...sagt Schwimmcoach auch. Naja, gebe ich die Hoffnung mal nicht auf, dass irgendwann doch der Knoten platzt.

Mein Boston-Blog: danielssichtderdinge.wordpress.com/boston-marathon

Als bekennender Autodidakt

Als bekennender Autodidakt muss ich wohl damit leben, dass mein Stil wilde Blüten treibt. Zum Glück hab ich mit Feuerhaken unten dran keine Probleme! =)
Aber die Technikübungen (die ich aus einem Buch von Michael Krell habe) mache ich jetzt auch jedesmal und finde jedesmal wieder, dass es einen echten Aha-Effekt gibt, wenn man eine (25m-) Bahn z.B. Abschlag- oder Faustkrault und dann "normal" zurück darf.

Heute bekam ich dann mein Zuckerbrot in Form eines Lobes einer morgens mitschwimmenden Ex-Leistungsschwimmerin, die meinte, dass das bei mir doch schon ganz flüssig aussieht und ich schön gleite. Mein Tag war gerettet!

Ich wünschte irgendwann sagt mal ein Ex-Leistungsläufer zu mir, dass mein Laufstil schön flüssig aussieht! Bis dahin ist auch noch ein langer Weg...

Du bist zweifelsfrei auf dem richtigen!!!

Lieben Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Interessant!

Was du machst, machst du richtig. Nachwievor. Und ich freu mich, darüber zu lesen. Danke fürs Erzählen!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Was mich an dem Ganzen

Was mich an dem Ganzen sowohl reizt als auch tröstet ist, daß man gerade als Anfänger seine neu erlernten Bewegungen noch "ökonomisieren" kann. Wenn ich so denke, wieviele Körner ich noch im vergangenen Winter für den Armzug brauchte, geht es doch jetzt schon viel leichter. Gleiches hoffe ich für meine Beine.

Und daß ich momentan mehr für die Wasserlage als für den Vortrieb tun muß, steht außer Frage, denn mit Pb schwimme ich relativ mühelos 200m-Zeiten mit einer Pace 10-15s unter meiner Pace ohne Pb. Theoretisch fehlt beim Pb-Schwimmen ja der Vortrieb durch die Beine. Aber dieser Nachteil kann nur verschwindend gering sein im Vergleich zu dem, was ich durch bessere Wasserlage mit Pb gewinne.

Es bleibt spannend :)
LG Britta

Dem Pb kann ich mich nur anschließen!

Mit Pb zieh ich alle ab - ohne dümpel ich hinterher. Kann natürlich auch an mangelnder Koordination liegen (z.B. ist der Armzug ja das Einzige worauf ich mich dann konzentriere - und wird vielleicht nur dadurch besser / effektiver).

Ich hab aber noch nicht gemessen, wieviel ich mit Pb schneller bin - wäre ja mal eine Option.

Feuerhaken hab ich auf jeden Fall! Und zwar aus Eisen :grins:

Dir weiter viel Erfolg - das wird! 2:00min/100m bleiben ein Fernziel für mich. Ein wenig näher wäre ja 1:00min/50m :kicher:.

Krämpfe

@ dfrobeen
Danke Dir
Endlich weiß ich jetzt, was es mit den Krämpfen auf sich hat.
Spätestens nach 1,5 Std machen beim Schwimmen meine Waden total zu.
Selbst dehnen und Pausen bringen da nichts mehr. Der Schwimmtrainer hatte letztes Jahr auch keine Ahnung, woran es lag.

Gibt es irgendwelche Übungen um diese Feuerhaken loszuwerden ?

Fjerler

dasselbe Fernziel

Flüssig heißt bei mir 2:30/100m, alles drunter ist Sprint ;-)

Aber ich kann kein Pullbuoy mehr schwimmen :-((

Und ich bin immer noch überzeugt, dass der Hauptzweck der Technikübungen darin besteht, dass man sich wie Bolle freut wieder "ganz normal" schwimmen zu dürfen!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Das mit dem Pb kenne ich

Das mit dem Pb kenne ich auch, bzw. vor allem den Neo-Effekt. Ich nenne mich den weltweit größten Profiteur des Neo. 3 Tage vor Frankfurt EINEN 100m-Sprint (ohne Neo) maximal in 2:14 geschwommen, in Frankfurt im Neo dann auf 3800m einen 2:13er-Schnitt.

Danach hatte ich dann die holde Vorstellung, dass ich nach dem Winter 2013/14 dann auch ohne Neo vernünftig schwimmen können möchte. Heute weiß ich es besser :-(.

Gestern haben wir mal als Exkurs im Training eine Stunde Delfin gemacht. Ich war kurz am überlegen, ob ich vom Angebot gebrauch mache "wer kraul schwimmen will, bitte auf Bahn x". Aber dann dachte ich mir einen Versuch ist es wert. Es war dann sogar ganz spaßig und fragt nicht wie, aber ich habe plötzlich Delfin-Beine-ohne-Brett ganze Bahnen geschafft. Kraulbeine mit Brett schaffe ich das NIE. Mein Ziel der Einheit war dann übrigens 100m :-). Eine Zeiteinheit dazu möchte ich gar nicht in den Mund nehmen und die stridersche Definition "flüssig" verdient meine Fortbewegungsmethode von gestern sicher auch nicht. Aber wie gesagt, es hat Spaß gemacht. Und vielleicht war es gar nicht schlecht einfach mal was ganz anderes zu machen.

Mein Boston-Blog: danielssichtderdinge.wordpress.com/boston-marathon

mal was anderes

Dem kann ich nur zustimmen! Ich habe im letzten Frühjahr einen Technikkurs mitgemacht und mit viel Spaß Delfin gelernt, allerdings dann des Guten zuviel getan und mir die Schulter zerschossen :-( Aber Spaß macht es und ich meine, es bringt auch was für die anderen Schwimmstile!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Ja, ich stimme striders

Ja, ich stimme striders Sicht auch voll und ganz zu. Fast alles Kontrastübungen ;) Auch Brustschwimmen ist für mich mittlerweile eine Übung geworden, um danach Kraul viel besser zu finden. Immerhin. Das war vor gut einem Jahr noch andersrum.

Delfin... Wow, da war ich noch gar nicht dran!

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