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Gestern war es so weit: ich bin das erste Mal die 42,195km gelaufen!!

Als Erstes möchte ich mich an dieser Stelle bei den (meiner Meinung nach) weltbesten Lauftreff-Mitläufern bedanken: Ihr seid TOLL!!! Vielen, vielen Dank!!
Als ich im November den Wunsch geäußert habe, einen Marathon zu laufen bevor ich 30 werde, haben sie mir gesagt, dass das machbar wäre. Als ich dann den Vorschlag gemacht habe, einen kleinen privaten Lauf daraus zu machen, da es aus terminlichen Gründen nicht klappt an einem offiziellen Wettkampf teilzunehmen, haben sich sofort alle bereit erklärt – je nach eigenem Vermögen – mitzulaufen. :o))))

So kam es, dass wir am Samstagmorgen, den 04. Januar an der Sporthalle Oberwerth standen. Wir, das waren: Kawitzi, Fraggel, P., A., C. und ich….leider konnte meine Schwester kikilotta nicht mitlaufen, da sie seit Silvester krank ist – dabei haben wir so toll zusammen trainiert und uns durch die ganzen Trainingskilometer zusammen gekämpft, uns gegenseitig immer wieder motiviert und auch viel Spaß in der Vorbereitung gehabt. :o(( Bis auf C. und mich haben alle schon Marathonerfahrung. Mein Vater hat die Fahrradbegleitung gemacht und ein paar Proviantsachen in seinen Fahrradtaschen transportiert, aber das meiste haben die tapferen Männer (kawi, fraggel und P.) in ihren Rucksäcken für uns geschleppt. ;o))

Um kurz nach 10 Uhr ging es dann los…im Grunde sind wir die Strecke des Mittelrheinmarathons gelaufen, nur sind wir nicht am deutschen Eck in Koblenz gestartet, sondern ein bisschen später eingestiegen und deswegen war auch der Wendepunkt nicht vor Boppart sondern ein Stück dahinter. Man läuft im Grunde immer am Rhein entlang – anfangs durch die verschiedenen Stadtteile und Nachbarörtchen und ab km 12 an der B9 entlang (natürlich auf dem extra abgetrennten Fahrrad- und Gehweg) bis nach Boppart, dort dann die „Promenade“ entlang, bis es wieder neben die B9 geht. Dort – bei km 20,5 – war dann unser Wendepunkt und ein kurzer Verpflegungsstopp.
Leider kam dort dann doch meine Nervosität wieder voll zu Tage… :o((
Dazu ein kurzer Rückblick: meine Schwester und ich sind im August gemeinsam einen Halbmarathon gelaufen und waren damit sehr zufrieden und wir hatten viel Spaß. Dort wurde die Idee eines ersten Marathons geboren. ;o)) Ende September haben wir angefangen nach und nach unsere Strecken zu verlängern und auch die Monatskilometer hochzufahren. Doch irgendwie kam uns dann die Adventszeit, Vorweihnachtstermine und andere Widrigkeiten dazwischen, so dass wir letztendlich einen 30iger und einen 33iger in der Vorbereitung gelaufen sind und nicht, wie geplant, noch ein paar mehr ü30-Läufe. Auch war der letzte richtig lange Lauf (also die 33km) in der letzten Novemberwoche, so dass ich mir irgendwie nicht 100% richtig vorbereitet vorkam. Scheinbar hat diese Unsicherheit in meinem Kopf doch mehr Unsinn angerichtet als ich gedacht hätte: jedenfalls habe ich in der Nacht vor dem Marathon nicht gut geschlafen und bin mit Bauchschmerzen aufgewacht. Morgens hatte ich dann Magen-Darm-Problemchen und war doch viel nervöser als ich gedacht hätte.
Beim Start ging es mir aber doch wieder gut und die ersten 20,5km waren in ca. 2h15min locker und leicht unter den Füßen weggelaufen. Mir ging es erstaunlich gut… Schulnote 2. Doch nach dem Wendepunkt merkte ich, dass ich JETZT ganz dringend eine Toilette brauche…sonst gibt es ein unschönes und sehr peinliches Unglück. Gottseidank waren wir ja noch in Boppart, so dass ich schnell in einem Hotel die Toilette nutzen durfte. Danach ging es erst Mal ein bisschen besser, aber im Bauch rumorte es doch wild weiter :o(( Wer die Strecke des Mittelrheinmarathon kennt, weiß, dass nach dem Wendepunkt wieder dieses lange Stück an der B9 entlang kommt. Für alle, die die Strecke nicht kennen, eine kurze Beschreibung: auf einer Länge von ca. 4,5km gibt es rechts den Rhein, die steile Böschung, ein kleines kniehohes Mäuerchen, dann den Fahrrad-und Gehweg; links die Leitplanke, die B9, dann die Bahnstrecke und direkt daneben geht’s in die Weinberge hoch… es zieht sich doch irgendwie, der Wind kommt gefühlt immer von vorne….und wenn man Magen-Probleme hat ist das eher blöd, da man sich nicht einfach hinter einen Busch hocken kann :o(( Mir ging es jedenfalls nicht sonderlich gut: der Bauch grummelt, der Kopf meckert, die Beine werden müde und die Stimmung sinkt.
Toll, wenn man dann so tolle Begleiter dabei hat, wie ich sie um mich hatte!!
Ein Gel, Salztabletten, „Trink was“, „dann geh ein paar Schritte“, „du schaffst das“… alles wurde für mich gemacht. Kawi blieb die ganze Zeit an meiner Seite und motivierte mich mit Geschichten und Laufweisheiten. Die anderen trabten langsam vorweg und ließen mir meine benötigte Ruhe. Gottseidank kam im richtigen Moment ein kleiner Weg mit Busch hinter dem ich nochmal verschwinden konnte…
Kawi redete mir weiter gut zu und motivierte mich mit der Aussicht auf den großen Verpflegungsposten bei km 30…nur 1,5 km bis dahin. Dort wartete K., der die letzten 12km mitlaufen wollte und D., die krankheitsbedingt momentan nicht laufen darf, aber uns mit Bananen, Cola, Wasser, Crackern, Müsliriegeln und Decken zum warmhalten versorgte… Das war meine Rettung. Wir machten hier fast 5 Minuten Pause (die anderen bestimmt 15 Minuten, da sie ja schon vorgelaufen waren). Warum auch immer, machte mein Vater hier besonders viele Fotos von mir…ich, die genervt, bleich wie ne weiße Wand und leidend auf der Bank sitze und mich nicht wehren kann (die Bilder sind übrigens alle schrecklich!!)
Kawi versorgt mich mit allem und redet mir nochmal gut zu: „Du schaffst das, das weiß ich. Und vor allem weiß ich, dass du nachher total enttäuscht von dir bist, wenn du hier aufhörst. Das ist nur dein kleiner, sturer Kopf, der deinem Körper jetzt sagt, dass hier und da ziept und weh tut. Dein Körper lernt daraus – beim nächsten Mal kommt der Punkt viel später und dann weißt du, dass der auch wieder vorbeigeht.“ Und auch Fraggel erzählt von seinem ersten Marathon (übrigens auch auf dieser Strecke) und wie sehr er dabei gelitten hat.

Als ich dann gefragt wurde, ob ich die letzten 12km noch schaffe oder mit D. im Auto zurückfahren will, hat sich mein sturer Kopf wieder dazwischen geschaltet: „Klar, lauf ich das jetzt noch zu Ende – die 12km schaff ich jetzt auch noch irgendwie!“
Also ging es dann weiter: K. war total motiviert und wollte losstürmen, aber wir bremsten ihn schnell aus, denn schließlich hatten wir schon 30km in den Knochen. Nach 500m kam uns noch Forest58 entgegen, der uns auch noch die restliche Strecke begleiten wollte. (Ich sags ja: tolle Lauftreff-Mitläufer – die Besten!!) D.h. wir waren jetzt zu 8 unterwegs und mit jedem Schritt kam ich meinem Ziel einen Schritt näher. :o))
Erstaunlicherweise ging es nach der längeren Pause wieder besser. Mein Bauch gab endlich Ruhe und mein Kopf hat wohl auch klein bei gegeben – jedenfalls, war ich mir jetzt sicher, dass ich diese magische Distanz schaffen würde. Ich konnte zwar nicht komplett durchlaufen und musste häufig Gehpausen einlegen, aber trotzdem stieg meine Stimmung immer mehr. Die Anderen liefen langsam vor mir her – manche, also die andere Debütantin C. und die Neueinsteiger, ganz locker flockig; A. und P. hatten auch ein wenig zu kämpfen, liefen aber konstant weiter und die beiden Ultras Kawi und Fraggel liefen locker neben mit her, gingen mit mir, wenn ich mal wieder eine Gehpause eingelegt habe und sagten immer wieder „Ab dem Baum/Schild/Pfeiler da vorne laufen wir langsam wieder an“.

Kurz vor dem Ziel warteten alle noch mal auf mich, so dass wir die letzten 2km zusammen laufen konnten. Wir mussten zwar noch ein paar Umwege über den Parkplatz laufen, obwohl man das Ziel = unsere Autos schon sah, um die Strecke voll zubekommen, aber das wollte ich mir jetzt auch nicht nehmen lassen. Im Ziel wartete mein Freund und mein Vater auf uns und gratulierten und applaudierten.

Schnell was trockenes Warmes angezogen, dann gab es Schokokuchen, Cola und alkoholfreies Weizenbier. Was waren wir alle stolz auf uns!!! Und ich war einfach nur dankbar, dass sich alle die Zeit genommen haben, um mit mir dieses Abenteuer zu unternehmen, sich in Kälte und zum Ende hin auch Regen mit mir über diese Kilometer zu kämpfen, trotzdem noch auf mich gewartet haben….einfach das Alle dabei waren!! Wie gesagt: die weltbesten Lauftreff-Mitläufer!!

Ja, ich weiß, ich bin diese Kilometer alleine gelaufen und nur ich kann meinen Kopf und meinen Körper dazu bekommen, trotz all der Widrigkeiten weiter zu laufen …aber ich bin mir sicher, dass ich ohne diese Unterstützung – vor allem von Kawi – aufgegeben hätte.

Heute genieß ich den Stolz, es geschafft zu haben, egal wie lange ich unterwegs war. Ich bin stolz, nicht nur die Distanz geschafft zu haben, sondern auch meinen Kopf besiegt zu haben, der mir mal wieder sagen wollte, dass ich das nicht schaffe.
Die Beine sind erstaunlich friedlich – ich konnte jedenfalls nahezu schmerzfrei in den Wäschekeller gehen – immerhin 45 Stufen pro Strecke und spiele mit dem Gedanken morgen ein kleines Läufchen zu wagen.

Hätte man mich auf den km 23 bis 30 gefragt, ob ich nochmal einen Marathon laufen wollen würde, hätte ich wahrscheinlich „Nein“ gesagt… Jetzt bin ich mir sicher, dass ich es noch mal machen möchte… wenn meine Schwester wieder gesund ist, dann würde ich sie gerne bei ihrem ersten Marathon begleiten… und es stehen ja noch ein paar andere Abenteuer für dieses Jahr an! ;o))) Schön zu wissen, dass man dann lauter tolle, verrückte Lauffreunde hat, die jederzeit bereit sind stundenlang und wahrscheinlich auch bergauf und bergab mit meiner Schwester und mir zu laufen.

Ich wünsche euch allen auch so tolle Lauferfahrungen im neuen Jahr und ganz viel Spaß dabei,
das Honigkuchenpferd Cordula

PS: Für die Neugierigen unter euch: insgesamt waren wir 5h22min43sec unterwegs – Zeit in Bewegung: 4h56min11sec.

4.444445
Gesamtwertung: 4.4 (9 Wertungen)

Gratuliere

zu diesem großen kleinen Abenteuer. Was ein guter Hase bedeutet für den ersten Marathon durfte ich mit dem selben Herrn an meiner Seite im Oktober erfahren. Habe zwar keine Vergleichsmöglichkeit, aber ich glaube, er ist einer der Besten in diesem Job, immer positiv und motiviered, aber das erstaunlichste, er hat nicht nur selbst ein irres Laufgefühl sondern auch ein enorm gutes Laufgefühl für seine Mitläufer.

Jetzt weisst Du, dass Du Marathon kannst, der nächste wird schon leichter werden und ein ebenso schönes Erlebnis. Aber der Erste wird etwas Besonderes bleiben, behalte es in Deinem Herz.

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Das habt Ihr sauber hingekriegt!!! :o))

Ein bisschen was habe ich ja von Dir und Deinem/Eurem Training mitbekommen, daher wusste ich, wenn Du fit bist, würdest Du mit Stolz diesen ersten Marathon durchziehen und erfolgreich beenden!
Das hast Du/Ihr getan und dazu gratuliere ich Dir ganz ganz herzlich!!! :o)))

Ich freue mich sehr für Dich und auch die anderen und hoffe, dass Deine Schwester auch bald wieder gesund ist und den Lohn für das viele Training einlaufen kann!

Jetzt erst mal schön regenerieren und dann kann das Training für die Berge weiter gehen.
Ihr habt ja dort bei Euch besten Bedingungen und auch die besten Trainer, da wird es doppelt Spaß machen!

Und ein Dickkopf ist ausgesprochen hilfreich für Marathon, Ultra oder eben das Laufen im Allgemeinen oder in den Bergen!;o)
Beim nächsten biste bestimmt nur noch halb so nervös!!
Habt Ihr klasse gemacht und Eure Trainer natürlich auch! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Beim nächsten Mal

Bin ich sowas von dabei!!!
Dann musst du mich als "Profi" motivieren :-)

Beim nächsten Mal

Bin ich sowas von dabei!!!
Dann musst du mich als "Profi" motivieren :-)

Beim nächsten Mal

Bin ich sowas von dabei!!!
Dann musst du mich als "Profi" motivieren :-)

einfach schön

und das mit dem niewiederMarathon und dann doch jetztaberschnellwiederMarathon, kennen wir das nicht alle? Ich habe mich noch am Abend meines Erstlings gleich zum zweiten angemeldet ;-)

Und Kawi ist schon klasse, aber gelaufen bist du allein. Glückwunsch!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

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Wie kann man denn Kommentare

Wie kann man denn Kommentare löschen?
Doofes Mobiltelefon!
:o)

Genau strider!!!

... gelaufen bist du ganz alleine und jeder der dein stures Köpfchen kennt weiß, dass auch ein Kawitzi schlechte Karten hat, diesen zu überzeugen, wenn er mal wieder so vor sich hin denkt ;0))...
Es gibt eben auch Dinge in dieser Welt, die kann man nicht vorraussehen oder berechnen... Wäre das nicht Langweilig wenn es so wäre!? Für mich schon ;0)...
Jetzt bist du ein Marathoni, der sich in der Königsklasse behaupten darf :0)! Glückwunsch!!!

Und jetzt zeige(Foto) mal allen, was für eine schöne Medaille du jedem von uns geschenkt hast!!
Meine erste!!! für dieses Jahr :0),aber eine ganz besondere!!

Gruß,
Kaw.

P.S. Hey, arme Kiki, hast du immer noch dieses böse Schüttelfieber :0(!? Dein Finger hat ganz schön bei den Kommentaren gezuckt! Gute Besserung :0)))...

P.S. 2. hahahahahahahahaha... lass es lieber Kiki, sonst gibt es einen gefakten Blog :))))) Hahahahahahahahaha....

Sorry an alle, die niemals angekommen sind, weil sie mich nach dem Weg gefragt haben...

oben atmen unten laufen

...das warst doch Du!
Hat sich in Kombination mit Dickschädel und (u.a.) Kawi-Support doch bestens bewährt!
Gratuliere aufs Heftigste!

Der Schokowitzi kriegt hier demnächst sein Ersttäter-Begleit-Diplom! Als ich 2010 in Essen meinen ersten Marathon lief (kurz bevor ich 40 wurde übrigens), wer war da wohl dabei????

Genieße das Grinsen - Du hast es sowas von verdient!!!
LG, Conny

Na mit der Laufbegleitung

konnte das doch nur klappen! Glückwunsch zum Finish Deines ersten Marathons. Und wenn heute nichts weh tut, dann hast Du alles richtig gemacht.

Weiterhin frohes Grinsen wünsch ich Dir ;o)

LG,
Anja

Doppelsieg

1) Kopf
2) Strecke

Wer solche Lauffreunde hat,

hat alles richtig gemacht. Riesenglückwunsch zu deinem ersten Marathon! Ist es nicht ein saugutes Gefühl, dieses umwerfende Ziel erreich zu haben?!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Hey Cordula,

...du machst ja Sachen! :o) Das scheint ja hervorragend geklappt zu haben mit bester Laufbegleitung und lässt für mögliche Wiederholungstaten, wenn der Bauch gerade nicht grummelt, noch so einiges erahnen! Herzlichen Glückwunsch!

Leb dein Leben - bevor es zu spät ist.

@all

Vielen Dank für eure Glückwünsche und die lieben Kommentare :)
Der Stolz ist auch eine Woche später noch da und die Freude wächst sogar immer weiter :o))

Hier noch das Foto, das Kawi meinte, von meinen gebastelten Medaille

Hallo Cordula

ein wunderbarer Bericht! Es hat großen Spaß gemacht ihn zu lesen.Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht. Marathon ist kein "Kindergeburtstag"aber wenn man an sich glaubt schafft man auch die 42,195 Km.Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung.

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