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Benutzerbild von dfrobeen

Irgendwie scheint es ja schon fast Pflicht zu sein am letzten Tag des Jahres nochmal einen Silvesterlauf zu absolvieren. Ich habe mich dieser Tradition erstmals 2012 angeschlossen und beim Gummersbacher 10,8km-Lauf vergessen vorher das Höhenprofil zu studieren und bin dort als Braunschweiger-Flachlandläufer hoffnungslos eingegangen.

Obwohl ich über Silvester wieder in der guten alten Heimat Köln war, sollte mir dieser Fehler nicht nochmal passieren und so entschloss ich mich statt des Ausflugs ins Bergische Land, den komplett flachen 10er des Köln-Silvesterlaufs zu absolvieren.

Es war noch ein ausgiebiger Kampf gegen mich selbst und meinen Trainingsplan, denn für diese Grundlagenwoche stehen 16,5 Trainingsstunden im Soll und so einen freien Tag konnte/wollte ich da nicht "nur" für eine schnelle Stunde Laufen investieren. Also habe ich nach dem Frühstück mein Mountainbike "gesattelt" und bin die Anreise zum Wettkampf mit einem ordentlichen, aber geplanten Umweg am Rhein entlang angegangen. So wurde der Puls schon ein wenig angeregt, aber mangels Höhenmeter die Beine noch komplett geschont.

Dann ging es auch recht flott. Der Lauf war sehr gut organisiert und für Nachmeldung, Radklamotten in Laufklamotten wechseln und ein paar Meter einlaufen, verging nicht mehr Zeit als nötig. Wie immer kam mir dann auch der Gedanke, was ich denn da eigentlich laufen will. Meine letzten ernsthaften Tempoeinheiten bin ich Mitte September gelaufen und ich bin voll im Grundlagen-Trainingsblock. Aber mit "ich lauf mal ne schnelle Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen", das kann ich einfach nicht. Der letzte 10er im Oktober, der gleich der mehrwöchigen Offseason folgte, ging in 40:31 Minuten raus. Irgendwo in dem Bereich wollte ich wieder landen.

Der Startschuss fiel und es sollte meine elendige "und täglich grüßt das Murmeltier"-Story werden. Der erste km mal wieder viel zu schnell...ich werde es einfach nicht mehr lernen, dabei bin ich meine besten Zeiten genau dann gelaufen, wenn ich "aus versehen" dann doch mal das Tempo gleich zu beginn getroffen habe. Knapp unter 3:45 Minuten gingen die ersten 1000m raus, und es folgte das obligatorische Tempo rausnehmen. Im nächsten km eine 3:55 und auch der dritte ging noch in 3:59 unter der magischen 4-Minuten-Grenze raus. Natürlich fing ich dann entgegen aller guten Vorüberlegungen an zu grübeln, ob nicht doch meine dritte sub40-Zeit fällig werden sollte. 21 Sekunden Puffer hatte ich immerhin schon aufgebaut und auch nach der 4:03 auf km4 sprach einiges für den Versuch es doch zu schaffen.

Was mich unterwegs ärgerte war, dass ich wie auch schon im Oktober keiner Kleingruppe folgen konnte, die mich nach dem zu schnellen Anfang überholte. Da muss ich mich einfach mal dranbeißen, wenn ich an so einem Tag auch mal knapp über meinen eigentlichen Möglichkeiten laufen will. Die Pulsanalyse hinterher zeigte mir, dass eigentlich noch 10 Schläge Puffer nach oben waren. In der Umgebung war ich zumindest meine 38:56-Bestzeit im September gelaufen. Vereinfacht formuliert - ich bin auch jetzt fit, muss mich einfach nur etwas mehr quälen können um am Ende in 39:59 oder so rauszukommen, statt der 40:15, die es in Köln dann tatsächlich wurden.

Ab km5 pendelte ich mich nämlich sehr konstant im bereich 4:05 bis 4:07 ein. Bei km9 wollte ich es nochmal wissen und lief nochmal eine 3:59, aber als ich sah, dass es keine sub40 wird, habe ich dann die letzten Meter austrudeln lassen. Ich war dennoch total zufrieden, immerhin war es meine drittbeste 10er-Zeit - und das voll aus dem Grundlagentraining heraus. Sobald ich wieder echtes Tempotraining einbaue, sollten doch auch wieder sub40-Zeiten möglich sein.

Im Zielbereich hielt ich mich diesmal nicht lange auf. Ich verspeiste den leckeren, frischen Neujahrsbrezel, wechselte wieder in die Radklamotten und absolvierte bei herrlichstem Wetter noch 3 Mountain-Bike-Stunden, diesmal auch mit ein paar "Höhenmetern" in den Hügeln rund um Frechen.

Nachdem ich dann aber auch wirklich den eigentlichen Silvesterfeierlichkeiten widmete und mit meiner Schwester, ihrem Freund und ein paar weiteren Leuten Raclette speiste (warum war ich an dem Tag eigentlich derjenige, der die halben Einkäufe allein verspeiste?), folgte dann am nächsten Morgen ein weiteres läuferisches Highlight.

Die etwas komplizierte Logistik machte es erforderlich, dass ich um 8 Uhr (gefühlt 3 Stunden zu früh) aufstand und von meiner Bleibe in Köln zu dem Punkt zu kommen, wo ich mein Auto über die Silvesternacht abgestellt hatte. Tja, Parken und Köln - die beiden Begriffe harmonieren nicht und so musste ich bis 9 Uhr den Parkplatz räumen, wenn das Jahr nicht durch eine furchtbar teure Knolle starten sollte.

Also machte ich aus der Not eine Tugend, streifte nochmal die Laufschuhe über und joggte wieder mit ein paar Meter Umweg die 10,2km zum Auto. Es war ein ganz gemütlicher Grundlagen-Lauf in 5:19er-Pace, das eigentliche Highlight waren aber die Köln-Panoramen, die sich mir offenbarten. Es gab keine andere Option, ich MUSSTE einfach wiederholt anhalten und das mitgeführte Handy für 3 Fotos zücken. Hier die Resultate:

20140101_085447-1
von der Zoobrücke

20140101_082952von der Severinsbrücke

facebook_409644015von den Kölner Rheinterassen aus

5
Gesamtwertung: 5 (6 Wertungen)

Tolle Köln-Bilder!

Ja, das Köln-Panorama hat schon was, besonders in den Morgen- und Abendstunden. :)

Am 31.12. habe ich auch morgens eine Kölner Rheinufer Runde gedreht, allerdings dann noch ohne Kater. Ich habe dann noch im Norden die Mülheimer Brücke und im Süden die Rodenkirchener Autobahnbrücke mitgenommen. Das war dann angesichts von zu erwartetem Gästeaufkommen entspannter als der mittägliche Start in der Merheimer Heide (den Lauf kenne ich allerdings aus den Jahren 2006, 2011 und 2012 sehr wohl). Du dürftest in etwa mit meinen Laufmonster-Kollegen Kai Engelhardt und Lutz Schmalstieg unterwegs gewesen sein, zu erkennen an den weißen "Laufmonster"-Shirts.

Kater-Lauf fiel bei mir dann am 01.01. aber aus, musste ja auch kein Auto wegfahren. Köln und parken passt aber wirklich nicht zusammen, auch wenn man meines Wissen an einem Feiertag kein Parkticket ziehen muss (evtl. abgesehen von zentralen Innenstadt-Lagen bzw. Parkhäusern). Aber der Katerlauf war es so oder so wert, wie mi scheint. ;)

Ich wünsche dir ein erlebnisreiches Lauf- und Triathlonjahr 2014, mit deinem ganz persönlichen Highlight! Gutes Gelingen!

Nach einem erneuten Blick in

Nach einem erneuten Blick in die Ergebnislisten - Ja, Kai und Lutz habe ich ja quasi namentlich erwähnt - sie wären die letzten beiden Optionen gewesen mit jemandem an die Fersen zu heften und so die sub40 zu erkämpfen.
Mülheimer und Rodenkirchener Brücke, dann hast Du ja nochmal kräftig Jahresabschluss-km gesammelt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag habe ich die Rodenkirchener mit der Hohenzollernbrücke verknüpft und kam so schon auf 15,5km.
Ich verfolge Deinen Blog auch fleißig - vor allem Deinen Bericht über die HM-DM fand ich spannend zu lesen, denn ich komme eigentlich aus...tattaaa, Refrath.
Dir auch ein gutes Jahr 2014, sowohl im Laufen, als auch im Triathlon aus Häusle bauen, Master-Studium und Beziehungspflege ;-).
Ach ja und da Du jetzt auch in die M35 aufgestiegen bist, wünsche ich mir, dass wir uns möglichst selten sehen...denn bei Deinen Zeiten hätte ich sonst nix zu kamellen ;-). Wenn ich dann in der M40 bin, können wir gerne gemeinsam starten ;-).

Mein Boston-Blog: danielssichtderdinge.wordpress.com/boston-marathon

Gummersbach

Gummersbach wäre gerade bei dem tollen Wetter eine Reise wert gewesen. Der Lauf hat bei wirklich optimalen Bedingungen stattgefunden. Da sind die paar Höhenmeter fast nicht aufgefallen :-)

BORN - sind sie zu stark, bist du zu schwach!

Runnersmap

Tolle Fotos

Danke dafür. Momentan würde ich mich auch sehr über Schneefotos freuen - weiß gar nicht mehr, wie der ausschaut. ;)

Hab die Anmeldung für den Silvesterlauf

um einen Tag verpasst (ausgebucht) und dann nur ein privates Läufchen gemacht. Am Neujahrstag dann bei schönstem Sonnenschein ebenfalls durch die Natur.

Und den Rest kann ich nur unterschreiben. Bin gestern (mit Trainingsreduktion und ohne Tempotraining nach bescheidenen Blutwerten mit Eiseneinnahme) auch meinen ersten 10er seit September gelaufen - und ebenfalls nach Spinning am Vortag in dem Bereich wie letztes Jahr auf gleicher Strecke. Alles gut.

Ich wünsche Dir ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2014. Drück Dir die Daumen für alle Deine Pläne!

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