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Rückblick oder besser: Zwischenstand

Mein Laufjahr 2014 startet mit einer Erkältungspause. Nur zieht mich diese Tatsache ausnahmsweise nicht völlig runter. Eigentlich warte ich schon seit Oktober auf eine krankheits- oder verletzungsbedingte Zwangspause, aber da kam einfach keine.
2013 war mein erstes Jahr ohne wesentliche Ausfallzeit. Die Umfänge und Wettkämpfe konnten erstmals über Monate hinweg kontinuierlich gelaufen werden. Das führte zwangsläufig zum kräftigen Kilometersammeln, hoher Motivation und zum Fallen aller bisherigen Bestzeiten. Nach meinem ersten Blog hier auf (in?) jogmap ist dieser Zustand der größte Erfolg von allen und mein oberstes Ziel für 2014.
„Damals“ steckte ich das Ziel ab, bis zum 30. Geburtstag einen Marathon gelaufen zu sein. Dem bin ich so nah wie nie. Durch die unerwartete Abwesenheit von Verletzungen konnte ich über 1300km in 2013 sammeln, mit dem Maximum von 180km im April. Elf Wettkämpfe insgesamt, darunter der Hermann, drei Halbmarathons, sechs Zehner und ein Fünfer. Die meisten dieser Volksläufe waren Berg- oder Waldläufe. Waldwege und Trails haben es mir einfach angetan. Die Highlights waren sicherlich der Hermann und der Halbmarathon beim Harz-Gebirgslauf. Das erste Mal sub45 beim Lehrter Stadtlauf auf einer amtlich vermessenen Strecke. Gute Platzierungen bei den nahe gelegenen Läufen Finkenberglauf, Duinger Berglauf und Wohldenberger Waldlauf.

Springe Deister
Springe-Deister-Halbmarathon

Wohldenberg
Wohldenberger Waldlauf (10km)

HGL
Nach dem "warmen" Duschzelt beim HGL

Schwer getan hab ich mich beim Essener Ruhr Höhenlauf. Das dritte Bier am Vorabend (Besuch bei Freunden) hatte mir schwer auf Magen und Kreislauf geschlagen. Trotzdem war noch ein Finish deutlich unter 50 Minuten drin.

Großen Anteil an diesen Erfolgen haben mit Sicherheit mein beharrliches Training im Sportstudio an Rumpf- und Beinkraft, Koordination und Beweglichkeit, und natürlich auch mein freitägliches Tempotraining mit dem örtlichen Triathlonverein.
Als ich im Herbst völlig überraschend PB beim hügeligen Schloss Marienburg (Halb-)Marathon gelaufen bin (01:48), und zu Recht von Angus Schuan nach Gründen gefragt wurde, wollte ich zum Jahresende hin nochmal wissen, was geht. Die höher gesteckten Ziele lauteten: 5km sub20 und 10km sub45. Beides im Dezember. Als Vorbereitung gab es zweimal Intervalle: 5*1000m in 4:00 mit je 5min Trabpause. Diese Einheiten gingen mir äußerst schwer von der Hand. Aber schwer heißt nicht unmöglich. Nur habe ich mir nie im Leben zugetraut, so ein Tempo auf 5000m durchzulaufen. Versucht hab ich es trotzdem. Sarstedter Adventslauf. 2012 bin ich dort 20:41 gelaufen, allerdings hätte ich beinahe ins Ziel gekotzt. Dieses Mal wollte ich mit 4:00 loslaufen und gucken, wie lang das zu halten ist. Zugetraut habe ich mir maximal 3000m in diesem Tempo. Der erste km ging enthusiastisch in 3:50 weg. Gutes Gefühl. Km2 bei genau 8:00. Habe meinen Rhythmus gefunden. Kilometerschild 3 habe ich verpasst. Es wurde zunehmend schwerer. Km4. Zeit: 16:12. Es geht mir überraschend gut. Die vielen Kurven auf dem Innenstadtkurs wirken sich positiv auf die Psyche aus. Jetzt nochmal alles geben, nur noch 1000Meter! Die letzten zwei Kurven waren hammerhart. Aber rausnehmen wollte ich keinesfalls mehr. Finish bei 19:52!! Noch richtig was rausgeholt, für mich ein Riesenerfolg und schon wieder habe ich mich im Wettkampf unterschätzt. Naja, lieber lass ich mich positiv überraschen als negativ. Das jetzt die sub45 beim Haseder Silvesterlauf nur noch Formsache waren, dürfte klar sein. Auch von etwas Halskratzen am Silvestermorgen habe ich mich vom Start nicht abhalten lassen(ja ich weiß, das war unvernünftig). Finish bei 44:25, gute Gesamtplatzierung, perfekter Jahresabschluss.
Wie soll es jetzt weitergehen? Der Marathon ruft. Ausgesucht habe ich mir den Kassel-Marathon Anfang Mai. Das sind also ab jetzt noch gute vier Monate Zeit. Bislang bin ich noch ohne großartige Trainingspläne ausgekommen. Ist auch, wie ich glaube, nicht etwas, was mich glücklich machen würde. An einen starren Plan könnte ich mich nicht durchgehend halten. Und was bringt ein toller Plan, wenn man Ihn eh nicht einhält? Außerdem möchte ich keinesfalls in Kassel am Start stehen und nur ein oder zwei 30er in der Vorbereitung gelaufen zu haben. Und was ist, wenn gerade in der einen Woche, wo der 30er drin ist, eine Erkältung oder sonstwas dazwischenkommt? Nein, ich muss mir da was Individuelles zusammenbauen. Inzwischen habe ich mir einiges an Berichten und Trainingsplänen angelesen und muss wohl hinnehmen, dass auch wenige 30er in der Marathonvorbereitung ausreichen. Ist trotzdem nichts für mich. Ich werde mir in den nächsten Tagen einen groben Wochenplan ausarbeiten, der Intervalle und lange Läufe beinhaltet, sowie den Wochenkilometerumfang. Drei Wochen steigende Belastung, eine Woche Rekom. Den ersten 30er werde ich dann wahrscheinlich Ende Februar im Kalender stehen haben. Im März wartet schon ein Halbmarathon, als Test und Einstieg in die Wettkampfsaison. Zur Auswahl stehen hier der Springe-Deister-Marathon oder der Puma Airport-Run. Dann ist noch der Wedekindlauf (10km) in Hildesheim. Der ist zwar nur eine Woche vor Kassel, aber das müssen die Beine dann aushalten. Da musste ich letztes Jahr schon drauf verzichten, weil der auf den gleichen Tag fällt, wie der Hermann. Immer am letzten Sonntag im April. Und was fehlt noch in dieser Planung? Richtig, der Winter. Vielleicht schaut der wie letztes Jahr erst verspätet bei uns vorbei. Lange Läufe auf fester Schneedecke machen das Vorhaben sicherlich nicht leichter.
Wie auch immer, die Priorität liegt eindeutig beim Erhalten der Laufgesundheit und Verletzungsfreiheit. Sollte mir in den nächsten vier Monaten was zwischen die Beine geworfen werden, suche ich mir einen Marathon im Herbst. Deswegen werde ich mich für Kassel auch erst so spät wie möglich anmelden, um den Druck niedrig zu halten. Ich freue mich tierisch auf die nächsten vier Monate und auf den Rest des Jahres natürlich auch. Mit einem Auge schiele ich auf den Brockenlauf, 26km und knapp 900Hm. Schöne Läufe gibt es ja zu Hauf in Deutschland. Und auf weitere Trainings- und Wettkampfberichte von jogmappern, die ich meist morgens im Zug lese. Vielen Dank an alle! Und ein frohes, erfolgreiches 2014 !

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Der Marathon ist fällig!

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