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Benutzerbild von dragao

Der letzte Blogeintrag liegt jetzt fast ein Jahr zurück. Warum habe ich nicht geschrieben? Wahrscheinlich, weil dieses Laufjahr ziemlich durchwachsen war und wenig euphorisches bot. Immerhin bin ich aber am Ball geblieben , schreibe diesen Bericht und bin voller Pläne für das kommende Jahr 2014. Aber der Reihe nach ...

Angefangen hat eigentlich alles bereits Ende 2012, als ich bei einem lockeren Trainingslauf nach knapp 7km Schmerzen im linken Knie hatte und den Lauf abbrechen musste. Das allererste (und bisher auch letzte mal), dass ich mich abholen lassen musste, da einfach gar nichts mehr ging. Kühlen, googlen und deprimiert sein, so Sprüche wie "... Knie heilt nie ..." sorgten nicht für besonders gute Laune. Ernüchterung machte sich dann noch breit als ich mir einen Termin beim Orthopäden geben lassen wollte, frei Termine in 3-4 Wochen, dabei hatte ich jetzt Schmerzen! Dann eben in der Zwischenzeit Ratschläge von Läufern beherzen: Kühlen, ruhig lagern, kühlen, Schmerzgels, kühlen. Dann zu aller Überfluss eine unbedachte Bewegung beim Aufstehen und ... Schmerzen in der Leiste. Ab ins Krankenhaus, durchchecken lassen. Im Knie wohl nichts kaputt, angeblich eine Überlastung (wovon denn?) dafür die Leiste gezerrt. Laufpause bis zum Orthopädentermin. Immerhin war wohl nichts wirklich kaputt und ich bekam ein paar Einlagen (ist wohl das Standardverfahren bei Orthopäden), eine Kniebandage (wohl für's Gemüt) und Physiotherapie verschreiben. Die Termine dort machten mich dann tatsächlich wieder fit, Ultraschall und Übungen für die Fuß- und Beinmuskulatur ließen die Heilung zum Glück schnell voranschreiten, so dass ich dann im März sogar den Frankfurt Halbmarathon in Frankfurt in für mich zufriedener Zeit absolvierte.

Da der Winter wieder einsetzte blieb ich dann von der Pollenallergie verschont und bereitete mich auf den Leipzig Marathon vor, für den ich einen Freistart bekommen hatte. Die Vorbereitung lief soweit ok, bis drei Tage vor dem Start massiv die Pollenallergie zuschlug. Alle möglichen Ärzte konsultiert und eine Kortisonspritze verabreicht bekommen, bei der ich versprechen musste, dass ich im Herbst eine Desensibilisierung beginne. Naja, noch mit Beschwerden nach Leipzig gefahren und mit ganz geringer Erwartungshaltung gestartet: " ...wenn's nicht gut geht eben nach einer Runde aussteigen..." Zu meiner Überraschung lief's viel besser als gedacht und so kam ich doch unter 4 Stunden in's Ziel. Highlight#1 2013

Von der Euphorie gepackt kamen gleich die nächsten Ziele auf den Plan: Richtig gesund werden, schneller werden, längere Strecken ... und dann kam der nächste Rückschlag. Aus dem Urlaub im Mai kam ich mit 'ner bösen Erkältung zurück. Das ganze zog sich über fast vier Wochen, sodass ich auf ein paar fest angepeilte Wettkämpfe verzichten musste und längere Pausen einlegen musste. Immerhin ging's dann im sommer wieder ganz gut, so dass als nächstes großes Ziel der Frankfurt Marathon fest aufgenommen wurde. Die Vorbereitung lief prima und so kam bei den 10km beim "Lauf für mehr Zeit" in Frankfurt sogar eine neue Bestzeit zustande. Highlight#2 2013

Und so begann ich im September mit der Desensibilisierung ...

Im Urlaub in Portugal im Oktober wollte ich dann den Sommer ein bisschen verlängern und mir die letzte Härte für Frankfurt holen. Aber wieder ein Rückschlag, zuerst gab mein Forerunner 110 den Gest auf und ein paar Tage später eine Entzündung der Mundschleimhaut mit Fieber ... und das zwei Wochen vor dem Marathon.

Aus dem Urlaub zurück, gleich zum Dermatologen, da ich die Desensiblisierung (ich nehme täglich Tropfen, die unter die Zunge geträufelt werden) im Verdacht hatte. Der Arzt versicherte mir aber, dass es nicht damit zusammen hängt. Nach ein paar Tagen Medikamenteneinnahme fühlte ich mich dann auch wieder relativ gut und konnte wieder ins Training einsteigen, aber zwei lange Läufe sind ausgefallen.

Am Tag des Frankfurt Marathon sah zunächst alles verheißungsvoll aus. Tolle Stimmung, laue Temperaturen, so dass ich kurz/kurz startete und mit viel Adrenalin vollgepumpt war: Eine neue Bestzeit sollte es werden - 3:45 war angepeilt. Die erste Ernüchterung kam bereits nach 3km als der geliehene Laufcomputer (Timex RunTrainer 1) 6km anzeigte. Anstatt sich auf das Laufen zu konzentrieren musste ich den Computer resetten und neu starten und im Kopf immer wieder die gelaufene Strecke neu berechnen, das hat genervt. Dann verschlechterte sich das Wetter zusehends: Es wurde kälter und windiger, ich fror! Dann bei km 15 die ersten richtigen Problem, ich hatte Mühe meinem Kumpel mit der gleichen Zielzeit zu folgen, so dass ich ihn bei km18 laufen ließ. Nahe der HM-Marke die ersten Gehpausen. Oje. Danach ein einziges Gehangel von Verpflegungsstelle zu Verpflegungsstelle. Einzig der Wille und das Wissen, dass meine Familie im Ziel auf mich wartet ließen mich irgendwie die Strecke bestreiten. Ich werde niemals die Situation vergessen, als drei Helfer das km41-Schild halten mussten, damit es nicht von den starken Windböen weggeweht wird. Kurz vor der Festhalle erblickten mich sogar meine Töchter, sprangen über die Absperrungen und liefen mit mir gemeinsam in die Festhalle. Und so wurde der Frankfurt Marathon trotz der 4:19 doch noch zu Highlight#3 2013

Danach folgten statt Erholung anstrengende Arbeitswochen mit vielen Überstunden und wenigen Trainingskilometern, wenngleich ich mir die Trainingsrunden nicht wirklich nehmen ließ, dann eben im Dunkeln mit Stirnlampe oder in der Mittagspause. So war der Silvesterlauf Frankfurt bei dem ich zusammen mit dem Freund meiner Tochter gestartet bin, ein versöhnlicher Abschluss. Keine Bestzeit, den Freund meiner Tochter musste ich auch ziehen lassen, aber mit knapp 49 Minuten eine für die Jahreszeit ansprechende Zeit.

Und 2014? Schaunmermal ... für den Halbmarathon am 09.03. bin ich schon angemeldet, vielleicht Mannheim Marathon am 31.05., bestimmt Frankfurt Marathon am 26.10. ... der Rest ergibt sich :-)

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