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Benutzerbild von hehef

liebe Leute,

Habe mir vor 7 Wochen nach einem fatalen Leitersturz, das linke untere Sprunggelenk gebrochen, (subtalare Luxationsfraktur Weber-Marti-TypIII), zweigelenkige Talusluxation im vorderen und hinteren unteren Sprunggelenk (USG) unterhalb des Talus zwischen Os naviculare, Calcaneus und Talus, Talushals gebrochen, Restfragment konnte wieder "angeschraubt" werden und Fraktur MFK5)

Nach 2 OPs, der Fuß wurde optimal gerichtet, allerdings auch heftige Weichteilschäden, bin ich jetzt noch 1 Woche belastungsfrei unterwegs, dann kommen ca. 5 Wochen mit zunehmender Belastung, Ende Januar schließt sich dann eine Reha an. Der gesamte bisherige Verlauf, stimmt mich hoffnungsvoll, bin ja auch relativ gut trainiert und mit genügend Durchhalteundankommenwillen in den Unfall "gestürzt".

Hat jemand eine vergleichbare Fraktur gehabt und wie sind die langfristigen Erfahrungen hinsichtlich Laufen. Dass die Entwicklung sehr individuell verlaufen wird, ist selbstveständlich, aber ein paar "Erfolgsnachrichten" würden gut tun.

Dass für mich mittelfristig Laufpause angesagt ist :((( ,ist natürlich auch klar, ein schwacher Trost für meine "Unbeweglichkeit" ist glücklicherweise vorsichtiges Aquajoggen, und behutsame Physio......
Bitter ist der aprupte Laufverlust aber sehr, das Kopffreilaufen und die Laufglücksgefühle fehlen doch spürbar...

Danke vorab, ich freue mich auf Infos und Erfahrungen!!

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Hallo hehef

für die Frage, wie weit Du kommst, ob laufen irgendwann (vielleicht im kommenden Sommer)wieder möglich sein ist der Duchhalte- und Ankommenwille sicher der wichtigste Faktor. Behalte den, baue ihn aus, integriere unbedingt ein geduldiges, behutsames und intensiv in Dich hineinhorchendes Vorgehen, um Überlastungen zu vermeiden.

Die andere Seite, welche Schäden liegen vor, können die so heilen, dass die relativ hohe Belastung beim Laufen wieder möglich sein wird ist so kaum zu beantworten. Wenn die Gelenkflächen nicht am Bruch beteiligt waren (es gibt im Bereich des Talushalses eine Knorpelfreie Zone, mit etwas Glück liegt die Fraktur ausschließlich dort) sind die Chancen sehr gut, dass die Belastbarkeit der Gelenke weitestgehend erhalten bleibt.

Die Weichteilschäden durch die Luxationen werden den Fuß vermutlich zunächst instabil machen, evtl. auch steif oder beides. Hier sind aber die Möglichkeiten durch Physiotherapie sowie Pronationsstützen im Schuh bzw. gezielter Einlagenversorgung recht vielfältig, sodass in Kombination mit gezieltem Kraft- und Stabilisationstraining (Weichmatte, Schlinge, Wackelbrett) des gesamten! Beines (Reserven schaffen für den Fuß durch bestmögliche Koordination von Hüfte und Knie!) eigentlich erstmal nichts zwingend gegen das Laufen spricht. Für den Wiedereinstieg kann das konsequente Vorfußlaufen vorteilhaft sein, das USG wird dabei weit weniger belastet.

Dennoch bleibt es natürlich eine relativ schwere Verletzung für einen Läufer und ich wünsche Dir einen guten Heilungsprozess, viel Geduld, kompetente Ärzte und Therapeuten sowie das nötige Quentchen Glück im Unglück.

Alles Gute,

granreserva
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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

Mutmach

Klingt schlimm, ich bin kein Arzt. Ich habe mir 2009 ebenfalls das linke Sprunggelenk gebrochen (Weber C Fraktur), blieb unoperiert, weil zunächst nicht erkannt. Ich nehme an, dass ich den leichteren Fall hatte, aber mir sagte der Orthopäde 6 Wochen später, kürzere Strecken könnte ich wieder laufen, aber nie mehr einen Marathon. Obwohl alles optimal zusammengewachsen war. 3 Monate nach dem Bruch bin ich schmerzfrei meinen ersten Hunderter gelaufen und seither ganz viele Marathons und Ultras ;-)
Beschwerden hatte ich nie an dem gebrochenen Gelenk, wohl aber zwei Jahre lang immer wieder im rechten (unverletzten) Sprunggelenk, dann Knie, Hüfte. Offenbar Folge einer einseitigen Belastung bzw. Schonhaltung. Von daher halte ich gute und lange Betreuung durch eine Physiotherapeuten für unverzichtbar, aber du scheinst ja in guten Händen zu sein.
Ich drück dir die Daumen!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Fraktur

Ich hatte eine ähnliche Geschichte, nur dass ich an einem 16. Dezember auf Eis ausrutschte.
Beweglichkeit nach Physiotherapie, Üben, Schmerzen etc. war nach 6 Monaten so weit, dass ich Fahrrad fahren und ohne (für mich) merkbare Humpeln gehen konnte. Danach waren die Metallteile raus. Laufen und richtig belasten ohne danach richtig Schmerzen zu haben, dauerte 12 Monaten. Längere Strecken laufen ohne Schmerzen 24 Monaten.
Dies war in 1987, aber die Operationstechnik war damals schon OK und ich habe der besten verfügbaren Chirurg erwischt.
Ich laufe immer noch und das Gelenk hält, ich habe keine Arthrose. Es hat aber Zeit, Geduld und Schmerzen gekostet…

Viel Glück, gute Besserung

mangia bevi ama forte non ave paura della morte

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