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Benutzerbild von andifossi

Das soll es gewesen sein? Echt jetzt? Ich mag nicht dran denken...
Mein Doc, selber Sportler und Orthopäde und mein Operateur, legt mir Nahe auf das Laufen zu verzichten. Auf jeden Fall aber auf das Leistungmassige und Langstrecken Laufen.

Nach einer neuerlichen OP am Knie wurde mir ein Teil des Meniskus entfernt. Ebenso der Oberschenkelknochen am Knorpelbereich bearbeitet. Hier hatte sich das Knorpelgewebe verabschiedet. Bei dem Eingriff wurden freie Gelenkteile im Knie festgestellt und entfernt.
Das war nun auch die Erklärung für die immer wieder auftretenden Beschwerden und Schmerzen im Knie. Diese Teilchen waren teils verkapselt und wohl schon länger im Kniegelenk.

Neuerlich deshalb, da ich bereits 2006 eine ähnliche Schädigung am selben Knie hatte.
Beim Fußball, ohne Fremdkontakt, das Knie zerlegt,
Meniskus, alle Bänder gedehnt und einige andere Sachen defekt und OP notwendig...
Wortlaut vom damaligen Dr. : "Sie, Marathon?! Sie haben ja nicht alle Tassen im Schrank...können froh sein, dass sie kein künstliches Kniegelenk bekommen..."denn so sah es erstmal aus.
Wars das jetzt?? NEIN :-)

8 Wochen Pause und dann langsamer Beginn mit leichtem Training.
Debüt beim Köln HM, 6 Monate nach OP, unter 2 std UND OHNE künstliches Gelenk :-)Ankommen war das Ziel.
OK, ein Virus ist in der Blutbahn :-) viele andere Läufe folgen...

Und jetzt nach einigen Marathon, vielen HM und anderen Läufen und unzähligen Trainingskilometern ist Schluss damit ?
Mir fehlen meine Kopffreimachrunden und das sich Messen auf der Strecke mit anderen Läufern...

Einige Bekannte sagen zu mir, es wäre ja nicht so schlimm. Angeln und Schach seien auch Sport. Tztztz

Tja, wir werden sehen, ob´s läuft...

3.5
Gesamtwertung: 3.5 (4 Wertungen)

das glaub ich nicht

Angeln und Schach wird nur unter Sport geführt, weil nix besseres gefunden wird.
Ich kann Deine Gefühlswelt gerade sehr gut nachfühlen.
Werde erstmal wieder gesund und dann schau mal weiter. Es kommt sicher auf den Einzelfall an und der ist bekanntlich bei jedem anders.
Ich halte Dir die Daumen, dass es weiter geht.
Alles Gute
Pat

mmhhhh

tja kanns auch nicht glauben,
wie wäre es denn erstmal deine Beinmuskeln richtig zu kräftigen,
und dann vielleicht "nur"10-15km zu laufen
schön "langsam" so das du auf deinen Laufstil sehr achtest...
ganz aufzuhören wäre ein schwerer Schlag

Angeln und Schach...

...sind keine Option!
Aber vielleicht Radfahren und/oder Schwimmen?
Zumindest teilweise.
Zumindest mal 'ne Zeitlang.
Zumindest bis wieder Licht am Ende des Tunnels ist (nicht das vom Zug).
Alles Gute wünscht WWConny (die auch grade mit homöopatischen Laufdosen überwintert)

Genar, WWconny hat recht!

Rafahren und Schwimmen sind doch total klasse. Und wenn Du dann noch mit gebremsten Schaum Laufen trainierst, dann ist doch im nächsten Jahr locker mal eine Kurzdistanz im Triathlon drin!
Kopf hoch und darüber nachdenken!

Kopf hoch

... der Kenianer (schönen Gruß aus dem Siebengebirge) hat Recht. Ich bin am linken Knie auch schon dreimal operiert worden (2 mal Meniskus, einmal Kreuzband). Ich trainiere zusätzlich meine Beinmuskulatur und es geht immer noch ohne Schmerzen.

Ich würde es tatsächlich mal mit dem Triathlon probieren. Macht viel Spaß (wenn man vom Schwimmen als Bleiente absieht).

Alles Gute, Yorick

Das ist Mist, aber...

Du hast schon einmal bewiesen, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt.
Eine Freundin von mir hat auch nach mehreren OPs keinen Knorpel mehr im Knie und die weiß auch, dass irgendwann ein künstliches Gelenk fällig sein wird, aber sie läuft fast jeden Tag 10 km. Das Knie füllt sich dabei/danach und ist durch diese Füllung besser geschmiert, als wenn sie gar nichts macht. Dann geht ganz schnell auch gar nichts mehr!!
Sie bekommt ab und zu mal Hyaluronsäure reingespritzt. Zu reparieren ist da nix mehr.
Es ist also ein mehr oder weniger gesunder Kompromiss.
Sie hat auch schon Triathlon damit gemacht, aber nur bis zur OD, weil alles darüber hinaus wohl nicht ginge, ohne aus dem "Kompromiss-Status" was schlimmer zu machen.

Viele sind schon kaputt geschrieben worden, haben sich zurückgelehnt und gar nichts mehr gemacht und waren dann auch kaputt. Du solltes für Dich einen "Kompromiss-Status" finden, damit alles bei Dir wieder einigermaßen rund wird.
Bewegung ist immer gut!!
Ich drücke Dir die Daumen dabei!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Kaputtschreiben

finde ich ganz schwierig, da der Körper in vielerlei Hinsicht die Möglichkeit und das Potenzial zur Selbstheilung hat. Es gibt dokumentierte Fallbeispiele von Patienten mit Knie- oder Hüftarthrosen, die vor heutiger Endoprothetik (Gelenkersatz) als "austherapiert" galten und denen geraten wurde, möglichst zu schonen und sich zu arrangieren. Haben sie aber nicht getan sondern Spaziergänge nach aktuellen Fähigkeiten, langsam gesteigert und jeden Tag konsequent durchgezogen. Ergebnis: 1-3 Jahre später Beschwerdefreiheit und Nachweis von Knorpelwachstum.

Kann man das auf Läufer übertragen?

Ich meine ja. Das heisst nicht, dass jedes Knie wieder für den Marathon fit werden kann. Aber direkt nach der OP zu sagen, auf keinen Fall wieder laufen finde ich problematisch, so sicher kann eine Prognose eigentlich nicht sein.

Welche Bedingungen müssen bestehen, damit ein gesundheitsförderliches laufen (für das betroffene Knie gesundheitsförderlich) möglich ist?

1. Die Koordination des Beines muss möglichst optimal erlernt werden. Wichtig ist das Beheben von Fehlstellungen und Achsabweichungen im Fuß (evtl. durch Einlagen unterstützt, je nach dem), Knie unter besonderer Berücksichtigung von Torsionsfehlstellungen, also Verderehungen von Unterschenkel gegen Oberschenkel sowie der Hüfte und Lendenwirbelsäule.

2. Das Knie muss die volle Beweglichkeit, zumindest in Streckung wiedererlangen.

3. Der Laufstil mus möglichst arm an Gelenkkräften sein. Hier ist nicht nur die Frage Vor/ Mittel / Rückfuß entscheidend sondern auch, wie weit das Knie abfedert, wie gut die Hüfte beim Laufen gestreckt wird usw.

4. Ein besonders rücksichtsvoller Umgang mit dem Körper ist sinnvoll, incl. dem richtigen Deuten von Schmerzen (Zeitpunkt, Verlauf usw.)

Das ist alles ein ziemlich weites Feld, ich empfehle hier ausdrücklich die sorgfältige Auswahl eines Physiotherapeuten, der geade an den koordinativen Fähigkeiten arbeiten kann, evtl. ergänzt durch einen eigenen Lauftrainer o.Ä., evtl. geht das auch in Personalunion.

Wenn man die genannten Punkte sorgfältig angeht, ist nicht garantiert, dass das Laufen wieder möglich sein wird, geschweige denn ob Lange Distanzen wieder möglich sein werden. Aber ich finde immer, dass es einen Versuch wert ist, möglichst weit wieder zu kommen. Wie weit, das wird die Zukunft zeigen.

Bei Fragen oder unklarheiten gerne nachfragen, auch per PN, wenn Du magst.

Alles Gute,

granreserva
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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

Danke!!

@alle:
Vielen lieben Dank für Eure Anteilnahme, Hilfestellung und Empfehlungen!
Nein, ein Kaputtschreiben gibt es nicht, kommt nicht in die Tüte. Da halte ich es ähnlich wie der Schwarze Ritter in der Ritter der Kokusnuss :-)
Es wird weitergehen, äähh laufen und ich bin mir sicher, dass es funktionieren wird.
Triathlon ist eine gute Idee, auch wenn es ungefähr so ist, als wenn man einem Mühlstein den Delphinstyle beibringen möchte. Ich war immer schon happy, wenn ich nicht der letzte im Wasser war.

@granreserva:
Vielen Dank für die tollen Tipps! Sie sind fast deckend mit denen, die ich von meinem Doc und auch der Physiotherapeutin meines Vertrauens bekommen habe.

Also werden wir uns auf der Strecke sehen, oder ich schaue Euch vom Wasser aus nach, während ihr mit dem Radel schon abzischt :-)

Danke!

"...ist mir scheißegal wer dein Dad ist, wenn ich hier angel, latscht du hier nicht übers Wasser!"

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