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Ich war nicht immer die Sportliche, in der Schule schwänzte ich auch meistens den Sport. Da gefiel es mir auch nicht so recht. Die Noten waren dennoch immer recht gut, auch ohne viel zutun.

Doch dann – ich habe schon mal in einem Block darüber berichtet – hatte ich mit 25 Jahren eine schwere Operation. Das nahm mir jeden Wunsch mal eine Familie zu gründen. So war ich lange Zeit auf der Suche nach dem Sinn im Leben und worin meiner bestehen sollte.

Ich fand durch Zufall den Spaß am Laufen. Anfangs übertrieb ich wahrscheinlich die ganze Sache mit dem Sport. 7 Tage die Woche täglich 3 bis 4 Std. ist einfach wirklich zu viel. Das sah ich dann nach fast 2 Jahren auch ein, nachdem mein erster Marathon Mai 2004 ein totales Desaster war. Aber hey, ich kam ins Ziel – bei 04:34:43. Diese Zeiten haben sich bei mir so festgesetzt.

Dann musste ich aus beruflichen Gründen ins Allgäu ziehen. War für mich kein Problem, fand ich sogar ganz toll hier. Ich fand ganz schnell ein Fitness-Studio und auch eine Laufgruppe die ich gründete. So lief ich meinen zweiten Marathon wesentlich besser, nachdem ich auch mein Training etwas konzipierte und auch mal Trainingspausen genannt Regeneration einbaute. So wurde mein zweiter Marathon schon mal wesentlich besser bei 03:40:05. Auch eine faszinierende Zeit, auf die ich heute noch ganz stolz bin.

Nach und nach bekam ich Probleme mit dem linken Fuß. Ich ließ mir eine Pilotte unter die Schuheinlagen anfertigen und das half am Anfang auch ganz gut. Irgendwann bekam ich Spezial-Schuheinlagen, genau auf meinen Fuß angepasst. Bisher ging es einigermaßen ganz gut. Vor zwei Jahren half es nichts mehr, trotz immer wieder neu angepassten Einlagen und ich legte mir Zehkeilen und Polster an. Ab und zu tapte ich den Zeh einfach etwas steif, was auch meistens geholten hat.

Die Schmerzen kamen immer häufiger, vor allem beim Training. Für die Marathons und andere Wettkämpfe hat es aber bisher immer gut gepasst. Bis auf den letzten – Mallorca Marathon Oktober 2013. Ich war kurz davor abzubrechen, denn bei KM 28 kam der Schmerz und bei KM 30 war er so heftig, das ich die Schuhe auszog und ins Meer kurz rannte. War ja zum Glück nicht all zu weit, so das es mich vielleicht nur 3 Minuten gekostet hat. Aber es halt ein wenig und ich konnte wieder etwas laufen. Im Ziel kamen mir fast die Tränen vor Schmerz und humpelte nur noch so durch die Gegend. Ich wusste das ich so nicht mehr weitermachen kann und endlich mich um den Mist kümmern muss.

Na ja, bei meiner Nachuntersuchung mit meiner vor einem halben Jahr operierten Schulter sprach ich das beim Doc an und er überwies mich sofort zum Radiologen. Heute kam der Befund vom MRT. Ein Morton Neurom und Knochenödem am Großzeh Gelenk.
Das frustet natürlich doppelt. Erst die Schulter und jetzt der 3. und 4. Mittelzeh. Vom Großzeh ganz zu schweigen, ich weiß eh nicht was das soll. Der schmerzt mir nicht und bin ganz froh das er momentan meine Stütze ist.
Am Montag werde ich es mit meinem behandelnden Arzt besprechen müssen. Er hat mir ja schon angedeutet das wenn es ein Morton Neurom ist zwecks OP. Aber ich und auch er haben gehofft es ist vielleicht auch nur ein Ermüdungsbruch. Falsch gedacht. Nun muss ich mich schon wieder mit einer OP anfreunden und frage mich allmählich ob ich den Sport sein lassen soll. Aber ich weiß jetzt schon, wenn ich alles hinschmeiße, werde ich nicht glücklich – denn Laufen und Sport ist mein Leben.

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Aaaaalso,

ich fasse mal zusammen: Du hast seit Jahren stärker werdende Probleme mit der Beinachse und der Fußstatik, die mit mäßigem Erfolg durch Einlagen kompensiert werden sollen, jetzt ist dieses Mittel ausgereizt und die Folgen sollen jetzt weggeschnitten werden.

Schon mal bei jemandem gewesen, der sich mit Bewegung auskennt? Der Dir zeigen kann, wie Du Dein Bein incl. Fuß wieder stabil und koordiniert bekommst?

Wünsche Dir von Herzen alles Gute,

granreserva
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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

im MOment

ist alles Scheixxe. Aber er geht vorbei! Und Morton neurom ist heilbar!!!! Hol dir auf jeden Fall eine zweite und dritte Meinung ein- geh vielleicht mal zum Physiotherapeuten (ist wie ich hier ab und zu lesen, in vielen Fällen hilfreicher als ein Arztbesuch und der wetzt auch nicht sofort das Messer)
Gute Besserung...
PS man kann auch mit weniger laufen glücklich sein- ich praktiziere das gerade. Steig mal aufs mountainbike oder ins Schwimmbecken...to infinity and beyond...

Hört sich momentan dumm an

Ich würde mir auch eine zweite Meinung und einen Physio antun, bevor ich mich auf eine OP einlassen würde. Du könntest auch mal über Übungen zur Fußstabilisation ausprobieren. Und: weniger ist oft mehr. Es kommt darauf an, was Du erreichen möchtest. Laufen kann man auch ohne Wettkämpfe zu bestreiten. Wenn Dir aber gerade die Wettkämpfe und der Vergleich mit Dir selbst oder anderen Spaß macht... Einfach nochmal in Ruhe überdenken und nicht überstürzt handeln (lassen).

Ich wünsche Dir Geduld und gute Besserung.

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