Diese Woche war etwas ganz Anderes. Sie begann mit einer 15stündigen Anreise, die an der polnischen Ostsee endete. Dort war ich in einem SPA-Hotel mit 25m-Schwimmbecken untergebracht, d. h. morgens und abends - vor den Vorträgen und nach dem gemeinsamen Dinner - 1,5 km Schwimmen (Dienstag, Mittwoch), täglich ein paar km Strandspaziergang, aber nichts Übertriebenes. Donnerstag auf Freitag Rückreise mit dem Nachtzug - wobei ich nicht wirklich schlafen konnte, so dass der gestrige Freitag, an dem ich zum Glück und in weiser Voraussicht Urlaub genommen hatte, mehr oder weniger durchgeschlafen habe - solange die Kinder halt betreut waren. Abends habe ich mich noch zum üblichen Vereinsschwimmtraining aufgerafft (2,3 km, schön flott). Fazit der lauffreien Tage mit Vollpension: +1,5 kg auf der Waage - bei zwei warmen Mahlzeiten am Tag und Keksen zu jeder Kaffeepause hat mich das nicht wirklich gewundert - aber durch die paar Extra-kg gestern auch wieder eine wunderbare Wasserlage! Ohne Mist: das Fett muss sich direkt um Oberschenkel und Bauch verteilt haben, denn das, was sich letzte Woche noch ziemlich bleientig angefühlt hat, war gestern einfach nur herrlich: "Seerobbengefühl".
Heute dann der "Regenerationslauf" der Woche, anstelle des sonst langen Wochenendlaufs. Ich bin zwar nicht nüchtern los, habe aber nur Nüsse und ein Ei vorher gegessen (nach dem Schwimmtraining gestern Abend gar nichts mehr), was nicht so mit KHs reinhaut, wie ich zu wissen meine. Jedenfalls war ich wie immer sehr locker unterwegs, am Kopf wärmer eingepackt als letzte Woche, habe ab und zu ein bisschen Laufschule eingestreut und die letzten 3 km etwas flotter genommen. Zwischendrin hatte ich mal das Gefühl, dass die Leber zwickt. Es war definitiv kein Seitenstechen, dafür war ich viel zu langsam. In mir ist die Hoffnung aufgekeimt, dass vielleicht tatsächlich die Glykogenspeicher der Leber geleert werden - zumindest ansantzweise. Kann das nach ca. 60 min. Lauf schon beginnen, wenn man vorher keine KHs mehr aufgenommen hat, so wie ich es oben beschrieben habe? Es wurde aber nicht stärker, obwohl ich am Schluss das Tempo ein ganz kleines bisschen angezogen habe. War auch nach ordentlich Wassertrinken und Mittagessen (Salzkartoffeln, Sahnehering und zum Nachtisch frischgepresster O-Saft) komplett weg.
Jetzt bereite ich mich innerlich auf den Lauf zur Arbeit und wieder zurück in dieser Woche vor. Das wird eine ziemlich krasse Umstellung bzw. Steigerung, vor der ich großen Respekt habe. Und ich sollte mich endlich zum Frühjahrsmarathon anmelden...irgendwie schiebe ich das immernoch vor mir her, als ob ich selbst mir das nicht zutraue...oder vielleicht ist es Selbstschutz...Es kommen halt noch so viele Wochen, in denen man sich verletzen oder erkälten könnte - waaaaaaaaahhhhhh! Mal gucken, wann der Punkt kommt, an dem ich es nicht weiter aufschieben möchte.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Klar, hört man ja immer wieder.

Bei mir gluckst es richtig in der Leber, wenn der Fettstoffwechsel durch die Leber strudelt. Oder war das dann doch vom Rotwein? Fragen über Fragen. ;-)

Und melde Dich ruhig zum Wettkampf an. Dann lässt man automatisch auch mal einen Keks beim Kaffee liegen. Und verletzen MUSS man sich ja vor einem Wettkampf nicht zwingend. Geht ja auch mal ohne.

Alles Gute dabei.

Wenn Du Dich jetzt

Wenn Du Dich jetzt anmeldest, gibt Dir das Ansporn zum Training. Klar kann immer was dazwischen kommen, beruflich oder krankheitsbedingt, aber das Ziel ist dann klar. Und wenn es gar nicht geht mit dem Start, muss man den Mut haben, nein zusage. Da tut weh, hab ich selber auch schon durch. Das hat mich aber nicht gehindert, mich zum HASPA in Hamburg anzumelden. Ich wünsche uns Läufern allen Glück. und ... das nächste Frühjahr kommt bestimmt!

jaja, die Leber...

...ein wichtiges Organ, wie wir Läufer wissen :-) (sowohl während als auch nach dem Lauf!)
Danke für die guten Wünsche!

hast ja Recht

wegziellaeufer... Ansporn schadet nie und Nein-Sagen kann ich inzwischen, gerade im Bezug auf Laufen, auch. Dafür habe ich schon viel zu euphorisch trainiert (so bis vor ca. vor 6 Jahren) und war dann umso am Boden zerstörter, als mich eine Zerrung und bärzige Knieschmerzen mehrere Monate zur Laufpause gezwungen haben. Einen richtig guten Wiedereinstieg habe ich seitdem nicht hinbekommen, weil mir irgendwie das "Alltagskonzept" gefehlt hat. Jetzt auf einmal funktioniert es auf jeden Fall und deshalb sollte eigtl. auch die Anmeldung kein Problem sein...

kleiner Marathon

ich möchte ja auch bei einem kleinen Event starten (@mel72) d. h. die Anmeldung sollte nicht sooo dringend sein. Andererseits finde ich ja auch Ansporn nicht schlecht, vor allem, weil mein Treiningsplan so zielorientiert ausgerichtet ist. Also eigtl. spricht gar nichts dagegen, sich anzumelden...Hmmmm... Danke für die Wünsche und auch allen anderen Läufern gutes, lockeres Wintertraining!

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