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Ich nehme mal WWConny's Blog (click) zum Anlass ein paar Gedanken aufzuschreiben.
Conny schrieb u.a.:
" Manchmal denke ich an Marathon.
Selten war ich so weit davon entfernt wie jetzt. Vielleicht werde ich nie wieder einen laufen können. Wir werden sehen.
"

Nie wieder Marathon.
Na und? Lange Laeufe sind nicht alles. Ich finde dass Distanzen von Marathon und drueber hier auf jogmap zu stark gepuscht werden. Wenn jeder als Ziel des ganzen Trainings immer den Marathon in XYZ anfuehrt, da fuehlt man sich als 5-10 km Just-for-fun Laeufer hier schnell fehl am Platz.
Ja, Marathon ist ne tolle Erfahrung, aber man definiere sich doch bitte nicht allein ueber die Streckenlaenge!! Und natuerlich ebensowenig ueber die monatliche km Leistung! Heute vor einem Jahr konnte ich keinen km schmerzfrei gehen, geschweige denn laufen, obwohl ich es mir selber damals nicht eingestanden habe. Wie bescheuert! Eine langwierige Geschichte, beruhend auf einseitige Bewegungsmuster im Alltag, nicht durchs Laufen verursacht, aber dadurch verschlimmert. Mein erstes Mal 15 min am Stueck gejogged bin ich nach geduldigem, monatelangem(!) Neuaufbau im Minutentakt und zahlreichen Rueckschritten: Ende Mai!!! Mein erstes Mal 5km am Stueck lief ich im Rahmen eines Triathlons 6 Wochen spaeter.
Ich habe im vergangenen Jahr eine Menge Dinge gelernt und mein verzerrtes Lauf-Bild wieder zurecht gerueckt. Nur weil man weder HM noch Marathon laeuft ist man kein minderwertigen Laeufer! Es macht mich sauer wenn ich heutzutage immer wieder gefragt werde wann ich denn wieder Marathon laufen wuerde. "Vielleicht nie wieder!?" wird dann mit betroffenem Blick zur Kenntnis genommen. Dabei bin ich im Moment genau da wo ich sein und eben NICHT in der Transition zum Marathonlauf. Was ist daran so schwer zu verstehen?
Frueher habe ich gedacht: ich bin zwar nicht schnell, aber so langsam wie ich bin, kann ich ganz schoen lang. Heute weiss ich, dass ein miserabler Laufstil hohes Tempo nicht erlaubt, lange Strecken dagegen zulaesst. Mit furchtbaren Folgen fuer den Koerper!

Ich behaupte nicht dass ich nie wieder Marathon laufen werde. Aber vorher fehlt mir noch eine dramatische Verbesserung meines Laufstils. Um diesen zu verbessern stehen, neben Lauf-ABC relativ viele Einheiten mit relativ wenigen aber dafuer schnellen km auf dem Plan. Und keinesfalls nimmerendende stundenlange langsame Schlufflaeufe.

So. Rant over. Wer mit mir laufen moechte kann dies tun. Aber gequatscht wird entweder vorher oder nachher. Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps.

*rant over*

cour-i-euse

4.8
Gesamtwertung: 4.8 (15 Wertungen)

Hehe liebe cour-i-euse,

du wirst dich doch wohl nicht an anderen messen wollen, nur weil sie mehrere Kilometer haben als du. DAS HAST DU SOWAS VON ÜBERHAUPT GAR NICHT NÖTIG!!! Die (ich z.B.) können nichtmal nen Bruchteil so schnell radeln, geschweige denn Schwimmen!!! Na und? Jedem das seine und jeder so wie er es körperlich und zeitlich kann und GANZ GANZ wichtig: Wo er Lust zu hat!!! Ich würd auch gern mal nen Tria machen, aber kann mich nicht dazu überwinden, Schwimmtraining zu machen. Niemals Tria und??? Und ich habe nicht mal einen einzigen, worauf ich mit Stolz und Freude zurückblicken könnte. Ja und wenn man dann auch noch verletzt ist/war, so wie du, dann kann ich es mir sehr sehr gut vorstellen, dass man an solch Nebensächlichkeiten wie Marathon überhaupt keinen Gedanken verschwendet. Warum auch. Werden schließlich nicht dafür bezahlt;-))
Lauf-ABC ist übrigens super und bringt enorm viel. Laufstilverbesserung erfordert natürlich auch viel Zeit und Geduld und ist unterm Strich doch tausendmal effektiver als viele Kilometer.

Lieben Gruß
Tame

Welch weise Einsicht und

Welch weise Einsicht und Erkenntnis!

Ich finde es immer wieder erschreckend, wie schwer und auch fremd diese uns ureigenste Fortbewegungsart oft ist, wie zivilisationsdegeneriert ich mich da oft fühle.

Nur verstehe ich jetzt nicht, ob Du beim Laufen Bier und beim Quatschen Schnaps bevorzugst oder umgekehrt...;-)

granreserva
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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

Sehr wahr,

genau dieser Frust, dass halb JM den Marathon zwischen 12 und Mittag als lockeres Ruendchen laeuft, hat mir auch die Lust genommen. Wenn es jetzt abends nur fuer eine Dorfrunde reicht, ist es auch gut. Vielleicht laeuft es naechstes Jahr wieder besser, vielleicht auch nicht. Dann wird aufs MTB umgestiegen, Hauptsache Spass dabei.
Wuensche Dir und allen, die im Moment nicht so koennen, wie sie wollen, noch viel Geduld.
Und danke fuer den Blog.

LG,
Anja

Recht hast Du!

Momentan vermisse ich das Laufen-KÖNNEN. Ich würde halt gern schmerzfrei einfach mal ne Runde joggen. Halbe Stunde, dreiviertel Stunde - fertig! Defizite im Laufstil, die verschlimmerten, was nie so richtig gut war: hätte ich genauso schreiben können wie Du. Gleiche Sachlage.
Neulich habe ich einen Beitrag von Andreas Butz gelesen. Zwar anders motiviert, aber letztlich spielt das keine Rolle. Es ging um die Länge von Trainingseinheiten. Das 40-Minuten-Lauftraining. Das möchte ich wieder können - irgendwann. Und Dein Beispiel zeigt ja, dass Geduld dafür nicht die schlechteste Eigenschaft ist :-)

Ich danke Dir sehr für diesen Blog!

Herzliche Grüße, WWConny

'schuldigung

dass ich lieber lang laufe als kurz, war nicht meine Absicht irgendjemand unter Druck zu setzen. Warum lasst ihr euch unter Druck setzen? Dafür braucht es immer zwei ;-)

Mach du doch deine Läufe und ich mach meine, ok? Jedem das seine, hat jeder mehr von. Und ja, ich lese auch gerne Blogs über 5km Läufe ;-)

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Ich hatte noch nie den

Ich hatte noch nie den Eindruck, dass hier nur der Marathon-Läufer ernst genommen wird. Im Gegenteil. Wenn einer erzählt, dass er erst angefangen hat und zum ersten Mal 15 Minuten ohne Gehpausen schafft, wird er gelobt und bestätigt. Jedem wird gut zugeredet, egal wie schnell/langsam oder krank/gesund er ist.

Aber es muss doch dem Langläufer auch erlaubt sein, zu erzählen, wie er stundenlang durch die Gegend trabt oder wie er seine Zeiten verbessern will.

Der eine freut sich über 3 km am Stück, der andere ärgert sich, weil er über 3 Stunden für den Marathon gebraucht hat. Na und? Dafür ist jogmap doch da.

Ich kann z.B. laufen ohne Ende, aber relativ langsam. Aber ich schwimme wie eine Ente und beim Radeln tut mir nach 30 km der Hintern sakrisch weh.

Jedem das Seine....

Ich hab zwar nicht den Eindruck,

dass hier die langen Läufe zu sehr gepuscht werden, aber weniger ist manchmal mehr. Und gerade die Freude am Tun ist wichtig - egal was man tut. Lauf-ABC hat schon vielen geholfen und ich baue es regelmäßig ein. Schnell macht auch mal Spaß - lang ist auch mal nötig. Jedenfalls bei mir. Und zum Glück konnte ich bisher verletzungsfrei laufen.

Aber ein Mensch muss doch nicht unbedingt laufen, um mir sympatisch zu sein. Und sollte er / sie Läufer/in sein, dann muss man nicht mal Wettkämpfe mitmachen. Hey, einfach schön gemütlich quatschend durch den Wald traben - das hat doch auch was.

Cour-i-euse, ich mag Dich wie Du bist. Und wenn Du mal wieder hier in der Nähe bist, dann würde ich Dich gern wieder mal treffen. Egal ob mit oder ohne Laufschuhe :).

In letzter Zeit...

habe ich mir darum, was ich warum und wie in meinen Blogs schreibe, sehr viele Gedanken gemacht und über einige Läufe deshalb bewusst nicht geschrieben. In letzter Zeit hatte ich sehr viel laufsportliches Glück, was im Reitsport z. b nicht der Fall ist.
Das Blatt kann sich so schnell wenden!

Ich verstehe vollkommen den Frust von Anja, bin auch deprimiert, wenns nicht nach meinen Vorstellungen und Wünschen läuft oder ich verletzt oder krank oder einfach dem Schweinehund zum Opfer gefallen bin.

Marathon oder Ultra ist definitiv nicht jedermanns Sache und Ziel und manchen gar nicht gesundheitlich oder körperlich möglich.

Genauso kann nicht jeder schnell und noch schneller rennen, radeln oder schwimmen oder was auch immer.

Aber jeder kann und sollte sich an dem Sport erfreuen und ihn auch schmerzfrei genießen können, ohne sich mit irgend jemand anderes ewig vergleichen zu müssen oder in einem Wettbewerb zu stehen.

Ich freue mich riesig für Dich, Cour-i-euse, dass Du wieder in einem für Dich zur Zeit gut definierten Rahmen zum schmerzfreien Sport gefunden hast!

Die größte Anerkennung gilt von mir denjenigen, die es schaffen, zum Sport und zur Freude am Sport, in welcher Form und Ausprägung auch immer, zu finden und zu genießen!!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Vielleicht ist grad besonders schwer ....

... sich mit diesen kurzen Läufen zufrieden zu geben, wenn man doch längere laufen konnte. Vielleicht wird man dabei dünnhäutig.
Ganz bestimmt ist es frustrierend aufgrund von Verletzungen ganz zu pausieren bzw. kürzer treten zu müssen. So lange ist meine Pause aufgrund des Fersensporns noch nich her. Ich kann es sehr gut nachvollziehen.
Aber eins gilt nicht! Nur Ultra oder M wäre Laufen. Nix da! Ein super Beispiel hierfür is Wolfenbüttel oder auch der Rennsteich. Da wird die Kurzstrecke genauso gewürdigt, wie die Langdistanz. Und wenn jemand volle Kante eine HM-PB am Steich läuft, mag das sportlich mehr wert sein, als mein Geschlurfe dieses Jahr über die lange Distanz - genauso wie jemand der einen für sich super Wettkampf läuft und zwei, drei Stunden nach mir reinkommt. Dann war ich schneller, aber gemessen an meinem Leistungsvermögen im Vergleich zu seiner Leistung mit seinem Leistungsvermögen war ich nicht so gut. Die Relation ist wichtig.
Unnnd Moni, ich glaub die wird hier auch gesehen und geschätzt. Nein, nicht nur M oder Ultra sind doll. Auch Fünfer und Zehner sind gut. Einfach so wie man kann und viel mehr noch wie man will. spaß muß es machen.
Den finde! Und wenn du ihn hast, halt ihn fest.
Vielleicht kommt wieder mal ein M. Vielleicht Medoc? Vielleicht bleibt es bei 10km? Vielleicht wird es ne Fahrradbegleitung irgendwo oder nur noch Radl fahren. Hauptsache etwas für sich tun und Spaß dran haben. Nicht mehr und nicht weniger. Und das definierst du für dich! Und mit deinem Ergebnis bist du liebend gern gesehen wo immer wir uns treffen.
;-)

Genau!!!

Ich bin vor 2 Jahren meinen letzten Marathon gelaufen und lebe immer noch und es fehlt mir auch nichts. Ich weiß, dass ich es kann und muss mir und anderen nichts mehr beweisen.

Lieber mehrere kurze Läufe, als stundenlang durch die Landschaft schlurfen. Seit dem ich so laufe, geht es trotz mehr Kilometern meinen Knochen wesentlich besser.

Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, dass Ultras nur Ultra laufen, weil sie auf kurzen Strecken nicht schnell können ;-)

Ich bewundere allerdings die Leute, die den Willen haben, sich über Stunden zu quälen, obwohl der Kopf schon lange nach Aufhören schreit. Konditionell würde ich es vielleicht hinkriegen, aber vom Kopf her nicht.

Ich finde übrigens auch, dass in den letzten 1-2 Jahren bei jogmap der Fokus auf Ultra liegt... selbst Marathon ist fast nichts mehr Besonderes.

also..

..ich werde wahrscheinlich nie einen Marathon laufen (habe bisher in 62 Jahren auch keinen geschafft).
Die Blogs dazu lese ich trotzdem gerne. Während meiner Verletzungszeit haben sie mir die lauffreie Zeit vertrieben, immer in der Hoffnung, irgendwann doch wieder wenigstens ein paar Kilometer halbwegs ordentlich laufen zu können. Ich sehe das hier nicht als Konkurrenzkampf (wer kann schneller, weiter, besser) sondern als Forum, in dem man Gleichgesinnte zum Mitfreuen oder -Leiden bringen kann.
Schreibt gerne weiter!
Und ich freue mich auch über jeden Blog der von Kurzläufen handelt oder von Anfängen, mehr oder weniger gelungen.
Die Vielfalt macht diese Forum aus und ist mir ans Herz gewachsen.
Pat

Fokus auf langen Läufen?

... Schaut doch einfach mal auf die Liste aktueller Blogeinträge. Ist das nicht repräsentativ? Da schreiben Leute die lange laufen, die schnell laufen, die angefangen haben oder die mal nen 10er Wettkampf laufen. Die Anmeldung zu ner megalangen Party ist bei. Von allem was.
Jup, die Laufmama postuliert mein Gefühl diesbezüglich. Paßt.
;-)

Liebe Gazelle,

auch ich hab das Gefühl, dass Ultra hier betont zur Geltung kommt. Aber genau das törnt mich irgendwie an und spornt mich an, meine Grenzen immer weiter zu verschieben. Vor JM wusste ich nicht mal, dass ich 10km kann, geschweige denn Halbmarathon. Durch euch weiß ich, dass ich vielleicht auch mal Ultra kann - so ab 2015 oder so. Denn bei Marathon ist ja noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

Man soll's halt nur nicht erzwingen, gell?
Dass du deine unglaublich riesige Menge von Kilometern aber mit "kurzen" Läufen hinbekommst, erstaunt mich doddaal.

@Cour-i-euse: Das mit dem Laufstil muss ich mir merken. Dann ist schnelles Laufen nicht nur eine Frage der Begabung und der Trainingsmenge, sondern auch des Laufstils?

LG
TR

ER schafft das Wollen und das voll Bringen - mit extrem hohem Bringungsfaktor.

auch danke!

Und ich danke fuer den link!

Heh

Ich mit meinen knackigen 32 Lenzen bin seit 4 Jahren dabei und kann jetzt erst sagen, dass ich 10 km schaffe ohne komplett durch zu sein.

Ich habe nie den Ehrgeiz gehabt einen Marathon zu laufen und muss ehrlich sagen, dass ich so lange Strecken auch furchtbar langweilig finde...

Bei mir muss immer Abwechslung drin sein, ich Laufe, Walke, Wandere, Schwimme, gehe ins Fitneßstudio und tanze.

Wenn hier Blogeinträge kommen mit technischem Mumbojumbo lese ich die ehrlich gesagt nicht, denn ich kann damit nix anfangen (Was zum Henker ist ein Fahrtenspiel? Sind die Zeiten die ihr nennt gut oder schlecht?), Erlebnisberichte von Ultras und Marathons finde ich aber genauso spannend wie die Berichte von Freizeitläufern wie meinereiner.

Ich gehe sehr gerne zu Wettkämpfen (5-6 km bisher), in meinen anderen Sportdisziplinen gibt es vergleichbares nicht für vereinlose und schleichend langsame Sportler wie mich.

Nächstes Jahr will ich auf 10 km aufstocken, vielleicht sieht man einen von euch dann ja ;) Ihr erkennt mich an der roten Laterne...

Ehrgeizlose und faule Grüße aus dem Pott

Kathrin

Als Anfänger ...

... kann ich auch bestätigen, dass vom Eindruck her die längeren Wettkämpfe hier im Vordergrund stehen. Ich find's aber auch nicht schlimm, denn die Damen und Herren Ultras bringen auch enorme Leistungen! Zudem müssen die Kurzstrecken-Läufer für's ausgeglichene Verhältnis sorgen, schließlich können die Langstreckler nichts dafür, wenn's davon mehr Berichte gibt. Und ich hoffe, unsere Viel-Läufer kommen jetzt nicht auf die Idee ihre eigene Schreibwut zu bremsen, dass wäre nämlich kontraproduktiv und sehr schade!

Was ich viel mehr vermisse sind Erfahrungsberichte vom täglichen Läuferleben z.B. vom Training. Die kommen einfach viel zu kurz. Interessant wären Berichte, wie jeder Einzelne seine Läufe im Alltag so unterbringt oder wie die Planung für kommende Wettkämpfe stattfindet oder einfach nur wie ein Trainingslauf absolviert wurde und was man im Nachgang besser anders gemacht hätte. Auch gut zu wissen wäre, wer sein Training mit Trainer plant oder wer Trainingspläne aus dem Netz benutzt oder versucht sogar jemand mit Internet-Recherchen und eigenen Überlegungen zu Rande zu kommen, so wie ich?!
Und wenn man dann doch mal einen Trainingsbericht findet, wird dieser eher weniger kommentiert als die Wettkampfberichte, wobei der Ersteller aus den Kommentaren dazu viel mehr lernen könnte bzw. das gelernte viel öfter einsetzen könnte.

Bei all dem muss ich aber auch an die eigene Nase fassen und werde mich mal daran machen, meine Planung fürs nächste Jahr zu Wort und Bild zu bekommen. Training ist seit Ende Oktober keines mehr gewesen bzw. nur im Tischtennis angesagt! Deshalb gibt es da wenig zu berichten! Laufen beginnt bei mir erst in der Adventszeit wieder, schließlich müssen die zusätzlichen Plätzchen-Kalorien ja irgendwie kompensiert werden!

Gruß aNGUS SchuAn.


Aller Anfang sollte leicht sein, schwerer mach ich's mir ganz von allein!

2 Anmerkungen...

... die ich vergessen hatte:

1. "Mehrere kurze Läufe" sind bei mir im Normalfall morgens 17 km und nachmittags 12 km... jeden Tag... kurz ist das eigentlich auf Dauer auch nicht wirklich.

2. Verletzungen, sprich überhaupt nicht Laufen zu können, ist total doof!
Da ist man auf einmal froh, wenn man wenigstens mal wieder 3 km am Stück laufen kann ohne dass es weh tut.

@ angus

Ultra ist zwar immer viel Arbeit aber nicht zwingend eine hohe Leistung, wenn man jetzt mal von der Definition Leistung=Arbeit/Zeit ausgeht.

Ein Kollege von mir ist heuer AK-vierter im Hochsprung bei der Senioren-DM geworden, die Leistung ist sicher höher einzuschätzen, als bspw. mein Marathondebut heuer. Ich lass mir von beidem (und besonders auch von Ultras) gerne erzählen.

granreserva
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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

auch ich...

habe das gefühl das alles nur ab marathon aufwärts noch zählt. jedoch nicht nur hier sondern auch im normalen umfeld.
als in mir jetzt nach ewig langer zeit mal wieder der gedanke aufkam einen HM zu laufen, hat man oft die erstaunte antwort bekommen: was nur nen halben!?
ich für mich träume auch oft davon wieder einen marathon zu laufen, und mal sehen vielleicht erfülle ich mir den wunsch auch bald mal wieder.
allerdings fühle ich mich jetzt zur zeit bei 3x laufen bei einheiten zwischen 10-20km einfach sehr wohl, und das allerbeste ist das ich überhaupt keine körperlichen beschwerden habe....das war auch schon mal anders mit viel übergewicht.

daran haben meine 2 marathons leider einen erheblichen anteil. den ersten marathon in HH hab ich so sehr genossen. ich bin in knapp über 4 stunden eingetrudelt...hatte spaß und habe die atmosphäre genossen. bin über die zielline und hab sofort nach der anmeldung für den nächsten HH-marathon gefragt. nun kommt aber automatisch der druck. natürlich sollte es jetzt unter 4 std. sein. klar!
gesagt getan. dieser marathon hat mich psychisch so ausgelaugt, habe mein ziel zwar erreicht, das ich über die ziellinie kommend als erstes nur dachte:NIE WIEDER! tatsächlich bin ich nach diesem tag jahrelang nicht mehr gelaufen und habe dabei beim älterwerden auch erheblich zugenommen. es hat fast 10 jahre gedauert bis ich wieder laufschuhe angezogen habe und seitdem wieder regelmäßig laufe und spaß daran habe. habe schon angst wenn ich wieder nen marathon laufe mich wieder unter druck setze und das ganze spiel wieder von vorn los geht.

ihr seht so kann es auch gehen.

gruß runner

Eigentlich wollte ich

Eigentlich wollte ich schreiben, dass die Empfindung der Marathon-/Ultra-Dominanz bei JM nur ein subjektives Gefühl sei. Beim Durchblättern der Blogthemen zurück bis Ende Oktober musste ich aber feststellen, dass da doch etwas Wahres dran ist.

Das kann daran liegen, dass die Rennberichte meist länger und umfangreicher sind. Die Läufer sind halt länger unterwegs und können mehr über Strecke, Landschaft und sonstige Begebenheiten berichten als bei einem Vier-Runden-10er.

Außerdem gibt es hier wohl auch einige überregionale Laufbekanntschaften und sogar Freundschaften. So etwas kann sich in der Marathonszene entwickeln. Für einen Marathon reist man schon mal 500 km an. Aber für einen 10er? Und Blogbeiträge von Freunden/Bekannten werden nun mal häufiger kommentiert. Das ist halt so.

Es ist mir aber kein Beitrag bekannt, in dem in irgendeiner Weise die Laufleistung von irgendwem in Frage gestellt oder herabgewürdigt wurde. Das steht auch niemandem zu.

Angus Schuan hat schon Recht, wenn er schreibt, dass sich die Kurzstreckenläufer (wie immer sich Kurzstrecke auch definiert) hier ruhig mehr einbringen könnten. Es hat hier auch schon tolle Kurzstrecken-Rennberichte und Trainingsberichte gegeben. Die Vielfalt macht so ein Forum aus. Dabei können alle nur profitieren. Was nicht interessiert muss nicht gelesen werden.

Das Leben kann auch ohne Marathon schön sein. Ich persönlich habe für jeden Verständnis, der Marathon läuft, aber auch für jeden, der keinen läuft. Laufen ist ein Hobby und Marathon hat auch immer etwas, und wenn auch nur ein ganz kleines bisschen, mit Quälerei zu tun. Das muss sich nicht jeder antun.

Gruß

Sirius

liebelein...

...lange läufe sind nicht alles - wie wahr! auch nen schöner kaggen-zehner hat oftmals was tolles. oder nen flotter fünfer, der nen erlebnis sein kann, wie letztens frau mainrenner zu berichten wusste.

aber dass hier marathons und ultradistanzen "stark gepushed" werden, kann ich so nicht wirklich feststellen. es gibt mehr blogs über lange läufe, das schon. aber ist das pushen? gepushed fühlen kann sich nur der, der es zulässt!

fühlst du dich gepushed? ich hab nicht das gefühl, grad bei deinen letzten blogs dachte ich eher, dass du dich mit dem momentanen lauf-status quo recht wohlfühlst und auch wieder sowas wie laufspaß entwickelst.

was mich angeht: ich freu mich hier über jeden laufbericht, egel ob 5 oder 50 kilometer. und über deine blogs freu ich mich sowieso, die hab ich hier nämlich ziemlich vermisst...
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laufend isses latte, ob die kuriöse nochmal marathon läuft oder nich, hauptsache sie bleibt die buddy von: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Das Pferdchen

hat wunderbare Worte gefunden, denen ich uneingeschränkt zustimmen kann.

Gerne würde ich wieder mit dir laufen, denn das hat mir stets Spaß gemacht. Aber mein Quasseln wirst du dabei schon ertragen müssen.

LG Many

Als ich meinen

ersten HM gelaufen bin, was das was ganz Besonderes. Für mich. Als ich meinen ersten Marathon gelaufen bin, war das noch viel "besonderer". Für mich. Aber auch für den einen oder anderen, der sich selbst (noch) nicht an solche Strecken heran gewagt hat. Oder es selbst schon geschafft hat und sich genau deshalb auch für meine Geschichte darüber interessiert. Weil er einen Marathon vielleicht auch nicht einfach aus dem Ärmel schüttelte, sondern dafür kämpfen und sich überwinden musste. Und dass man für den Nächsten auch wieder trainieren muss, weil man sonst zurückfällt in seiner Fähigkeit, lange Kanten zu laufen.

Klar, jeder, der schon mal so weit gelaufen ist weiß auch, dass es eigentlich gar nicht mehr soooo besonders ist, WENN man vorher entsprechend trainieren KONNTE (körperlich und geistig). Und das dann auch umsetzte. Dass aber die meisten Menschen nicht können und / oder wollen, macht die langen Distanzen dann wieder besonders. Nach oben wird die Luft eben dünner, sind nicht mehr so viele dabei. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn die längeren Distanzen etwas mehr im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. Der Schreibende schreibt ja meist auch nur deshalb, weil es etwas Besonderes für ihn war.

Und genau deshalb schreibt auch kaum jemand über 2 km Gehen-Laufen-Gehen. Das bekommt man eben auch mit 20 kg Übergewicht, Gicht und / oder nach langer Lustlosigkeit hin. Und löst beim Lesenden selten die gleiche Faszination aus, wie ein Bericht von den Langdistanzen im Triathlon in Roth oder auf Hawai. Und gleichzeitig nichts gegen Einsteiger oder Verletzte!! Gerade deren Stories gehören auf eine solche Läuferblog-Plattform. Und weniger der Kommentar zu jedem einzelnen Trainings-Lauf. Noch dazu, einem unter 42 km. ;-) (Achtung liebe JM-Zensur, nur ein Scherz!)

„Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn man nichts mehr hinzufügen, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Liebe Cour-i-euse,

ich lese Deine Blogs schon seit Jahren sehr gerne. Es macht einfach Spaß so ein bisschen teilhaben zu können an dem "Auf und Ab" des Läuferlebens bzw. wegen mir auch Sportlerlebens anderer, besonders wenn sich dann auch noch eine Leidenschaft mit schreiberischem Talent paart. Ich finde das ist bei Dir der Fall.

Ich glaube alles andere ist schon gesagt, wir befinden uns hier nunmal in einem Forum für Läufer, die eben auch darüber berichten.
Bisher ist mir nirgends aufgefallen, dass jmd. nicht oder weniger wertschätzend mit weniger Umfängen oder kürzeren Distanzen umgeht (Auf die Gefahr hin, dass ich mich anhöre wie Franz Beckenbauer, der in Quatar keine gefesselten Sklaven gesehen hat ;-)).
Das Motto eines sehr schnellen Mitglieds hier lautet: Run your Race and never follow! - im Sinne von "Mach Dein Ding - Hauptsache Du bist zufrieden bei dem was Du tust und wie...
Es gibt so viele Dinge, die Spaß machen. Laufen - egal wie lange ist nur eines davon.

Cour-i-euse - schön von Dir zu lesen - ich drücke Dir die Daumen auf Deinem Weg und freue mich über Berichte von Dir.

Grüße aus dem trüben Ampertal
cheetah

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