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Willi wills nochmal wissen.
Nachdem ich 2003 den Düsseldorfer Marathon mit 4:20 debütierte und danach nie die Zeit für eine ausgiebige Vorbereitung auf einen weiteren Marathon hatte, will ich nächstes Jahr nochmal ran.
Zu diesem Zweck hab ich mir den Trainingsplan unter vier Stunden für Männer von Jogmap näher angesehen.
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Da ich Intervalllaufen ätzend finde, Pulsuhren nie benutze und Trainingspläne bisher ignoriert habe, kann ich mir ein Urteil über den Marathontrainingplan eigentlich nicht erlauben.
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Deshalb hätt ich gern Eure Meinung dazu.
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a)Meine Kritik wendet sich schon gegen die Zielgruppe.
In der Einleitung steht:
Dieser Trainingsplan passt Ihnen am besten, wenn: Sie männlich und im Alter von 36-39 Jahren sind und Ihr Body-Mass-Index (BMI=kg/m2) bei ca. 22-24 liegt. Sie sollten mehr als 4 Jahre laufsportliches Training am Stück haben, bei bester Gesundheit sein, und eine Jahrestrainingsleistung im Laufen von 1500-2000km vorweisen können.
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Was bitte schön sollen denn die unter 36 Jährigen und die über 39 Jährigen machen. Was sollen die mit einem BMI von über 24 machen? Was sollen die machen, die nicht bei bester Gesundheit sind?
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b)Von langen Läufen ist nix zu finden. Ein 30er am 36. Tag vor dem Marathon und sonst nur Läufe bis höchstens 18km?
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c)Am 9. Tag vor dem Marathon soll man 20min mit einer Pace von 4:00 laufen (ergibt 5km. Wenn ich das in den Zielzeitenrechner bei den Lauftools eingebe kommt eine Marathonzeit von 3h 15min 17 sec raus.
Mathematisch bin ich zwar unter 3h59min30sec (siehe Deckblatt), aber warum trainiere ich mit einem Trainingsplan für unter 4h, wenn ich unter 3:16 laufen kann?
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Der Marathontrainingplan von Steffny ist meines Erachtens besser zu gebrauchen.

Das hier

funktioniert

http://www.greif.de/countdown-zur-marathon-bestzeit.html

was die Zielgruppe angeht, ich bin zu alt, zu schwer, und laufe erst seit 2,5 Jahren und überhaupt, pfeif drauf,ok, das mit der Jahreslaufleistung bekomme ich hin, ich konnte meine Bestzeit mit diesem Plan von 4:14h auf 3:27h verbessern, der Plan ist allerdings einigermaßen heftig und um Intervallläufe kommst du nicht drum herum.

Hab mir mal den Greif runtergeladen...

...nach der beigefügten Exceltabelle komm ich in 7 von 8 Wochen auf um die 100km/Woche. Das schaff ich nur im Urlaub. Aber wer hat schon 8 Wochen Urlaub?
Das ist mir wirklich zu heftig.
Ich glaub ich versuchs mit Steffny.

10.Nov Martinslauf Hasseler Forst HM

100 km/Woche sind ja grad

100 km/Woche sind ja grad mal 14 pro Tag - das ist nicht wirklich viel, das schafft man wenn man Marathon laufen will auch ohne Urlaub! Zudem ist da ja meist nen hoher 20er/30er dabei, wenn man den am Wochenende läuft und da von der Gesamtdistanz noch abzieht kommt man unter der Woche auf täglich ca. 11 km was einer Stunde entspricht. (+/- je nach Tempo und je nachdem wie lange man duscht :) )

Ich hab da noch ne Excel-Variante...

... vom Greif-Plan. Da kannst Du Deine Zielzeit eingeben, an wieviel Tagen Du pro Woche trainieren möchtest usw.

Bei einem 4-Tage pro Woche Training kommst Du im Schnitt auf 80 km/Woche... das sollte machbar sein???

Wenn der Plan nicht mehr auf der Greif-Seite zu finden ist, kann ich Dir den Plan per Mail schicken, brauche halt nur Deine Mail-Adresse.

Gruß Gazelle123

PS. Hab gerade gesehen, dass der Link auch auf die Excel-Variante verweist.

Im Prinzip funktioniert JEDER Plan.

Man sollte aber nicht
- verschiedene Pläne mischen
- einfach mehr oder weniger machen.

Dann lieber einen eigenen Plan bauen - und einhalten.

Wenn Du nicht mit Puls trainieren möchtest - trainiere mit Pace-Vorgaben. Steigere Deine Umfänge nur vorsichtig (nicht mehr als 10% pro Woche und nicht jede Woche). Halte Regenerationszeiten ein (so Du nicht 7 mal pro Woche läufst).

Bei den langen Läufen bin ich nicht der Meinung Du müsstest die jede Woche machen. Ich bin mit einmal im Monat gut ausgekommen - und das war familienkompatibel zu machen (bin berufstätig und alleinerziehend). Ich habe mich aber 7 Monate lang auf meinen ersten Marathon vorbereitet (davon waren dann 5 Läufe über 30km) - und nicht 10 Wochen (was ich eh nur für den Feinschliff halte). Meine Wochenumfänge lagen bei ca. 60-80km.

Die Zielzeitenrechner kannst Du bei der Umrechnung von 5km auf Marathon vergessen! Das wird zu ungenau. Wenn Du einen HM hast - nimm den lieber. Oder die Faustformeln von z.B. Steffny. Und wenn Du eh länger pausiert hast, dann solltest Du Dich nicht an Deinen früheren Leistungsmöglichkeiten orientieren sondern erst mal wieder reinkommen.

Viel Spaß beim Training - und beim Lauf!

Jedem sein Plan

Greif ist mir zu heftig, da war ich super trainiert, aber zum Wettkampftag lief einfach nichts mehr. Steffny ist für mich zu wenig, die Vorgaben schaffe ich problemlos, aber am Wettkampftag bin ich zu langsam. Den JM Plan kenne ich nicht. ABER ich denke, wenn du auf Zeit laufen willst kommst du um Tempotraining nicht herum, dafür brauchst du eine Uhr... Und ich brauche keine 10 Läufe über 30km in der Vorbereitung: meinen ersten Marathon bin ich mit einmal 25km gelaufen, allerdings war ich da auch über 4h ;-)) 100 Wochenkilometer kommen bei mir selten vor, das ist aber auch eine Frage des Tempos. Wer die langen Läufe in Pace 5:00 laufen kann braucht naturgemäß weniger Zeit als ich ;-))

Fazit: du kommst um keinen Plan herum, wenn du zeitorientiert trainieren willst. Wenn dir Steffny mehr liegt: probier es mit Steffny!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Ich kenne die Greif-Pläne

Ich kenne die Greif-Pläne ja nicht, aber wenn ich von den geforderten Umfängen lese, scheinen mir das Pläne für Sicherheitsfanatiker zu sein. Wenn man 100 Wochenkilometer abspult, sollte eine sub 4 schon drin sein, sofern die übrigen Faktoren stimmen. Es geht auch mit weniger. Und Steffny ist keine schlechte Option.

Gruß

Sirius
...der mit 42 Wochen-Km 42 km rennt. (Naja - fast)

Trainingsplan

Hallo, ich laufe seit ca. 5 jahren regelmaeßig und habe vor 4 jahren meinen ersten marathon in 3:50 zurueckgelegt ohne speziellen trainingsplan, aber bei diesem marathon bin ich die letzten 2km eingebrochen, so das ich mir vorgenommen habe beim naechsten mal etwas besser, aber immer noch ohne trainingsplan, zu trainieren. und es hat funktioniert, ich laufen in der regel 3x die woche ca. 16km-17km und vier bis fuenf wochen vor dem marathon mache ich noch ein oder zwei laengere laeufe von ca. 30-33km. und mit diesem trainingsaufwand und ohne interwalltraining bin ich meinen zweiten marathon in 3:47 den dritten in 3:27 den vierten in 3:15 und den letzten in 3:08 gelaufen. also was soll ich sagen, es geht auch ohne intervalltraining und pulsuhr um seine ziele zu erreichen. mein persoenliches zeil war eigentlich mal unter 3:30 zu laufen, aber jetzt muß ich mir andere zeile stecken.

gruss bany13

Danke für Eure Tipps..

... primäres Ziel war eigentlich, nicht den Steffny oder den Greif-Plan zu diskutieren, sondern den Jogmap-Marathon-Trainingsplan,weil ich den blödsinnig finde und den Admin am Besten überzeugen würde, den zu ersetzen.
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Ich komme mit dem Greifplan bei 7 Tagen Training pro Woche ungefähr auf 140km/Woche, bei 6 Tagen auf 120km/Woche und bei 4 Tagen auf 80km/Woche.
Da ich eh fast jeden Tag laufe, meist vor der Arbeit 7-8km, liegt mir der Steffny mehr, denn ich schaffe die häufigen 20km-Einheiten von Greif (bei 6Tagen) nicht vor der Arbeit.
Der Plan wird von mir sowieso nicht strikt befolgt (ich kenn mich doch!), sondern eher als Anregung gesehen.
Aber bei einer HM-Zeit von 1:52 von Oktober brauche ich eigentlich "theoretisch" nicht mehr viel, um unter 4 Stunden zu kommen.
Ich suche nur noch ein paar Tritte, um meinen Intervall-Schweinehund unterzukriegen und Zeit am Wochenende für ein paar Langstrecken. Was die Intervalle bringen, werdet ihr spätestens Ende April von mir hören.

10.Nov Martinslauf Hasseler Forst HM

@krowil

Meinen 2. Marathon bin ich nach dem Ur-Greif-Plan von 1986 gelaufen, war der 1. Marathon mit Plan.

7 Tage pro Woche wollte ich auch laufen, allerdings keine 140 km pro Woche. So habe ich das ganze etwas gestutzt.

Die Langen waren nur 25 km lang (einer hatte 30 km), die regenerativen Läufe hatten nur 10 bzw. 12 km, statt 3x 3000 m nur 2x, statt 6x 1000 m nur 4x und statt 4x 2000 m nur 3x. Unterm Strich war ich dann irgendwo bei 100 km pro Woche.

Ergebnis: 2:50:32 h

Warum dann die ganze Diskussion?

Nur weil du einen Trainingsplan, der auf eine bestimmte Zielgruppe zugeschnitten ist, für "blödsinnig" hälst, soll er ersetzt werden?

Wenn du gleichzeitig sagst, dass dir der Steffny besser liegt und den Plan nicht einhalten wirst, sondern nur als Anregung siehst und "theoretisch nicht mehr viel" brauchst ....... kann der Plan doch sicherlich auch als Anregung für andere stehen bleiben.

Nun hat aus der Diskussion jeder der sucht, schon drei "Anregungen" und kann das für sich beste daraus machen.

Gruß und viel Erfolg im April

PS:
Den von dir eingangs erwähnten Zielgruppenhinweis auf die Gesundheit finde ich den wichtigsten des gesamten Trainingsplanes, weil immer noch viel zu viele gerade darauf am wenigsten achten - und das bei manchen Wettkämpfen dann bitter bezahlen müssen.

@ Gazelle

Superzeit.
Ich glaube auch, dass man mit den Plänen von Greif beeindruckende Erfolge erzielen kann, aber Sie verlangen einem auch viel ab. In meinem Falle mehr als ich (zurzeit?) erbringen kann bzw. will.
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Ich werde eher den Steffny nehmen und entgegen dem Rat von proteco noch was drauflegen, weil Steffny in der Woche dienstags und donnerstags trainiert und ich dann auf die 7km-Läufchen mit meiner Morgenlaufgruppe montags, mittwochs und freitags nicht verzichten muss. Komme dann auf 75km-80km/Woche.
Da hab ich dann auch keine Probleme, die täglichen 30min für unsere Sport-Streaker voll zu kriegen :-)
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Um schneller zu sein, als vor 11 Jahren (4:20) müsste es eigentlich reichen. Unter 4 Stunden wäre auch schön, aber ich sehe das nicht so bierernst mit den Zeiten. Wenns jetzt mit dem "draufgelegten" Steffny nicht klappt, vielleicht dann mit nem abgespeckten Greif beim nächsten Mal.
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Gruß
krowil

10.Nov Martinslauf Hasseler Forst HM

@ Ruhrwalze

Na endlich jemand, der den jogmap-Trainingplan diskutieren will.

"blödsinnig" muss wahrscheinlich erläutert werden:
Ich bin auch ein Freund von Vielfalt und wie Du oben lesen, kannst bin ich kein strikter Befolger von Trainingplänen. Ich bin seit Jahren begeistert von jogmap und wöchentlich mehrere Stunden im Forum. Deshalb bin ich auch interessiert, dass jogmap Qualität bietet und sich gegen andere Laufseiten durchsetzt bzw. abhebt.

In diesem Sinne hat mich der oben genannte Marathontrainingplan enttäuscht und ich hätte mir einen Trainingplan gewünscht, der auf den durchschnittlichen jogmap-User zugeschnitten ist und nicht auf eine Zielgruppe, die vielleicht max. 5% der jogmap-User ausmacht.
Ggf. muss man weitere Trainigspläne aufstellen, z.B. für Männer über 39 Jahre oder für Männer mit einem BMI von 28.
Oder man gibt an, wie man den Trainingplan ändern sollte, wenn man bestimmte Kriterien nicht erfüllt.
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So finde ich den Plan wegen der eingangs erwähnten Kritikpunkte enttäuschend und für den durchschnittlichen jogmap-User, der einen Marathontrainingplan sucht, reine Zeitverschwendung.
Der Hinweis auf die Gesundheit ist nicht unwichtig, aber den findet man inzwischen in jeder Marathonausschreibung. Die Bemerkung von mir dazu war vielleicht etwas polemisch gemeint, weil mir die Zielgruppe schon vorher ziemlich eingeengt vorkam.

Ich hätte mich vielleicht mit dem jogmap-Plan nicht beschäftigen sollen, weil ich weder unter 39 bin. Mein BMI liegt bei 25 und bei b e s t e r Gesundheit würde ich mich seit meinem Bandscheibenvorfall in 2008 auch nicht bezeichnen.
Im Prinzip wollte ich durch den Beitrag erfahren, ob überhaupt jemand den jogmap-Plan schon angewendet hat bzw. für brauchbar hält. Stattdessen wurden nur die Alternativen Greif und Steffny diskutiert. Ist auch eine Antwort.

Gruß nach Éssen

10.Nov Martinslauf Hasseler Forst HM

ich nochmal, ich verstehe

ich nochmal,

ich verstehe die ganze discusion ueber trainingsplaene garnicht. wir haben alle spaß am laufen, also lauft so lange ihr lust habt und hoert auf euern koerper und auf euer bauchgefuehl, dann wird das alles schon klappen.
wenn ich hoere das man in der woche 80-100km laufen sollte um eine zeit unter 4h zu bekommen dann muß ich lachen, ich laufe in der woche knapp zwieschen 49 und 52km und ich schaffe es im alter von 42 den marathon in 3:08 zurueck zulegen, ohne plan nur rein nach baugefuehl.
also probiert es auch aus!!!

gruss bany13

Du Laufwunder

guter Tipp! Soviel laufe ich auch, bin nur zwei Jahre älter und schaffe den Marathon, wenn ich alles gebe, knapp unter 4h, soviel zum Thema "probiert es aus". Vermutlich ist das der Unterschied zwischen Talent und Loser ;-)) Spaß macht es mir trotzdem.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Jede Jeck is anders...

... der eine fällt auf Greif, Steffny und jogmap rein und meint einen Trainingsplan zu brauchen und der andere entfernt einfach die Bremse aus seinem Kopf.

Schön, wenns so einfach geht.

aber um das geht es doch,

aber um das geht es doch, ums spass haben und die zeit ist dann zweitrangig!!!
ich hatte auch spaß bei meinem ersten marathon den ich auch nur knapp unter 4h
gerant bin

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