Hallo alle zusammen,

beim Lesen diverser Blogs über die letzten City-Marathons ist mir aufgefallen,
dass viele Blogger von einem temporären Ausfall des Garmins während des Marathons berichten.
(Über „der Garmin spinnt“ wurde sowohl in Berlin als auch in München geschrieben).
Auch mein Garmin wies diese Symptome auf; der Berlin-Marathon war für mich dann auch nach 43,5 km beendet…..
Ein Läufer aus unserer Läufergruppe berichtete ähnliches.
Jetzt stellt sich für mich die Frage, ob diese Ausfall nun Zufall ist oder ob dieses Phänomen von weiteren Läufern bestätigt werden kann.
Weiterhin würde mich interessieren, ob dieses nur bei Garmin Produkten (bei mir der Forerunner 305) oder auch bei anderen Geräten auftrat.
Plausibel wäre es, dass die GPS-Positionierung aufgrund der hohen Gebäude fehlerhaft ist; dieses würde aber wohl kaum diese große Abweichung erklären.
Ich selber laufe (wie wohl die meisten von uns) ausschließlich im außerstädtischen Bereich; mein Garmin wies noch nie irgendwelche Probleme auf. Vielleicht könnte ja ein reiner „Stadtläufer“ über seine Erfahrungen mit der GPS-Positionierung in der City informieren.

PS: Normalerweise funktioniert die Stopp-Uhr-Funktion des Garmin natürlich weiterhin; allerdings stellte sich mein Garmin dann auch noch während des Marathons auf „Auto-Stopp“, so dass selbst diese Funktion nicht mehr zuverlässig funktionierte.
Als Konsequenz werde ich wohl beim nächsten großen City-Lauf wieder auf die gute alte Polar-Stopp-Uhr zurückgreifen…..
Würde mich freuen, wenn jemand über ähnliches berichten würde..
Gruss

GPS Problem

grundsätzlich gibt es da eben mal Aussetzer (Tunnel, Brücken, Hochhäuser, auch zu enge Kurven, die das GPS Gerät gerne mal begradigt). Navis haben das auch. In der Regel rechnet die Uhr nach sobald sie wieder Satellit hat, so dass du das Problem im freien Feld auf relativ gerader Strecke kaum merkst.
Hinzu kommt, dass jeder Marathon länger vermessen ist als 42,2km, da eine amtliche Vermessung dies fordert (sonst würde man "Gefahr" laufen evtl. zu kurz zu laufen).
Und dann dürftest du bei großen City Marathons wohl kaum die Ideallinie laufen (können). Je länger die Strecke ist umso höher dann die Abweichung.

Übrigens bin ich mal beim Braunschweig Marathon mit Laufastra und Tommit 32km lang nebeneinander gelaufen, wir hatten alle drei die 305. Einen einzigen Kilometer hatten wir mal mit derselben Pace ;-))) Angeblich hängen die Abweichungen auch mit der Armschwingung zusammen, wer häufiger schwingt hat mehr Meter ;-)

Teste dein GPS Gerät mal auf dem Sportplatz. Du wirst erstaunt sein, welche Pace du in den Kurven läufst, ich hatte da schon Werte, die hätten mich vor den Kenianern laufen lassen, bis hin zum Walkingtempo. Im Schnitt stimmt es dann wieder, aber für 200m Intervalle ist das GPS Gerät weniger geeignet...

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Keine Fehlfunktion

Eine Garmin ist kein Hochpräzisionsgerät. Wenn sie dir bei einem Marathon von angenommen exakt 42,2km Länge im Endergebnis 43,5km anzeigt ist das gerade mal eine Abweichung von 3%. Ich finde das bei einem technischen Gerät dieser Preisklasse akzeptabel.

Wenn man an nimmt, dass du durch Abweichung von der Ideallinie noch sagen wir mal dreihundert Meter zusätzlich gelaufen bist, beträgt die Abweichung noch 2,3%. Ich finde das schon beachtlich genau.

Die Tatsache, dass du im außerstädtischen Bereich keine Probleme hattest, würde ich eher darauf zurückführen, dass du dort nicht auf exakt vermessenen Strecken läufst und daher die Abweichung gar nicht registrierst.

Wenn ich meine Hausrunde (nach "OSM-Vermessung": 14,90km) laufe, kamen bei meiner Garmin Werte zwischen 14,5 und 15,4km raus. Meistens liegt die angezeigte Strecke zwischen 14,8 und 15,1km.

Wenn ich dagegen auf dem Sportplatz auf der 400 Meter-Bahn laufe, ist die Garmin völlig unbrauchbar. Durch die vielen engen Kurven (s. Striders Kommentar) liegt die Abweichung bei bis zu 10%. Meistens werden Runden-Längen um die 420 bis 430 Meter angezeigt.

In der Tat ziehe ich aus diesem Grund bei Wettkämpfen mit Kilometermarkierungen meine "gute alte Polar-Stopp-Uhr" an. Die ist auch kein so Klotz am Handgelenk. Die Pace rechne ich mir dann im Kopf aus.

Gruß
Uhrli

Manchmal spinnt etwas

Hallo icu24,

wie auf dem Bild zu sehen ist, ist mir schon folgendes passiert: Ich bin den gleichen Feldweg entlang einen Fluss gelaufen und wieder zurück. Auf einmal guckte ich auf die Uhr und sah, dass ich innerhalb von nur ein paar Minuten 2 km gelaufen bin. Komisch dachte ich. Dabei bin ich gleichmäßig getrabt!
Zu Hause habe ich die Uhr ans PC angeschlossen und was sehe ich: laut Aufzeichnung habe ich einen schnellen Ausflug durchs Feld mit einem Tempo von mehr als 80 km/h gemacht und wieder zurück zum Ausgangspunkt gekommen. Entweder haben die Satelliten gespinnt oder die Uhr.
Ist mir aber nur einmal passiert.

@strider: je nachdem wie die Uhr eingestellt ist, speichert sie Punkt-Daten jede 1 Sekunde bin ca. jede 10 Minuten. Danach werden die Abstände zwischen den Punkten berechnet und eine Geschwindigkeit abgeleitet. Auf dem Sportplatz sollte man die Aufzeichnungsabstände wegen der Kurven an geringsten einstellen, falls möglich.

Viele Grüße
JT
PS: Meine GPS-Uhr ist keine Garmin. Das Arbeitsprinzip ist, soweit ich weiß gleich.

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