So, da war er also, der Tag aller Tage: Dauerregen im Münsterland.

Und ich wollte doch weiter brav meine Intervalle laufen, um meine Nettolaufzeit zu erhöhen. Gestern waren das erste Mal 10 Minuten durchgehend laufen auf dem Programm (ich laufe nach dem Plan von Bartmann, bin in Woche 6).

Gut, warten wir mal ab, wie das Wetter ist, wenn ich Feierabend habe. Nein, es regnet.... und regnet... und regnet...

Kurzentschlossen habe ich dann um halb vier den Sportklamottenhändler meines Vertrauens aufgesucht und mir endlich eine gescheite Laufhose gekauft. Nachdem ich im Juli bei einem Walken abseits der gewohnten Pfade mich selbst und eine Jogginghose geschrottet habe (Loch im Knie links, Fuss rechts komplett verdreht), hatte ich wirklich nur noch eine lange Hose und die zieh ich eher zum Yoga an, kuschelig aus Baumwolle ist dafür ideal, für Laufen im Regen scheint sie eher ungeeignet.

Zu Hause angekommen - es regnet. Mist. Ich hab kein Bock, das ist blöd...

Egal, rein in die Schuhe und los. Immerhin guckt bei diesem Wetter kein Nachbar um die Ecke und wundert sich, wieso ich so durch die Gegend schleiche...

Nach dem ersten Laufintervall über fünf Minuten war ich durchnässt bis auf die Haut. Zumindest die Kopfhaut, die Fleeceweste hielt den Oberkörper doch zumindest von aussen trocken, gegen das Achwitzen von Innen kann auch die nicht helfen. Brille nass, ich seh ichts mehr, verdammt! Kann bitte mal jemand die selbstreinigende Brille erfinden? Ohne mein Nasenfahrrad bin ich blind wie ein Maulwurf, das ist noch deutlich suboptimal.

Gehpausen, ja, die hatten es in sich: Immer dann kamen natürlich Autos, Radfahrer, Spaziergänger ums Eck, wenn ich grade meine zwei Minütchen Pause machte. Peinlichkeitsfaktor 7,8 auf der nach oben offenen Skala nach Caia. Und ich musste ein Stück gehen, weil einfach die Luft fehlte, ich dumme Nuss hatte mal wieder zu schnell angefangen. Das zweite Problem bei den Gehpausen: Ich war nass. Es war kalt. Arschkalt. Hauptsache, ich hol mir nicht die Erkältung meines Lebens weg!

Es kam, wie es kommen musste, beim Queren der Hauptstrasse waren die 10 Minuten Laufen dann rum. Ich war ZEHN Minuten am Stück getrabt, ich kam mir vor als hätt ich grad den Berlinmarathon in neuer Weltjahresbestzeit gelaufen! Nach weiteren drei Laufintervallen zu fünf Minuten war ich dann pitschepatschenass, aber zufrieden wieder zu Hause.

Ich hab lange keine so tolle Dusche gehabt, ich glaub die letzte war wirklich nach 35 km bei 5 Grad quer üb die Montes de Oca, da war ich ähnlich verfroren, bin aber "nur" gewandert, nicht gelaufen...

Erkenntnis des Tages: Beim Laufen wird man nass. Egal, ob von innen oder aussen, man wird nass. Einnzig am Sichtvisor muss ich noch arbeiten....

4.5
Gesamtwertung: 4.5 (6 Wertungen)

du bist hart im Nehmen

dann bist du ein Läufer ;-))

Gibt übrigens auch gute Regenjacken....

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Nicht Peinlichkeitsskala, Heldenskala!

Vergiss die glotzenden Mitmenschen, die kommen doch nicht extra vorbei, um dich bei einer Gehpause zu ertappen. Die Pausen gehören schließlich zu deinem Training, also akzeptiere und nutze sie einfach als das, was sie sind: eine Gelegenheit zum Durchschnaufen. Du hast bei Dauerregen dein Training durchgezogen und eine neue Marke gesetzt, was willst du mehr?

Die entsetzten Blicke der Autofahrer sind übrigens einer der Gründe, warum mir Regenläufe so großen Spaß machen. ;-)

Herzlichen Glückwunsch !

Ein Etappensieg in Sachen Ausdauer und ein Riesenerfolg über den Schweinehund !
Gut gemacht !
Für die freie Sicht empfehle ich eine Schirmkappe. Achte darauf, dass die Kappe einen eher breiten Rand hat damit auch bei windbedingtem "Schrägregen" die Brille trocken bleibt.
Ich selbst habe so ein Goretexding von Jack Wolfskin was zusätzlich noch Ohrenlaschen hat die man runter klappen kann (winddicht, atmungsaktiv und wasserdicht). Optisch ist das ne Katastrophe wenn ich das mache aber bei manchen Wetterlagen ist es goldwert, keinen nasskalten Wind im Ohr zu haben. Trage keine Brille, hasse aber Regen im Gesicht ... die gut sitzende Kappe empfinde ich perfekten "Regenschirm" der mir immer klare Sicht ermöglicht und auch starken Wind weg hält.
Ist nicht exakt wie die im Link gezeigte aber die Schirmgröße und die windsichere Passform durch den zusätzlichen Nackenriemen kommt hin. Bei echtem Sch...wetter ist eh kein Mensch unterwegs, der sich an der Optik stören würde...so meine Erfahrung.
http://shop.jack-wolfskin.de/headwind-cap-black-l
Viel Spaß weiterhin und allzeit freie Sicht wünscht dir
Gezeiten

Das mit den Regenjacken...

... ist so eine Sache, ich befürchte, dass ich darunter noch mehr schwitzen muss! Aber die von Gezeiten vorgeschlagene Mütze schau ich mir mal an, danke dafür!

Ich übe noch!

Laufen bei Starkregen...

....bekomme ich einigermaßen hin. Intervalle bei Starkregen sind aber sowas von ätzend!!! Respekt für`s Durchhalten!!! Ähem mein Blick aus dem Fenster sagt, ich warte noch nen bissl....;-)

Lieben Gruß
Tame

Gut gemacht!

Als Blindfisch kann ich mich der Empfehlung von Gezeiten nur anschließen: Schirmkappe ist genial, bei Regen viel wichtiger als bei Sonne. Zum Durchhalten herzlichen Glückwunsch. Du bist jetzt schon keine Schönwetterläuferin mehr, super!

yazi

unter billigen Jacken

leider ja, gute sind atmungsaktiv aber das hat seinen Preis.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

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