Benutzerbild von brummel66

Ja, ja. Es wurde hier so viel geschrieben zum BM diesen Jahres. Gibt es eigentlich nichts Neues mehr. Fast. Eben was Persönliches, was ich hier mal loswerden möchte.
2009 war hier mein Marathondebüt. Im Ziel mit überglücklichen 3:29:45 sagte ich mir mit Quarkbeinen etc. "Nie wieder!!!". Und ? 2010 stand ich im Dauerregen wieder am Start in Berlin. So ging das weiter und letztes Jahr dann das "Glück", innerhalb der 3,5h Anmeldefrist einen Platz bekommen zu haben. Unglaublich.
Im vergangenen Jahr war ich im Ziel glücklich und das Gegenteil zugleich. 3:00:28. Mist. 28 Sekunden. Verfluchte 28 Sekunden. Die haben mich jetzt ein ganzes Jahr verfolgt. Ich hatte damals meiner neuen Garmin vertraut, die mir eine Pace von 4:12 anzeigte, das hätte locker gereicht, aber eben nur, wenn es auch stimmt. Bei Km 40 habe ich den Fehler erst bemerkt, aber da ging dann nichts mehr. Das nagte an mir. Jeden Tag. Alle sagten:" Freu' dich, die 3h Marke erreicht". Erreicht ? Ja. Geknackt ? Nein. Ich hasste diese verdammten achtundzwanzig Sekunden. Wie viele Meter sind das ? Oh man. Also neues Jahr, neuer Versuch, aber man wird ja auch nicht jünger... . Ob das noch Mal zu toppen sein würde ? Mit welchem Aufwand ? Aber dann... HM im Frühjahr in Bonn. Ohne Tempotraining und Leistungsdruck in 1h24 über die Ziellinie. Wow PB ! Das war doch eine gute Basis. Also Trainingsplan geschrieben und Mitte Mai langsam begonnen. Ab Juni gnadenlos. 5x die Woche Schuhe an und los. 100 Km, jede Woche. Ich habe es oft gehasst. Die langen Läufe. Aber das kennt ihr ja auch. Dann dieser blöde Sommerurlaub. 3 Wochen. Mist. Das haut meinen Trainingsplan durcheinander. Aber auch das ging irgendwie. Dann meine Generalprobe: Grüne Hölle, Nürburgring. Wer die Strecke kennt, weiß um des Namens. Im Auto mag das noch gehen, aber zu Fuss? Aber: super Kraft-Ausdauer-Training. Zeit war auch o.k., noch drei Wochen bis Berlin. Noch schnell ein paar Kilo abgenommen (sind alles Sekunden), was bei dem Trainingsumfang ja locker zu erledigen ist, Ernährung umgestellt. Das geliebte Grillen musste ausfallen. Schnief. Stattdessen Nudeln und so ein Zeugs. Schokolade, Eis, Fritten etc., verbannt bis nach dem Tag X. Weiter laufen. Zwischendurch meinen Lieblingssportshop besucht, wieder mal neue Schuhe gebraucht und neue Motivation abgeholt. Danke dir Achim ! Dann der Flug nach Berlin. Der halbe Flieger in Laufschuhen. Was haben die denn vor ??? In Tegel angekommen von meinem Schwesterchen abgeholt und zusammen ging es direkt nach Tempelhof zur Startnummernausgabe. Sie stand auch am Start, das erste Mal, da ich sie einfach mal so ohne Fragen angemeldet hatte. Auf der Vital Messe spürte man schon sehr die Atmosphäre. Aber auch mein Druck wurde stärker. Ich stand so unter Strom. 28 Sekunden !!! Diese Zahl war in meinem Schädel eingebrannt.
Am Samstag dann etwas um den Start-/Zielbereich geschländert und.... Kratzen im Hals. Panik !!! Jetzt nicht einen Tag vorher krank werden. Bitte nicht. Also heißer Tee, Fußbäder, etc., alle mir einfallenden Hausmittelchen angewendet. Aber keine Medikamente. Das war tabu. Ich hatte mal eine Umfrage vom Bonn Marathon gelesen, die wohl 2011 gemacht wurde, wenn ich mich recht erinnere, bei der um die 60% der Marathonläufer angaben, unter Medikamente zu laufen (Aspirin, Diclofenac, Ibuprofen etc.) Leute seid ihr irre ? Ihr riskiert ein Nierenversagen etc.. Das ist es ja wohl nicht wert.
Ich schlief mehr oder weniger ein paar Stunden und hoffte, am 29.9. nicht mit Fieber aufzuwachen. Das wäre Startverbot gewesen. Aber... es klappte. Kein Fieber, kein Husten etc., nur ein kratziger Hals und zerknittert, weil eben kaum geschlafen, die Brötchen gegessen und einen Schluck Kaffee (ja, Herr Steffny, soll man nicht am Starttag, aber das brauchte die Seele). Angezogen und Startbeutel und schon waren wir beide in der S-Bahn zum Potsdamer Platz. War das rattenkalt. 5-6°. Die Stationen verflogen und die S-Bahn wurde immer voller mit Leuten, die alle das gleiche Ziel hatten. Der Fußweg vom Potsdamer Platz ist auch schon toll. So viele Läufer gehen im Sonnenaufgang zum Startbereich. Da bekommt man schon mal Gänsehaut, wobei die Temperatur auch dazu beitrug. Dann die Dixies. Wieder zu wenig, langes Anstehen. Dann schnell vom Schwesterchen verabschiedet. Viel Glück gegenseitig gewünscht und ab zum Startblock. Wird es laufen oder nicht ? Das weiß man ja vorher nie so recht. Über die Absperrung in der Startblock-Sardinenbüchse angekommen, wurde auch schon der Countdown runter gezählt, Peng und los. Nach zwei, drei Kilometern hatte ich Platz zum Laufen und es lief, merkte ich. Es lief einfach gut, meine Stimmung stieg. 28 Sekunden. Euch kriege ich! Nur nicht überziehen. Dann die Pacemacher mit den Ballons gesehen. Aber was stand darauf ? 3h15 ! Ach du Schreck, wo sind denn die 3h00 Ballons ? 10 gefühlte Meilen voraus. Also langsam einholen. Bei Km 18 hatte ich sie. Und es lief weiter gut. Km 20, 25, 30, es lief. Bei Km 14, 22, 29 standen "meine" lieben Helfer. Danke an euch, Boilie98, Buppischen, MUP. Alles klappte. So brauchte ich keinen Proviant mitschleppen. Die Sonne schien und der Pacemaker für 3h00 lief genau neben mir. Aber so ab Km 33 hatte ich das Gefühl, der zog an. Nein, ich fiel ab. Ach nee, nicht jetzt schon. Die Beine wurden schwer und meine Motivation ging bergab. Ich hatte das Gefühl, Klebstoff unter den Sohlen zu haben. Die Pace ging runter. Die Quälerei begann. Noch 40 min bis zur Schallgrenze. Wie soll ich das denn aushalten ? Motivieren !!! Wozu hatte ich denn dieses Jahr schon 2000 Km trainiert ? Jetzt aufgeben ??? Niemals ! Umfallen kann ich im Ziel immer noch. Weiter, weiter, weiter. Nicht gehen - laufen, immer weiter. Dann bei Km 36 wieder Buppischen an der Strecke. Ich wollte aber nichts mehr trinken, mir war schlecht. Vielleicht wollte meine beginnende Erkältung nicht, dass ich weiter laufe. Geht nicht. Ziel dauerte noch. Ich lief, wie in Trance, als Buppischen mir hinterher schrie, ich solle mich jetzt mal zusammenreißen. Zu Befehl ! Ich wurde wieder wachgerüttelt und hatte wieder Biss, zu kämpfen. Auch wenn man denkt, es geht nicht mehr, quatsch, es geht immer noch etwas. Nur noch 5 Km. Ist bei mir zuhause einmal ums Feld. Ein Klacks. Also kleinreden, lächerliche Distanz, schaffst du doch wohl, Tempo hoch, wo sind meine Beine ? Spüre ich gar nicht mehr. Egal, Hauptsache die laufen weiter. Dann Potsdamer Platz, Leipziger Straße, Km 40 Schild, Pacetabellenvergleich: 20 Sekunden unterm Limit. Das kann klappen ! Motivation steigt, alles in die Schuhe, lauf' lauf' lauf', Deutscher Dom, Französischer Dom, strahlender Sonnenschein. Ich lächle innerlich, für die Gesichtsmimik habe ich keine Kraft mehr. Unter den Linden, ich sehe das Brandenburger Tor. Los, weiter, weiter, weiter. Ich laufe durchs Tor, da ist Km42 mit der Zeitmatte. Schaue auf die Garmin, irgendwas mit 2h58. Noch 195 Meter. Ich werde es schaffen. Ich weiß es. Trotzdem bloß nicht nachlassen, alles in die Schuhe. Auch Uhren können spinnen. Kein Vertrauen mehr in die. Über die Ziellinie mit erhobenem Arm und geballter Faust. YES !!!! Die Garmin zeigt was von 2h59 und ein bisschen. Das war's. Ich kann nicht mehr. Fange an, zu taumeln. Da haben mich schon zwei Sanis gepackt und ich finde mich im Sanizelt wieder. Beine hoch. Was trinken. Ich liege auf dem bequemsten Feldbett der Welt. Schließe die Augen. Kann es nicht fassen. 28 Sekunden !!! Ich habe euch !!! Dann die nette Stimme der Sanitäterin neben mir: "Nicht einschlafen". Ach nöö. Ist doch so gemütlich und bequem. Also aufstehen, da kommen noch mehr rein. Sie braucht den Platz. Wieder draussen blendet die Sonne. Dann die One-Million-Dollar-Medaille bekommen und die gelbe Folie und mit der Karavane aus dem Zielbereich getrottet. Nach drei Weizen, jede Menge Bananen und Salzstangen wurde ich wieder klar im Kopf. Ich suchte nach einem offiziellen Ergebnis. Da lief ein Offizieller vom SCC Berlin vorbei. Fragen kost' nichts. Zeiten seien 45 min nach dem Zieleinlauf online. Toll. Woher einen PC nehmen ? Aber er führte mich zu einem Infozelt und dort war man so nett, und hat nachgesehen. 2:58:53. Ich kann nicht mehr. Bedanke mich herzlich und gehe weiter Richtung Wiese vorm Reichstag. Ich bleibe stehen und die Emotionen kommen über mich. Muss mich erstmal ausheulen. Die Tränen laufen und ich kann es nur langsam fassen. Nach einem Jahr und unzähligen Trainingskilometern habe ich diese verdammten 28 Sekunden im Sack. 3h Marke geknackt. Mein Traum ist in Erfüllung gegangen. Nie wieder ? Doch. Wenn ich einen Startplatz ergattern sollte, bin ich 2014 wieder hier. Aber ich werde nicht mehr auf Zeit laufen. Lockerer. Mehr Genuss. Die Aussicht darauf ist schon Freude. Ob 2h58 oder 2h55 o.a. ist mir wurscht. Hauptsache vorne diese verdammte ZWEI einmal erreichen. Seit 2009 hat mich das nicht mehr losgelassen. Und mit meinen mittlerweile 47 Lenzen werde ich auch nicht mehr wesentlich schneller werden, das ist mir auch klar.
Aber ohne euch hätte ich das nicht geschafft. "Euch", das sind ihr jogmapper mit den tollen Blogs, die einen immer wieder motivieren, sich die Schuhe auch beim größten Sauwetter oder brütender Hitze anzuziehen, meine Frau (Danke dir für das große Verständnis und die geschenkte Trainingszeit) und mein Sohn, der mich so oft mit dem Fahrrad im Training begleitet hatte, sowie Buppischen, Boilie98, Frogger63, MUP und natürlich alle Berliner an der Strecke, ihr seid eine Wucht! Keinen Meter lief ich alleine und die anderen 40000 mit mir. Glückwunsch an Frogger63 zum ersten Marathonfinish und direkt in 4h56 ! Ich bin stolz auf dich ! DLB

... und was sind schon 28 Sekunden ... ?

4.578945
Gesamtwertung: 4.6 (19 Wertungen)

Booooooah!!!! :0))

Ganz herzlichen Glückwunsch!!
Da hab ich doch grad auch feuchte Augen bekommen.
Respekt und tiefe Anerkennung für diese Leistung, Erlebnis und diese kribbelnden Emotionen dazu!
Danke für diesen genialen schönen Bericht und ich wünsche gutes Regenerieren und nun weitere herrliche Genussläufe für die Zukunft! :0)

Lieben Gruss Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Toller Bericht -

- mal wieder mit Gänsehaut beim Lesen und Glückwunsch zu der Zeit.

JogOn
Agurion

Toller Bericht. Herzlichen

Toller Bericht.
Herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Ergebnis. Hoffe, in dem Alter noch halbwegs so schnell zu sein, bzw. irgendwann auch mal unter die 3h zu kommen.

Menno, jetzt hab ich Tränen in den Augen!!

... herzlichen Glückwunsch zur MEGA-Zeit!!! Beim Lesen war ich grade auch noch einmal auf der Strecke von letzter Woche - grandios dieses Gefühl am Brandenburger Tor.
Dabei fällt mir ein - ich hab mich noch gar nicht für nächstes Jahr angemeldet. Ich bin Gott sei Dank unter den glücklichen Jubilees und habe einen garantierten Startplatz --- das habe ich mir aber auch hart erlaufen -- grins!!

Glückwunsch!

Hab's interessiert gelesen, ich habe eine vergleichbare Entwicklung: Berlin 2011 3:03:54 (http://joergaumann.blogspot.de/2011/09/berlin-marathon-2011-von-joaum-bei.html), dann 2012 2:56:47 (http://joergaumann.blogspot.com/2012/09/first-we-take-berlin-then-we-take.html). Also kann ich mit Dir fühlen ;-)

Ich wollte nur folgendes anmerken:

1) Steffny rules. Jedenfalls für mich. Spaß am Training, Erfolg und Selbstbewußtsein kamen mit dem Steffny-Trainingsplan aus dem großen Laufbuch. Für mich die Bibel.

2) Klar sagt man nach dem ersten Sub3: In Zukunft nur noch Genuß! Hatte ich auch vor, ich trainiere z.Zt. für den NYC-Marathon. Aber glaub mir: Wenn Du einfach weiterläufst, wirst Du schnell merken, daß Dein Leistungsniveau eigentlich dazu tendiert, gleichzubleiben oder ganz von selbst zu steigen. Und dann kannst Du auch einen erneuten Sub3-Marathon anpeilen - und sogar geniessen!

3) Ich laufe auch mit Garmin. Aber der GPS-Aufzeichnung und dem Virtual Runner trau ich nur so weit, wie ich die Uhr schmeissen kann. Am besten nur die Uhr laufen lassen und bei jeder km-Markierung die Pace im Kopf errechnen (oder vom Armband ablesen). Bei 4:12 ist das einfach. 5 km = 21 min., und nach jedem km die Sekunden bei 12,24,36,48,00.

4) Der schönste Lauf ist der gleichmäßige oder der (kann auch beides sein), wo Du am Ende sogar noch zulegen kannst. Also immer schön langsam angehen, hintenraus kann man locker alle Körner verschiessen. Hat bei Dir ja auch geklappt ;-)

5) Ne Pause vom Laufen tut auch mal gut, man kann auch Radfahren und Schwimmen. Mir jedenfalls hat das gutgetan, umso motivierter bin ich die jetzige Vorbereitung angegangen. Und sie macht mir immer noch Spaß, es sind ja auch nur noch 3,5 Wochen bis New York.

Viel Spaß weiterhin beim Laufen!

Jörg

Hammer Bericht! Vielen Dank

Hammer Bericht! Vielen Dank dafür. Wie Du schon sagst, die vielen Blogs hier sind ein zentrales Motivationsinstrument immer weiter zu machen und sich zu steigern.

Ich finde mich total in Deinem Bericht wieder. Wobei ich überlege ob dieses oder nächstes Jahr. In diesem Jahr die gleichen Gedanken nach einem unvorbereiteten Halbmarathon in Bestzeit, dann mit Spontantrainingsplan Bestzeit in Hamburg. Leider habe auch ich dabei einen neuen Gegner gewonnen, er heißt "19 Sekunden", denn die war ich zu langsam für einen Startplatz im 2014er-Bostonmarathon.

Jetzt muss/soll es 2014 in Rotterdam mit der Quali klappen, dazu peile ich Zeitdimensionen an, die Du soeben beschrieben hast. Ich habe Respekt vor der Vorbereitung, aber noch nie ein so klares Ziel vor Augen gehabt, wie dieses mal.

Und wenn ich dann hinterher ebenso wie Du meinen Frieden mit meinem Gegner "19 Sekunden" machen kann, dann werde ich in Glückseeligkeit schweben. Vielen Dank nochmal für Deinen Bericht, er wird ein Teil der Motivation, die mich die nächsten Monate begleiten wird.

Wahnsinn

ich hätte nicht deine Disziplin Plan und drumherum (Abnehmen) so hart durchzuziehen, aber der Erfolg gibt dir Recht. Wie schön, wenn dann am Ende das Ziel erreicht ist!!! Glückwunsch!

Ging mir übrigens in einer ganz anderen Zeitkategorie 2011 in Würzburg ähnlich. Ich traute meiner Uhr auch nicht und wankte sofort zum Urkundenausdruck und erst dann konnte ich die sub 4 (3:57) wirklich fassen ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

toll gelaufen...

...und toll geschrieben. ich bin ganz außer atem und sehr berührt!
ich war auch dabei, hatte ähnliche gefühle beim zieldurchlauf, allerdings erst eineinhalb stunden nach dir ;-)
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laufend gratuliert herzlich: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

oh, mensch, brummel, so hat

oh, mensch, brummel,
so hat mich ja selten ein blog mitgerissen. hab ein ganz weiches herz bekommen und pipi inne augen.
ich gratuliere dir von meinem ganzen läuferherzen!!! starke leistung - über ein jahr ... und dann die belohnung dafür. davon hast du dein ganzes leben was.
mir ging es voriges jahr ähnlich beim HM meines lebens. vielleicht haste mich deshalb so mitgerissen.
lieben gruß - christiane

Zwischen km32 und 33 ...

... haben die 3:00h-Pacemaker in der Tat leicht angezogen oder alle, die bei km32 50m vor denen waren, sind insgesamt langsamer geworden. Kurz nach dem Fehrbelliner Platz. So viel zu deiner Wahrnehmung. Danach sind die schön konstant um einen 4:12er bis 4:15er Schnitt bis ins Ziel. Ab km33 war ich mit denen unterwegs. ;-) Aber ist das wichtig?
Glückwunsch zu dieser Zeit! Glückwunsch zu diesem Lauf!
Genieße das. Da ist heuln erlaubt.
;-)

Gänsehaut Feeling pur

Tolle Leistung, super gekämpft und wunderbar geschrieben.
Da bekommt man Gänsehaut. Respekt !!!
Vielleicht laufen in ca. 2 Wochen nach dem Frankfurt Marathon bei mir auch kleine tränen an meinen Wangen herab vor Glück und Stolz.

doppelt...

;-)

und dreifach..

;-)

stark, ganz stark!

Danke für diesen Bericht und Respekt vor dieser Laufleistung!

Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Umfallen kann ich im Ziel immer noch ...

... das war genau die richtige Einstellung.

Herzlichen Glückwunsch zu der '2 davor', nach unserem Gespräch am Nürburgring wußte ich schon das es diesmal klappen wird.

Vielen Dank für den tollen Wettkampfbericht !

Wir sehen uns nächstes Jahr in der 'Grünen Hölle'.

Nulla tenaci invia est via - für den Hartnäckigen ist kein Weg unpassierbar

.. du bist unglaublich und für mich der Allerbeste!!!

... mein liebes Brüderchen, wenn ich an die Zielumarmung denke, läuft mir immer noch ein Schauer über den Rücken...

Du warst es, der mir den Biss verpasst hast, nach meinen ersten zaghaften kleinen Läufen im Januar 2010. Überraschungsanmeldung zum Avonlauf über 5 km ohne Zeitmessung. Dann im Herbst deine Anmeldung für mich zum Berliner HM 2011, in weiser Voraussicht auf mein weiteres und schon viel umfänglicheres Laufen. So hatte ich den Winter über ein Ziel, dran zu bleiben. Bei meinem ersten HM war ich dann viel zu schnell gestartet, war das dann ein langer harter Kampf. Aber du hast mich begleitet, hast mich motiviert und bist mir nicht von der Seite gewichen, das werde ich niemals vergessen. Im Sommer 2012 hab ich mich dann getraut, mich für den HM von Sportcheck anzumelden, und es lief für mich richtig gut. Ich hatte mein Selbstbewusstsein wieder gefunden. Beim Abholen deiner Startunterlagen für den Marathon 2012 habe ich dich begleitet - ich durfte aber nur bis zur Sperre - denn ich war ja kein Marathonläufer. Ich hab die Leute mit ehrwürdigen Augen angeschaut, die laufen schließlich alle einen Marathon. Das ist schon was, aber für mich, nein, hätte ich mir noch nicht zugetraut. War nur so ein Traum irgendwo weit in der Zukunft.

Als ich Ende letzten Jahres dann rein zufällig meine eigene Anmeldung beim SCC entdeckte, glaubte ich meinen Augen nicht. Das konnte nicht sein, immer wieder hab ich meinen Namen eingegeben, immer wieder standen da meine Daten und die 42 km. Dein Geschenk - der Jubiläumslauf zu meinem persönlichen Jubiläum. Du bist verrückt, einfach unglaublich!!!

Diese Überraschung war dir echt gelungen. Zum Glück konnte ich mich allmählich an den Gedanken gewöhnen. Die Vorbereitung hab ich dann auch megaernst genommen. 16 Wochen, immer 3 Läufe pro Woche, 1x10 moderat, 1x8 flott, 1x lang 18/20/25/30/33 und 1x35. Die 25er und 30er u. 33er mehrmals. Wir haben uns ständig gemailt, ich habe auch ständig hier im Forum gelesen, das hat mich sehr motiviert. Durch den allmählichen Trainingsaufbau von 25 gesamt-km pro Woche auf 50 gesamt-km pro Woche bin ich auch komplett verletzungsfrei geblieben. Der Marathon kam dann schneller, als gedacht. Das knappe Jahr war wie im Flug vergangen, du hattest es vorausgesagt. Und dank der vielen langen Läufe, man war ich da immer platt, hatte ich eine 1A Grundlagenausdauer. Durch die Erfahrung vom HM 4 Wochen vorher, wo ich am Anfang doch versehentlich wieder zu schnell losgelaufen war, weil meine Garmin noch keinen Satelliten gefunden hatte, habe ich mich die ersten km sehr gezügelt, und bin insgesamt sehr kontrolliert (gefühlt mit leichter Handbremse) gelaufen, um bloß noch genug Kraft für die letzten km aufzusparen. Und was ich mir zuvor wirklich nicht vorstellen konnte, ich habe es wirklich bis km 42,195 geschafft! Ich bin so unendlich froh und erleichtert, dieses Erlebnis, die Wahnsinnsatmosphäre über die ganze Strecke, besonders dann auf dem letzten km ... einfach unbeschreiblich. Als ich das Brandenburger Tor von weitem sah, kamen mir bereits die Tränen, ein Supergau der Gefühle. Trotz der großen Anstrengung - ich habe jeden Meter genossen, bin strahlend und überglücklich sogar noch mit kleinem Endspurt die letzten rd. 500 m bis über die Ziellinie gelaufen.

Du warst schon 2h vor mir im Ziel und hast mich mit meiner Medaille und in gelbe Folie gehüllt aus den Massen entdeckt und in die Arme geschlossen. Dass ich mein Debüt unter 5h laufe, und du die 2 vorne stehen hast, einfach super! Wir haben beide einen Traum war werden lassen. Ohne dich hätte ich das nicht erlebt, ich danke dir von ganzem Herzen.
Und all unsere lieben "Streckenposten". Alle haben ihr Bestes für uns gegeben. Mussten an mehreren Punkten sein und dann auch noch zu völlig verschiedenen Zeiten, damit wir auch beide gecoacht werden konnten. Dann fuhr die U-Bahn u. S-Bahn nicht so, wie eigentlich gedacht. Da ist Boilie98 zw. km 14 und km 22 gerannt, um rechtzeitig zur Stelle zu sein. (er hat es geschafft) Buppischen und Boilie98 waren abends genauso platt wie wir. MUP wollten uns dann sogar noch die 1.000 Meter von der S-Bahn abholen, hatten schon die gefüllten Paprikaschoten und den Sekt in der Tasche und waren so erleichtert, dass uns beiden nix passiert ist, einfach einmalig. Support ist echt anstrengend, aber sooo motivierend. Immer wieder hab ich mich vergewissert, wann wieder eine persönliche Unterstützung kommt, man braucht das und wird richtig gepuscht, da ja immer gejubelt und angefeuert wird und unsere Flaschen wurden gereicht, ich hab mir auch noch die Sekunden für Umarmung und Küsschen genommen. Man nimmt wirklich immer etwas neue Kraft mit für die folgenden km. Es klingt so nach, man lächelt von innen. Ich habe während des Laufes auch an meinen ganz lieben Coach in der Ferne gedacht, der mir beisteht, sowie auch an das wirklich liebe Telefonat mit deiner Basisstation am Vorabend. Und Lipps Worte: ich bin jeden einzelnen Meter bei dir. Dieser ganze Zusammenhalt von uns allen, allein das schon war die große Mühe der Vorbereitung wert. Allein dafür hat es sich so sehr gelohnt und bleibt für immer ein ganz besonderes Highlight für mich.

Ich umarme dich und danke dir einfach für alles.

DLS

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