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Hey Laufgemeinde,

wie sind Eure Erfahrungen mit den pacemakern beim Marathon ?

Folgen die einer Renntaktik mit unterschiedlichem Tempo in einzelnen Streckenabschnitten oder laufen die eine gleichmäßige pace für die jeweilige planmäßige Endzeit ?

Schon mal vielen Dank für Eure Berichte, Tips und Meinungen ...

Unterschiedlich

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Hallo Joleni,
puh, ganz unterschiedlich. Prinzipiell: Mühe geben sie sich alle und sie halten die Leute eigentlich auch gut zusammen und motivieren.
Manche sind jedoch weit vor der Zeit und manche aber auch dahinter. Letzteres dürfte (gerade wenn es 2 sind) nicht passieren.
Am Ende war es bei mir meistens hart mitzukommen, aber das lag eher an meinem hohen Risiko.
Das Tempo war eigentlich gleich, am Anfang etwas langsamer, dann schneller.

Letztlich braucht man sie jedoch nicht. Eine Marschtabelle mit der zweiten Hälfte etwas langsamer als die erste, das reicht schon. Motivation muss eh vom Läufer kommen.

Viel Erfolg

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als Pacemaker

bekommt man eigentlich die Order gleichmäßig zu laufen; nur in Luxemburg wurde uns gesagt, wir sollten auf den ersten 30km etwa 2 bis 3min rauslaufen, weil die letzten 12km gleichmäßig ansteigen, was gerade die langsamen Läufer (ich war Pacemaker für 4:44) zu killen pflegt. Ansonsten war aber immer Anweisung - und wurde auch vom Gros der Pacemaker so eingehalten - dass ein gleichmäßiges Tempo gelaufen wird. Aber auch Pacemaker müssen mal ein Dixie aufsuchen (sieht chic aus, wenn der Ballon oben raus hängt ;-)) oder etwas trinken und dann kurzfristig mal Gas geben... Deshalb sind die Zeiten in der Regel auch doppelt oder dreifach besetzt, schlecht nur, wenn die lieben Kollegen dann nicht erscheinen (so in Luxemburg oder Saarbrücken erlebt).

Andererseits ist die Erwartungshaltung der Läufer manchmal schwierig: bei großen Marathons sollen natürlich auch die Pacemaker entsprechend ihrer Zielzeit in dem jeweiligen Startblock laufen. Wenn nun ein Läufer sich unterwegs zurückfallen lässt (oder zurückbleibt) und der 4h Ballon kommt des Weges, heißt das nicht, dass der Läufer noch die 4h knackt; schließlich ist er früher gestartet. Ich habe auch schon Pacemaker erlebt, die ihre Zielzeit brutto laufen wollten, was dann netto natürlich zu schnell war.
Und dann gibt es auch unter den Pacemakern Leute, die lieber ihr Rennen gewinnen als ihre Zielzeit einzuhalten, auch das passiert... (ich bin auch schon vor Jahren hinter einem 2:15h Ballon her gehetzt (Halbmarathon) und damit zu einer überraschenden Bestzeit von 2:07 gekommen ;-)))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

auch unterschiedlich...

Ich kenne welche, die absolut gleichmäßig laufen, in einem Pace, der gerade so der Zielzeit entspricht. Wenn man etwas trinken will (gar im Gehen), muss man hinterher hetzen.
Es gibt aber auch welche, die laufen einen klein wenig schnelleren Pace und man kann dann in Ruhe trinken. Das finde ich besser.
Aber ich kann auch nur für die langsameren Zielzeiten sprechen ;)

@ Rosamia

Wenn man als Pacemaker die (höchst unterschiedlichen) Verweilzeiten an den VPs mit einberechnen will muss man schneller laufen. Dann beschweren sich wieder diejenigen, die kaum anhalten wollen, über das zu schnelle Tempo. Man kann es nie allen Recht machen.

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

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