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Einem geschenktem Startplatz schaut man nicht auf dem Termin.
Daher stehe ich 4 Tage nach neuer Bestzeit in Berlin im Hamburger Hafen.
Es ist schön sonnig, aber der Wind pfeift ordentlich zwischen den Containern.
Dank meiner frühen Anreise war die Parkplatzsuche und Startnummernabholung noch entspannt und ich habe Zeit die spezielle Atmosphäre des Hafens auf mich wirken zu lassen. Ein nettes Detail ist die Kleiderbeutelaufbewahrung in mehreren Containern.

Die Zeit bis zum Start kann ich dank des Treffens mit nickdynamics recht kurzweilig überbrücken.
Er hat heute passenderweise einen 12km TDL im Plan stehen. Ich selbst kündige an nach Berlin nur langsam laufen zu wollen. Beide werde wir unsere Vorgaben deutlich unterschreiten. Nach einem gemeinsamen Warmlaufens wünschen wir uns noch gegenseitig ein gutes Rennen und dann trennen sich ersteinmal unsere Wege.

Trotz ca. 2000 Startern in der 12 Uhr Welle ist die Startaufstellung recht entspannt und so finde ich mich dann doch weit vorne wieder. Wie immer sind mit dem Startschuss (sorry, in Hamburg wird angeglast) alle Tempobegrenzungen vergessen. Dank kräftigem Rückenwind und (noch) flacher Strecke gehen die ersten 3km alle deutlich unter 5er-Schnitt weg. Der jetzt folgende Anstieg zur Köhlbrandbrücke belohnt mit einem grandiosen Ausblick über den Hambuger Hafen. Aber der kräftige Wind und die Aussicht, diesen auf dem Rückweg frontal von vorne kommend beim zweitem Anstieg zu spüren, dämpft die Freude bald die Wende zu erreichen. Während ich vor mich hin sinnierend, wie ein ungebremster 40-Tonner, die Brücke runterdonner werde ich von einer Laufgazelle überholt. Oder wird sie vom Wind vorbeigeweht? Jedenfalls schaffe ich bergab nicht an ihr dranzubleiben. Immerhin habe ich für den Rückweg einen zusätzlichen optischen Anreiz das Tempo hochzuhalten. Wenn ich einmal ein Tempo gewählt habe bin ich ja stur und schaffe es trotz Gegenwind und Anstieg den Schnitt bei km 8 unter 5min/km zu halten. Dadurch kann ich wieder zur Laufgazelle aufschließen, die aber als Windschattenspender denkbar ungeeignet ist. Ich hingegen bin scheinbar ein dankbares Opfer, merke ich doch, das ich seit einiger Zeit nicht mehr von Läufern überholt werde. Diese reihen sich brav hinter mir ein. So geht es wieder von der Brücke runter und die restlichen Kilometer durch den Hafen. Eine zusätzliche Rampe und der sich uns entgegen stemmende Wind machen den letzen Kilometer nochmals sehr unangenehm. Trotzdem muss ich nochmal ordentlich drücken, da ich mich nicht im Zielkanal von meinen Windschattenläufern überholen lassen möchte. Mit einer Zeit von unter 55min für die 12km bin ich dann sehr zufrieden.

Kurz nach mir muss auch nickdynamics ins Ziel gekommen sein und so können wir bei ein paar Freibierchen in einer windgeschützten Ecke die Sonne geniessen und den Lauf Revue passieren lassen.

Fazit:
trotz Steigung eine schnelle Strecke mit grandioser Aussicht.
Allerdings sehr wetterabhängig und (fast) keine Zuschauer.

Hmmmm...

auf "wen oder was" bezieht sich jetzt der Satz: "....schnelle Strecke mit grandioser Aussicht."???, *kicher!*
Ich weiß ja, dass man etwa 14 Tage nach einem Mara einen schnellen HM hinlegen kann. Aber 4 Tage danach??? Boah, was bist du für ein schneller Läufer!!! Ganz fetten Glückwunsch!!!

Lieben Gruß
Tame

Wow--- nach 4 Tagen schon

Wow--- nach 4 Tagen schon wieder so flott unterwegs .. andere sind froh wenn sie die Treppen wieder normal hoch kommen.. ;-)

So war's!

So ähnlich hab ich den Lauf auch erlebt, mit dem kleinen Unterschied, dass ich keinen Marathon vom WE in den Beinen hatte und mir die Gazellen schon in der Startaufstellung davongeeilt sind! ;-)
Prima, dass sich neongelb als Erkennungszeichen bewährt hat! War nett dich zu treffen und vielleicht sind nächstes Jahr ein paar mehr aus dieser Gruppe am Start!

Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Respekt

Respekt, was du da schon wieder laufen konntest und Glückwunsch zur Marathonbestzeit.
Der Marathon ist ja perfekt gelaufen.

WoW ... und respektvolle Glückwünsche ...

... zu deinem Berlin Marathon-Lauf mit PB und dem Auslaufen im Hamburger Hafen
über die Köhlbrandbrücke, bei der man etwas Glück mit dem Wetter haben muss.

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

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