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Nun habe ich auch Berlin Marathon erleben dürfen und ich bin fasziniert davon. Dennoch habe ich auch Unterschiede feststellen müssen zwischen einem Hamburg Marathon und Berlin Marathon.

Was die Startnummer Ausgabe anging, hätte man dies ganz sicher auch anders organisieren können. In Hamburg und bei fast allen anderen Marathons gibt es von bis Nummern, an denen sich dann jeder Teilnehmer nach seiner Startnummer orientieren kann und sie dann auch abholt. So gibt es viel weniger Stau. Aber gut – Berlin schiebt es auf die hohen Sicherheitsmaßnahmen. Ich weiß nicht wirklich was das mit einer besseren Sicherheit zu tun hat.

Zuerst liefen wir den Frühstückslauf mit, der am Samstag um 9:30 Uhr begann. Wahnsinn! Es erinnerte mich ein Stück an NY Marathon, da machte ich den Friendshiplauf auch mit.

Danach ging es auf die Messe – unsere Startunterlagen abholen und noch etwas durch das Angebot stöbern

Nachdem ich dann meinen Beutel in der Hand hatte, stöberte ich noch etwas durch die Messe. Hamma! So viel Zeug, man wollte sich gar nicht mehr von trennen. Aber im Team haben wir noch gemeinsames Treffen beim Italiener ausgemacht, wo wir auch alle hin sind.

Sonntag früh war ich noch nicht ganz so wach und dachte mir mal wieder, warum tu ich mir das nur immer wieder an. Aber nach einem guten Kaffee und Frühstück gingen wir dann an den Start.

Da fing der Stress wieder an. Meinen Beutel musste ich ganz vorne abgeben, wo auch die Starter A-G hingingen. Stau ohne Ende und ich war mir nicht sicher ob ich es noch rechtzeitig hinbekomme. Und wieder hieß es – wegen den hohen Sicherheitsmaßnahmen. Klar, Frauen sind ja so gefährlich. Und wieder kam mir gleich der Gedanke: Hamburg, Frankfurt usw. sind da viel besser organisiert.

Endlich geschafft, Beutel abgeben und in Startposition H einreihen. Mein Team habe ich auch gefunden. Nun könnte es losgehen.

Es ging in Schritttempo langsam Richtung Start. Nervosität kam bei mir nicht auf, war auch immer mit der Kamera beschäftigt. Doch dann kam das Starttor.

Es ging an der Siegessäule vorbei, an mehreren schönen Sehenswürdigkeiten und ich immer wieder mit der Kamera dabei. Es war super.

Dann kam endlich die 30 km Marke und ich wusste, jetzt beginnt der eigentliche Marathon.

Noch ging es mir gut, doch ich wusste das mir mein kurzes Trainingsaufbau nach 3 Monatiger Verletzungspause nicht ausreichen wird um ohne was zu merken ins Ziel zu kommen. So war ich etwas zu sehr darauf fixiert die Beine zu spüren und habe sie dann auch bei KM 33 zu spüren bekommen. Viele gingen schon und ich wollte eigentlich auch gehen, aber dann traf ich einen Teamkollegen, der auch schon an seine Grenzen kam. So liefen wir ein Stück gemeinsam, bis er mich einfach weiterschickte und er gehen musste. Ich überlegte, aber ich lief tatsächlich noch weiter. Dann kam auch schon die KM 36…. Und ich wusste nur noch 6 km vor mir.

So lief ich weiter und bei KM 38 bekam ich einen tierischen Hunger. Meine Reserven waren wohl aufgebraucht, also was tun. Es kam eine weitere VP Stelle und ich steuerte sie zielbewusst an und nahm mir Wasser, Iso, Tee und die Bananen. Ich dachte mir, die drei KM wird mir das schon nicht auf den Magen schlagen. Das tat es auch nicht. Es gab tatsächlich noch mal etwas Kraft und Motivation. Und dann kam das Erdinger Tor und gleich drauf auch das Brandenburger Tor. Da musste ich unbedingt ein Foto mit mir und dem Hintergrund haben. So gab ich einem Zuschauer einfach die Kamera und er fotografierte mich dabei. Das sind meine Erinnerungen an diesen Lauf. Und ich seh eigentlich wirklich noch fit aus.

Und dann ging es ins Ziel…… ich jubelte, schrie und war so happy es doch noch unter die angegebenen 04:45:00 geschafft zu haben. Natürlich spürte ich die Beine, aber ich denke das gehört einfach dazu.
Ich bin eine glückliche Finisherin des Berlin Marathons 2013 und habe auch noch ganz tolle Erinnerungen durch meine eigenen Bilder.

Schade fand ich nur, das die Medaillen für die letzten ins Ziel kommenden nicht mehr gereicht haben. Das darf meiner Ansicht nach einem solchen Weltgrößten Marathon wie Berlin nicht passieren.
Und die Sicherheitsmaßnahmen, na ja. Ich denke, wenn Läufer shoppen gehen können oder sich schnell eine Currywurst am Straßenrand holen können und wieder einsteigen, oder einer der bei HM Distanz abbricht und dann wieder bei 37 km auf die Strecke gehen kann um sich noch die Medaille zu holen, dann sehe ich da überhaupt keine Sicherheit. Aber jeder wie er es mag, ich fand es lustig.

Die Bilder vom Frühstückslauf und vom Marathon sind auf meinem Webalbum Picasa zu sehen.

https://picasaweb.google.com/100404129793093736913/FruhstuckslaufBerlin2013

https://picasaweb.google.com/100404129793093736913/40BMWBerlinMarathon

3.666665
Gesamtwertung: 3.7 (6 Wertungen)

Gratuliere-Berlin ist einfach ein Erlebniss

Habe Berlin 12x gelaufen-musste aus gesundheitlichen Gründen mit dem Laufen aufhören. Als ich 1986 zum ersten mal in Berlin gelaufen bin war der start vor dem Reichstag auf dem Rasen.Und hinter uns die mauer-dann 1988 da standen die Vopos auf der mauer-aber sie war immer noch da-die Mauer.
Und dann 1990 der erste lauf durchs Brandenburger Tor-mir liefs eiskalt den Rücken runter-ein Erlebniss das ich nie vergessen werde.
Habe viele Marathons gelaufen auch in New-york, für mich bleibt Berlin der " größte"
Runnermanni

http://www.youtube.com/user/runnermanni

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