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Irgendwie habe ich das Gefühl, bei euch ist das alles einfacher. Die meisten von euch haben ihren klaren Schwerpunkt auf dem Laufen. (Gratulation an alle Berlin-Finisher und mein ehrlicher Respekt vor den gigantischen Zeiten!) Der Streak dient vielen von euch primär dazu, die Laufpausen sinnvoll zu füllen, so meine Wahrnehmung. Vor 3 Jahren wäre das bei mir auch noch so gewesen. Laufen und dazwischen Yoga. Das war mein Ding. Aber die lange Achillespause hatte mich erfinderisch gemacht auf der Suche nach schonenden Alternativen. Und die eine oder andere habe ich jetzt richtig lieb gewonnen. Auf einmal gilt es, Prioritäten setzen…

Beim Laufen heute habe ich mich derart gut gefühlt, dass ich mir eine Steigerung der Umfänge für den Herbst vorgenommen habe. Auch wird es Zeit, wieder häufiger zu laufen (ausgerechnet jetzt, wenn die Tage wieder kürzer werden…). Natürlich immer mit einem Tag Pause für die Gräten. Die wollen wir ja nicht gleich wieder beleidigen. Also im Kopf kurz die Woche durchgeplant. Und siehe da, die Lücken zu finden, ist gar nicht so einfach. Hier eine Dienstreise, dort Taiji Unterricht, am Wochenende mit Schatz wandern. Wenn ich Taiji richtig machen will… und das will ich… muss ich fast jeden Tag üben. Und eigentlich ist mir in den letzten Monaten Yoga ganz abhanden gekommen. Sollte ich unbedingt wieder aufnehmen… Och Menno.

Jetzt schneide ich mir rechnerisch 2h pro Tag aus dem Tagesplan… ok in der Statistik waren die Ganztageswanderungen an Wochenenden und im Urlaub dabei. Aber auf eine gute Stunde komme ich sicher. Das finde ich bei meinem Überstundenkonto schon enorm. Und doch reicht es immer noch nicht für alle sportlichen Leidenschaften… Vielleicht sollte ich mir einen Teilzeitjob suchen… Mein Job macht mir aber auch gerade richtig Spaß… Und Schatz darf auf keinen Fall zu kurz kommen. Was für ein Dilemma.

Wie macht ihr das? Die einen Reiten, die anderen Spielen Tennis oder Fussball. Wie bekommt ihr das mit dem Laufen zusammen? Fühlt ihr euch da in Balance? Oder habt ihr, alle einen ganz klaren Fokus?

Jahresrhythmus

Ich komme vom Halbtagsjob und bin nun wieder Vollzeit dabei: das ist schon eine Umstellung und ich muss genau wie Du erkennen, dass Sport-Zeiten nicht immer vereinbar mit Job, Familie und anderen Hobbys sind.
So setze ich im Jahr unterschiedliche Akzente, denn z.B. auf die Tennis-Saison im Sommer-Halbjahr will ich nicht verzichten. So trainiere ich im Sommer die Unterdistanzen im Laufen -- es sind einfach kürzere und knackiere Einheiten oder es werden eben Läufe zugunsten von Radfahren und Schwimmen gestrichen.
Ach ja, Schwimmen: einige Einheiten hab ich gerne im Freiwasser gemacht und hatte gleichzeitig Familienzeit am Strand.
Wassersport ging allerdings nur im Urlaub -- dafür hat tatsächlich die Zeit gefehlt. Immerhin konnte ich meiner älteren Tochter im Urlaub das Kiten beibringen -- wieder zwei Fliegen mit einer Klappe... Spaß auf dem Wasser und mit der Familie!

Tatsächlich bleibt die Erkenntnis (gerade im Hinblick auf die Saisonplanung für nächstes Jahr, in dem Triathlon in den Fokus rücken wird), dass man nicht alles haben kann -- leider. Ich denke meine Mädels wissen, dass ich nicht immer greifbar sein werde...
Was das Training im Winter angeht, so kann ich nur zu einer guten Kopflampe raten!
Und es ist gut möglich, dass die Wackelmatte und Blackroll im Winter wieder als Notnagel für die "daily dose" herhalten muss. Geschadet hat das bisher noch nicht...

Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

die Arbeit

kommt mir am meisten dazwischen.

Ich bin Voll-Vollzeit und nach was obendrauf.

Mein Sport ist mir echt wichtig, aber nach einem mindestens 8 Stunden währenden Tag, den ich nur auf den Beinen bin, fällt es mir immer mal schwer, mich noch für was sportliches zu begeistern.
So trete ich mir oft in den Hintern um in die Muckibude zu gehen oder zu laufen/schwimmen.
Nur wenn außerhalb dieses normalen Wahnsinns noch was obendrauf kommt, Personalversammlung, District-meeting, etc, dann setze ich den Joker ein.

Meine Kollegas ziehen täglich den Hut vor mir, keine kann sich vorstellen, auch nur eine Gräte zu rühren nach Feierabend.
So weit möchte ich nicht gehen, es kommt halt auf die Prioritäten an.

Einen Fokus habe ich nicht. Es regelt sich von selber. Mehr als 2x in der Woche Kraftsport bringt nix, also bleiben noch 5 Tage übrig.
Da ich die nicht alle laufen will, gehe ich einen Tag schwimmen und lande so bei 4x laufen.
Was ich im Dunkeln sogar mag, auch ohne Lampe, da ich sowieso nur über Bürgersteige renne.
Jow, und so gehen die Wochen ins Land.

Ein Kind ist in Australien, eines noch zu Hause, aber mit 16 findet er es interessanter was ohne Mutti anzufangen. Er spielt Handball, hat dreimal in der Woche Training und Schule ist ja auch noch da. Den Rest chillt er.

Und mein Mann sportelt mit, wenn auch nicht täglich.

So haben wir alle unter einen Hut und alle sind zufrieden.

Ich bewundere deine Vielseitigkeit

Sehr interessant, deine Ausführungen – ich war allerdings etwas verwundert, dass du sie mit "Neid" überschreibst. Ich finde, du hast dein Zeitbudget sehr gut im Griff. Du hast offenbar einen anstrengenden Job und schaffst es dennoch, so konsequent zu streaken. Bei deinen Einträgen bewundere ich gerade deine Vielseitigkeit und die Abwechslung in deinem Sportprogramm. Auch wenn es aus der Not einer Verletzung geboren wurde, bist du doch eine ziemliche Allrounderin. Und im Durchschnitt mehr als eine Stunde, ja oft eineinhalb oder zwei Stunden Sport am Tag ist großartig.

Bei mir ist es tatsächlich so, wie du eingangs vermutest - es gibt den klaren Schwerpunkt: das Laufen. Die Laufpausen nutze ich zu Sportarten, die dem Laufen sekundär nutzen – vor allem Krafttraining, Rumpfstabilität oder Beinkraft. Zum Stretching muss ich mich schon sehr zwingen und es kommt nach wie vor zu kurz. Aber bei mir ist es einfach so, dass ich das Laufen liebe und die anderen Sportarten eben nicht so sehr.

Zu meinem Zeitbudget:

Ich arbeite auch Vollzeit, durchschnittlich etwa 40-45 Stunden pro Woche. Diese Arbeitszeit konzentriert sich bei mir vor allem auf Montag bis Mittwoch (Montag 13h, Di 12h, Mi 12h, Do 6h). Dazu kommen noch durchschnittlich 14 Stunden pro Woche im Zug. Außerdem ist Schlafen eines meiner liebsten Hobbies. Ich bin absolut kein Nachtmensch.

Montags bis Mittwochs besteht mein Leben aus Arbeiten, Sport, Essen und Schlafen. Soziale Kontakte finden ausschließlich bei der Arbeit und im Sport statt. Dienstags habe ich am Abend eine Trainingsgruppe und Mittwochs habe ich meine Feierabend-Laufgruppe. Der Sport ja auch ein prima Ausgleich nach den harten Arbeitstagen.

Donnerstags kommen nach der Arbeit noch 7 Stunden Zugfahrt dazu.

Freitag und Samstag sind meine Freizeittage. Da habe ich wirklich viel Zeit für Familie, Freunde, Kochen, Garten, Gesellschaftsspiele, andere Hobbies und zusätzlich auch noch für längere oder anstrengende Sporteinheiten. Ein entscheidender Punkt ist, dass Fernsehen in meinem Leben überhaupt keine Rolle spielt. Ich gucke weder die Tagesschau, noch irgendwelche Fernsehfilme, Talkshows oder sonstiges, sondern ausschließlich gezielt Filme oder auch Serien von DVD gelegentlich am Wochenende. (Die durchschnittliche Sehdauer lag in Deutschland im Jahr 2012 laut Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung bei mehr als 220 Minuten pro Tag.) Wenn ich auch einen Fernseh-Streak machen müsste, wäre mir der Tag wirklich zu kurz.

Sonntag habe ich zwar auch frei, aber die zweite Tageshälfte sitze ich wieder im Zug. Allerdings ist das Bahnfahren für mich keine Last, weil ich leidenschaftlich gerne lese und das problemlos zweimal pro Woche mehrere Stunden am Stück tun kann.

Natürlich ist es nicht immer leicht, alles unter einen Hut zu kriegen, aber ich empfinde meine „work-life-balance“ eigentlich als sehr gelungen und gerate durch die langen Wochenenden auch bei längeren Zeitabschnitten ohne Urlaub selten in Stress. Ich bin mit meiner Lebenssituation äußerst zufrieden. Ja, ich bin ein glücklicher Mann – und das nicht zuletzt wegen des Sports.

Schöne Grüße
Uli

Nur kein Neid aufkommen lassen

Sieht zwar bei mir einfach aus – mit meinen standardisierten Eintragungen - aber das regelmäßige Laufen ist über die Jahre hart antrainierte Gewoohnheit. Zurzeit geht die Gewohnheit so weit, dass ich regelmäßig vor meinem Wecker aufwache, bevor er um 5:25 Uhr klingelt. Diese Regelmäßigkeit ergibt zwangsläufig eine gewisse Unflexibilität, weil ich mich den ganzen Tag unwohl fühle, wenn ich mich morgens auf der Laufstrecke nicht austoben konnte. Weiß nicht, ob das so erstrebenswert ist und ein Grund, Neid aufkommen zu lassen.

Wenn ich nicht den Fokus auf Laufen hätte, dann wär ich nicht bei jogmap.
Die Fokussierung ergab sich fast zwangsläufig aus Zeitgründen, da beim Laufen die effektive Sportzeit nahezu 100% ist. Bei anderen Sportarten käme bei mir mindestens 50% der effektiven Sportzeit als Fahrzeit dazu, da trotz Großstadtwohnlage Schwimmbad, Sportplatz oder Muckibude nur mit Auto, ÖPNV oder mit halbstündigem Fußmarsch erreichbar sind. Ganz zu schweigen von der Dusch- und Haartrockenzeit, die bei auswärtigem Sport anfallen würde, bei mir als Morgenläufer aber nicht extra anfällt. Jawohl! Ich laufe ungeduscht! Jedenfalls morgens. Und es funktioniert.

Da die Sporteinheit vor der Arbeit erledigt ist, hätte ich nach Feierabend täglich Zeit, die statistische Fernsehzeit vor dem TV zu verbringen oder ich könnte montags Tennis, dienstags Reiten, mittwochs WuShu, donnerstags Tanzen und freitags Kegeln und hätte immer noch am Wochenende (neben Laufen) Zeit für die Familie und Freunde.

Aber da ich mich auf das Laufen fokussiert habe, würde ich wahrscheinlich eher abends eine zweite Runde durch den Wald drehen, wenn da nicht noch andere nichtsportliche Hobbys, Interessen und Verpflichtungen wären.
Gruß
krowil

26.Okt Ostparklauf 10km ???
10.Nov Martinslauf Hasseler Forst HM

Morgensport...

... ja, ich kenne auch nichts besseres. Anders wäre ein Streak gar nicht möglich.

zum neidisch sein...

...besteht wirklich gar kein grund. ich finde es klasse, wie vielseitig du bist sarossi und bewundere, dass du trotz des aufreibenden vollzeitjobs, liebe yakimas, so ein vielseitiges sportprogramm durchziehst. naja und du uhrli, bist mein vorbild an zufriedenheit!
im gegensatz dazu schwelge ich im puren luxus. nach vielen stressigen jahren mit drei kindern, vollzeitjob in workoholischem ausmaß und haushalt hab ich jetzt kein kind mehr im haus und arbeite nur noch teilzeit und genieße das inzwischen sehr.

also ist das bei mir quasi keine große kunst mehr, mir meinen sport einzuteilen. ganz klar liegt mein hauptfokus auf dem laufen, das mag ich einfach am liebsten und tu das viermal die woche: dienstags und donnerstags mit lauftreff, samstag und sonntag allein oder mit ner freundin. montag und mittwoch bin ich abends in der muckibude und tu was für die stabi. der freitag (an dem arbeite ich ganztag) wird nach feierabend rein regenerativ verbracht mit dehnen, ballkissen (mach ich total gerne), walken oder radfahren mit dem hund, je nach wetterlage und lust. im sommer war ich auch schon das eine oder andere mal schwimmen, obwohl ich das gar nicht mag.
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laufend findet ihr sportprogramm voll okee: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Hihihiiii,...:o))

...die Happy schwimmt...nääää, datt glaub ich jetzze nich! ;o))
Dat mach se doch gar nich!! Oder doch?? :o))

Aber ansonsten hätt ich schon auch gern nen bisschen mehr Zeit ohne Arbeit, wobei ich diese wahrscheinlich dann wieder mit anderen Dingen füllen würde.
Hab auch schon mal noch mehr zusätzlich zu meinem Vollzeitjob gearbeitet und als dann noch Überstunden dazu kamen, wars nicht mehr weit bis zum Knall.
Da musste ich handeln, denn das Leben besteht nicht nur aus Arbeit, schnell noch etwas Hobbysport unter Stress und Schlafen, was auch nicht mehr richtig ging.

Also Liste raus und aufschreiben, was Priorität hat, was einzuschränken ist, auch wenns schwer fällt und anderen vor den Kopf stößt und dann so gut es geht umsetzen und in kleinen Schritten wahr machen. Gelingt mir zwar immer noch nicht richtig gut, aber ich lebe besser damit und mein Partner vor allen Dingen auch.
Diese Prioritätenliste muss ich oft neu schreiben, damit es nicht wieder in die falsche Richtung läuft. Es ist keine Patentlösung, aber besser ist es geworden.

Beim Sport selber habe ich eben keinen ganz klaren Focus. Nur in dem Moment, wo ich mir ein besonderes Ziel gesetzt habe, arbeite ich möglichst sinnvoll darauf hin, nicht aber, ohne parallel auch andere Ziele zu haben, falls dieses eine aus welchen Gründen auch immer nicht erreichbar sein wird. Die Enttäuschung wäre zu groß. Das ganze handhabe ich von der Trainingsplanung her nur sehr grob und ohne fixe Bestzeitziele, nur mit Rahmenzeitvorstellungen, da ich mir keinen Stress machen möchte und flexibel bleiben muss. Dabei stört es mich aber herzlich wenig, ob Wetter ist oder dunkel. Dafür gibts gutes Zubehör.

Ich denke, liebe sarossi, Du musst eine Lösung für Dich finden und immer wieder anpassen und neu erarbeiten, dann klappt es auch und Neid bracht da gar nicht erst auf zu kommen, denn das, was Du da alles so sportlich machst, ist zum Beispiel für mich sehr bewundernswert!!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

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