Samstag vor einer Woche war Greifenseelauf.
Angemeldet war ich schon ewig. Im Laufe der Zeit änderte sich das Ziel ein paar Mal. Der eigentliche Herbstlauf ist 5 Wochen später in Luzern, wo ich ebenfalls für den halben angemeldet war. Also Greifensee langer Lauf in gemütlichem Tempo und Luzern schnell. Oder doch umgekehrt: Greifensee schnell, Luzern geniessen?
Mit der Ummeldung in Luzern auf den Marathon ergaben sich noch mehr Möglichkeiten für den Greifenseelauf. Schneller HM? langsamer HM? nach dem Lauf noch bis 30km weiterlaufen?
4 Wochen vor dem Lauf änderte sich nochmals alles, ich hatte einen Startplatz für den Halbmarathon in Basel gewonnen der am Tag nach dem Greifenseelauf stattfand. Das liess eigentlich nur eine Option: Doppel-Halbmarathon-Wochenende!!!

2 Wochen vor dem Lauf erhielt ich das Couvert mit Informationen und war etwas erstaunt dass die Startzeit erst um 16:13 ist. Komme ich da überhaupt noch vor Sonnenuntergang ins Ziel?
Die späte Startzeit hatte aber auch Vorteile. Am Morgen ausschlafen, gemütlich frühstücken, Wocheneinkauf erledigen, Mittagessen, bisschen auf dem Balkon lesen, Cappucino trinken... Erst gegen 14:30 fing ich an mich für den Lauf anzuziehen und auch gleich für den Sonntag zu packen. Mit der S-Bahn waren es nur 20 Minuten bis Uster, von dort 10 Minuten zu Fuss zur Garderobe und weitere 15 zum Start.

Mit meiner angegebenen Zielzeit von 2:20 war ich im letzten Startblock. Dies war auch auf der Startnummer schön zu sehen, was eine Läuferin vom zweitletzten Startblock (Zieltzeit 2:10) dazu veranlasste mich auf dem Weg zum Start mit gutgemeinten Ratschlägen zu überhäufen und an ihrer Lauferfahrung teilhaben zu lassen.

16:13 war der Startschuss für die letzte Gruppe die sich auf den Weg machen. Die ersten paar KM achtete ich darauf nicht allzu viel schneller als die geplante Pace zu rennen. 6:38 wollte ich eigentlich, bis 6:23 erlaubte ich mir. Danach schaute ich einfach, dass ich einigermassen gleich schnell wie die Läufer rundherum bleibe.

Die Strecke kannte ich bereits da ich ab und zu wenn ich meine gewöhnliche langer-lauf-runde-um-den-flughafen nicht mehr sehen kann einen Lauf um den Greifensee mache. Jedoch rannte ich bisher immer im Gegenuhrzeigersinn, der Greifenseelauf ist aber im Uhrzeigersinn so dass es doch irgendwie anders war.
Die Strecke ist sehr schön. In der Nähe des Sees, durch Felder, Wälder, Dörfer mit Bauernhöfen... zwischendurch die Alpen in der Ferne.
Verpflegungsstationen gab es genug. Es wurde Wasser und Rivella Marathon angeboten (wohl die Schweizer Version von ISO). Da ich Rivella Marathon noch nicht kannte blieb ich bei Wasser.

Die letzten 2km ging es noch leicht bergauf, dann am Zielbogen vorbei, eine kurze Schlaufe und geradeaus ins Ziel. Den letzten km liess ich mich noch auf einen Spring gegen zwei Mädels ein die anscheinend auch noch Energie übrig hatten. Den Sprint verlor ich knapp, der letzte km war 5:30 Pace etwas schneller als der Rest des Laufs.

Im Zielbereich gab es Äpfel, Getränke, ein Shirt (das ich wohl nie tragen werde da viel zu gross) und ein Erinnerungsglas.
Nach einer nicht ganz kalten Dusche stieg ich in die S-Bahn Richtung Zürich. Am Hauptbahnhof gab es eine grosse Portion Pasta bevor ich mich auf den Weg nach Basel machte. Ich hatte gerade überhaupt keine Lust die Stunde in einem überfüllten Zugsabteil mit quasselnden Leuten zu verbringen, also leistete ich mir ein 1. Klasse Ticket und stieg in den Ruhewagen

In Basel durfte ich in der Wohnung einer Kollegin übernachten. Obwohl ich recht müde war konnte ich nicht einschlafen denn der Gedanke am nächsten Tag noch einen Halbmarathon zu laufen hielt mich wach...

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Wow....

... ich hoffe, der Bericht vom zweiten HM kommt noch?

Eine dicke Bewunderung aus der Ferne von einer, die mit dem Laufen erst anfängt und froh ist, wenn sie nicht nach einer Stunde tot umkippt.... ;))

Ich übe noch!

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