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Nachdem ja der Halbmarathon am Bodensee eine einzige Katastrophe war, habe mich gefragt, was ich denn machen soll, damit ich den Halbmarathon in Ulm am nächsten Sonntag halbwegs anständig hinter mich bringe. Denn erstens ist er der eigentliche Höhepunkt im Herbst und zweitens wohnen dort meine Schwiegereltern und da will man ja `ne ordentliche Figur machen. Wie komme ich wenigstens noch ein bisschen in die Nähe meiner Form? Denn eigentlich müsste sie da sein. An sich bin ich nämlich nicht so grottig drauf, wie es letzten Sonntag am Bodensee ausgesehen hat.

Also habe ich in der vergangenen Woche den Trainingsplan Trainingsplan sein lassen und mich bloß auf mein Bauchgefühl verlassen. Einfach nur so viele Kilometer laufen, wie ich Lust hatte und in dem Tempo, wie ich mich an dem Tag wohlfühlte. Zugegeben, das ist nicht ganz einfach, wenn man so wie ich in der Vorbereitung auf einen Wettkampf normalerweise auf die Vorgaben des geplanten Trainings fixiert ist. Aber hilft ja nix.

Die Uhr lief nur, um die Felder in der Jogmap-Statistik nach dem Lauf so weit wie möglich ausfüllen zu können. Beim Tempo habe ich einfach nur auf meinen Körper gehört. Nur so schnell laufen, wie es noch Spaß macht, war die Devise. Das fühlte sich, das muss ich zugeben, vor allem am Anfang der Woche allerdings kaum nach Laufen an.

Doch siehe da, gestern ging's auf einmal. Denn die Zeit, die am Ende nach den 12 Kilometern stand, war ziemlich fix. Obwohl auch gestern galt: ohne Zeitkontrolle, nur nach Gefühl und so, wie es Spaß macht. Kaum hatte sich heute der Frühnebel verzogen und der Spätsommer sein bestes Gesicht gezeigt, hielt es mich kaum noch am Frühstückstisch. Laufhemd an, Schuhe geschnürt und los. Devise: Ohne Uhr und einfach nur nach Gefühl laufen, ohne Druck und Zeitvorgabe. Resultat: Die 17 Kilometer liefen wirklich gut.

Ob es sich tatsächlich auszahlt, mal wieder auf den Körper zu hören und nicht stumpf den Plan abzuspulen, zeigt sich dann am nächsten Sonntag in Ulm.

4.666665
Gesamtwertung: 4.7 (3 Wertungen)

Vielleicht solltest Du dann

Vielleicht solltest Du dann in Ulm auch die Uhr Uhr sein lassen und auf deinen zweifelsohne gut eingestellten Bauch hören...
Viel Erfolg dabei!

Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Ohne Pulsmessung

Ich hab bei meinen letzten Halbmarathons sehr gute Erfahrung damit gemacht, zwar die Uhr mitzunehmen für die Kontrolle der Geschwindigkeit, aber den Brustgurt wegzulassen. Rennen dann nur nach Gefühl - wesentlich unbeschwerter.

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