Mein letzter Blogeintrag handelte ja von diesem nervigen, selbst aufgebauten Druck. Offenbar war aber die Mischung aus diesem Druck, der Ungewissheit was so ab der dritten Stunde alles passieren kann und den mühsamen Trainingskilometern doch garnicht so schlecht.

Bei perfektem Wetter, trocken um die 12°C zum Startzeitpunkt ging es gegen 09:00 in Rheinberg an den Start. Einer der wichtigen Hinweise "Schaut in die Becher im Verpflegungsstand bevor ihr trinkt.... wir haben hier ein kleines Wespenproblem".

Noch in der ersten Runde bin ich dann mit einer kleinen Gruppe ins quatschen gekommen, ich wusste garnicht das ein HM in 2h10 so einfach zu laufen sein kann. Entgegen meiner Einschätzung von gestern Abend das mein Tief so irgendwie ab 4h anfing sagen die Zahlen doch was ganz anderes.
Nach 2h30 gingen meine Rundenzeiten in den Keller, die Pace schwankte zwischen 6:45 und guten 10:30 (Gehrunde) hin und her.
Das was ich gestern Abend als Absturz in erinnerung hatte war offenbar die Zeit als mein Hirn den Autopiloten (aka Schweinehund mit der Grundstimmung "Lauf nicht so schnell, die 6h gehen auch so rum!) nach guten 4h30 wieder abschalten wollte.

Die Marathondistanz war erst ganz knapp so gegen 5h laufzeit erreicht.
Der Kampf (der "gefühlte" Einbruch) zeigt sich deutlich in den Zeiten, die letzten 90 Minuten bin ich wieder im Pacebereich 6:15 bis 6:45 gelaufen.

Ernährt hab ich mich von einer wilden Mischung aus Wasser, Iso, Cola, Schokolade und Weingummi. Die Kohlensäure in der Cola drängte aber manchmal ganzschön nach oben.
Auch heute kann ich immernoch behaupten das die Beine viel weniger lädiert sind als beim letzten mal. Treppen sind freihändig ohne Geländer auf- und abwärts zu bewältigen. Ich glaube alle Schmerzen sind auf Muskelkater zurückzuführen, andere Beschwerden lassen sich noch nicht ausmachen. Ich hoffe das bleibt dabei.

Ich würde jetzt schon sagen: Nächstes Jahr wieder.

Neues Ziel: Marathonzeit muss ganz klar besser werden :)

Gruß,
Daniel

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Klasse gemacht!! :o))

Das zeigt doch eindeutig, dass da noch was an Potential ist
und Du Dich jetzt schon innerhalb eines Jahres deutlich verbessert hast!
An der Einteilung kannst Du noch ein bisschen arbeiten, vielleicht noch einen tick langsamer loslaufen, dann reicht die Power in den Beinen länger! ;o)

Schon mal an andere schöne Marathons oder Ultras gedacht als Abwechslung?

Bist auf jeden Fall topfit!!

Herzlichen Glückwunsch zur klasse Leistung!!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Wilde Mischung?

Das nennst du eine wilde Mischung? Bei meinem ersten Rennsteig kam gegen Ende Cola mit Brühe in den Becher und Banane an Salz zwischen die Finger, DAS ist eine wilde Mischung ;-))

Gut gemacht! Dass mit dem Hirn ausschalten fällt mir bei Stundenläufen auch immer sehr schwer. Ich finde die mental viel schwieriger (und bin da auch immer viel schlechter) als bei Streckenläufen, Schweinehund lässt grüßen ;-)

Da geht noch was, da wird noch was draus! Hauptsache, du hattest Spaß, und danach klingt es. Glückwunsch!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

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