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Bei meinem erfolglosen Versuch dieses Jahr meine ersten zwei Wettbewerbe zu laufen, habe ich folgendes gelernt:

- Tempo kann Spaß machen :-)
- Tempo tut mir nicht gut und verlängert die Regenerationszeiten :-(
- Tempo braucht viel Motivation wie etwa verfolgende Orks :-o

Heute war ich auf meiner Stammstrecke unterwegs. Das Regenradar wiegte mich in Sicherheit. Die Stimmung war schon etwas herbstlich. Vertrocknete Blätter knirschten unter meinen Füßen. Die tiefstehende Sonne warf sanftes Licht durch die Blätter. Die Beine waren schwer und ich schlich über die Strecke.

Am Umkehrpunkt entdeckte ich die schwarze Wand vor mir. Kaum gewendet hörte ich das erste Donnergrummeln. Soviel zum Regenradar... Vor mir lief eine Joggerin ungefähr in meinem Schlapptempo. Mit dem Donner zog ich das Tempo an. Kein Problem die Joggerin vor mir zu überholen... dachte ich. Ihr Blick zum Himmel wurde ebenfalls mit einem Anziehen des Tempos beantwortet. Der Abstand wuchs. Und blieb dann stabil. Der Regen setzte ein. Zum Glück war er warm.

Dann passierten wir beide nacheinander eine Gruppe Jugendliche, die uns gleich Platz machten. Der eine Bursche rief mir zu "Sie sind aber schnell." Ähem. Hüstel. Nun, schnell ist relativ. Aber für meine Verhältnisse war es tatsächlich äh, schneller. Vermutlich wollte der junge Bursche mich nur veräppeln. Aber ich nahm das mal als Kompliment und beschleunigte mit einer gewissen Euphorie meinen Schritt weiter. Die Joggerin vor mir wollte jetzt doch noch überholt werden.

Und es gelang. Auf einmal waren meine Füße wieder leichtfüßig und ich zog an ihr mit platschendem Schritt und einem freundlichen Gruss vorbei. Jippiie. Nach zwei DNS war das mein persönlicher kleiner Wettkampf.

Die Gesamtzeit war durch das Schleichen am Anfang nicht herausragend besser. Aber an das Tempo der zweiten Hälfte könnte ich mich gewöhnen. Mal sehen, was die Gräten morgen dazu sagen.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

sehr schön ;-))

Meine Bestzeit über etwa 2km bin ich mal gelaufen, als mich im Wald ein heftiges Gewitter überraschte und ich im gestreckten Galopp nach Hause rannte ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Tempo ist relativ und

Tempo ist relativ und manchmal eine Frage der Motivation :o)
Sich an jemanden dran hängen kann da schon sehr hilfreich sein...

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