Das war er also, mein erster Triathlon...
Schon seit letztem Jahr, als ich mir mein Rennrad zugelegt hatte, spielte ich mit dem Gedanken, einmal an einem Triathlon teilzunehmen. Im November habe ich dann die Anmeldung für den Cologne Olympic abgeschickt - in erster Linie sollte mir das helfen, die Winterträgheit in Grenzen zu halten. Ende März habe ich dann mit der Vorbereitung begonnen, erste Einheiten auf dem Rad und im Wasser absolviert. Erst mal Intervalle schwimmen, denn Anfangs hatte ich schon nach 200m das Gefühl, abzusaufen. Aber die Fortschritte kamen schnell, und auch wenn Schwimmen und Radfahren noch bis Anfang Juli etwas hinten an standen, da der EVL-Halbmarathon auf dem Programm stand. Bald aber habe ich regelmäßig 2 Kilometer im Wasser und Radrunden bis zu 90 Kilometern absolviert. Jede Disziplin ein mal pro Woche, so war der Plan, der bis auf ganz wenige Ausnahmen konsequent in die Tat umgesetzt wurde. Am Ende war ich bis zum heutigen Tag 616 Kilometer gelaufen, 17 mal auf dem Rad gesessen und hatte dabei etwas mehr als 800 Kilometer unter die Räder genommen, und 16 mal Schwimmstrecken zwischen 1500 und 5000m absolviert mit einer Gesamtstrecke von ca. 35 Kilometern. Viel zu kurz kamen die kombinierten Trainingseinheiten, ganze zwei mal bin ich vom Rad auf die Laufstrecke gegangen. Und so machten mir zwar die einzelnen Disziplinen keine Sorgen, aber wie würden die Umstiege klappen? Okay, eine Zeit unter 4 Stunden sollte gut zu schaffen sein, ankommen sowieso, aber dann? Vorsichtig optimistisch rechnete ich mir eine Zeit von 3:30h aus, falls alle Wechsel gelingen würden und kein grober Einbruch passieren sollte. Unterwegs klappte alles viel besser als gedacht. Nach 38 Minuen aus dem Wasser, in 4 Minuten durch die erste Wechselzone - der Weg vom Wasser zum Rad war ganz schön weit. Konzentrieren, nichts vergessen. Rad aufnehmen wenn der Helm noch nicht geschlossen ist bringt zum Beispiel gleich mal zwei Minuten Penalty. Muss ja nicht sein. Die Radstrecke war bis auf 2, 3 langgezogene Wellen und zwei kleine Anstiege flach, aber ziemlich windgebeutelt. Dennoch lag der Schnitt von Anfang an knapp über 30Km/h. Hoppla, mein bisher bester Trainingsschnitt waren 28,2...jetzt nicht überziehen, aber wenn es doch grad so gut läuft... . Am Ende der dritten und letzten Runde a 13,3 Km Tempo rausnehmen, noch mal trinken, ein letztes Gel. Der Wechseln in die Laufschuhe klappt super schnell und die ersten Meter gehen erstaunlich gut. Kurz, schnell, flach laufen, und auf lockerere Beine hoffen um dann wieder länger zu werden. Daraus wurde aber nichts, auch weil es statt der zwei kleinen Anstiege aus der Streckenbeschreibung doch eher 5 wurden, es war stellenweise höllisch steil. Und zwei der Anstiege mussten am Ende der Runde noch einmal absolviert werden um die 10Km voll zu bekommen. Die Kilometer 7-9 waren dann auch die härteste Belastung, die ich je beim Sport empfunden habe. Was mich aber auf jedem einzelnen Meter auf der Laufstrecke motivierte, waren die Zeiten. Immer wieder schaute ich ungläubig auf die Uhr. Kann das wirklich sein? Das kann doch unmöglich stimmen? Erst als die Zeitnahme im Ziel in Sichtweite kam, wurde es Gewissheit: die anvisierte Traumzeit von 3:30 würde ich geradezu pulverisieren. Nach unglaublichen 3:05:21 lief ich strahlend und überglücklich ins Ziel, wo ich meinen Schatz, die als Pressefotografin akkreditiert war, in die Arme schloss, und gleich noch vom Moderator ob meines strahlenden Lachens zum Interview gebeten wurde. Zuhause habe ich mich dann auch gleich für 2014 eingeschrieben.
Hier noch die offiziellen Zeiten:
Schwimmen: 38:41
Wechsel 1: 3:57
Rad: 1:17:59
Wechsel 2: 1:44
Laufen: 1:02:59
Gesamt: 3:05:21

5
Gesamtwertung: 5 (6 Wertungen)

Triathlon

Herzlichen Glückwunsch!!!! Super Leistung.

Ja, richtig klasse gemacht!!! :o)

Da geht noch einiges, da bin ich ganz sicher!
Herzlichen Glückwunsch zur optimalen Traumverwirklichung!! :o)
Top Zeit mit trotzdem viel Spaß dabei!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Hut ab

Herzlichen Glückwunsch!!
Demnach warst Du besser vorbereitet als gedacht, und dann kam noch das Wettbewerbsfeeling dazu :-)
Alle Achtung für Deine Leisutungen und hoffe Du kannst Dich heute noch gut bewegen ;-)

Weiter so! (würde mir gerne eine Scheine abschneiden ;-))

Vielen Dank für die

Vielen Dank für die Glückwünsche! Ich denke auch, dass ein weiteres Jahr Training noch mal eine schöne Steigerung bringen kann. Unübertrefflich aber möglicherweise der Spaß den ich bei diesem Wettkampf hatte. Auch und gerade weil das Ganze von den vielen Helfern so wunderbar organisiert und unterstützt wurde. Das größte Potential habe ich ganz sicher beim Gewicht. 113 stolze Kilos schleppe ich (1,81m) über die Strecke. Nicht auszudenken, wenn ich annähernd Normalgewicht erreichen könnte... :o)

Glückwunsch...

zur tollen Leistung beim 1.Triathlon. Bist Du eigentlich "Radanfänger" ? Wenn ja,
nach welchen Kriterien hast Du Dein Rad gekauft ? Triathlon interessiert mich auch..
Grüsse aus Noviand

klasse Debüt!

Ich bin mir sicher, dass dein Gewicht bei der kommenden Vorbereitung auf die nächste Traithlon Saison geradezu polkappenartig schmelzen wird! Umgekehrt proportional dazu werden sich die Zeiten sicher noch steigern -- weiterhin viel viel Spaß!!!

Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

KLasse Leistung. Von

KLasse Leistung. Von geschätzten 3:30 auf 3:05. Respekt!

Sauklasse!

Das hast Du ja echt prima hinbekommen :-)
Das mit der Radfahrerei und der Schwimmerei werd' ich bestimmt nicht mehr lernen - ich bleib bei meinem Laufschuh-Leisten - aber bei Dir scheint das ja super hinzuhauen!

Klasse gemacht - Glückwunsch, Du Athlet*!

*Tri

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

Immer noch ganz geflasht von

Immer noch ganz geflasht von dem tollen Wettkampf nehme ich heute wieder eine Tour durchs Bergische Land in Angriff und messe mich an vielen Höhenmetern :o)

@pferd12 ja ich bin blutiger Radanfänger, bin früher viel Mountainbike gefahren aber dies ist mein erstes Rennrad. Alle meine vorherigen Räder hatte ich von Rose in Bocholt, und somit führte mich mein Weg auch diesmal da hin. Schnell wurde mir klar, dass eine reine Zeitfahrmaschine wie sie Top-Triathleten benutzen für mich nicht in Frage kommt. Für so eine diffizil zu steuernde Rennmaschine würden meine Fahrkünste sicher nicht ausreichen. Ich habe mich also erst mal für das günstigste Einsteigermodell entschieden. Das sollte dann 1000€ kosten, wiegt schlappe 8 Kilo und hat schon eine Carbongabel. Hier standen zwei Schaltungsvarianten zur Verfügung, die Shimano 105 oder SRAM Apex. Hier habe ich mich dann für SRAM entschieden. Weniger Einstellarbeiten, und potentiell leichter, weil hier die "Bergkassette" auch nur zwei Kettenblätter vorne hat, während es die bei Shimano nur als dreifache gibt. Viel Experimentiert habe ich dann mit der Sitzposition. Die Triathlonräder sind ja so konfiguriert, dass die Wade beim fahren entlastet wird und somit mehr Reserven fürs Laufen übrig bleiben. Am Ende war der Sattel relativ weit vorne/oben, und damit kam ich dann echt gut klar.

Klasse,

vielen Dank an Dich, Dein Erfahrungsbericht hat mir weitergeholfen.
Grüsse aus Noviand

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