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Eigentlich ist es immer das gleiche, wenn man in die Vorbereitungsphase eines Laufes nach einem Trainingsplan geht. Zumindest ist es bei mir so. Die erste Woche ist irgendwie blöd: Das erste Mal nach langer Zeit wieder Intervall-Laufen (was ich per se ja schon nicht mag), dann werden die Trainingseinheiten etwas länger und dazu noch etwas schneller. Nach der ersten schnellen Einheit beschleicht mich übrigens immer dieses Panikgefühl, dass es ja eigentlich unmöglich ist, in der Kürze der verbleibenden Vorbereitungszeit so fit zu werden, dass man dieses Tempo, für das man sich gerade die Lunge aus dem Leib gelaufen hat, in sieben Wochen über 21 oder sogar 42 Kilometer laufen soll...

Trotzdem läuft es in der zweiten Woche meist schon ein bisschen besser. Das Laufen nach Plan wird gewohnter und man richtet sich den Tag ein wenig danach ein. Ab der dritten Woche ist es Routine: Die Intervalle sind zwar immer noch lästig, aber auch zu ertragen. Und die langen Läufe machen bereits Spaß. Schwuppdiwupp ist die Vorbereitungszeit um. Der Wettkampf steht vor der Tür und meistens erreiche ich auch ungefähr die angestrebte Zielzeit.

Aber diesmal ist es irgendwie anders. Seit dreieinhalb Wochen trainiere ich nun nach einem Trainingsplan von Steffny. Das Ziel ist nach sechs Wochen den Halbmarathon in 1:27 zu laufen. Aber ich komme sogar nicht aus den Socken. Alles ist zäh, ich schaffe, wenn überhaupt, nur mit Mühe die Vorgaben des Trainingsplans und der Spaßfaktor bleibt dann natürlich ein bisschen auf der Strecke.

Vielleicht dauert es beim Halbmarathon-Trainingsplan aber auch nur ein bisschen länger, bis die häufigeren Intervalle und noch schnelleren Läufe zur Gewohnheit und Routine werden. Denn normalerweise laufe ich die 42 Kilometer-Strecke. Da ist die Vorbereitung entsprechend lockerer, dafür ist der Umfang größer. Oder es liegt am Wetter. Bestimmt liegt es am Wetter. Das Auf und Ab der letzten Wochen hat bestimmt Auswirkungen auf Form und Gemütslage. Vielleicht sollte ich einfach mit dem Trübsal blasen aufhören und ein bisschen laufen gehen.

Morgen stehen 27 Kilometer auf dem Plan und die in ganz lockerem Tempo. Das ist doch eigentlich genau mein Ding. Ich glaube, ich freu mich auf morgen und berichte wie es war.

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