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Klassisches Dilemma im Hause Coachstrider: Alle Kinder im Haus und zwar just an den Wochenenden, an denen der 12h Lauf in Lebach und der 24h Lauf in St. Ingbert sind! Liebe saarländische Veranstalter, könnt ihr das nicht bitte etwas anders planen ;-)) Also planen eben wir: in Lebach bin ich dran und in St. Ingbert der coach, der jeweils andere hat das SupportundKinderbespaßungsprogramm (die Verteilung ist nur fair, schließlich stelle ich auch 3/4 der zu hütenden Brut).

Lebach 12h. Ich bin kein Rundenläufer und schon gar kein Stundenläufer, da habe ich immer erhebliche Motivationsprobleme. Von A nach B oder wieder zurück nach A zu kommen leuchtet mir ein, aber völlig sinnfreies Kreiseln im Wettlauf mit der Uhr eher nicht. Aber es ist für den guten Zweck, und außerdem - da wir bei Flöhen sind - meiner säuselt mir doch immer mal wieder was von "12 Stunden könnten für 100km reichen???" ins Ohr. Letztes Jahr scheiterte das Projekt schon im Anfang an den sagenhaften Außentemperaturen: 11h in der prallen Sonne bei 38 Grad im Schatten ließen jeden Anflug im wahrsten Sinne des Wortes dahinschmelzen... 73km waren es am Ende offiziell, 78km gar mir Garmin. Nun ja.
Also dieses Jahr. Temperaturen so bei 18 Grad, Regen ist angesagt, na das klingt doch. Um 8 Uhr stehen wir am Start. Während strider4 noch schnell eine Startnummer haben will suchen sich die drei Pubertisten ein Plätzchen auf der Mauer und sorgen für Stimmung - vor allem bei sich selbst. Strider4 lief fröhlich Runde um Runde und räumte die Verpflegungsstationen ab, bevor am Schluss doch die Kleiderkombination aus Badeanzug, T-shirt und normalen Shorts für aufkommende Unlust sorgte. Aber da waren die 10km im Kasten, und damit der neue Rekord im Leben einer frischgebackenen 8jährigen. Gut gemacht, du Löwin!
Mama hingegen hing sich in bewährter Manier an den Coach. Petra60 wurde gesichtet und dankbar für ein paar Walkingrunden genutzt, Laufen wird sowieso total überbewertet. Danke, liebe Petra, war schön dich kennenzulernen und deine positive Ausstrahlung hielt mich doch lange auf der Bahn!
insgesamt war ich reichlich flott unterwegs für mein anvisiertes Ziel. Bei km 20 musste Coach dann raus um die Brut zum Kanufest des Schwimmvereins zu begleiten, selbiges ersoff dann ebenso wie unser Lauf. Meine Lust ließ dann doch merklich nach. Ohne Laufbegleitung macht es einfach keinen Spaß. Zwar hatte ich mit zwei Ipods vorgesorgt, aber während sich das Hörbuch gleich verabschiedete hielt die Musik immerhin 10km an. Ich hasse Technik! Mittlerweile klatschnass half immerhin der erste selbstgewuzzelte Schleim gegen die ewigen Magendarmprobleme, so weit so gut. Bis km 40 war ich auch gut im Zeitplan, allerdings ließ nun das mangelhafte Training der letzten zwei Monate so ziemlich jeden Muskel schmerzen. Na ok, da muss man durch. Den Marathon hatte ich in 4:45h, was ich sehr befriedigend fand, aber dann war Sense. Für die nächsten knapp 3km brauchte ich dann fast eine halbe Stunde, und das lag den Toilettenpausen, die nun immer dringender wurden, denn leider meldete sich offenbar durch die dauernasse Lauftights gereizt mein altes und überwunden gedachtes Blasenproblem immer deutlicher zu Wort. An vieles hatte ich gedacht, aber nicht an eine trockene Hose! Damit war klar, das wird höchstens noch ein Kampf, wie lange ich durchhalte, aber mit dem Damoklesschwert eines Krankenhausbesuchs noch heute abend über mir. Nö, macht keinen Sinn. Der Marathon ist im Kasten, Nr 43, das reicht. Morgen ist auch noch ein Tag. Dass einige Favoriten gleich mitausstiegen half dem Entschluss. Coach wurde antelefoniert und sagte das Abholen zu, ich gab den Chip ab und nahm die offiziellen 44,8km entgegen und ging duschen. Mit Petra60 noch ein nettes Schwätzchen gehalten und ihren Göga kennengelernt und dann kam das Coachtaxi und wir konnten uns unserer ebenfalls völlig durchnässten Brut widmen. Coachs werden überhaupt nicht überbewertet!

Irgendwann gibt es noch mal einen Versuch, aber morgen ist erstmal Triathlonstaffel dran. Und meine schmerzenden Beine sind ganz dankbar dafür, dass das heute nicht mehr wurde ;-))))

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Alles gut! ...

... Genießt mal das neue Daheim und sammelt erst mal wieder paar km. Der Rest kommt dann auch noch. Eins nach dem anderen.
Liebe Grüße aus Westsibirien!
;-)
PS: Mittwoch gehts zwar nach Frankreich, aber doch eher direkt über Karlsruhe, Basel, Martigny. Wird nix mit ner Stipvisite. ;-(

Wenn Krankheit droht....

...ist "Aussteigen" allemal besser.

Nein Coachs werden nicht

Nein Coachs werden nicht überbewertet.
Die Gesundheit geht vor. Und kreiseln im Dauerregen? Hm, da gibt es sicher intresannters.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

Wenn sich Unheil anbahnt

gibt's nur eins: aussteigen!

Aber 100 km in < 12 h? Hattest du das nicht schon mal - sogar weit darunter!? Ich meine, in Leipzig? Insofern hast du doch gar keine Rechnung offen?!

Herzlichen Glückwunsch auch an deine frischgebackene 8-jährige Löwin! Man sagt ja, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!

:-)

Huch?

Im Überschwang doppelt!
;-)

Mit 8Jahren 10km?

Sehr schick! Und dein Aussteigen nach M+ war sehr vernünftig. Glückwunsch Euch beiden!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

blödes Wetter

und am Schluss ohne Begleitung, da ist aufhören einfach vernünftig.
Kleiner Tipp - in Rüningen hatten wir 24 Stunden perfektes Wetter, viele Kinder auf um die Laufstrecke rum und immer eine netter Laufbegleitung.

Schade-Schade-Schade...

...war ein vielversprechendes Event für dich! Aber sehr richtig entschieden und ja auch noch klasse gemeistert! Jaja, strider wird vernünftig *duckundganzschnellwech* ;-)))
Nochmal aufgetaucht: Also in Rüningen näääääh! Da hätte ich dich gern gesehen und die Großeltern bestimmt ihre Enkelkinder...;-) Öhem die Kinder hatten ja andere Pläne...Näschtes Jahr???

Lieben Gruß
Tame

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