Habt ihr euch das auch schon einmal gefragt? Im Moment ist das mein ganz großes Thema.
Ich befinde mich mitten in der Marathon-Vorbereitung und nachdem ich schon die erste Hälfte des Jahres verletzungsbedingt nicht wirklich trainieren konnte fängt es jetzt schon wieder an heftig zu zwicken.
Es kommen jetzt also Fragen auf "Hätte ich vielleicht beim letzten langen Lauf etwas langsamer laufen sollen? Hätte ich danach etwas weniger intensive Einheiten machen sollen?"
Und vor allen Dingen "Was mache ich jetzt?"
Wie gesagt, seit dem vorletzten (für mich sehr flotten) 30-er zwickte es ein wenig an der Knöchelinnenseite. Gestern, nach einem 10er WK tat es dann ziemlich doll weh... Überlastung (nach Umstellung auf Vor-/Mittelfußlauf?)/ Entzündung??? Wie lange nun also pausieren? Ich will auf keinen Fall ein Risiko bzgl. des Marathons in drei Wochen eingehen.

Warum laufen einige (gefühlt gerade irgendwie alle) deutlich intensiver als ich und ich werde schon wieder von irgendwelchen Wehwehchen ausgebremst?!
Was hat es damit auf sich, dass sich Knochen, Sehnen usw. erst im Laufe der Jahre auf die Umfänge des Marathon-Trainings einstellen können?
Und was kann ich tun um diese aktuelle Anfälligkeit so wenig wie möglich zu unterstützen bzw. ihr entgegen zu wirken? (ich dehne schon immer fleißig, nehme Ingwer und Ackerschachtelhalm ;-)) Kühlen?

Ich bin ganz dankbar für Meinungen, Tipps usw.!!!

Erst mal: voll normal! ;0))

Also dass immer mal wieder irgendwas zwickt ist voll normal. Mit der Zeit lernt man zu unterscheiden, wo und wann Handlungsbedarf ist und wann nicht.
In jedem Fall wird es grad bei Dir eine Überlastung sein durch den 30er, vielleicht durch die Schuhe, vielleicht aber auch einfach durch die ungewohnte Streckenlänge! Vom Lesen her kann ich nicht unterscheiden, ob es beginnendes Shin Splint oder einfach eine überlastete Sehne ist, hatte ich beides schon und hatte immer auch mit den Schuhen zutun.
Ich würde vorsorglich andere Schuhe nehmen, Intervallkühlen, nachts Quark oder Tonerde drauf machen und beobachten. Ein paar Tage keine schnellen Einheiten und beim nächsten Langen, wenn der überhaupt geht, andere Schuhe anziehen.
2-3 Tage Pause wär auch nicht schlecht.
Die ersten beiden Jahre war ich auch oft am salben und kühlen und Schuhe probieren. Irgendwann wird's weniger oder Du läufst weniger!;0)

Gute Besserung!

Lieben Gruss Carla

"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Eigentlich

hast du dir die Antworten schon selber gegeben.

Langer Lauf zu schnell, schneller Lauf zu intensiv, ohne wirkliches Training in der ersten Jahreshälfte zu wenig Grundlagen, Laufstil umgestellt....

Sehnen, Bänder, Gelenke brauchen Monate, um sich an gesteigerte Belastungen anzupassen. Ist es dein erster Marathon? Dann mach jetzt nur noch wirklich langsame extensive Einheiten und genieße den Münster-Marathon ohne Zielzeit. Dehnen und kühlen nach der Belastung ist gut. Einmal pro Woche schwimmen? Rumpfstabi?

Ich bin dort auch am Start und werde ganz hinten laufen....(betreuter langer Trainingslauf)



manchen bei youtube

:-)

Genau das gleiche frag ich mich auch ständig!!!
Vor allem dieses Jahr meint es der Laufgott nicht so gut mit mir und das Knie ist mein ständiger Begleiter seit März!

Eigentlich ist es doch gut, dass der Körper uns Warnsignale sendet, wenn er irgendwo Probleme hat. Sonst würden wir Laufen, bis uns die Beine abfallen!
Bei dem einen dauerts eben länger als bei dem anderen. Ich lauf jetzt schon seit 2010 Marathon und hab auch noch meine Probleme. Es wird dieses Jahr dein erster Marathon. Das erste Jahr mit den ganz langen Kanten! Der Körper kennt das noch nicht und da ist es doch ganz klar, dass er rebelliert und noch seine Schwachstellen hat. Denn mal ganz ehrlich - welcher Läufer ist denn wirklich muskulär so austrainiert, dass er so rein gar keine Probleme hat ;-)

Reduzier das Training nur auf das Nötigste, was jetzt 3 Wochen vorher auch noch Sinn macht! Ein paar Lange hast du doch auch schon im Sack. Gönn dir ein paar Tage Pause, lauf dann noch einen Langen 2 Wochen vorher und dann passt das schon :-) Und da es dein erster Marathon wird, brauchst du doch auch keine Zeit zu toppen ;-)
Und probier mal Kytta-Salbe aus. Nachdem Voltaren (von innen und außen) bei mir nichts geholfen hatte, schwör ich jetzt auf Kytta ;-)

Anything is possible!!!

Kyttabalsam

Ist Super Zeug, aber auf keinen Fall auf ne akute Entzündung packen, hab ich mal gemacht (Schleimbeutelentzündung), ging voll nach hinten los.
LG Carla

"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

meine Eigene Erfahrung sagt..

ich würde an deiner Stelle diesen Quatsch mit dem Umstellen der gewohnten Lauftechnik aufhören. Das bringt nur Probleme, wie du schon mitbekommen hast mit sich. Werde erstmal schneller dann kannst du immer noch am Laufstil feilen ;) Und das Umstellen des Laufstils auf Vorfuß bringt nur was wenn du auf z. B. Bahn spezialisiert wärst, für alle anderen ist das Quatsch lass dich da nicht in die Irre führen..

Wenn du z. B. einen MRT Plan hast kannst du Problemen entgegenwirken in dem du schon in einer Grundlagenphase die Wochenkilometer trainierst. Das macht man so paar Monate dann ist man dran gewöhnt. Und du umgehst die Probleme dann wenn der Plan kommt, so macht man es eigentlich will man solide durch das Jahr kommen.

Und nein ohne Schmerz kein Preis, bei mir gibt es eigentlich auch immer eine Baustelle. habe ich eine beendet geht es wo anders los...Ansonsten Dehne ich meist nur gezielt bestimmte Muskeln und ehr zum lockern, finde das Thema persönlich etwas überbewertet...

Gruß
Sven

Blog auf www.SchnelleGurke.de
tweet me @SchnelleGurke
don't feed the Troll >XXX°>

carla hat dir schon

ein paar sehr gute Tipps gegeben. Ernähr dich bisschen hochwertiger, mit Walnüssen, Avocados, Eiern, rote Beete, Leinöl, Haferflocken und nimm dir mal bisschen Zeit zum Erholen. In drei Wochen willst du Marathon laufen und du musst dich jetzt nicht noch in den letzten Wochen körperlich fertig machen. Wenn du Lust hast, fahr bisschen Fahrrad, mach bisschen Bauchtraining und vor allem schlaf genug. Schlafen ist genau so wichtig wie Training! Das Zwicken kann von allem möglichen kommen, vielleicht suboptimale Laufhaltung, vielleicht Schuhe wer weiss? Wechsel mal die Schuhe und mach bisschen Fußgymnastik- roll dir ein Handtuch (oder deine Badematte)zusammen und stell dich mit dem Vorderfuß drauf, dann hoch und wieder absenken bis zum Boden. Dehnt die Achillessehne und kräftigt nebenbei das Fußgewölbe, den Knöchel,...
Gute Besserung! Da http://sock-doc.com/ findest du vielleicht zusätzlich Tipps.

...to infinity and beyond...

ich laufe seit 5 Jahren....

...und dieses Jahr ist das erste, das (bislang) ohne Probleme vergeht.

Du musst einfach (!!) lernen, auf die Signale Deines Körpers zu hören. Und nur, weil viele andere schneller/höher/weiter laufen können, heißt das noch lange nicht, dass das jeder kann. Ich kanns zum Beispiel nicht. Ist eben so. Menschen sind unterschiedlich.

Verlang nicht zuviel von Dir, variiere die Sportarten, mach Rumpfstabi und lass den Quatsch mit Voltaren oder Kytta oder Ackerschachtelhalm oder was auch immer. Ich gestehe, ich hab das auch alles probiert und festgestellt, dass es genau genommen nichts bringt, außer dass ich mich zu früh wieder zu stark belastet habe.

Der Laufstil verändert sich von alleine, wenn Du schneller wirst und die Rumpfmuskeln ordentlich trainierst. Vorfußlaufen ist was für die Schnellen. Sich das bei - ich sag mal 7er-Pace - aufzuzwingen ist kontraproduktiv und führt zu einem unnatürlichen Laufstil, der Dich letztlich nicht weiterbringt. Lauf-ABC und all diese Dinge sind aber auf jeden Fall 'ne gute Sache.

Rumpfstabi war jahrelang mein größter Schwachpunkt. Seit diesem Frühjahr kümmere ich mich da konsequent drum und siehe da: ich bin verletzungsfrei bis in den Sommer gekommen mit soviel Sport wie nie zuvor. Und ich bin guten Mutes, dass da auch so bleibt.

Meinen 5er Pack Tapeband, den ich Anfang des Jahres mal günstig im Internet geschossen hab, habe ich bislang noch kein einziges mal gebraucht.

Also: hab Geduld mit Dir! Der Rest kommt schon mit der Zeit!

Alles Gute wünscht WWConny

Tapen

ist allemal besser als irgend ein Schmerzmittel und bei der Laufstileinschätzung gebe ich Conny ein dickes LIKE.



manchen bei youtube

Vorfußlaufen ist ja im

Vorfußlaufen ist ja im Prinzip keine schlechte Sache! Allerdings für einen Marathon eher ungeeignet, außer du willst ne sub3 laufen ;-) aber selbst bei ner 3:30 oder 3:40 (die sicherlich drin wäre), würd ich das nicht wagen. Warte lieber noch damit und trainier die neue Technik erst auf den längeren Strecken.
Unser Renndoc hat mal erzählt, dass so ziemlich alle, die mit Vorfußlaufen gestartet sind und gut über 3h unterwegs waren, auf der Ferse ins Ziel gekommen sind.

Und wenn du doch eine Entzündung im Fuß haben solltest, dann ist Kytta immer noch besser als nix zu tun. Die Entzündung muss raus! Und mit Hilfe stehen die Chancen für den Marathon definitiv besser als ohne. Du sollst ja auch nicht mit Pillen vollgepumpt laufen gehen. Aber diese Salbe ist rein pflanzlich! Ich würds testen...was hast du denn zu verlieren?

Anything is possible!!!

Carla und Conny

haben ja alles wichtige geschrieben, als faustregel für jede 10 gelaufenen km 20 min Kraft und rumpfstabi machen.
Und Barfußlaufen nicht vergessen, dosiert anwenden, langsam steigern, und das Thema vorfußlauf kommt dann von alleine.
Seitdem ich das praktiziere habe ich keine nennenswerten Verletzungen mehr, und das bei Streckenlängen bis 70 km.
Ich kenne dein Marathonzeitziel nicht, würde dir aber empfehlen wenn du dich angeschlagen fühlst dieses zu korrigieren, die letzten 3 wochen holst du nichts mehr raus, mach einfach ruhig, fahr Rad, gehe schwimmen lauf dosiert.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

Hallo

mir erging es im Mai auch so, Schmerzen in der Innenseite des Knöchels hin zur Ferse ziehend. Schau ob du eine Schwellung in dem Bereich hast. Wenn ja kann das auf einen Ermüdungsbruch hindeuten und du müsstest auch Schmerzen in Ruhe haben. So war es leider bei mir. Bin mit allem Möglichen behandelt worden und kurz vorm HM-Start kam raus Fersenbruch damit war der Start dann passe. Habe fast 3 Monate nix gemacht. Leider spielt bei uns Frauen auch der Hormonhaushalt eine große Rolle. Sollten die Schmerzen länger anhalten lass es abklären und du solltest dich fragen ob du die Einheiten zu schnell gesteigert hast oder die Strecken zu schnell ausgebaut hast. Der Körper braucht seine Zeit um sich anzupassen, hab ich leider auch gemerkt. Habe den Umfang reduziert und mehr auf die Qualität geachtet und starte hoffentlich erfolgreich dieses We meinen 1 HM.
Liebe Grüße

Simone

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