Benutzerbild von kirby812

Hallöchen!
Heute bin ich seit 4 Wochen das erste Mal wieder gelaufen. Dass ich eine so lange Pause eingelegt habe, hat mehrere Gründe: zum einen habe ich viel gearbeitet und hatte daher wenig Zeit. Zum anderen war es mir teilweise zu heiß, sodass ich auf Schwimmen ausgewichen bin. Der eigentliche Grund war aber ein anderer: als ich das letzte Mal gelaufen bin, habe ich erstmals nicht geschafft, die Strecke zu Ende zu laufen und musste mittendrin aufgeben. Das hat mich so gefrustet und deprimiert, dass ich jedes Mal, wenn ich mit dem Gedanken gespielt habe, wieder laufen zu gehen, die Befürchtung hatte, dass sich das wiederholen würde. Nachdem ich dieses Gedankenchaos auch letzte Tage als heimliche Ausrede genommen habe, mich läuferisch nicht zu betätigen, habe ich den Versagensängsten heute den Garaus gemacht. Laufschuhe an - und los gehts! Es lief sich auch wirklich gut. Für meine Verhältnisse war ich auch gar nicht schlecht, habe ich doch die 'größere' Runde geschafft, und das zudem in einer für mich annehmbaren Zeit. Gegen Ende hatte ich dann doch ziemlich zu kämpfen, aber ich habe nicht aufgegeben und war nicht nur platt, sondern auch stolz wie Oscar, als ich angekommen war.

Komischerweise habe ich nach dem Laufen häufig das Gefühl, ich müsste mich gleich übergeben und bin, glaube ich, jedes Mal kurz davor. Mache ich irgendwas falsch? Hat jemand einen Tipp oder eine Erklärung dafür?

Ganz liebe Grüße,
Kirby

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Anfangsverdacht offensichtlich, aber ...

Der Anfangsverdacht ist sicherlich offensichtlich, du läufst bis kurz vor deine Leistungsgrenze, das vermutlich zu schnell und eventuell auch zu weit/ zu lange aber ohne Zahlen bleibt es natürlich eine Vermutung! Vielleicht gibst Du uns mal eine Richtung, wie weit, wie schnell/ lange du so läufst! Fit scheinst Du ja zu sein, wenn du wirklich schwimmst und nicht nur badest, wovon ich jetzt mal ausgehe!

Mir wurde zu Beginn (noch nicht so lange her, also ca. 4-5 Monate) immer wieder der Rat gegeben, langsamer zu machen, kleinere Runden zu wählen und mich nicht unter Druck zu setzen, etwas unbedingt erreichen zu wollen! Das Ziele haben/ verwirklichen wollen klingt auch bei dir ein bisschen heraus.

Zitat:
"... habe ich doch die 'größere' Runde geschafft, und das zudem in einer für mich annehmbaren Zeit."

Du solltest gerade am Anfang deine Läufe nicht zu Ende kämpfen müssen! Geh ein Stück, wenns schwer wird; genies die Aussicht, das Drumherum; lass die Uhr zu Hause und dir Zeit für deine Runden! Lauf mit einem Tempo, wo Unterhaltungen jederzeit möglich ist und das am besten mit einem Laufpartner. (hilft mir ungemein!) Wenn Du keinen hast, versuche beim laufen zu singen, rezitieren oder einfach deinen Gedanken laut freien Lauf zu lassen! Am Ende des Laufes sollen immer ein paar weitere km möglich sein.

Wenn es dir wie mir geht und du Ziele brauchst, versuche am Anfang eine bestimmte Anzahl von Läufen pro Woche zu machen. Später können dann km-Vorgaben hinzukommen und ganz, ganz, ganz viel später auch angestrebte Zeiten! Der Tip kam übrigens vom erfahrensten Läufer dieser Gemeinschaft hier und war/ ist wirklich existenziell für meine Laufbestrebungen! Anfangs war meine Zielvorgabe 3 Läufe pro Woche und 20km, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt schon 25km pro Woche lief. Lass dir ein wenig Luft nach unten, dann können Enttäuschungen nicht gleich zuschlagen, wenn die Runde doch mal kleiner wird.

Und wenns mal gar nicht laufen will, dann akzeptiere es, geh eine Runde spazieren
oder verschiebe den Lauf auf den nächsten Tag. Das ist ja das schöne an diesem Sport, die Zeiteinteilung liegt ganz an dir!

Ich hoffe es war was brauchbares dabei, bei meinen Ergüssen aber die wollten unbedingt raus, denn an dem Punkt stand ich vor kurzer Zeit auch noch und bin heute ein hoch motivierter, begeisterter Laufanfänger

angus SchuAn.

PS: Wenn du einen Buddie brauchst, der dir vorläuft und dich motiviert, stehe ich gern zur Verfügung!


Aller Anfang sollte leicht sein, schwerer mach ich's mir ganz von allein!

Hallo Kirby, ein typischer

Hallo Kirby,
ein typischer Auslöser (aber auch nur einer von verschiedenen) für Übelkeit nach Laufen ist Überanstrengung.

Da ich Deine Laufgewohnheiten, Tempo, Trainingszustand nicht kenne, fällt nur bei Deinem Beitrag oben auf, dass Du - noch dazu etwas gestresst, mit Sorge, ob Du wieder die Strecke mittendrin abbrechen musst - nach vier Wochen Laufpause und "Versagensangst" doch "die größere" Strecke geschafft hast, am Schluss "kämpfen" musstest und "platt" warst. Aber auch stolz ;-)

Laufe doch mal einige ruhige, langsame Strecken im niedrigen Pulsbereich und vergleiche mit härteren/anstrengenderen Läufen, ob Du da einen Unterschied bezüglich der Übelkeit merkst. Dann hättest Du schon mal einen Hinweis, ob bei Dir Überanstrengung mit verantwortlich für die Übelkeit ist.

Grüße,
waldboden

Lauf-Training bis "Kxxz-Grenze" ...

... ist sicher, auf Dauer, nicht gut"!

Dafür kann es mehrere Gründe geben:
- Du läufst viel zu schnell ( wieviele Km in welcher Zeit läufst du ? )
- trinkst, oder isst du direkt vor dem Lauf ( überfüllter Magen , bzw. leerer Magen ? )
- Wie "atmest" du beim Laufen - eher Brust-, oder eher Bauch-Atnung ?
- hast du nach dem Lauf nur ein Übelkeitsgefühl, oder auch Seitenstechen ?

Ohne weitere Informationen ist es schwer eine Ursache zu finden

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Ruhig, Brauner!

Stimme Angus zu. Du läufst schlicht und einfach zu schnell und willst zu viel auf einmal. Hast du in den vier Jahren, in denen du hier angemeldet bist, wirklich noch nie Grundlagenausdauer trainiert? Zwischendurch mal zu gehen ist überhaupt keine Schande! Heb dir die Läufe an der K***grenze für später auf, dafür ist später auch noch Zeit. Erst mal solltest du dich darauf konzentrieren, regelmäßig zu laufen (am besten ein halbes Jahr 3x pro Woche ohne jede Strecken- oder Tempovorgabe, am besten sogar ohne Uhr, aber so viel Disziplin bringt wohl kaum jemand auf - ich jedenfalls nicht). ;-)
Strecke und Tempo kommen dann von ganz allein.
Viel Erfolg!

Versagensängste

... sind beim Einstieg völlig unnötig. Es gibt keinerlei Ansprüche, die du erfüllen musst. Es gibt niemandem, dem gegenüber du Rechenschaft ablegen musst. Nicht einmal dir selber gegenüber - jedenfalls was die Länge der Strecke oder das Tempo betrifft. Das einzige, was bleibt ist: aufraffen, langsam laufen, nicht zu schnell steigern und akzeptieren, dass man auch mal gehen muss. Und wenn sich eine Weile lang keine Fortschritte zeigen: das ist auch kein Problem. Dranbleiben, ohne sich frustiert zu fühlen, ist dann besonders wichtig; am Ende klappt´s dann mit den Kilometern oder dem Tempo von ganz allein.

Viel Erfolg!

Volker



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