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Ich habe dieses Jahr einige Gefühlszustände durch. Frust, weil die Motivation so zäh war. Enttäuschung, weil es so nicht mit dem Rennsteig klappen konnte. Wut. Ratlosigkeit. Rastlosigkeit. Trauer. Und ich lief und lief nicht. Alle 6 Wochen mal ein Lauf, immer machte dieser Freude und immer merkte ich, wie sehr mir das Laufen gut tut, wie ich das Körpergefühl genieße, wie ich mich nach dem Wald und dem Morgen im Wald sehnte. Anschließend lief wieder nichts.

Nun war mal wieder ein Lauf und ich habe das sichere Gefühl, dass mir das Laufen nicht verloren gehen wird. Dass diese Zeit für mich wichtig ist. Es wurde mir deutlich bewusst, dass das Laufen oder auch Nicht-Laufen Teil meiner Trauerarbeit ist. Da derjenige gestorben ist, der sich mit am meisten über meine läuferischen Eskapaden freute, aber auch sorgte, als die Strecken länger wurden. Nach den kilometerarmen Monaten weiß ich nun viel besser, wohin mein Laufen gehen soll. Die Sorgen sind betrachtet, zur Kenntnis genommen und ich habe dadurch meins gefunden. Das was ich mir läuferisch wünsche, lässt sich völlig entspannt in meinen Alltag integrieren. Das hat mich überrascht. Damit ist mein derzeitiger Gefühlszustand von Zufriedenheit geprägt, aber auch Staunen. Ein echter Fortschritt und ich freue mich auf meinen nächsten Lauf, egal, ob heute schon oder erst demnächst.

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Hab gerade...

... ein wenig Pipi in den Augen und ein Lächeln auf den Lippen.

Manchmal bringt einen das "Nicht-Laufen" weiter, als das Laufen. ;o)

Ich freue mich für dich und pass auf dich auf! :o)

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