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Aktives Fernsehen hab ich mir abgewöhnt.
Das echte Leben ist viel interessanter und die Welt ist gar nicht so groß, wie man meint.
Abenteuer sind auch in good old Germanien zu finden, da braucht man nicht, wie Indiana Jones in ferne Länder reisen!
Die Filme habe ich geliebt und immer geträumt, so was auch mal zu erleben.

So las ich im Internet vom Trail römische Weinstraße.

Dieser Traillauf sollte 85 km rund um Schweich über 3000 Höhenmeter durch die Weinberge und am wilden Fluss Mosel entlang verlaufen und versprach, da es die Erstausführung war, ein interessantes Unterfangen zu werden.

Klingt cool, also hab ich etwas gekundschaftet und mich bei diesem Abenteuer angemeldet.

Bei der Anreise in den späten Abendstunden bekam ich noch ein paar wunderschöne Ausblicke auf die herrlich steilen giftgrünen Weinanbaugebiete und die sich schlängelnde Mosel, die in der Abendsonne glitzerte.

In den „Yachtgründen“ in Schweich direkt am Fluss schlug ich im halbdunkel mein Tipi auf, wie es auch viele andere Abenteurer getan hatten. Zum Start war es von dort grade mal ein 2-Minuten-Ritt durch das Hintertürchen, was nicht praktischer hätte sein können.:o)

Auf dem Tipiplatz traf ich viele lustige Gestalten aus früheren Trails, mit denen ich noch fix einen Hopfenmalzsaft leerte.

Morgens zum 7. Glockenschlag war Start und ich schaffte es, noch zwei kleine Henkelmänner mit Hopfenmalzsaft in die Kutsche der Schlümpfe für VP1 + VP4 zu schmuggeln, denn eines war klar, bei dem Wetterchen würde es ein verdammt harter Tagesritt werden, wo das Pferdchen sein Grundnahrungsmittel wahrlich brauchen würde.

1 Ltr. Flüssigkeit, ein Becher und Mobiltelefon waren an Pflichtausrüstung in der Satteltasche auf dem Rücken.
Wohlweislich packte ich noch Hirschtalg zum Nachschmieren, Trink-/Droschkengeld, Sonnencreme, Gels+ Riegel ein.
Es sollte nur 4 VPs auf nun verlängerter Strecke von 88 km geben.
Macht nix, drei Km mehr Abenteuer nehme ich gerne!
Stöcke hatte ich auch dabei und ich nutzte sie ausgiebig nicht nur zum Laufen, auch um mir den Weg frei zu halten und Fressfeinde abzuwehren.

Schlag 7 war es mit über 20 Grad schon muckelig warm und wie die Ultras so sind, standen 80% noch quatschend vor der Halle, als unterm Startbogen die ersten losrannten.
Da hatten wir doch glatt fast den Start verpennt.
Ein Zug von knapp 100 Läufern setzte sich wie eine alte Dampflock in Gang und dampfte nun gemütlich ab in die Weinberge.

Aaaach, man stelle sich jetzt die Titelmelodie von Indiana Jones vor...Auf geht’s! ;o))

Um die Zeit war Schneckenalarm auf den ersten Km, keine Weinbergschnecken, davon hab ich nicht eine einzige gesehen!
Nein, es waren die braunen ohne Haus, die uns vor die Hufe schleimten.

Auf Grund der vom Wetterorakel vorhergesagten Hitze in den Mittagstunden und evtl. Donnerwetter abends wollte ich es doch lieber konservativ langsam angehen lassen und zuckelte im hinteren Feld des Tracks und suchte für mich die Streckenmarkierungen, die aus kleinen TRW-Schildern, Trassierband und roten Pfeilen mit Punkt am Ende bestanden.

Die ersten 7-8 km liefs noch nicht so fluffig rund irgendwie und ich war sehr froh, meinen lieben Buddy detlev46 neben mir zu haben, der mit seiner positiven Energie das Dauergrinsen in meinem Gesicht schon mal manifestierte und mir Mut für mein bisher längstes Unterfangen machte.
Bei Km 10 spürte ich dann doch, dass sein Tempo für mich einen Tick zu hoch war und ich parierte und nahm etwas raus.

Die Wege durch die ersten Weinberge waren sehr uneben und teils waren da gar keine.
O-Ton eines Laufkollegen: "Trail ist, wenn der Weg dadurch erst entsteht!" ;o)

Gut, dass ich nicht vorne mitlaufen musste, denn die ersten brauchten garantiert Macheten, um durch das teilweise mannshohe Gestrüpp und Wiesengras zu kommen.
Ich war froh, Kniestrümpfe angezogen zu haben.
So brannten mir nur die Knie und Oberschnekel von den Riesenbrennesseln und Brombeerdornen, die gar nicht alle mit den Stöcken zu beherrschen waren.

Die Bärenpampe SF50 hatte zwar Sonnenbrand bestens verhindert, aber gegen Brennesselgift kann datt Zeugs gar nix! :o(
Mein weißes Wüstencappy mit Nackenlappen sollte verhindern, dass meine letzte verbliebene graue Zelle in der Sonne verglüht.
Das Essen und Trinken würde bei diesem Ultra, wie eigentlich bei jedem Ultra der Schlüssel zum Ziel sein!!

Zum Vergleich hatte ich nur den Zugspitzsupertrail, der mit „nur“ 68,8 km, aber mit alpinen 3200 Höhenmetern ging. Der dauerte schon ca. 13 Stunden und hier waren die Cutzeiten und die Zielendzeit von 15 Stunden, erst recht bei der Hitze und dann noch kurzfristig verlängerter Strecke auf 88 km genau so.
Sollten die 3000 Höhenmeter wirklich vergleichbar sein mit den alpinen oder hab ich mir im Vorfeld da zu viele Gedanken gemacht??

3000 Höhenmeter sind 3000 Höhenmeter und bei über 30 Grad kein Kinderspiel!!

Wenn es nicht mehr geht, war Aussteigen für mich immer eine Option, wie auch für die meisten anderen!

In der 1,5 ltr. Trinkblase hatte ich natürlich wieder mein alkoholfreies Erdinger Hopfenmalzsaft und alle Stunde plante ich ein Gel und versetzt um eine halbe Stunde regelmäßig eine Salzkapsel ein. Vier Riegel hatte ich dabei.
VP1 sollte bei Km 19,3, Cut-Zeit 10:20 Uhr sein.

Ab Km 10 rollte es und die Läufer um mich rum, denen ich beim lustigen Ultraquatsch lauschen konnte, wurden weniger.
Immer ein Auge nach den Markierungen suchend trabte und stöckelte ich durch die Wälder und genoss die Aussicht über die Wolken und den weißen Dunst, der noch in den Tälern lag.

Man schwitzte zwar, aber das Laufen war noch sehr angenehm.

VP1 konnte man ca. 1,5km vorher schon zum greifen nah durch den Wald blitzen sehen.
Eine Schleife runter ins Tal unter einem umgekippten Baumstamm her, wo gleich der NSA-Spitzel Frank ein Beweisfoto schoss, musste auf der anderen Seite am Weinberg wieder rauf gelaufen werden.

WOW! Was hat der Wein in der Sonne für ein sattes Grün!!

Die Schlümpfe betreuten den VP1, wo ich gleich meinen Hopfenmalzsaft wieder etwas auffüllen konnte und mich reichlich am Büffet labte.
Gleichzeitig labten sich die ersten fiesen Bliesen an meinen mit verlockend roten Kniestrümpfen bestückten Unterschnekeln. :o(

„Geh weg, Du Miststück!“ *mitdemstockfuchtel* und ein Läufer hinter mir wich erschrocken zurück. Sorry, aber wer mich angreift, muss leiden. ;o)

Lecker wars, und dann tauchen noch ein paar Läufer auf, die ich weit vor mir wähnte, die sich aber etwas verlaufen hatten beim Quatschen.
Keine Sorge, es war noch fast ne Stunde bis zum Cut.

Nun ging es richtig in die Weinanbaugebiete auf und ab immer die Mosel im Blick zwischen den Reben her. Trauben hingen schon zu Hauf daran, leider noch klein und grün.
Die Hitze, die der Schiefer von unten ausstrahlte, spürte man schon deutlich auch wenn ab und zu mal ein leichtes Lüftchen durch die Reihen ging. So kletterte ich im Wohlfühltempo durch die Rebstöcke und holte mal einen Läufer ein, der im Rucksack kramte oder wurde selber beim Fotografieren überholt.



VP2 sollte bei Km 36,3 mit Cutzeit 13:15 Uhr sein.


Ab km ca. km 30 wurds verdammt heiß und kraxelig da zwischen den Reben und als es dann querfeldein runter durch eine mannshohe Wildwiese ging, ritt der Dealer himself neben mir und wir quatschten über Strecke und Bedingungen und vergangene Geschäfte.

Als wir in die Zivilisation ritten, kamen wir ein einem Weinsaloon nach dem anderen vorbei, nur dass in der Mittagsstunde um ca. 11:30 Uhr noch alle geschlossen hatten, die Straßen wie leergefegt, fehlten nur noch die umherwehenden trockenen Reisigbüsche...puh!
Da, eine nette Dame schloss grade ihren Weinsaloon auf und wir fragten, ob wir bei Ihr Wasser kaufen könnten.
„Ja, klar, kommt rein! Ich sehe, Ihr könnts brauchen!“ :o))
Da ham wa uns erst ma richtig einen gesoffen,!!
Drei kühle Wasserflaschen gekauft und die nette Dame machte mit Traubensaft noch richtig guten Geschmack dran!
Wir setzten uns vor die Saloontüre nach draußen und luden vorbeitrabende Läufer mit ein.
Herrlich!!! *rülps*:o))

Nachdem wir zünftig getankt hatten, ging es uns wirklich blendend und es rollte wieder richtig gut. Es fing sogar kurz an zu regnen...ca. 148 Tropfen, ich konnte sie auf der Straße zählen! ;o)
Kurz vor halb eins trafen wir am nächsten VP ein.
Ich nahm die Satteltasche ab und kippte mir erst mal extra dafür vorgesehenes Wasser über Kopf, Rück und Brust. Nass war eh alles vom Schweiß, also besser mit Wasser Salzkrusten verhindern!
Bananen und Riegelchen mampfen und Trinkblase mit Iso auffüllen und 1 Flasche direkt in den trockenen Schlund.
Nach 10 Minuten gings weiter.

Jetzte sollte die schwierigste Passage zwischen VP2 und VP3 kommen, was ich jetzt im Nachhinein so bewerte.
Pralle Mittagshitze und steile Weinberge, schwarzer Schiefer und bis zu 47 Grad zwischen den Reben, das war schon echt ein Hammer!!
Immer wieder die steilen Treppen rauf und dann auch teils wieder runter quälten wir uns durch diese verwinkelten teils sehr schwer zu findenden Wege.

Einmal stand ich erst allein und dann irgendwann zu 4. im heißen Wein vor einer Wand und fanden keine Markierung, also zurückklettern und parallel eine Reihe tiefer noch mal suchen und da links ganz eng um die Ecke, wo es wie in einem Labyrinth so aussieht, als ob es da nicht weiter geht, da ging es steil hoch weiter...Hammer!

Ein Stück weiter oben ging es erst mal wieder über einen mehr oder weniger graden Zuweg.
Mir gings gut und ich trabte weiter, wo die anderen arg am stöhnen waren ob der Hitze.

An einer neuen Steigung kamen mir bei ca. km 46 zwei Läufer entgegen. Ich fragte: „Was ist, ist der Weg falsch?“
„Nein, da oben geht’s noch viel steiler weiter und dann noch Treppen, das schaffen wir nicht mehr, wie hören auf!“
Der eine Kollege hatte arge Kreislaufprobleme und hatte schon mehrfach gebrochen und der andere mochte auch nicht mehr. Sie wollten runter in den Ort und erst mal eine Kneipe suchen und was trinken, sich abmelden und heim.

Ich ging weiter und es wurde verdammt steil.
Im Nachhinein erfuhr ich, dass noch weitere Läufer aus meiner vorherigen Gruppe, bis auf meinen späteren Begleiter, den Kollegen gefolgt sind und ob der Hitze aufgegeben haben.

Es folgte eine schwarze nicht enden wollende Treppe gen Himmel, die Himmelstreppe, die ich langsam und gleichmäßig hoch stöckelte.
Ich war sooo froh, die Stöcke dabei zu haben!!
Oben angekommen war genau auf Höhe des Treppenendes in der prallen Sonne eine Bank.
Ich setzte mich, trank erst mal ausgiebig und öffnete einen völlig geschmolzenen Schokohaferriegel und lutschte den aus der Packung.
Er schmeckte köstlich!!

Ich gebe ja zu, es war auch köstlich zu sehen, wie sich die folgenden Läufer die Treppe hoch quälten. Mein späterer Begleiter kam nach mir und ich schmierte gerade meine Füße zur Sicherheit nach, als er sich neben mich setzte und auch erst mal Siesta machte.
Er sah nicht gut aus und fühlte sich auch nicht sehr wohl bei der Hitze und war ziemlich schlecht gelaunt.
Mir ging es nach dem Schokoriegel richtig gut und ich trabte wieder davon, als der nächste kam und Siesta brauchte.

An einem langen nicht enden wollenden Schotterweg im Wald war vor mir ein Läufer stehen geblieben und wartete auf mich und zwei folgende Läufer. Er fragte, ob wir hier wirklich richtig sind. Hm, keiner hatte GPS bei, aber ich hatte den Track auf der Uhr und hatte wieder vergessen, wie ich zur Navigation umschalten kann, ohne den Lauf zu beenden...*fummelfummel*...ja, da hatte ich es wieder, wir sind auf dem Track!! Cool!
Jetzt weiß ich wieder, wie es geht. :o))

VP3 sollte bei km 56,5 sein. Meine Uhr zeigte aber erst 54,5 km an und die eines Mitläufers 58?! Ich war 100%ig sicher, mich nicht verlaufen zu haben.
Ok, macht ja nix, erst mal Wasser überall hin und essen!

Der Fotograf wunderte sich, dass ich noch so gut bei Verstand sei und noch Witze machen könnte. Das sähe bei den meisten anderen doch ganz anders aus.
Mein späterer Begleiter kam zum VP, als ich grad wieder los wollte.
Jetzt sah er doch schon wieder deutlich besser aus.

Mit einem anderen Mädel machte ich mich auf den Weg und ca. 1 Km nach dem VP im Wald kamen uns an einer Gabelung zwei Läufer entgegen...???
„Wo kommt Ihr denn her??“
„Wiesoo? Wir müssen jetzt da hoch, bei welchem Km seid Ihr denn?“
„Ähm, grade vom VP weg bei ca. km 57?!“
„Wir sind bei Km 63, Ihr müsst da vorne rechts runter, ihr wart noch nicht in den Felsen mit den Seilen und so, oder?“
„Neee? Ach da!!!“
Da hätten wir fast die Abfahrt verpasst und die schönsten 6 km verschenkt!!
Wir also runter und leider musste ich erst mal in den Busch, sonst wär ich gern bei der anderen Läuferin geblieben.

Die Trail auf dieser Schleife steil über der Mosel waren am späten Nachmittag herrlich!

Dann kam sie, „die Wand“...eine mit Stahlseilen gesicherte Felsenwand, die es zu erklimmen galt, sausteil und zum Schluss sogar mit Leiter...poah...immer wieder musste ich kurz innehalten und Luft schnappen.


DAS war was richtig schweres, wenn man schon 60 km in den Beinen hat!!
Sowas gabs an der Zugspitze nicht!!
Gefällt mir! ;o)

Das Stück danach bis zum VP 4 bei Km 70,1 zog sich dann doch und ich wurde etwas müde. Die Km-Angabe auf der Uhr passte stimmte wieder überein?!
Hier holte mich mein ab jetzt Begleiter wieder ein und wir quatschten uns zum VP, den wir 9 Minuten vor der Cutzeit (19.00 Uhr) erreichten.
Die Schlümpfe versorgten uns prächtig! Sie bauten uns mental wieder auf und sagten uns, dass so viele wegen der Hitze ausgestiegen seien und alle, die noch bis VP4 kommen, trotz Cutzeit auch ins Ziel kommen werden, selbst wenn sie nur noch gehen würden! Kopflampen würden dann aber sehr wichtig werden und ich hatte keine.
Daher beschoss mein jetziger Begleiter und erfahrener Ultramann mit Sicherheitskopflampe im Rucksack, mit mir ab jetzt gemeinsam ins Ziel zu laufen, hatten wir doch sowieso ungefähr das gleiche Tempo.
Man, war ich froh, denn sie sagten, dass der schnellste Läufer das letzte Stück ins Ziel (18 km) in 3h geschafft hatte...das kann ja noch heiter werden.
Ich angelte mir meinen Henkelmann mit dem letzten Gerstensaft aus der Kutsche und zischte den halben Ltr. so weg. Echtes Bier gabs auch, das mied ich aber lieber, würde ich damit Gefahr laufen, meinen Begleiter tot zu quatschen!! ;o)

Wir brachen nach ausgiebigem Mampf auf.
Es wurde langsam Abendstimmung und die Sonne sank immer tiefer, als wir wieder in den Weinbergserpentinen unterwegs waren.
Würden wir die Markierungen finden?

Ein kleiner Jeep mit zwei fetten grünen Jagdsheriffs kam auf einem Feldweg von hinten angefahren und der eine fragte uns, wer denn der Veranstalter von diesem Trail sein.
Er habe doch auf seiner Jagd fast einen Läufer erschossen, weil er diesen für ein Wildschwein gehalten habe. Das ginge doch nicht, dass er nicht informiert worden sein...ein Streckenschild hatte er demontiert und auf dem Schoß liegen.
Ich gab ihm die Veranstalternummer und wir riefen diesen, nachdem er weiterfuhr, schnell an, um ihn vorzuwarnen, doch dieser gab Entwarnung, alles gemeldet und informiert.
Der musste sich wohl etwas dicke tun und aufspielen, sollte lieber mal ne Brille kaufen, bevor der seine Kanone ansetzt!!

Ein paar Meter weiter lag etwas auf dem Weg….eine kleine Schlange!!....mit plattem Kopf!!!
Haha, Jagdsheriff also, und dann was von Naturschutz erzählen und ne Schlange platt machen, das sind die richtigen! :o(
Wir wollten sie schon einpacken und ihm am liebsten auf die Windschutzscheibe knallen, aber bringt ja eh nix.

Wir trabten weiter, wo es ging und beeilten uns noch mehr, als es verdammt duster wurde im Wald. Die Markierungen waren nur noch sehr wage zu erkennen und wir waren froh, dass die letzten 5 km angeblich nur noch über Asphalt in den Ort rein gehen sollten.
Trotzdem kann man im Dunkeln rote Pfeile auf Asphalt nur sehr sehr schlecht erkennen und da war die Stirnlampe dann doch Gold wert.
Wir trabten und hörten von weitem schon das Ziel und überholten im Ort noch ein paar weitere wandernde Läufer.
Mein Grinsen wurde immer breiter, wir wurden immer schneller und in den schlecht beleuchteten Gassen schnürte sich so langsam vor Freude meine Kehle zu!
Mein Begleiter war einfach ne Wucht und er schickte mich im Zieleinlauf vor.
Ich wollte das nicht und wir sind dann Arm in Arm gemeinsam ins Ziel gelaufen!

Jaaaaaaaaaaaaaaa!!!!!! :o)))))))

Strahlende Augen empfingen uns um 22:13 Uhr (Laufzeit 15:13 h), 13 Minuten nach der Cutzeit, aber das war egal, alle Ankömmlinge wurden gewertet, denn es war ein unkalkulierbarer Lauf mit höchsten Anforderungen, mehr Kilometern und abenteuerlichem Charakter!!!
Einfach toll!
Danke lieber Ultramann für Deine Hilfe und unterhaltsame und aufmunternde unschätzbar wertvolle Begleitung!!

Der Trail römische Weinstraße, ein verdammt geiler Lauf!! :o)

Zitat aus einem Zeitungsartikel:
„Gesundheitlich hatten wir keine Probleme. Es gab auch keine Verletzten. Alle, die antraten, seinen gut vorbereitet und auch so vernünftig gewesen, im Zweifelsfalle auszusteigen.“

Lieben Gruß Carla-Santana-Jones ;o)

4.90909
Gesamtwertung: 4.9 (11 Wertungen)

Ich liebe ja auch...

...etwas längere Läufe, gern ein bisschen trailig, aber DIESE Hitze hätte mich garantiert fertig gemacht.
Und Du?
Och, war ein schönen Abenteuer a la Indianer Jones....
Du hast es wirklich drauf!

du bist echt Carla Indiana

du bist echt Carla Indiana Jones... :-D
Ich hab mir ja auch Sorgen um dich gemacht, du weisst das, aber ich sehe, es war umsonst! Sehr schön!!
Spannender blog über ein ultraspannenden Lauf, du liebe Güte, bei der Hitze...
Du bist echt nicht von dieser Welt :-D

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

fernsehen...

...oder kino is nur nen abklatsch von diesem blog-roman! mannomanno, pferdchen!
wat haben wir uns sorgen gemacht, obbet dir wohl gut geht bei DER hitze, ob dat nich zuviel wird und so.
und wat machst du? trabst in deiner unvergleichlich fröhlichen art durch dat abenteuer, als ob's nen spazierwalk wär. *koppschüttel*
ich glaub gezz echtma, datte nich von dieser welt bist...
____________________
laufend staunt immer weder auf's neue bauklötze über's pferdchen: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

viel spannender als Fernsehen

Ob Indianer Jones oder Carla Santana, beide Namen sind Film- und Hollywopdtauglich. Ja und das oben beschriebene Drehbuch dazu sowieso.
Super gelaufen - toll geschrieben - klasse Leistung

Wir sind BORN - Verstand ist zwecklos
Bin nicht gestört und auch nicht schnell - nur verhaltensoriginell

Carla-Santana-Jones?

Ich würde sagen das klingt eher nach Carla-Santana-Lara-Croft!
Tote Schlangen und Sheriffs mit Wumme auf dem Schoß... sowas!
Tolle Geschichte, tolle Aktion!
Sehr sehr tolles Durchhaltevermögen!!!

Gruß, Dominik
_____________________
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

WOW!

Bin sprachlos, begeistert und sehr dankbar, dass Du uns von Deinem Abenteuer berichtet hast. Du bist eine ganz große Heldin.

Herzlichst
yazi

Indicarla Jones in der Gluthölle des Schiefers

Junior, well done. Wenn der nächste trail bezwungen wird, folge ich in deiner Spur, gez Dr. Jones sen. (Auf den Spuren von Indicarla Jones oä)
..to infinity and beyond... Ach, Indiana Jones...das war was seufz

na hoffentlich...

..langweilst Du Dich dann morgen in Monschau nicht - nach DER Nummer ;-)
LG, Conny

bin erleichtert

dass ich gekniffen habe, war doch der ZST schon zu viel für mich. Ich war wenigstens gewarnt, denn wenn der Trail meiner Bergziegenfreundin schon schwer fällt (die mehrfach ans Aufgeben dachte und am Ende als erste Frau einlief...) ist er für mich unmöglich. Und bei der Hitze sowieso.

Sauber gemacht! Wieso überrascht mich bei dir gar nichts mehr???

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Der pure Wahnsinn!!!

Ich bin sooooo begeistert!!! Wer bis dato noch nicht gelaufen ist und deinen Blog liest, der kauft sich Laufschuhe, ich gebe dir Brief und Siegel!!! Wunderschön, was du erlebt habt! Ach Pferdchen und du kannst soooooo schön schreiben, *völligdahinschmelz*

Lieben Gruß
Tame

Nach 15 h Radfahren wär ich

Nach 15 h Radfahren wär ich platt. Super gemacht. Mensch Tanja, wann machst Du mal Pause.

Kopfkino - unbezahlbar!

Da hast du schon wieder so eine unvorstellbare Herausforderung gemeistert. Großartig! Einzigartig! Carla!
Und so herrlich geschrieben und bebildert.
Ich gratuliere ehrfurchtsvoll und staune.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Mein Neid ist Dir sicher!!

Die Fotos sehen sehr schön aus und mit detlev46 wird Laufen zum Kinderspiel! Ich hatte das Vergnügen nur mal einen Teil eines Halbmarathons - und schon DAS sehr genossen!

Haste toll gemacht, Pferdchen. Aber die Affenhitze braucht echt kein Mensch hier. Weg damit!

Atemberaubend,

der Trail, die Bilder, der Bericht, das Indiana-Wild-Pferdchen, Deine Leistung und vor Allem, ein klein wenig an diesem intensiven Erlebnis teilhaben zu dürfen.

Chapeau,

granreserva
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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

Respekt !!!

und vielen Dank für diesen tollen Bericht. Ich kenne die Gegend ganz gut und konnte den Lauf im Kopf mit Genuss nachvollziehen. Das war eine super Leistung, speziell bei dem Wetter. Hoffentlich bleibt der Lauf noch eine Weile bestehen .....

Nulla tenaci invia est via - für den Hartnäckigen ist kein Weg unpassierbar

Im Fernsehen lassen sich die

Im Fernsehen lassen sich die Stars doubeln, aber in diesem Blog ist alles echt:) - Schon wieder eine tolle Energieleistung bei dem Wetter und den sonstigen Verlockungen dieses Sommers!

LG Britta

Wahnsinn

was du da bei der Hitze geleistet hast...ein bisschen unheimlich bist du mir schon ;-)

Gruß stachel

Take your time and remember slow is the new fast ...

also du bist echt ...

... das härteste Eisenpferdchen in diesem Universum - da bin ich mir sicher !
Ich trau mich schon fast nicht mehr, dir zu deinen Leistungen zu gratulieren - ich hab den einen Hammer noch nicht gelesen, steht der nächste schon zum Erzählen bereit :-)
Mensch Carla, DAS ist gaaaanz großer Sport, meine Bewunderung ist dir gewiss !

Ich wünsche dir, dass du dich NIEMALS mit einem "Zweifelsfall" auseinander setzen musst, sondern alle deine Unternehmungen mit deiner typisch lockeren Art und immer mit einem Lächeln auf den Lippen und in den Augen beenden kannst !!!

BRAVO ! VLG
Uwe

Wie immer..

...super Leistung.
Und das bei der Affenhitze.

Vielleicht hätte ich dafür den Urlaub zwei Tage früher beenden sollen :-)
Das nächste Jahr kommt bestimmt.

LG Fraggle

Danke für Eure lieben Kommentare! :o)

Da kann man hoffentlich sehen, dass der Laufsport ganz viele Facetten und Varianten bietet, eben auch Abenteuer und Nervenkitzel.
Man muss ja nicht gleich in die vollen gehen.
Da gibts noch erheblich längere und schwerere Dinger zu erleben, an die ich mich auch noch nicht ran traue.
So etwas gibts ja auch in etwas kleiner und abgespeckter Version für Jedermann.
Wird ja nicht nur gelaufen, sondern auch viel gewandert!
Entscheidend ist, für sich das passende zu wählen, um es auch wirklich genießen zu können!!

Lieben Gruß Carla-Santana Jones ;o)
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Hmm...

... Das ist ja mal ein Lauf, da bekomme ich ja auch mal Lust zum Ultra(n) :0)...
Obwohl mir ja die Filme mit Lara Croft... wars die Julia Roberts!? Ach nee... es ist ja die Angelina Jolie Ihre ;0))... Mit ihr laufe ich ja nächste Woche ;0)))(hoffentlich liest die das nicht :0))!?!??)...

Mensch Pferdchen, was du da wieder alles zusammenrennst!! Pass auf das du dir keinen Schnupfen holst, ist alles ein bisschen viel!?!

Gruß vom Kaw., der beschloßen hat, ab nächstes Jahr sein Laufen einzuschränke...

Sorry an alle, die niemals angekommen sind, weil sie mich nach dem Weg gefragt haben...

... und der letzte Kreuzzug (?)

... so heisst doch der Filmtitel
( ... auf der Suche nach dem "Heiligen Gral" )

Ich bezweifle ja stark, das es dein letzter "Kreuzzug" war,
doch das du da ein wahrlich "HEISSES" Abendteuer gehabt hast ... (starke Leistung)
Hast du denn am Ende de(ine)n (persönlichen) "Heiligen Gral" gefunden?

wie auch immer ... viel Spass beim nächsten Abendteuer,
wenn du auf der Suche "des Kristallschädel's" bist ;-))

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden
( viel Spass beim "Kreiseln" am 24.+25.Aug. )

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