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Seit der Diagnose "Patellaspitzensyndrom" sind inzwischen anderthalb Monate vergangen. Nach optimistischen 2 Wochen Pause fing ich mit einem Tempo von 11 Minuten pro km wieder an und dachte an eine Strecke von 2 km.
Pustekuchen! Nach etwas über 1200 Metern jaulte mein Knie auf. Hm. Hatte ich mich nicht genug geschont? Gehe ich im Büroalltag zu viel? War die entspannte Shoppingtour letztes Wochenende zu viel gewesen? ...

Ich habe mir nichts groß dabei gedacht. Auch wenn ich im Alltag wieder schmerzfrei war, das Laufen tat nach kurzer Zeit immer weh. Und so zog Woche für Woche ins Land...

Letzte Woche im Urlaub habe ich dann endlich einen neuen Versuch gestartet. Nicht mal durch bin ich gelaufen, sondern langsam mit Geh-Pausen. 20 Minuten gingen gut, dann meldete sich das Knie und ich ging den Rest zurück. Ein paar Tage später aber schaffte ich es nicht einmal aus der Straße heraus. Nach 7 Minuten (davon 2 Gehpause!) war Ende. Mein rechtes Knie pochte wie wild. Im Gleichklang dazu fing jetzt auch noch das andere Knie an zu schmerzen. (wahrscheinlich durch die Entlastungshaltung)

Die Enttäuschung war natürlich groß. Die Schmerzen an sich waren nicht das Schlimmste. Mein Gehirn malte sich ständig aus, ich würde nie wieder laufen können, vor allem, als ich am nächsten Morgen die Treppe kaum mehr runter kam vor lauter Schmerzen. Also ab zum Arzt. Schon wieder!

Diagnose: Patellaspitzensyndrom. Die Entzündung hatte sich ausgebreitet. Der Arzt bat darum, die Laufschuhe zu beschreiben und empfahl mir dann mit Blick auf die Füße und Beine (ich hab wohl eine minimale Beinfehlstellung und einen leichten Senk-Spreizfuß) meinte er, die Schuhe seien für stark pronierende Läufer ausgelegt, ich sei aber höchstens leicht pronierend. Er empfahl mir auf Neutralschuhe umzusteigen, vielleicht auch erst mal billigere auszuprobieren und zu sehen, ob es damit besser läuft.

Zudem verschrieb er mir Massage beim Krankengymnasten, was mich jetzt vor die erfreuliche (haha) Aufgabe stellt, mir einen Physiotherapeuten in Aachen zu suchen.

Aber der Tipp mit den Schuhen könnte einiges erklären, z.B. auch, warum ich ohne die verschriebene Bandage mehr laufen konnte als mit. Denn Bandage & Schuhe werden dann wohl in unterschiedliche Richtungen wirken und die Spannung auf das Knie erhöhen, während das Knie bei Schuhen alleine nur eine Korrektur ausgleichen muss.

Wenn das in 3 Wochen nicht besser ist, wird er mich wohl ins MRT stecken müssen. Dass der Meniskus was abgekriegt hat, kann er so leider nicht ausschließen...

Hilfe... ich will doch nur laufen :(((

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Hey Asha, schade dass die

Hey Asha, schade dass die Laufpause nicht viel gebracht hat.
Ich hatte letztes Jahr auch Probleme die von den Schuhen verursacht waren, jedoch am Fuss.
Meine Hausärztin meinte ich soll mal 2 Wochen Pause machen. Nach der Pause ging es mir gleich wie dir, nach 10 Minuten die Schmerzen wieder da. Nächster Vorschlag der Hausärztin: nochmals 2 Wochen Pause...

Ich bin dann zu einer Sportärztin gegangen. Die hat etwa eine halbe Stunde meine Füsse, Beine und den Rücken angeschaut und mich dann zu einer Laufanalyse geschickt. Dort wurde ich auf dem Laufband mit meinen 3 Paar Schuhen gefilmt und mir gezeigt warum ich das eine Paar gleich wegschmeissen kann (damit war auch klar was Ursache meiner Schmerzen war...). Die anderen zwei waren ok (zum Glück, die habe ich nämlich auch im Fachgeschäft verkauft). Da ich mit dem linken Fuss mehr einknicke als rechts bekam ich noch Einlagen um das zu korrigieren.
Die ganze Übung hat zwar bisschen gekostet, aber es hat sich gelohnt. Beim ersten vorsichtigen Lauf mit den Einlagen konnte ich ohne Probleme 5km laufen. Vorher waren höchstens 10 Minuten möglich bis der Fuss sich meldete.

Ich drück Dir die Daumen dass Du auch bald wieder ohne Schmerzen laufen kannst.

was tust Du gegen...

...die Entzündung? Nur stillhalten scheint ja nichts zu bringen.
Wäre wichtig, die loszuwerden. Danach (also wenn die Entzündung weg ist) würde ich ebenfalls ins Orthopädie-Fachgeschäft zur Laufanalyse gehen.
Gute Besserung!

Guter Orthopäde!!!

Da kennt sich einer aus mit Laufschuhen und verschreibt Maßnahmen der Physikalischen Therapie. Den Mann würde ich weiterempfehlen.
Komplette Schonung ist meiner Meinung nach aber nicht der Königsweg. Schlieslich willst Du ja die Belastbarkeit der Strukturen wieder schrittweise erhöhen. Dosierte Belastung ohne Schmerzen finde ich besser.
Ob die Schuhe Schuld sind, wird die Zukunft zeigen. Leider sind viele orthopädische Beschwerden nicht immer zu erklären. Sie kommen aus dem Nichts und verschwinden häufig nur langsam (siehe Fersensporn, Schienbeinkantensyndrom usw...).
Geduld, leichte Belastung, Dehnung und Physiotherapie sollten den Heilungsprozess unterstützen.
Gute Besserung!

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