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Nachdem ich letzte Woche nach mehrmonatiger Abstinenzphase erstmals wieder Intervalle gelaufen war und hier davon berichtet hatte, empfahl J.D.Rune, die 400m-Intervalle beim nächsten Mal mit einer längeren Trabpause von ebenfalls 400m zu kombinieren, damit der Körper die Chance hat, das angestaute Laktat zwischendurch auch ordentlich wieder abzubauen. Das wollte ich heute gleich mal versuchen. Ich meine, mal gelesen zu haben, wenn die Intervallpause länger sei als das Intervall selbst, dann spricht man von extensiven Intervallen.

Mein Plan für heute also: 12x400m in je 2:00 min mit 400m Trabpause (diese in ca. 3 bis 4 min).
Als eine der Hüterinnen des Schlüssels für unseren Vereinssportplatz wollte ich das heute auch mal ganz perfekt machen und bin dafür auf die Bahn gegangen. Auch das ein Novum für mich: Intervalle richtig auf der Bahn, dann braucht mir Garmine keine Distanzvorgaben zu machen oder ich auf die Pace schielen, nur noch Bahn, Stoppuhrfunktion und ich, 100m je in 30sec, einfach zu verfolgen.

Das Wetter hatte 20°C und Sonne und etwas Wind im Gepäck, wesentlich angenehmer als letzte Woche. Einlaufen zum Sportplatz und dann ging es los. Ich hatte den Platz ganz für mich allein. Auf allgemein bekannten Wunsch des Platzwartes nutzte ich fürs Training allerdings nicht die Innenbahn, da diese möglichst nur noch im Wettkampf genutzt werden solle, da sie sich durch den sonstigen Mehrgebrauch am stärksten abnutze. Ich lief meine Intervall somit auf Bahn 2. Weiß jemand, wieviel länger als 400m die genau ist?

Was war anders als sonst? Ich konnte alle 100m den Schnitt kontrollieren, was mir zu sehr gleichmäßigem Laufen verholfen hat. Andererseits lief ich sowieso voll am Anschlag, aber es war schön zu sehen, dass das mit den 30sec auf 100m immer ungefähr hinkam. Es war auf alle Fälle klasse, immer die genaue Streckenlänge vor Augen zu haben. Die verlängerte Trabpause tat sehr gut, brachte zwischen den Intervallen tatsächlich die notwendige Erholung, um beim nächsten Intervall wieder Vollgas geben zu können.

Und das waren meine Intervallzeiten:
2:02/ 2:00/ 2:00/ 1:59/ 2:01/ 1:59/ 2:02/ 1:59/ 2:00/ 1:59/ 1:59/ 1:58.

Ich bin sehr zufrieden mit diesem Training :-))

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

4.833335
Gesamtwertung: 4.8 (6 Wertungen)

Wozu die Sprintstrecken?

Super gleichmäßig gelaufen! Und das ohne Garmin. Klasse!

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, bereitest du ich auf einen Marathon vor. Sind die 400m-Dinger da nicht ein bisschen zu intensiv? (Trabpause hin oder her) Ich würde eher längere Intervalle im M-Tempo zur Gewöhnung einbauen. Erst 2000er, dann 3000er. Vielleicht auch mal 1000er mit etwas mehr Tempo. Aber Sprintstrecke? Aber jeder Plan ist anders.

Gruß

Sirius
...der eher länger rennt.

P. S. Ich meine mal gelesen zu haben, dass die zweite Bahn 10 m länger ist. Die achte Bahn sogar 80m.

407,037m

Laut Laufen in Köln müssten das 407,037m gewesen sein, wenn ich's richtig versteh, könnte das aber auch leicht bahnabhängig sein.

Ich find's nicht so schlecht, so etwas im Marathon-TR auch mal zu machen.
Spezifischer sind aber, wie schon von Sirius angemerkt, längere Sachen.
Aber seine Grundschnelligkeit mal etwas zu pimpen, hat ja auch noch niemandem geschadet. Die Frage ist nur, ob das innerhalb der Marathon-Vorbereitung sein muss oder ob man das vorher mal erledigt haben sollte, gewissermaßen als Grundlagentraining der anderen Art.
Womöglich würde ich an Deiner Stelle (irgendwann mal außerhalb einer M-Vorbereitung) sogar mal "schnell laufen lernen", - sprich Sprints, Steigerungen, Lauf-ABC. Danach fällt dann auch alles längere leichter - mittelbar dann sogar Marathon ...

Was die etwas verlängerten Pausen zwischen den 400ern angeht, da bin ich auch sehr für, handhabe ich ebenso. Die Dinger ergeben in meinen Augen keinen Sinn, wenn man sie, durch das immer mehr sich aufbauende Laktat nur recht "langsam" laufen kann - da kann man auch gleich 800er oder 1000er machen ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

So in etwa,

es gibt unterschiedliche Stadien mit mehr oder weniger Kurvenradius. Gemessen wird i.d.R. 20 cm von der Linie und pro Bahn machts etwa 7 m aus.
Für solch Intervalltraining bietet sich auch mal ein Stundenpaarlauf an. Da hat man gleich noch bisschen Wettkampfstimmung. Mir persönlich bringt das mehr, weil freiwillig quäle ich mich niemals so wie da.

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

die Sonnenuhr

hat mal wieder ihre Runden gespult. Respekt.

Runden sind zwei Pi mal Bahnbreite länger,kannst du ja mal ausmessen.

Was das Training der Grundschnelligkeit angeht halte ich die Intervalle,bzw. mit den langen Pausen ja eher Wiederholungsläufe, sehr sinnvoll. Es wird einfach nochmal ein anderer Bereich angesprochen,eher Kraft als max Sauerstoffaufnahme trainiert und so wahrscheinlich effektiver als mit vielen 30ern der Hammermann ferngehalten.

Lust, heute auch noch Intervalle zu kloppen habend,

granreserva
_________________________________________________________________________________
Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

Wenn ich denn mal...

diese 400er Intervalle für die Tempohärte und Laktattoleranzentwicklung
(halte ich auch für sehr wichtig für einen schnellen Marathon und für die Abwechslung) mal in der Maravorbereitung gemacht habe (vor 2 Jahren), dann bin ich das erste Mal nur mit 8 x 400 angefangen und diese dann ohne Tempovorgabe immer mit Vollgas so schnell und gleichmäßig, wie es geht (das gleichmäßige Einteilen kommt von ganz alleine, wenn nach 200m die erste Schwächephase kommt).
Dann 400m Trabpause, nach Ende des Intervalls sogar kurz mit Gehen zum Verschnaufen, damit der Puls möglichst wieder auf 60-70% runter kommt und der Pudding aus den Beinen.
Warum soll man diese kurzen Intervalle nach Zeitvorgabe mit Bremse laufen? Besser nur Gleichmäßigkeit regulieren, um bis zum Schluss durchzuhalten.
Bei 1000/2000/3000 kann ich das ja verstehen und für speziefisches Kurzstreckentraining auch, aber für Mara...nö.

Ich hab sie gerne gemacht, der 3+4. war immer der schlimmste und danach fluppten die so weg.
Nachher waren es auch mal 10 oder 12 Intervalle.
Danach noch locker 2-3 km austraben und ich war wieder frisch.

Leider fanden meine Knochen das zu der Zeit nicht immer so gut mit dem Tempo (vielleicht eben wegen dem Vollgas?!?), weshalb ich irgendwann drauf verzichtet habe und lieber TDL gemacht habe.

Baue jetzt ab und zu mal flotte Fahrtenspielchen ein, wenn ich Lust dazu habe und sich alles fit anfühlt.
Brauch ich eigentlich für Ultras nicht so, sind aber für den Laufstil(genau wie ABC) und eben Laktattoleranz nie verkehrt und machen auch Spaß! :o)

Lieben Gruß Carla, die das eh alles etwas lockerer sieht und nicht nach Plan trainiert. :o)
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

@Don Schultze: Nick-Vornamensvetter

Dass wir mal in den Kommentaren beieinander stehen - was besonders ulkig dadurch wird, dass wir anscheinend auch noch (fast) Real-Nachnamensvetter sind ;-)

Mit dem wettkämpfen als Traning tu ich mich doch eher schwer, ich würde sogar TDLs immer nur alleine machen. Weil wettkämpfen ist ja wie Wettkampf aber man will ja trainieren - ist vielleicht ganz gut, das nicht zu vermengen, andernfalls man sich womöglich etwas zuviel "abschießt". Andererseits hab ich auch schon 10er als Trainings-Wettkämpfe gemacht, oder vielmehr machen wollen ... Kam immer auf's gleiche raus ...

Als P.S. zum oben gesagten:
Solche "Kurz-Intervalle" würde ich auch nur auf der Bahn machen - sowas mit Garmin ... och neee. Jetzt mal unabhängig davon, dass ich keine hab und will.

Manchmal läuft man, manchmal lässt man's lieber bleiben ...
Die Schönheiten würden sich nicht bewegen, wenn sie keine Körper hätten.
;-))

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

12x400

Du Heldin (ganz ernst gemeint!)
Das ist der Hammer wie du die Intervalle durchziehst- Bärlin wird nur so unter dir durchziehen...keep it simple...

Ähm, ja

die Bahnen sind 1,22 m breit, Pi*2,44= 7,665 m sind dann quasi jede weitere Bahn länger als die jeweils innere.

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Innenbahn

Si, da man aber für die Innenbahn einen Abstand zur Innenkante von 30cm als optimal annimmt, bei den jeweils weiter außen liegenden jedoch nur 20cm zur inneren Begrenzungslinie, bleiben als Laufabstand zwischen 1. und 2. Bahn nur noch 1,12m, so dass sich hier ergibt: 1,12m*2*Pi = 7,037m. Also ist die 2. Bahn 400 + 7,037m lang.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

Ok,

überredet

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Oh,

das sind wirklich sehr fixe Intervalle! Ähnlich kenne ich das mit Kilometern. 1 km schnell, einen langsam, das ganze 10x, Intervalgemetzel halt;-)

Lieben Gruß
Tame

@Don Carracho

cool, ist mir gar nicht aufgefallen. Nachname stimmt auch, hab nur nen z drin aber bin ja auch älter :-)
Das mit der Bahn haste ja auch verlinkt - steht alles drin. Hm, hätte ich auch bloß lesen brauchen.

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Ich glaube

ich kenne den Trainingsplan: Marquardt will das mit den 400m-Intervallen von mir nämlich auch, nur deutlich langsamer :-)

Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Sehr schön gleichmäßig gelaufen!

Bei mir gibt es auch (trotz M oder Ultra) solche Dinge wie Bergaufsprints, 200m (ok, 25mal) oder 400m oder Pyramidenläufe, oder, oder, oder. Und warum auch nicht? Ist doch für die Grundlage nicht verkehrt - und für's Stehvermögen und den Endspurt kann das auch nützlich sein.

In Berlin darfst Du aber die Flügel nicht vergessen!

Uhrwerk

...war mein erster Gedanke. Sehr beeindruckend, so viele so gleichmäßige Intervalle abzuliefern!
Ich habs ja nicht mit selbigen, aber just gestern früh überkam es mich spontan. Da hab ich an Dich und "Deine" Tabata-Intervalle gedacht und auch brav 3*5 absolviert. Das reicht jetzt aber erstmal wieder fürs nächste Halbjahr ;-)

Ja klar ...

... gehört das in eine Marathonvorbereitung. Verbesserung der Grundschnelligkeit. Und sehr gut ist es dir gelungen. Ob die 400m Trabpause wirklich so der Bringer sind, kann ich nicht beurteilen. Ich laufe immer nur 100m Trabpause in ca. 30-34sec. Gerade bei den Intervallen heißt es ja man soll sich nicht zu sehr erholen, sondern auf die Belastung gleich noch eins draufsetzeen. Wie auch immer, bin kein Trainer. Hab das nie wirklich tief in der Theorie gelesen.
Gelungen ist es dir. Reschbeggd!
;-)

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