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... zwar liegen meine Vorhaben erst im Herbst, trotzdem wollte ich mal antesten, ob ich Steigerungen der langen Läufe, die etwas über dem Üblichen liegen gut vertrage, was die Voraussetzung für das ist, was sich so langsam in meinem Kopf festgesetzt hat.

Von vorne: Wegen Umbauten habe ich eine Pause von ca 1 Jahr eingelegt. Seit 7 Monaten ist die Hütte jetzt halbwegs fertig, sodass auch mal wieder Zeit für "Spocht" ist, meine Laufdistanzen hatten sich bei ca 10 km eingependelt, mit 1-2 Ausreißern um die 15 km.

Jetzt wollte ich aber ungern, wie in den Jahren davor, einfach "ziellos" durch die Gegend laufen sondern auch mal das ein oder andere Wettläufchen einlegen. Da ich mich bisher auf strecken "je länger, desto wohler" gefühlt habe, sollten es also schon gerne der Halbe sein im Herbst. Außerdem, ein Vorsatz den ich kurz nach meinen ersten regelmäßigen Läufen gefasst hatte, ich wollte gerne "unter 40" einen Marathon laufen. Da der besagte Runde im nächsten Frühsommer ansteht wäre eigentlich ein Marathon in diesem Herbst nicht verkehrt, da eine Vorbereitung darauf im Winter nicht mein Ding ist.

So habe ich dann die einschlägige Literatur gewälzt und bin bei zwei schönen Veranstaltungen in der unmittelbaren Nähe fündig geworden:

Der Baldeney Marathon Anfang Oktober und der Blumensaat-Lauf Ende November. Bis zur Ersten müsste ich soviel Grundlagen aufgebaut haben, dass ich im unteren Grundlagenbereich durchkäme, bis Ende November sollte ein halbwegs gezielter Trainingsaufbau möglich sein, um hier auf Tempo zu laufen.

Für die Tempovariante habe ich dann natürlich wieder die Bücher befragt, die Weissagungen prophezeiten mir eine Zeit um die 1:30, wenn im Training alles glatt geht. Dafür habe ich auch nochmal Anfang der Woche 400m Intervalle angetestet, die gingen mit 1:27 - 1:35 etwas unregelmäßig aber doch ganz gut von der Hand (bzw. von der Sohle...).

Dann war noch die Frage, schaffst du bis Anfang Oktober, 42,2 km am Stück zu rennen? Wandernd mit Rucksack kenne ich solche Distanzen zwar, aber da hat man ja auch den ganzen Tag Zeit. Außerdem wollte ich ja eigentlich ein HM Training machen, die Umfange für ein regelrechtes Marathontraining würden meine Sehenen sicher nicht mitmachen.

Also habe ich kurzerhand vor 2 Wochen einen Langen über 21 km gemacht und, nachdem es zwischenzeitlich Besuch von fiesen Schnupfenviren gab und das letzte WE lauffrei bleiben musste, heute gut 25 km gelaufen. Die 21 waren Hügelich (ca 700 pos. HM) und die 25 etwas flotter als eigentlich sinnvoll. Aber es hat gut geklappt, die letzten Meter wurden die Beine jeweils etwas schwer, das sollte aber nicht weiter schaden. Energieeinbrüche hatte ich keine, obwohl ich weder Schokocrossies, Nüsse, Aminos noch Zucker zu mir genommen habe, lediglich ein Liter Wasser musste als Nachschub für die Kühlflüssigkeit her.

Fazit: Ich werde mich wohl in den nächsten Wochen grob nach Trainingsplan für HM 1:30 vorbereiten aber alle 2-3 Wochen einen Langen jenseits der 25 km einstreuen. Es sei denn, die erfahrenen Hasen von euch halten das für völlisch bekloppt. Dann würd' ich mir das wohl nochmal überlegen.

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Wenn der Marathon

mein wirkliches Ziel wäre, würde ich auch einen Marathon-TP wählen. Es gibt da ja auch welche mit geringeren Km-Umfängen (z. B. Marquardt). Danach habe ich im letzen Jahr trainiert (auch aus Angst vor orthopädischer Überlastung) und bin mit meinem Plan für 4h nach 4h04 ins Ziel gekommen. Und den HM im Vorfeld würde ich als Tempolauf/ TestHM absolvieren.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Die Reihenfolge

die du vorschlägst wäre sicher die logische. Aber:

- Der HM ist 6 oder 7 Wochen nach dem Marathon
- Den ersten Marathon auf Zeit zu laufen hab ich Manschetten vor. Der Halbe ist da doch ein bisschen überschaubarer. Und eine "regelrechte" Marathonvorbereitung bekomme ich so oder so bis Anfang Oktober nimmer hin.
- Von meinen Trainingsbereichen lande ich, was die Intensitäten angeht, in etwa am Anfang der Marquardt-Pläne für 1:30 beim HM und 3:15 beim Marathon. Beides ist sicher recht ambitioniert und nicht ganz ohne Risiko für den Bewegungsapparat, aber gerade da ich mich nach der Pause was die laufspezifische Belastbarkeit angeht eher als Anfänger betrachten muss sollte ich halt auch ein bisschen vorsichtig sein.

Alternativ wäre natürlich möglich, mir im Nov/Dez einen Mara zu suchen, der hiesige hat aber zwei Vorteile: Er ist Topfeben, also leicht, und verläuft auf meiner Hausstrecke. Außerdem ist er mir auch als Zuschauer sehr ans Herz gewachsen.

Wenn ich vernünftig wäre müsste ich den Marathon abblasen und mit Anfängerplänen einen Halben für den Herbst vorbereiten. Möglicherweise habe ich aber zu viel in den jogmap-Blogs gelesen um noch halbwegs vernünftig denken zu können. :oo

Deshalb wollte ich ja den Marathon gemütlich und mit minimalistischer Vorbereitung laufen, um den Halben danach schnell hinter mich zu bringen. Bestzeiten auf der langen Strecken kann ich mir dann ja für die "Besten Jahre" aufheben.:-P

Danke fürs Mitdenken,

granreserva
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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten.
(Johannes Kepler)

*grins* :o)))

Ich finde, das liest sich total vernünftig! ;o)))

Was alles schief gehen kann, weißte ja von uns anderen....und wir sind trotzdem noch da! :o)

Mach ma, wird gar nicht so verkehrt werden.
Genieße und höre auf das, was Du spürst, bis lange genug dabei!

Die Schokocrossies kann ich momentan nur in den frühen Mogenstunden empfehlen, oder am späten Abend aus dem Gefrierfach kombiniert mit einem kühlen Weizen!!

Ich drück Dir die Daumen, dass alles nach Wunsch verläuft...äh...läuft! ;o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

ich finde

ich finde Dein Plan vom M vor dem HM hoert sich gut an. Waere ich Du, wuerde ich allerdings mit einem Marathontrainingsplan auf 3:15 oder 3:30 trainieren und die mittleren und langen Laeufe ein bisschen langsamer als gefordert laufen. So kommst Du an genuegend Trainingskilometer fuer den Marathon und legst Du eine gesunde Grundlage fuer die lange Strecke. Auf dieser Grundlage laesst sich das Tempo fuer den HM innerhalb von 6 Wochen gut auftrainieren.

Viel Spass beim Laufen!

cour-i-euse

Wer lesen kann,

ist klar im Vorteil ;-)
Habe ich wirklich nicht wahrgenommen, dass der Marathon als erstes kommt.
Ich täte dann wohl die Tempoläufe und das Intervalltraining auch auf HM ausrichten und die Langen für M. Also letztendlich so, wie du es vorhast.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

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