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citytriathlon-dinkelsbuehl
So ganz ohne Erläuterung kann ich meine geplante Wettkampfteilnahme am Dinkelsbühler Citytriathlon nicht stehen lassen.

Eigentlich hatte ich mir für dieses Jahr einiges vorgenommen, neben natürlichen neuen Bestzeiten auf allen Strecken, wollte ich einen Ultramarathon und den München Marathon unter 3 Stunden finishen. Leider hat mein Morbus Bechterew andere Pläne mit mir und hat mir fast alle Vorhaben zunichte gemacht.

Bis auf die zwei Bestzeiten über 5000m und 800m habe ich dieses Jahr nichts vorzuweisen. Aber immerhin hat es zumindest dafür gereicht, denn diese beiden Bestzeiten wurden unter einem Schub mit Schmerzen erkämpft.

Ganz aufgegeben habe ich mein Traum vom München Marathon noch nicht, aber realtisch ist ein Marathon unter 3:00 h auch nicht mehr. Selbst wenn ich jetzt ins Training einsteigen könnte, würde ich es nicht mehr rechtzeitig zum Joker-Trainingsplan (Trainingsplan für die unmittelbare 8-wöchige Wettkampfvorbereitung) hochfahren können.

Ergometertraining

Im dem Jahr konnte ich lediglich 3 Monate Lauftraining voll ziehen, wobei ich noch nicht eine einzige Woche nach meinem Greif-Trainingsplan trainieren konnte, da ich mit dem nächsten Schub zu kämpfen hatte, als ich mein Training wieder auf Normalstand hochgefahren hatte.

Nachdem ich inzwischen schon wieder seit über 6 Wochen kein normales Lauftraining machen konnte, mache ich mir auch schon so meine Gedanken über Alternativen zum Laufen. Denn bei einem Blick auf die Waage, erkennt man erst, was man beim Lauftraining so an Energie verbrennt. Aber nicht nur deswegen, sondern ich möchte ja auch möglichst fit bleiben, um möglichst nah am alten Trainingsstand anknüpfen zu können.

Im Winter habe ich hierzu neben 3-4 Krafteinheiten auch 3-4 Ergometereinheiten gemacht. Der Ergometer wird aber auf Dauer nicht mein Freund und so lief dieses Training auch nur halbherzig. Schlechtes Gewissen hatte ich deshalb nicht, schließlich bin ich ja Läufer und nicht Ergometerfahrer. Wäre mir einfach zu langweilig, trotz Fernseher, Facebook und MP3-Player.

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Immerhin im Sommer kann ich mein letztes Jahr ausgeführtes Rennrad ausführen. Das macht mir auch Spaß, mal abgesehen von den Nackenschmerzen, welche ich einfach nicht in den Griff bekomme. Ich denke das liegt einfach daran, dass ich die Grundkondition schon habe, aber mein Körper sich erst an die besondere Körperhaltung gewöhnen muss. Bei 5 Mal in der Woche, mit bis zu 100km, ein nicht zu verachtender Aspekt.

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema, warum ich beim Triathlon teilnehme. Schwimmen, also Kraulen, kann ich nicht und Radfahren schon, aber auch erst seit einem Monat. Jetzt bleibt noch das Laufen, was ich kann, auch wenn das Training nicht passt. Eine gute 5km-Zeit ist auf jeden Fall drin. Meine Ambitionen halten sich aber sehr in Grenzen. Vor allem nachdem ich am Montag einfach mal 500m im Becken voll Pulle Brust geschwommen bin. Es kam dabei eine ernüchternde 14:32 Minuten raus. Nach einem Blick auf die Schwimmzeiten vom letzten Jahr war ich überrascht, wie schlecht ich tatsächlich schwimmen kann. Demnach würde ich unter Berücksichtigung, dass es hier etwas verschärfte Bedingungen herrschen, als Zweitletzter aus dem Wasser kommen. Auf den folgenden Disziplinen kann es nur besser laufen bzw. radeln. Es soll einfach eine Gaudi werden und ein Highlight für 2013 setzen.

Langfristig könnte aber der Triathlon durchaus interessant für mich werden. Denn die Prognose für Morbus Bechterew ist nie positiv, deshalb brauche ich Ausweichmöglichkeiten. Da bietet sich der Triathlon einfach nur ab. Er stört keineswegs mein Läufersein und bietet ein gutes Erhaltenstraining.

Bereits vor meiner schlechten Brustschwimmzeit vom Montag wusste ich, dass diese Disziplin meine größte Schwäche darstellen wird und deshalb habe ich mich weit vorher schon entschlossen Kraulen zu lernen. Hierzu wird hoffentlich wieder im Oktober 2013 von der Herrieder Aquathleten, genauer gesagt Armin Jechnerer, ein Kraulschwimmkurs angeboten. Ich bin auf jeden Fall mit von der Partie.

Sport frei!
Thomas

2
Gesamtwertung: 2 (5 Wertungen)

Schwimmen -auch Kraul- kann

Schwimmen -auch Kraul- kann man trainieren, das sehe ich an mir. Ne 14:32 ist natürlich nicht so pralle, das reicht für die hinteren Plätze. Die 4 min beim Schwimmen haust Du beim Laufen wieder raus. Was fährst du auf 20 km für einen Schnitt? Ansonsten, Tria ist g..l!

Vorletzter ist doch super!

Ich komm - trotz Training wohlgemerkt - meist als Letzte aus dem Wasser. Ab da beginnt die Verfolgungsjagd und das macht auch Spaß, wenn der Abstand nicht ZU groß ist. Einen guten Teil kannst Du schon beim Lauf in und durch die Wechselzone gut machen. Und beim Ersten: Spaß haben ist die Hauptsache. Bei mir war ein weiteres Ziel nicht Letzte zu werden (hab ich auch geschafft).

Viel Vergnügen beim feucht-fröhlichen Baden, Radeln, Laufen!

Soo dramatisch

finde ich die Schwimmzeit jetzt auch nicht, außerdem wirst Du mit radeln und laufen jede Menge einsammeln.

Aber Vorsicht - Triathlon macht süchtig ;-)

Mit meiner Schwimmzeit

komm ich zwar auch eher hinten im Feld aus dem Wasser, aber nicht als letzte. Dafür werd ich dann auf dem Rad kassiert und nur noch wenige kann ich dann beim Laufen kassieren, wenn der Abstand nicht zu groß wird.
Aber ich arbeite dran. Sowohl am Kraul lernen als auch am schneller Tria-Rad fahren. Und dann klappt das schon.

Wünsch dir alles gute für deine Ziele.


Laufen formt Körper, Geist und Seele.
Distanz ist, was der Kopf drauß macht.

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