.. hat sich gestern wieder einmal gezeigt. Im Blog habe ich noch damit angegeben, dass Alles ziemlich nach Plan läuft, aber jetzt mal Butter bei die Fische.

Mir geraten meine Läufe immer wieder zu lang und auch oft zu schnell im Vergleich zur Planung. Hier einige Beispiele von den langen Läufen:

KW 26: geplant 14 - gelaufen 15,6
KW 28: geplant 16 - gelaufen 16,8
KW 29: geplant 12 - gelaufen 13,4
und gestern: geplant 16 - gelaufen 17,6

Auch die lockeren kurzen sind in der Regel ein wenig zu lang, wobei ich es hier etwas besser im Griff habe.

Vor allem der Lauf gestern war bezeichnend. Mein Laufkamerad bog bei km 11 wieder Richtung Heimathafen ab; ich wollte aber meine Planung voll machen; also wieder rauf auf'n Berg. Bis dahin bewegten wir uns im Pace-Bereich 6-7 also angemessen für den langen Lauf, erholsam und wieder voller netter Geschichten. Dann gings ab und ich wurde schneller - 6:41 (bergauf), 5:43, 5:38, 5:42, ... Und das sind die Zeiten aus runtastic, wo immer noch etwa 5-10% der KM zur Jogmap-Streckenabsteckung fehlen. Die Gesamtpace des Laufes war am Ende nach Runtastic 6:24, nach jogmap 6:08!
Zudem beschlossen meine Beine noch eine Schleife dranzuhängen. Also ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht, ob es Plankompatibel ist sondern auf das Baugefühl gehört, welches sagte ... den Dunstverhangenen Wiesenweg musst du noch mitnehmen, so driekt nach dem Gewitter ...

Was haltet Ihr davon?
Sollte ich mich besser bremsen, um nicht wirklich eine Verletzung zu riskieren?
Wie merke ich es, dass es zu viel für den Körper wird?

Ich will wirklich vernünftig sein und eine lange Läuferkarriere einleiten, nur bin ich zur Zeit etwas übermotiviert, glaub ich!

Grüße Angus Schuan.

0

Fang an...

... Problem 2 zu lösen.

01.Sept Kö-Lauf 10km
08.Sept Herbstlauf des TG 81 10km
29.Sept Grafenberger Waldlauf
13.Okt Köln HM

Problem 1 ...

... versuche ich erst einmal dadurch zu lösen, dass ich mir vorab eine Route überlege, diese hier eingebe und dann ablaufe. Das funktioniert gut bei den kurzen, lockeren Läufen und dem geplanten Fahrtenspiel am Sonntag, die ich allein absolviere. Aber für die Langen ist das nur bedingt anwendbar, da ich hier mit meinem Laufpartner unterwegs bin und die Streckenführung ad hoc entschieden wird. Runtastic bringt bei mir - wie bereits mehrfach geschrieben - sehr abweichende Ergebnisse in der Aufzeichnung (letzter Lauf nach Runtastic 16,6km, nach Jogmap 17.6km, war aber auch schon gleich um beim nächsten mal über 10% Abweichung zu zeigen), so dass ich die App momentan nur dafür nutze die Zeit zu Stoppen und in der Auswertung halbwegs die Pace-Verteilung abzuleiten. Um eine bessere Kontrolle während des Laufens zu bekommen, müsste ich mir wahrscheinlich eine GPS-Uhr, ein anderes Handy mit besserem GPS-Empfänger oder eine andere APP anschaffen, die genauer sind!?

Problem 2, du meinst das zu hohe Tempo!? Ich habe mir schon das Hirn zermartert aber wenn es einmal läuft, dann läufts einfach. Dann denke ich nicht drüber nach sondern lasse es einfach rollen. Meist kommen mir erst dann die Gedanken zu schnell zu sein, wenn ich an Steigungen jeweils auf 2 Schritte ein- und ausatmen muss, also leicht ins Schnaufen (noch nicht ins Hecheln) verfalle. Dann ist es aber meistens schon zu spät! Sonst achte ich kaum auf meine Atmung, das regelt der Körper eher unterbewußt.
Lösungsmöglichkeit - Laufen mit Pulskontrolle? - Uhr kaufen?

Wenn ich das jetzt mal zusammenfasse, sollte meine nächste Anschaffung wohl doch eine GPS-Uhr mit Pulsgurt sein, oder!?


Aller Anfang sollte leicht sein, schwerer mach ich's mir ganz von allein!

Lauf einfach

und mach dir nicht so viel Gedanken.
GPS-Uhr macht Sinn, Pulsgurt ist Ansichtssache. Mich störts einfach, aber ich lauf auch nicht nach Plan mehr so nach Gefühl. Mal gehts eben besser und mal weniger.

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Streckenvermessung in Jogmap zu GPS stimmt,

wenn Du es ordentlich machst. Damit kannst Du die App-Kilometer vergessen.
Wenn Du nicht jeden Lauf nachträglich in Jogmap eingeben willst, wirst Du an einer GPS-Uhr nicht vorbeikommen.

Früher habe ich mal meine Strecken mit dem Fahrrad abgefahren, ist aber reichlich umständlich und aufwendig.

Inzwischen kenne ich meine Strecken und auch die Abstände zwischen einzelnen markanten Punkten. So kann ich bei Abweichungen von meiner geplanten Laufroute später die Teilstücke zusammenzählen.

Allerdings trifft das nur zu, wenn die Akkuladung der GPS-Uhr nicht mehr bis zum Ende reicht.

Wegen dem "zu schnell" würde ich mir keine Gedanken machen. Wenn es läuft, dann läufts, warum sich dann einbremsen.

Allerdings solltest Du, wenn sich etwas während des Laufes nicht so gut anfühlt, lieber auf irgendwelche Extraschleifen verzichten, selbst wenn der Kopf sagt, dass es noch geht. Wenn Du das ein wenig verinnerlichst, wirst Du bestimmt nicht vor lauter Übermotivation in eine Verletzung laufen.

Aber die eine oder andere negative Erfahrung wirst Du trotzdem machen... das gehört wohl dazu.

Nach Puls laufen, ist zumindest für mich nichts. Ich nehme die Werte zu Kenntnis und kann dann im Nachhinein erklären, dass z.B. aufgrund der Temperatur der Puls heute höher war, als sonst.

@Gazelle 123

Danke fürs Kommentieren und die hilfreiche Einschätzung. Werd mal sehen, was nach dem Urlaub noch in der Porto-Kasse ist. Ich beschäftige mich ja schon eine Zeit lang mit den Uhren und habe ein Wunschmodell auserkoren. Leider liegt es preislich in Dimensionen, die man nicht so einfach mal aus der Hosentasche zieht, ich zumindest nicht!

Während des Laufens hatte ich bisher noch nie ein ungutes Gefühl, denke also es kann nicht so verkehrt sein, was ich da mache! Ich habe auch am nächsten Tag keinen Muskelkater oder so. Die Beine fühlen sich nur leicht schwer an und im Ruhezustand gribbelt es ein wenig in der Waden und Achillessehnengegend, was ich aber eher als angenehm beschreiben würde. Bis zum nächsten Lauf ist es auch meist wieder komplett weg!

Übrigens: das Tempo meines Laufpartners fühlt sich für mich irgendwie eigenartig an. Ich könnte entweder langsamer oder eben schneller, aber seine Geschwindigkeit liegt in einem Bereich, in dem ich mich nicht vollständig wohl fühle (aber auch nicht unwohl!). Kann dieses Phänomen leider nicht besser beschreiben aber woran könnte das wohl liegen?
Das ging mir übrigens auch beim bisher einzigen Walking-Versuch mit meiner Frau so. Zum gehen ist Sie mir etwas zu schnell, mitjoggen kann ich aber auch nicht! Seither geht Sie mit einer Freundin walken und ich eben mit Markus laufen!

Ich finde deine Lauf-Leistung übrigens überirdisch. Nicht so sehr die vielen KM, denn die Läufe sind im Einzelnen doch überschaubar in Ihrer Länge. Aber die mentale Disziplin ohne einen festen Wettbewerb oder ein sonstiges Ziel (z.B. einen Vergleich zu Person XY) ist für mich nicht wirklich vorstellbar! Mir bleibt bisher verschlossen, woher Du deine Motivation beziehst!

Gruß Angus Schuan.


Aller Anfang sollte leicht sein, schwerer mach ich's mir ganz von allein!

@ Don Schultze

Das mit den Gedanken ist nicht so einfach, ich bin von Haus aus ein eher kopfgesteuerter Mensch. Mit Gefühlen und Spontanität tue ich mich schwerer als mit Logik und Planung.
Der Puls ist mir momentan auch noch ziemlich wurscht, da es ja noch nicht um irgendwelche Höchstleistungen geht. Mich würde nur interessieren, ob bzw. wie starkt sich dieser mit zunehmender Kondition bessert. Bin eben als Logiker auch Statistik-Fan und würde meine Entwicklung gern erfassen. Dafür habe ich auch schon einen Trainingsplan in Exel erstellt, den ich neben runtastic und jogmap zusätzlich füttere! Ist das jetzt Nerd-Verdächtig?

Gruß Angus Schuan.


Aller Anfang sollte leicht sein, schwerer mach ich's mir ganz von allein!

Krowil...

... liegt zu 100 % richtig. Dein Problem 1 ist keins. Was soll daran schlimm sein, 1 oder 2 km dranzuhängen, nur weil Dein Plan vorher was anderes sagt? Wenn Du 10-20 km über Plan läufst, kannst Du Dir Gedanken machen, aber so... Lauf' einfach und denk' dran: Trainingspläne sind wie Kochrezepte oder sizilianische Verkehrsregeln - unempfindliche Empfehlungen, die auf keinen Fall verbindlich sind, sondern immer individuell umgesetzt werden können und müssen.

Hau' rein!
LG, O.

Ne, überhaupt nicht nerdig! :o))

Wenn Du das Laufen weiter als Sport mit (irgendwann) Wettkampfambitionen betreiben möchtest, wirst Du um eine Pulsuhr, am besten mit GPS nicht drumherum kommen.
Mit GPS ist einfach praktisch, weil Du laufen kannst, wie, wo und wann Du willst und vorher nicht die Strecke planen oder hinterher ausmessen musst = freies Laufen so zu sagen. Pulsmessung ist kein Muss aber ganz hilfreich und in der Entwicklung sehr interessant. Am Anfang hab ich viel zu oft auf die Uhr geschaut, ist auch voll normal. Heute ist das meist nur noch um Anzeigewerte mit dem Laufgefühl abzugleichen, denn dieses Laufgefühl/Tempogefühl gilt es zu entwickeln, ob auf flacher Strecke oder auch am Berg ganz wichtig.
Das hat mit Nerd nicht viel zutun.
Am Anfang bin ich darin aufgegangen, alles zu dokumentieren, zu messen, zu prüfen etc.
Heute brauch ich es nicht mehr so, nicht für den Kopf, und die Lauferfahrungen der letzten 4 Jahre mit allen Fehlern, durch die wohl jeder durch muss, sagen mir schon, wie weit ich gehen darf.
Meine Laufuhr möchte ich aber trotzdem nicht mehr missen, auch wenn ich nicht immer jedes Featcher nutze.

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Einerseits - andererseits

Einerseits:
Wenn man z.B. 15km im Plan stehen hat und dann läuft man 14 oder 16km, dann ist das meiner Meinung nach ziemlich schnurz.

Andererseits:
Bei den Tempi-Vorgaben könnte es wahrscheinlich nicht schaden, etwas disziplinierter zu werden.
+/-10s/km ist natürlich im Rahmen, vielleicht auch +/-15 aber dann sollte man sich doch langsam am Riemen reißen ...
Und mit "nach Gefühl" ist halt auch ein zweischneidiges Schwert - wenn ich immer danach liefe, wäre die Tendenz über alles betrachtet wahrscheinlich: zu schnell.
Bei den Plänen oder auch beim Training ohne Plan ist es halt doch wichtig, die Schnellen schnell zu laufen und die Langsamen langsam. Das sollte man nicht alles zu einer Tempo-Suppe verkochen ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

noch was:

Solange Du nicht den Status "Leistungsläufer" anstrebst (oder unbedingt von der NSA geortet werden musst), brauchst Du definitiv keinen GPS-Empfänger. Da reichen die Jogmap-Streckenangaben voll und ganz aus. Sei 8 Jahren finishe ich jedes Jahr einen Mara (inzwischen deutlich sub 4h) und mit Jogmap-Streckenlängen, Stoppuhr und ganz gelegentlicher Pulsmessung waren dosierte Vorbereitungen nie das Problem. Wenn Du aufmerksam in Dich reinhörst und nur die Zeit misst, bekommst Du Deine Pace und damit auch Deine Streckenlängen ohne weiteren technischen High-Tech-Schnickschnack ganz gut raus. Versuch's einfach mal und kommuniziere aufmerksam mit Deinem Körper! ;-)

LG, O.

die paar Meter mehr... ;-)

Hey Angus!

Ich glaube nicht, dass sie dir was ausmachen werden.

Und eine Laufuhr mit Pulsmesser bringt Dich nur weiter, wenn du auch eine Rechengrundlage hast, sprich, Deinen max. Puls kennst. Denn nur so kannst du auch die verschiedenen Trainingsbereiche eingeben. Sei es Rekom, GA1, GA2, WSA.

Ich laufe im Moment auch ohne Pulssensor, aber mit GPS-Uhr, da mir der Gurt bei der Wärme die Haut aufreibt.
Nach einiger Zeit des Laufens weiß man, in welchem Bereich man sich ca. bewegt und das reicht mir im Moment auch.

Wenn ich mal wieder einen Trainingsplan mache, werde ich auch wieder mit Pulskontrolle laufen.
Vorher wollte ich aber auch noch mal eine Leistungsdiagnostik machen, für mich die verlässlichste Methode meinen max. Puls zu ermitteln, da ich mich selber nie so quälen würde um ihn auf der Laufbahn herauszufinden.
Nebenher springt dann auch immer eine Trainingsempfehlung raus. ;-)

Ich laufe meistens alleine. Ich mag es, einfach vor mich hin zu laufen.

Ich bin eine Zeitlang mit meinem Mann zusammen gelaufen, bis wir dies auch gelassen haben, entweder war ich außer Puste oder er hatte das Gefühl zu schleichen. Jetzt erzählen wir uns von unseren Läufen.

Mein Sohn begleitet mich immer mal, er ist 16, und da uns beiden Tempo egal ist, finden wir über ca 8 km immer einen Konsens.

Viel Spaß weiterhin!

@Angus Schuan

Sobald Du mit jemandem zusammen läufst, muss sich irgendeiner dem anderen anpassen. Selbst wenn beide vom Tempo her zusammenpassen, entscheidet dann immer noch die Tagesform und so ist es eben manchmal für den einen gefühlt zu schnell und den anderen zu langsam.
Deshalb laufe ich, auch abgesehen von meinen Uhrzeiten, meistens allein... hab noch keinen gefunden, der morgens um 3:30 Uhr mein Tempo und Distanz läuft ;-)

Meine Motivation ist das Laufen selbst und die Ziele, die ich mir zu Jahresbeginn gesetzt habe oder sich im Lauf des Jahres ergeben.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links