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Oder: Was machen wir eigentlich hier? (Langer Blog über einen langen Lauf.)

Dieses Wochenende verbrachte ich zusammen mit Anja Bongard in schwäbischen Gefilden.

Als Folge eines verbalen Gemetzels mit Vexillum auf fb hatte ich vor einiger Zeit in einem Moment geistiger Umnachtung die Teilnahme am 24-Stundenlauf in Dettenhausen zugesagt. Anja war auch umnachtet und gesellte sich dazu, sodass die Relation zwischen Anfahrt und Laufkilometern schlagartig nur noch halb so lausig war.

Trainiert hatten wir beide dafür nicht, vielmehr sollte es - zumindest für mich - der letzte (und einzige) lange Lauf in der Vorbereitung auf den Monschau-Marathon Mitte August werden.

Da ich keinerlei Erfahrung mit solchen Events hatte, stellte sich natürlich die Frage, was alles mit muss. Auch meine Renntaktik war eher theoretischer Natur. Ich dachte zunächst an ca. 30 km am ersten und 15-20 km am zweiten Tag. Ich wollte sofort aufhören, wenn irgendwas zwickt und keinesfalls irgendwas kaputt laufen. Auch wollte ich nicht allzu erschöpft wiederkommen, denn ich habe Urlaub und die Familie hat kein Verständnis dafür, wenn ich dann erstmal drei Tage schlafen würde. Das Motto hieß demnach: "Nur die Ruhe!".

Freitag:
Den Nachmittag verbrachten wir auf Deutschlands Autobahnen. Ferienbeginn in NRW+Freitagnachmittag ist eine gaaanz schlechte Kombi. Gegen 19 Uhr waren wir endlich vorort. Ein passendes Eckchen fürs Zelt war schnell gefunden. (Mäßig geschmackvolles) Abendessen im Sportlerheim, bissel hier und da quatschen. Ich stelle fest: der lokale Dialekt ist extrem anstrengend für mein ungeübtes Ohr, ich verstehe ungefähr die Hälfte. Im Zweifelsfall also immer freundlich nicken.
Beizeiten in die Falle. Schlafen konnte man es allerding nicht nennen, aber immerhin Liegen mit geschlossenen Augen.

Samstag:
Da der Start für 10 Uhr geplant war, krochen wir gegen 7 aus dem Zelt und machten uns auf den Weg in Richtung Sanitäreinrichtungen und Kaffee. Glaubten wir zumindest. Denn sowohl die Toiletten als auch das Sportlerheim waren zu. Ätz! Was soll DAS denn?? Dann eben erstmal die Startunterlagen holen. „Wir brauchät noch ei Virrtelstündschä – könnät ihr gleich gschwind nochmal herkommä.“ Ohhhkeeee.

Glücklicherweise nahte alsbald Erlösung in Gestalt einer Schlüssel-Inhaberin für den Sanitärtrakt. Die Kneipe hatte aber immer noch zu. Also immer noch kein Kaffee.
So frühstückten wir das Mitgebrachte, Anja Müsli mit Wasser (weil ja das Sportlerheim, wo die Milch geholt werden sollte, noch zu hatte) und ich verging mich nach dem Honigtoast noch an den mitgebrachten Pellkartoffeln. Hatte ich bislang noch nicht zum Frühstück – schmeckt aber :-)

Halb neun gab's dann endlich den heiß ersehnten Kaffee. Er war teuer und schmeckte lausig. Aber wenigstens war es Kaffee!

So nach und nach füllte sich der Platz. Die Leute reisten an mit Pavillons, Biertischgarnituren, Musikanlagen und sogar mit Kühlschränken! Volksfestcharakter kam auf.

Um zehn Uhr war dann Start. „Wenn ich „peng“ sage geht’s los.“ Er sagte „Peng“ und gaaanz gemächlich setzte sich die Meute in Bewegung. Mit von der Partie waren Einzel- und Staffel-Läufer und -Nordic-Walker. Vertreten waren alle Altersklassen von 3 bis ca. 80. Sehr schöne Stimmung!

Da es bereits ordentlich warm war, hatten wir uns zunächst vorgenommen, solange zu laufen wie es eben geht und den Rest dann abends zu ergänzen, wenn es etwas kühler wird. Tempotechnisch passen wir ja so garnicht zusammen, daher lief jeder seins, aber wir trafen wir uns trotzdem öfter.

Die Runde maß 1,65 km und beinhaltete 8 Höhenmeter in Gestalt zweier langgezogener Anstiege. Überwiegend Asphalt, ca. 300 Meter Rindenmulch. Sehr weich, aber eine schöne Abwechslung.

Da der Veranstalter außer Leitungswasser nichts zur Verfügung stellte, hatten alle Eigenverpflegung dabei, die im Bereich des Sportplatzes rumstand. Auch wir hatten unsere Kiste unter einem Baum platziert, sodass sie leidlich schattig stand.

Ich trank in jeder Runde, immer abwechselnd Wasser und Iso. Kopfkühlung verschaffte die Kappe, die regelmäßig gewässert wurde. So kam ich mit dem Wetter einigermaßen zurecht. Zur Vermeidung eines Konditionseinbruches gabs zusätzlich in jeder 4. Runde eine Kartoffel oder ein Filinchen, sowie alle 6 Runden eine Salztablette. So ganz nebenbei half mir diese Taktung auch beim Rundenzählen.
Meinen ursprünglichen Gedanken, im ersten Block 30 km zu laufen, verwarf ich sehr bald. Es war inzwischen brüllend heiß und fühlte sich schon recht mühsam an. So beendete ich die Hitzeschlacht nach dreieinhalb Stunden. Anja war bereits ausgestiegen, sie kam mit dem Wetter nicht wirklich gut zurecht. Schade!

Duschen, Bier, noch ein Bier (bleifrei versteht sich) und was essen. Dösen/schlafen in einer schattigen Ecke und abwarten bis zum Abend. So verging der Rest des Tages.

Gegen halb 6 am Nachmittag hatte ich ausgeschlafen und aß zur Abwechslung mal paar Pellkartoffeln. Irgendwie war es immer noch zu warm. Aber ich wechselte doch schon mal von Liegen zu Sitzen. Kreislauf war gut. Halb sieben befand ich die Temperaturen für angemessen und wackelte los zum zweiten Laufabschnitt. Noch gemütlicher als morgens.
Verpflegungstechnisch nahm ich dieses Mal nur die Isoflasche mit an die Strecke. Spätestens wenn die leer ist, wollte ich aufhören.

So lief ich Runde um Runde und stellte fest, dass es immer besser ging, je tiefer die Sonne stand. Der Mond ging auf, ich füllte die Flasche nochmal mit etwas Wasser auf und lief weiter. Irgendwann war dann auch Anja wieder auf der Strecke. Schön!

Als die Steckenbeleuchtung angeschaltet wurde, war Schluss für mich. Die Beine hätten noch gekonnt, aber das Licht blendete mich teilweise sehr stark, und das nahm ich dann mal als Wink des Schicksals, das mich vor Überlastung schützen sollte.

Duschen, Bier, noch ein Bier (bleifrei versteht sich) und was essen. Dösen/schlafen im Zelt und schauen, wann ich morgens aufwache – davon machte ich für mich abhängig, ob ich noch eine dritte Etappe laufe. Mein Minimalziel hatte ich erreicht, was noch kommen sollte, war nun Bonus.

Sonntag:
Raschel, raschel. Nein, es war kein Bilsch, es war die Anja persönlich die, als ich ein Auge öffnete, in der Morgendämmerung bereits lauffertig vorm Zelt stand. Und weg war sie auch schon.
Ich schälte mich ebenfalls aus dem Schlafsack und verzichtete auf den schlechten Kaffee im Sportlerheim. Cola tuts auch. Zum Frühstück gabs Honigtoast und Pellkartoffeln. Abwechslung muss sein!

Um sechs Uhr war auch ich wieder auf der Strecke. Die Kilometer des Vortages waren jetzt zwar deutlich spürbar, aber es tat nichts so richtig weh. Ich ging noch häufiger als sonst – schließlich waren das ja jetzt meine Bonusrunden, also nur keine Hektik! Und während die Sonne über die Baumwipfel stieg, joggte und walkte ich mir eine Runde nach der anderen zusammen, trank ISO und ärgerte mich ein bisschen, dass ich die kühlende Kappe im Zelt gelassen hatte.

Ich schaute mir die Leute an und überlegte, wer von denen wohl die Nacht durchgelaufen sein könnte. Der spätere Sieger des Laufes war es definitiv, sah aber immer noch aus wie das blühende Leben und lief stilistisch locker flockig Runde um Runde, als wäre er vor einer halben Stunde erst gestartet. Am Ende sollten weit über 200 km hinter seinem Namen auf der Ergebnisliste stehen.

So langsam füllte sich die Strecke wieder und sehr bald wars mir auch am Sonntag dann wieder muckelich warm. Die Flasche war wesentlich schneller leer als am Vortag und ich beendete mein Bonusprogramm kurz vor acht.

Duschen, kein Bier, abbauen und Abflug. Um neun saßen wir in Dettenhausen in einer Bäckerei und schlossen unser Lauf-Experiment bei einem Frühstück ab, das diesen Namen auch verdient hatte. Mit wohlschmeckendem Kaffee und vor allem: ohne Pellkartoffeln.

Und während Anja die Rückfahrt an der Backe hatte nickte ich immer wieder weg und ratzfatz waren wir zurück am Treffpunkt, wo mein Krempel von Anjas in meinen Kofferraum umzog und jeder von uns noch die ca. 50 Restkilometer nach Hause fahren musste.

Die Zahlen:
Samstag ab 10:00 Uhr: 16 Runden (26,4 km), 3:38:21 (Pace 8:16)
Samstag ab 18:30 Uhr: 16 Runden (26,4 km), 3:45:58 (Pace 8:33)
Sonntag ab 6:00 Uhr: 8 Runden (13,3 km), 1:54:58 (Pace 8:42)

Summe: 66 km in 9:19:17. Ich fasse es selber noch nicht so ganz.

Nachwirkungen: Mein ohnehin sehr störanfälliger Biorhythmus ist jetzt total im Eimer. Ich bin um 20 Uhr komatös ins Bett gefallen und jetzt (nach Mitternacht) wieder putzmunter.
Ich habe unglaublich viele Blasen an den ziemlich geschwollenen Füßen.
Was noch: Nichts! Kein Knie, kein Fuß, kein Rücken... noch nichtmal für einen Sonnenbrand hats gereicht.

Wiederholungsgefahr? Weiß ich noch nicht. Die Anfahrt ist doch ziemlich ätzend. Das Format „24-Stunden-Lauf“ gefällt mir aber doch ganz gut!

Zum Schluss: Danke liebe Anja, es war ein angenehmes, unkompliziertes Wochenende mit Dir, gerne wieder! Besonders dankbar bin ich Dir für die Fahrerei. Das hätte ich rückzu wohl nicht so entspannt auf die Reihe gebracht.

4.214285
Gesamtwertung: 4.2 (14 Wertungen)

ich sach nur

Rüningen:)
Haste gut gemacht, liebe Ultra-Conny. Danke für den schönen blog und was mich ganz besonders freut (dich wahrscheinlich noch viel mehr), dass dein ww-Körper alles gut verdaut hat...keep it simple...
PS in Rü koch ich dir Kaffee, DEAL?

liebste Conny

danke für beste Morgenlektüre.
"liegen mit geschlossenen Augen" - so geht es mir auch immmer, wenn ich mal ne Nacht ins Zelt muß ;-))
Kulinarisch gesehen war das WE ja der Hammer.
Um die Hitze habe ich euch wahrlich nicht beneidet.
Ihr wart dabei und die km können sich durchaus sehen lassen!
Nicht ganz meinen Traum erfüllt, aber.....;-))
GLG und einen schönen Urlaub, KS

Schöner Bericht,

klasse geschrieben. Ich hätte bestimmt vieles aber sicher keine Pellkartoffeln dabei gehabt. Gratuliere zur Laufleistung und schöne Grüße aus dem heute auch wieder sonnigen Süd-Brandenburg/Nord-Sachsen.

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Honigtoast und Pellkartoffeln mit schalem Kaffee

scheinen eine euphorisierende Wirkung zu haben. Muss ich mir mal dringend merken, das Rezept. Wobei: den Kaffee darf man auch weglassen, oder?

Toll gemacht, schöner Bericht und so könnte ich mir 24h auch vielleicht irgendwann mal vorstellen :grins:

Sehr schön und sehr gute Taktik!! :o)

So Häppchenweise kann man ja auch viel mehr vertragen und essen und sowieso, man glaub gar nicht, was alles so in 24h reinpasst! ;o)
Gratuliere Euch beiden heißen Ultradamen! :o))
Rüningen wär schon cool mit Euch!!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Habt Ihr gut gemacht.

Endlich mal ein Event bei dem Anfahrtskilometer in vernünftigem Verhältnis stehen zu den Veranstaltungskilometern :-) Fröhliches Füssehochlegen wünscht
RE

Alles ist gut.

Klasse!

sehr schön geschrieben!

Ich bin überhaupt kein Zelt-Typ, das was Du beschreibst, ist genau das, was ich mir vorgestellt habe, wie es sein könnte. ;-)

Habt Ihr klasse durchgezogen!

Glückwunsch zu den km bei diesem Wetter!

Im Zweifelsfall also immer freundlich nicken.

Oder auch:
"Stur lächeln und winken, lächeln und winken!" ;-)

Oder auch:
Stur laufen und trinken, laufen und trinken ;-)
Und das hast Du ja echt prima hinbekommen - schon cool - oder eben gerade nicht ...

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

24-Stunden-Läufe

sind der Hammer....gratuliere zu deiner km-Leistung.
Und jetzt ist ja Rüningen sozusagen Pflicht...

Gruß stachel

Take your time and remember slow is the new fast ...

Glückwunsch, Ökonmie und Landsmann(frau-)schaften

Glückwunsch zu eurem Mut und eurer phantastischen Leistung - bei dieser Hitze! (Und die kühlen Stunden habt ihr geschwänzt ...)

Ökonomisch gesehen natürlich ein Flop: 66 km in 24 Stunden; macht 2,75 km/Stunde oder als pace ausgedrückt knapp 22 Minuten pro km. Und dann noch die Autofahrt ..... Aber dein Bericht hat mich auf eine Idee gebracht: warum sich nicht mal vor der Haustür eine (beleuchtete) Rundstrecke aussuchen und selbsr einen 24-Stunden-Lauf zusammenbasteln ("vor der Haustür": man braucht kein Zelt; hat eine Kaffee-Maschine; und muss sich keine Gedanken machen wg. Ein- und Auspacken; und vor allem kann man sich das Wetter aussuchen!). Und vorher die Familie wegschicken in Urlaub ...

Probleme mit dem schwäbischen Dialekt kann ich nachvollziehen, immer lächeln und nicken ist eine gute Methode. Ich mache das nicht nur bei den Schwaben so, weil ich so gut wie nichts mehr höre. Deswegen komme ich mit allen Landsmannschaften gut aus, sogar mit Sächsinnen (vor allem, wenn sie hochdeutsch reden).

Es hat Spaß gemacht, deinen Bericht zu lesen.

Ich wünsche dir einen schönen Urlaub und dann natürlich einen entspannten Monschau-Marathon.

Bewundernde Grüße

Heiner

200km...

... laufen sich wirklich einfacher als 66km... diese Zahl sagt doch schon alles ;0)))...
Glückwunsch du Ultra-Conny...
Bei der Hitze soviel Kilometer :0( !!! Du bist ja bekloppt :0)

Gruß,
Kaw.

Sorry an alle, die niemals angekommen sind, weil sie mich nach dem Weg gefragt haben...

Würde ich niemals schaffen...

...24 Stunden ohne richtigen Kaffee. Furchtbarer Gedanke.

Ansonsten: Glückwunsch zu dieser Wahnsinnsleistung bei diesen Temperaturen.

Und deine Rechenaufgabe verstehe ich jetzt auch. :-)

Gruß

Sirius
...der für 'nen Kaffee rennt.

pellkartoffeln...

...aha! muss was dran sein, denn das mainrennerlein futtert die auch immer und rennt und rennt und rennt. hasse ganz, ganz dolle fein gemacht, conny!
und rüningen nä, MUSSE gezz uuuuunbedingt machen! bringste deine ganze bagage mit, dann kann keiner meckern...
____________________
laufend würd sich auf conny in rüningen freuen: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegen kommt." (theodor fontane)

Liebe Conny, ich freue mich

Liebe Conny,
ich freue mich ja soooo für euch!
Respekt!!
Und ein Wochenende ohne Kaffee??? Geht ja mal garnicht! Wie kann man ohne Kaffee so weit laufen?
Erhol dich gut :-)))

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Liebe Ultra-Conny,

ja, es war ein sehr unkompliziertes, schönes Wochenende mit Dir, jederzeit wieder.
Ich freue mich, dass Du Deine Runden so locker laufen konntest, ausser den Blasen keine Wehwehchen hast und eine tolle km-Leistung abgeliefert hast.
Und da Du jetzt schon alles so schön geschrieben hast, kann ich mir das tippseln ja sparen, dem ist nämlich nichts hinzu zu fügen.
Sollten wir es nochmals wagen, dann aber nicht im Hochsommer, ist nix für alte Frauen ;o)

LG,
Anja

Motivaischn!

Hej Conny!

Danke für die schöne Beschreibung! Hat mich darin bestärkt, dass ich dieses Jahr *unbedingt* wieder nach Rüningen muss!!!

Ne schöne Jroos us Kölle

Stefan

+++ Laufen bringt dich voran +++

Boah, Stefan,...

Du bist ja schon voll eingeköllet...trinkste jetzt auch schon datt olle Leckbier im Pinnchen da??? ;o)
Natürlich mussu nach Rüningen, is doch klar!!!
Freu mich auch Euch da!! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Ja genauso

sind 24-h-Läufe und ganz besonders genial sind sie dann, wenn noch viele bekannte und unbekannte Jogmaper dabei sind.

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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

@alle

Rüningen ist NOCH weiter zu fahren, und außerdem passt da der Termin nicht in meinen Kalender.
Die Pellkartoffel-Inspiration kam aus diversen Mainrenner-Beiträgen, und ich muss sagen, das ist super! Magenfreundlich, gut vorzubereiten aber doch unaufwendig und auch ohne Kühlschrank ein bisschen haltbar.
Mein Bedarf nach Füßehochlegen war kleiner als gedacht, das Eintakten des Biorhythmus' dauert allerdings noch an.
Zelten fahre ich schon seit ich denken kann. Es macht mir immernoch Spaß, wenngleich das Ausrüstungsniveau im Lauf der Jahre doch etwas weniger spartanisch geworden ist. Und da auch Anja zur bekennenden Camping-Fraktion gehört, passte das ganz hervorragend! Dass ich trotz Ohrstöpseln nicht schlafen konnte lag sicher nicht am Zelt, das geht mir oft so.
Das Tempo pro Kilometer gesehen ist natürlich desillusionierend - oder doch motivierend? Das überlege ich mir noch ;-)
Morgen gehts erstmal in den Urlaub. Endlich wiedermal Autofahren (reichlich 600 km), um zu zelten übrigens, diesmal allerdings mit dem großen Reisegepäck und mit Kocher und Kaffeepulver :-)
Bis danach viele Grüße Euch allen, Conny

War bei Euch auch so heiss?

War bei Euch auch so heiss? Denk schon. Und dann fast 10 Stunden laufen, mein lieber Scholi. Ich war Samstag 2 Stunden auf dem Rad und war fertig. Super klasse gemacht. Ich denke, Du trittst auch mal in Roth auf der Langdistanz an, oder :-)? Ohne Kaffee geht wirklich nicht, da muss die Orga an sich arbeiten.
PS.: Camping finde ich auch toll.

Schade, dass Rüningen nicht passt

Die Streckenverpflegung ist dort Meilen besser und die Nicht-Camping-Möger können sogar im benachbarten Hotel nächtigen.
Ansonsten: Riesenrespekt vor dieser km-Leistung! Einen schönen Urlaub wünsch ich dir!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

"nichts außer Leitungswasser"

Schön, dein Bericht, glaube, du hast alles richtig gemacht!!! Hast du das Chipband eigentlich gebraucht?
Finde nur, der Veranstalter schneidet ein bisschen schlecht ab???!
"nichts außer Leitungswasser". Der Lauf war für umme (und das im Schwobaländle!). Der Veranstalter hat die ganze Organisation, die Startnummern, das Zeitmesssystem, die geniale Nachtbeleuchtung, die ganzen Helfer für "nada" bereitgestellt! Sogar Wasser gab es umsonst!!!!!!!!!
Wo gibt es das noch???
Und auch die Siegerehrung, die Pokale, alles für "ohne" Startgeld! Dem Hauptorganisator gehört ein ganz ganz dickes Lob! Der Junge ist echt genial!
Schade, dass ihr beiden nicht an der obligatorischen Schlussrunde teilgenommen habt, das ist sowas von emotional, wenn alle gemeinsam noch auf die letzte Runde gehen, alle gemeinsam! Gaaaaanz langsam. So so schön!
Habt ihr verpasst! Aber es kommt ja 2014!

Nun noch gute Regeneration und einen guten Monschau Marathon!

Schwäbische Grüße von
Tavalu

Boah Conny,

5 Sterne für den schönen Bericht! Du bist ja ultra-gut gelaufen! Klasse! Ja diese 24h-Läufe finde ich auch immer supi. Besuch uns doch trotz aller Stressbedenken mal in Rüningen;-) O.k., die Anfahrt ist für dich auch nicht so ganz ohne...*hüstel!*...aber irgendwas ist ja immer:-))) Und sie haben die Bahn niegelnagelneu gemacht!!! Und wir sind alle da!!! Was gibt`s da eigentlich noch zu überlegen, hääää? ;-)

Lieben Gruß
Tame

@Tavalu

"nichts außer Leitungswasser" war jetzt nicht negativ gemeint und ist auch nicht als Kritik aufzufassen. Das wusste vorher jeder und das ist auch absolut ok so. Es hat ja ohnehin jeder seine persönlichen Vorlieben bezüglich der Verpflegung.
Was wirklich nervig war, war die Gastronomie im Vereinsheim. Das Essen war schlecht, die Bedienung unfreundlich und langsam. Der Gipfel der Unverschämtheit war, dass man uns morgens den Toilettenbesuch in der Gaststätte verwehren wollte. Wir sollten doch das (eine!!) WC im Keller benutzen, die Gaststättentoiletten wären nur für die Gäste. Da hab ich mich schon gefragt, wer doch gleichmal die Gäste des Vereinsheimes waren an diesem Wochenende.
Ich hatte Gelegenheit, auf einer Laufrunde mit einer Dame vom ausrichtenden Verein zu quasseln, und auch die waren mit dem, was der Gaststättenpächter da abgeliefert hat, absolut nicht zufrieden. Diese Kritik richtet sich daher an den Gastwirt, nicht an den Verein.
Die Nachtbeleuchtung war gut gemeint und hat sicher auch viel Arbeit gemacht, aber mich haben die Lampen geblendet, ich wäre dann lieber mit Kopflampe gelaufen. "Genial" erscheint mir hierfür dann doch übertrieben.
Die Idee mit ohne Startgeld dafür Spendenbox hat mir wiederum sehr gut gefallen und passte super zum Charakter der Veranstaltung.
Was uns beide etwas geärgert hat, war irgendwann die Aussage, man solle sich das Wasser aus dem Bechern doch nicht über den Kopf schütten, weil die Helfer keine Lust hätten, das ständig vom Wasserhahn zum VP zu schleppen. Neben dem Wasserhahn stand ein aufgerollter Schlauch. Sowas verstehe ich dann ehrlich gesagt nicht.
Wie gesagt: alles in allem eine schöne, durchaus empfehlenswerte Veranstaltung, das Gesamtpaket stimmte dann schon. Aber für Lobhudeleien sah ich persönlich dann auch keinen besonderen Anlass, daher habe ich mich in meinem Bericht in dieser Richtung etwas geschlossen gehalten.
Das Chipband hat mir übrigens gute Dienste geleistet.
Was ich noch nicht gefunden habe: eine Ergebnisliste.

Viele Grüße aus dem Urlaub, WWConny

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