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Ich mag sie irgendwie nicht. Nicht, dass ich nicht auch mal schöne Läufe über 30 km hatte, aber irgendwie sind sie nur notwendiges Übel, das man zur Marathonvorbereitung nun mal in Kauf nehmen muss. Und ich meine nicht nur die 30er. Auch die 26er und 28er, die in etlichen Wochen auf dem Weg dorthin zu absolvieren sind. Ich kann ohne Probleme zwei Stunden laufen und dabei meinen Spaß haben. Dreieinhalb Stunden Spaß sind mir aber für‘s Training zu lustig.

Folglich hatte ich bislang nach jedem Marathon Trainingsstrecken über 20 km weitgehend gemieden. Vor dem nächsten großen Ereignis musste ich mir die Fähigkeit des langen Laufens natürlich wieder mühsam in 3 bis 4 Monaten erarbeiten. Wahrscheinlich war es auch dieser lange Zeitraum, der mir die Lust daran etwas genommen hatte.

Nach einem schönen Marathon im Mai, fand ich es nun schade, wenn ich meine gute Form wieder den Bach runter gehen ließe. Seitdem versuche ich sie zu konservieren, indem ich einen 30er im Monat absolviere. Zwei Läufe habe ich bereits hinter mir. Die erste Stunde jeweils noch mit Gehpausen ca. alle 2 km, die letzten 5 – 6 km mit beschleunigtem Tempo. Beide Läufe verliefen sehr gut, wobei im Juni am Ende doch noch etwas mehr Körner für den Tempoteil vorhanden waren. Das kann natürlich schon auf einen leichten Formverlust hindeuten. Vielleicht war’s aber auch nur die Tagesform.

Jetzt noch einen 30er im August für Münster (im September) oder noch zwei für Bremen (im Oktober). Da bin ich noch unentschlossen. Bin selbst gespannt auf das Ergebnis, wobei weniger die Zeit als der Rennverlauf zu bewerten wäre. Für Bestzeiten ist diese Art von Vorbereitung wohl nicht geeignet. Ich werde berichten.

Gruß

Sirius
…der nicht so gern so lang rennt.

So viel Ahnung habe ich ja nicht...

... aber soweit ich Leute verstanden habe, die das von sich behaupten, kannst du die Fähigkeit, bestimmte Distanzen zu laufen sowieso nur "konservieren", wenn du die Distanz wöchentlich (am Stück) absolvierst ... daher sind die meisten Trainingspläne auch für 8 oder 9 Wochen ausgelegt, das kann man aushalten, 52 Wochen lang, denke ich eher nicht ;).
Ansonsten noch zwei nicht ernst gemeinte Ratschläge: sorg dafür, dass du 30 km in 2 Stunden schaffst oder/und versuch mal 35 km :)

Get faster or die trying

strider die gerne lange rennt

antwortet mal, dass sie auch 30er nicht mag (und nicht in zwei Stunden schafft ;-)) und 35er noch viel mehr! Ich glaube, das ist eine Kopfsache: das im Training zu MÜSSEN, dann macht es keinen Spaß. Wenn ich mir vornehme die und die Strecke/Runde zu laufen klappt es besser. Der Läufer will mental betrogen werden ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Die meisten Trainingspläne

Die meisten Trainingspläne sind ja auf Steigerung ausgelegt. Mir geht es tatsächlich nur um "Konservierung". Aber du hast wahrscheinlich insofern Recht, dass ein monatlicher Rhythmus zu langfristig angelegt ist. Wöchentlich muss er meiner Meinung nach nicht sein. Wahrscheinlich liegt das Ideale irgendwo in der Mitte. ;-)

Du auch nicht?

Du überraschst mich. Da bin ich ja in guter Gesellschaft.
Ich habe immer meine eine große Runde, die ich schaffen will und die ich je nach Planung auch noch ausdehnen oder verringern kann. Es ist natürlich immer im gleichen Gebiet, weil es da halt am schönsten ist. Auf Dauer vielleicht auch zu langweilig? Ich möchte aber nicht mit dem Auto zum Lauftraining fahren um neues Terrain zu erkunden.
Das Einfachste wäre wahrscheinlich, ich würde einen Marathon im Monat laufen. Dann könnte ich mir die 30er ganz sparen. ;-)

Die meisten Trainingspläne

Die meisten Trainingspläne bauen auf einer Grundlangenvorbereitung auf, zumindest die die vermeintlich gut gemacht sind und setzen daher auch eine gewisse vorherige Leistung voraus. Zum halten einer Leistung sind diese ehr nicht gedacht ;) Deshalb sollte man wenn man es richtig macht sein Laufjahr in Phasen unterteilen und nicht von Wettkampfplan zu Wettkampfplan hangeln, weil diese einen auf Dauer überfordern. Da hier die Intensität und die Kilometer meist sehr hoch sind. In vorbereitung auf eine Wettkampfphase sollte man deshalb auch vorher schon monatelang die Wochenkm trainieren um sie dann drauf zu haben wenn diese dann im Wettkampfplan gefordert sind, das hilft Überforderung zu vermeiden.

ich laufe sehr gern die langen Läufe, wobei ich beim Training alles gerne mache, ja egal was. Man muss den Genuss und den Spaß auch dran sehen und wofür man sich manchmal auch Quält ohne Schmerz kein Preis...

was mir noch einfällt. du solltest in keinem Fall nur einen langen im Monat machen. sondern jede Woche einen gesteigert von 25-30 km das ist besser als nur immer 30 er...

Gruß
Sven

Blog auf www.SchnelleGurke.de
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@ Siirius

Was meinst du, warum ich Trainingsmarathons bzw. als Pacemaker laufe??? Übrigens kann ich dir auch IVVs empfehlen, in der Regel sind die so profiliert, dass die 20km Runde auch reicht ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Faustwerte (angelehnt an Galloway)

zwei Stunde - gehen jede Woche (Regenerationswochen ausgenommen)
20 km - alle zwei Wochen
Drei Stunden - alle drei Wochen.
D.h., fürs Konservieren bist Du mit einem 30ger im Monat gut dabei.
Ich laufe auch in der Marathonvorbereitung kaum 30ger, weil ich dermaßen langsam bin, dass ich auch in dreieinhalb Stunden bestenfalls 27/28 km schaffe im GA1-Tempo. Und länger als dreieinhalb Stunden - da hast Du völlig recht - das hält man ja nicht aus ;-)
Hätt noch immer jot jejange. Nur eben nicht schnell.

jepp, das ging mir auch...

...durch den Kopf. Nette Laufveranstaltungen helfen bei der Vermeidung von Langeweile auf den langen Trainingsstrecken. Man muss sich dann eben bremsen, damit diese auch den gewünschten Trainingseffekt entfalten.

Lieber Sirius Zwei Tricks,

Lieber Sirius

Zwei Tricks, die mir extrem helfen, lange Läufe zu mögen (oder sie wenigstens durchzuziehen):

1. Suche dir eine möglichst attraktive Strecke aus, wenn's geht sogar eine, die du noch nicht kennst. Ich leiste mir den "Luxus", mir extra auf dem Wanderwegnetz etwas zusammenzustellen, sozusagen als "Speedwanderung" in einer tollen Umgebung.

2. Etwas weniger aufwendig: Ich fahre mit dem ÖV so weit von zu Hause weg, dass es mind. 30k (oder eben 35k) sind, auf dem direktesten Weg nach Hause zu laufen. Damit verhinderst du ein ödes Rundenlaufen, auf dem du dich bei jeder Runde wieder neu zusammenreissen musst, damit du nicht unter irgend einem lächerlichen Vorwand abbrichst.

LG

estrela

So, und nu ich noch

Deine Lieblingsrunde kannste ja auch mal andreas herum laufen, dann sieht die gleich ganz anders aus. Damit es nicht langweilig wird ist eine Begleitperson ganz hilfreich, macht immer meine Freundin und das sogar gerne und ich brauch nicht mal Getränkeflasche schleppen. Aber gut, das hat ja nicht jeder parat. Alternativ gibts ja immer Volksläufe mit entsprechenden km. Da ist die Versorgung auch gegeben, kostet zwar paar Euro aber eventuell noch billiger als extra eine Freundin :-).

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Bin mir zwar nicht sicher, ob Mann

mit NUR einem 30er im Monat M-Bestzeiten laufen kann, aber Frau kann :). Mehr brauch ich nicht - einen 30er (+) pro Monat und das durchgehend. Familienkompatibel.

Meist lauf ich den mit mehreren zusammen, dann macht allein die Quasselei das Ding (noch) erträglich(er).

hallo sirius,

wenn es paßt, absolviere ich längere läufe innerhalb von laufveranstaltungen.
in gesellschaft und natürlich langsam.
das macht mehr spaß, die zeit vergeht im fluge und man wird im ziel belohnt :)
man lernt dabei land und leute kennen, zbsp. jogmaper ;).
alle 3-4 wochen ein 30er sollte zur haltung der grundform genügen.
was auch geht, die 30-35km splitten.
2 tage hintereinander mind. 15km oder 2x15km an einem tag (früh und abends).
funktioniert bei mir gut.

lg ls :))

"Wenn du eine Düne erklimmst, verschwende deine Energie nicht damit zu beschreiben, was auf der anderen Seite sein könnte, warte, bis du oben bist, um es zu entdecken." Maxime Chattam

Danke!

Da ist ja eine ganze Menge zum Thema "Abwechslung bei langen Läufen" zusammengekommen. Vielen Dank für eure Tipps und Anregungen. Einiges kann sofort, anderes später umgesetzt werden. Ich werde meine Frau gleich mal fragen, ob ich mir eine Freundin suchen kann.

Eine Sache steht aber noch in Bezug auf das Posting von fazerBS im Raum:

@ Männer:
Könnte mal bitte einer von euch bestätigen, dass Mann das auch kann. Oder bleibt die A-Karte jetzt an mir hängen?

@Mann:

Keine Ahnung ob man(n) das kann - ich könnt's nicht.
Aber mir geht's wie Dir: Ich empfand die Dinger auch meist als notwendiges Übel.
Ein Tipp noch: mach's wie ich - mach hin & wieder mal die Äuglein zu auf langen Geraden - entweder Du entspannst dabei oder es ist ein schöner Nervenkitzel, mal zu schauen, wie lange man sich traut ... ;-)
Ich wär die Dinger ja am Liebsten im Schlaf ge ... äääh ... rannt ist Blödsinnn ... geschlurft? ... ja, besser!

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

Ja, so etwas kann einem auch

Ja, so etwas kann einem auch die gefühlte Zeit verkürzen. Ebenso wie Gedankenspiele, z. B. Stadt, Land, Fluss. Oder Kopfrechenaufgaben wie 679 x 64. Dabei ist interessant, wieviel Gehirnpotential das Laufen kostet. Während man im Ruhezustand vielleicht 20 Sekunden braucht, dauert es beim Laufen schon mal 5 Minuten. Ein Problem kann dann auch sein, dass man zu Hause zwar ein Ergebnis hat, dieses jedoch nicht mehr kontrollieren kann, weil man die Aufgabe vergessen hat.

Gruß

Sirius
...der mit schwerem Kopf rennt.

Am Besten ist ...

... zwei 30er einfach an einem Tag hintereinander ohne Pause dazwischen zu laufen. Dann ist der einzelne 30er quasi nicht mehr soo lang.
;-))

Wie die alten Germanen schon wussten

Stimmt! Ein altes Sprichwort spricht ja auch:

Doppeltes Leid ist geteiltes Leid...irgendwie...so ähnlich jedenfalls. ;-))

oder rechne im Kopf

..nach 23 km ungefähr, wieviel 14*1,65 ist :o

Ich unterteile mir die

Ich unterteile mir die Strecken immer.
Bei einem 32 Kilometer Lauf, laufe ich " einfach" nur 16 Kilometer.. . . und wieder zurück!
Dann fange ich mit 6 an, freue mich, weil dann nur noch 10 bleiben. Bei Kilometer 10 kommen nur noch läppische 6, die macht man ja mal eben locker.
Auf dem Weg zurück fange ich das Spiel wieder von vorne an.
Albern, ich weiß, aber es klappt bei mir.
Seit dem ich das so mache, sind die langen Läufe längst nicht mehr eine solche Überwindung.

Und wieder ein sehr schönes Beispiel …

… für gelungene Selbsverarschung.
Sowas gefällt mir ja sehr und mach ich auch oft … aber bei Wettkämpfen! Bei Trainingsläufen möchte ich auf so etwas eigentlich nicht angewiesen sein, höchstens bei TDLs ;-)

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

Ich mag...

... sie auch nicht, diese 30iger... sie sind mir einfach zu kurz... :0))))))))))))))
Gruß,
Kaw.

Sorry an alle, die niemals angekommen sind, weil sie mich nach dem Weg gefragt haben...

Das Ergebnis:

Ausgangspunkt: 12.05.13, Mainz, Marathon in 3:52:05 h

Meine 30er:
09.06.13: 30,69 km in 6:08 mit ca. 10 Gehpausen, 6km in 5:10
13.07.13: 30,82 km in 6:37 mit 6 - 8 Gehpausen, 5 km in 5:30
25.08.13: 31,00 km in 6:30 mit ca. 6 Gehpausen, 5 km in 5:30

Ergebnis: 08.09.13, Münster Marathon in 3:50:58 h

Es hat geklappt! Die Form wurde gehalten. Für eine Bestzeit hätte es aber niemals gereicht. Mann kann eben nicht.

Gruß

Sirius
...der hin und wieder mal 30 km rennt.

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