Weitere zwei Wochen Marathontraining sind absolviert. Damit sind 4 von 12 Wochen des Plans und 3 der 9 Aufbauwochen absolviert. Langer Lauf mit 28km war bei ersten Mal noch hart, da es 27 Grad hatte und ich nix zu trinken dabei hatte. Das letzte Viertel lief dann mal so garnicht. Diese Woche dann mit Trinkgurt los und hatte dazu noch ein Gel dabei. Resultat: Pace 8sec schneller und Puls 11 Schläge niedriger...naja, war auch 10 Grad weniger warm, sicher ne Kombination aus beidem.

Dazu hab ich schon bisschen gelesen. Kohlenhydrate beim langen Lauf zuführen sperrt quasi einen großen Teil des Effektes den man erzielen will, sehe ich das richtig? Ich werd wohl bei den nun 3 Wochen lang zu absolvierenden 30km Läufen ein Gel dabei haben, aber das nur nehmen, wenn es sonst wirklich zu Problemen kommt...im Training mit dem Hammermann spielen gehen macht ja sicher auch nicht viel Sinn oder liege ich da falsch?

Der TDL wurde auf 12km stabilisert und war diese Woche auch top. Puls bei 83% und Pace 3sec unter MRT. Es geht nun 4 Wochen lang über je 15km, da habe ich aber keine Bedenken.

Körper fühlt sich gut an, obwohl ich mit 65km einen neuen Wochenkilometerrekord aufgestellt hab...also persönlicher Rekord, für andere ist das ja sicher sehr wenig. 2x wöchentliches Fitnessprogramm ein wenig in Richtung Stabilität verschoben, damit nicht irgendwann die Hüfte oder so Ärger machen. Was kann noch schiefgehen?

Ganz klar kann das Wetter die nächsten 8 Wochen noch ein wenig schwerer machen als ich das gerne hätte...ein lauer Sommer käme mir sehr entgegen, aber solange keine 30-35 Grad über Wochen herrschen, muss ich ggf nur die Zeit ein wenig nach oben korrigieren.

So, weiter geht's morgen mit besagtem TDL über 15km! :)

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Wie stark bist Du...

... auf das Gel zu verzichten, wenn Dein Körper und Kopf danach verlangt? Ich würde kein Gel im Training mitnehmen!
Das Schlimmste was passieren kann, ist, dass Du die letzten Kilometer gehen musst oder ganz langsam bist.

Es ist aber wichtig den Körper daran zu gewöhnen auf Fettreserven zuzugreifen und nicht auf die leicht verfügbaren Kohlehydrate. Beim Marathon wird Dir die Gewöhnung ungemein helfen und wenn Du da dann ein Gel nimmst, ist es wie nochmal den Turbo zünden.

Ok, danke für den Tipp. War

Ok, danke für den Tipp. War das erste Mal, dass ich eins genommen hab ohne drüber nachzudenken, wenn ich ehrlich bin. Dann viel mir ein, was ich eigentlich grad bezwecken will und ich fing mal mit der Recherche an und meine Vermutung wurde bestätigt.

Ich hoffe, es geht auch ohne am Sonntag, werde nur bei einem TDL mal eins mitnehmen um schlicht die Verträglichkeit beim MRT mal zu testen.

Vorsicht

Die Erklärung ist soweit richtig, aber Vorsicht!
1. Es ist IMMER ein Energiemix, der den Muskeln die Glukose zur Verfügung stellt. Fettverbrennung findet immer statt - egal wie lang die Belastung dauert. Der Anteil an der Gesamtenergiebereitstellung ist mit zunehmender Dauer größer.
Wenn Deine Glukosespeicher in Blut und Zellen aufgebraucht sind wird es hart - das ist der "Mann mit dem Hammer" (der landläufigen Meinung nach).
Klar: diesen Grenzbereich zu trainieren ist eines der Ziele der langen Läufe. Aber irgendwo in der Botanik mit leeren (Glukose-)Tanks zu enden ist kontraproduktiv. Dann lieber das Gel mitnehmen (ich hab auch immer ein Gel dabei - so gut wie noch nie gebraucht).

2. Bei meiner ersten Langdistanz habe ich lange Rad- und Laufeinheiten auch größtenteils ohne Energiezufuhr absolviert und oft - gerade auf dem Rad - den Hungerast gekriegt. Im Wettkampf habe ich mich dann mit 60g/h Kohlenhydraten versorgt, was letztendlich zu schweren Magenproblemen führte.
Der Fehler war: eine komplett andere Ernährung im Wettkampf als im Training.
Achte darauf, diesen Fehler nicht zu wiederholen. Orientiere Dich an Deiner Wettkampfverpflegung und reduziere sie für das Training geringfügig.
Damit solltest Du auf der sicheren Seite sein.

Bei mir ist es so das ich

Bei mir ist es so das ich nun daran gewöhnt bin. Aber ich bin durch die harte Schule des Zuckerabfalls beim Radeln gegangen, da geht dann nix mehr.

Deshalb kenne ich die Anzeichen schon weit im Vorfeld, wenn es knapp wird. Beim Laufen kann ich die Pace bissel zurücknehmen, was ich dir auch als Tipp gebe, und nach zwei Km ist alles wieder ok. Nur muss man dann halt den Rest etwas langsamer machen. Ansonsten dürfte es eigenlich immer reichen, denn sonst kann es sein das du Grundlegend etwas zu schnell unterwegs bist.

Gruß
Sven

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Danke für die Tipps. Ich

Danke für die Tipps.

Ich fühl mich da bestätigt und werde zwar bei den 30ern ein Sicherheitsgel einpacken, aber gehe eigentlich davon aus, dass die fehlende Flüssigkeitszuvor den Hauptunterschied gemacht hat und ich das nicht brauchen werde.

Bin gestern leider nochmals in die Falle getappt und hab den TDL ohne Trinken gemacht. 10km gingen recht gut, nach 12 war ich platt und die letzten 3 bin ich dann an der Schwelle gelaufen, was natürlich nicht sein sollte. Da muss ich mir was überlegen, denn der Trinkgurt, den ich schon bei den langsamen Läufen als störend empfinde, würde mich da enorm nerven und außerdem sind da auch nicht grad Wassermassen drin. Alternative wäre wohl wirklich erst in den Abendstunden zu laufen, also ab 20 Uhr o.ä., aber richtig kühl ist es da ja auch noch nicht!

Ey was machst du dir ne

Ey was machst du dir ne Kopf? Beim TDL ist immer ein negativer Splitt-HF drin. Wirklich immer. Deshalb laufe ich z. B. sowas nicht mehr mit Pulsuhr, weil mich diese Daten wahnsinnig machen würden und ich am Ende die Qualität nicht habe. Nur die Vorgabepace zählt, der Rest ist völlig egal...

Jetzt wo es wärmer ist, haut es eh nicht mehr hin und du erzielst die Qualität nicht die es haben sollte. Du kannst zu deiner Beruhigung es aber auch anders machen: laufe dann statt 12 km halt 2 x 6 km machst dann bei der Hälfte 1:00 min kurz Pause...;)

Das mit dem Trinken ist alles reine Kopf und gewöhnungs Sache ich bin gestern meinen TDL auch bei 28 Grad gelaufen(mit Pause inner Mitte ;)) ohne Trinken mit zu nehmen, ich tanke meist vorher gut über den Tag verteilt. Bei lange Läufe nehme ich auch manchmal was mit. Trinke ruhig Getränke mit etwas Salz drin oder nehme extra Salz zu dir ca. 1-2 g extra je Tag. Hilft auch gegen Kopfschmerzen.

Am Tag musst du soviel trinken das du relativ oft auf die Toilette musst, aber nicht so viel das du förmlich aufquillst...das Maß findet man auch durch Erfahrung.

Ich laufe gern abends...wenn du das Ziel haben möchtest musst du wohl deine Gewohnheiten etwas abändern und den Kompromiss früh oder später Abends zu laufen eingehen, oder du musst es halt durchhalten aber mit erhobenen Hauptes der Hitze die Stirn bieten.

Gruß
Sven

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Hallo Sven, danke dir für

Hallo Sven,

danke dir für die Tipps. Einiges von dem, was du schreibst befolge ich schon. Ich bin den Tag über immer gut hydriert, achte vorallem darauf, nicht durstig loszulaufen. Mit Kopfschmerzen oder Krämpfen schlag ich mich eigentlich nie rum...gut Kopfschmerzen manchmal, aber das hat dann andere Gründe. ;)

Die Idee mit der kurzen Pause beim TDL kam mir auch schon. Wird die Qualität der Einheit wohl nicht so sehr abschwächen und wenn man geschickt irgendwo was zu trinken positioniert, könnte es vielleicht schon des Rätsels Lösung sein.

Bitte Bitte

Dieser Tempodauerlauf soll ja eigentlich bezwecken sich an das MRT zu gewöhnen und an der lustigen L-Schwelle soll er ja auch noch drehen. Die Gewöhnung erzielt man auch wenn man eine Kurze Pause einbaut. nur zu lange und mit Traben mitten drin ist ehr nicht so hübsch, weil dann das Laktat wieder abgebaut wird an das es sich zu gewöhnen gilt.

Ausserdem gibt es ja auch noch andere Tage wo es kühler ist und es besser läuft, dann packt man die 12 km och so und ist dann erstaunt wie easy es doch eigentlich ist.

Gruß
Sven

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