Benutzerbild von realfila

photo435
Dieser Morbus Bechterew ist dieser Jahr ein besonders hartnäckiger Hund. Von den letzten 8 Monaten sind insgesamt 5 Trainingsmonate dem Rheuma zum Opfer gefallen. Wobei der derzeitige Schub noch nicht ausgestanden ist.

Der derzeitig aktive Schub dauert nun schon 6 Wochen an. Zwar konnte ich trotz des Schubes einige kürzere Wettkämpfe absolvieren, und das auch erfolgreich, doch war das nur mit dem Einsatz von Schmerzmitteln möglich. Das das auf Dauer nicht geht, leuchtet auch mir ein, wenn ich auch sonst recht sorglos im Umgang mit Ibuprofen bin. Leider schleicht sich dieser Leichtsinn nach fast 15 Jahren Erfahrung im Umgang mit Ibu ein.

Stillstand ist Rückschritt. Dieses Sprichwort gilt besonders für Bechterewkranke, denn das beste Mittel gegen diese Krankheit ist die Bewegung, egal in welcher Form. Das muss man eben auch mal ein bisschen Schmerz aushalten/ignorieren. Denn im Endeffekt hat man auch nur die Wahl zwischen viel und wenig Schmerzen.

Das ist auch ein Grund für mein "gefährliches" Spiel, dass manch einem Außenstehende den Anschein einer Laufsucht erweckt, aber auf dieses Thema werde ich demnächst separat eingehen.

Bisher hatte war ich ja ein bis zwei Mal in der Woche, je nach Anzahl der Wettkämpfe, laufen. Nach den Läufen, war dann der Schmerz meist so groß, trotz Ibu, dass ich das Auslaufen einschränken musste. Übrigens während der Rennen an sich bin ich schmerzfrei, was daran liegt, dass Endorphine und Adrenalin einfach die besten Schmerzmittel sind.

Wettkampf-Pause
Da der Schub von allein nicht gehen möchte, habe ich mich entschlossen mit einer absoluten Laufpause nachhelfe. Konkret mache ich genau 2 Wochen Pause. Beginnend mit dem letzten Wettkampf, dem Dinkelsbühler Staffellauf, habe ich bereits über die Hälfte hinter mir. Die Schmerzen sind deutlich besser geworden, sodass das ich zuversichtlich bin, dass es die richtige Entscheidung war auf eine Pause zu setzen. Wissen werde ich es aber erst, wenn ich am Sonntag oder Montag laufen war. Drück mir die Daumen...

Um nicht völlig meine hart erarbeitete Form zu verlieren, baue ich derzeit auf Radtraining, wie ich es letzen Sommer schon gemacht habe. Zum Glück geben die Temperatur es her, dass ich mein 2012 gekauftes Cross-Rennrad nutzen kann. Es macht ein vielfaches mehr Spaß mit dem Rennrad zu fahren, als auf dem Ergometer. Da verzichte ich doch gerne auf den Fernsehbonus.

Bald werden wir sehen, ob ich noch zu anderen Mittelchen greifen muss um den Schub in den Griff zu bekommen. Vielleicht wird aus mir auch mal ein Triathlet. Mal sehen, wo der Weg mich hin führt.

Sport frei!
Thomas
www.Läufer-blog.de

3.272725
Gesamtwertung: 3.3 (11 Wertungen)

Kopf hoch - und weiter!

Hallo thomas,

Wenn Du schreibst:

...ein Grund für mein "gefährliches" Spiel, dass manch einem Außenstehende den Anschein einer Laufsucht erweckt,...

dann frage ich mich, warum Du nicht schon längst offen über dein Handycap berichtet hast. In der Tat bist Du oft missverstanden worden, aber ohne die Hintergründe zu kennen, lag das ja auf der Hand. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und Gründe, warum er mehr oder weniger läuft. Um nicht in die Falle zu laufen, als "Selbstdarsteller" bezichtigt zu werden, ist da ein wenig Offenheit schon hilfreich.

Wenn Du schon so lange mit dem MB herumoperierst, kennst Du Dich sicher besser als jeder andere. Wenn Du glaubst, Laufen ist DEIN Weg, dann lauf! Die Risiken mit Ibo kennst Du, also mach Dein Ding, ich tue das ja auch mit einer gewissen Sturheit, weil eben Laufen das Ding ist, was mich gesundheitlich und emotional weiter bringt. Und wenn mir Leute sagen, ein Mara, 2 Jahre mach einer schweren Op ist Blödsinn, weil unerreichbar und evtl. schädlich... dann sollen sie es sagen. ich arbeite stoisch weiter darauf hin. Und wenn es denn nicht unter 4h klappt, dann komme ich eben nur an und wenn auch das nicht funktioniert, dann habe ich es jedenfalls versucht...

Geh Deinen Weg, alles Gute

Chris

vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

Thomas, ich gehe jetzt

Thomas,
ich gehe jetzt einfach mal davon aus, das du weisst, das so ein Schub wahnsinns Stress für dein Körper ist und dein Imunsystem auf Hochtouren läuft. Vielleicht wäre es unter diesem Aspekt hilfreich, mal darüber nachzudenken, ob es Sinn macht, in dieser Phase so dermaßen hochintensive Wettkämpfe zu laufen...
Bei allem Verständniss für deinen Ehrgeiz, wenn du etwas runter fährst oder "nur" zum Spass u/o Ankommen läufst, bist du evtl. schneller aus dem Schub wieder raus? Ganz offensichtlich zieht dein Körper gerade die Notbremse.
Und bevor du dich mit Cortison vollstopfst, nur um laufen zu können, lies erst mal den Beipackzettel mit den Langzeitnebenwirkungen.
Ich wünsch dir trotzdem gute Besserung!

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Bewegung

Ich hoffe du kennst den unterschied zw Bewegung und Bewegung!

Ansonsten nur: ich hoffe der Schub geht bald und du hast mal etwas länger Pause!

GT

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

Sport frei!

Hallo Thomas,

ich kann dich sehr gut verstehen und denke du machst das alles schon richtig. Ich habe selber MB und seit ich regelmäßig relativ viel Sport mache, habe ich wesentlich seltener Schübe und wenn dann einer kommt und ich gerade gut im Training bin, versuche ich auch alles um dran zu bleiben. Fahrrad fahren hat sich da auch bei mir als sehr gut erwiesen. Wenn ich einmal auf dem Rad drauf bin (das ist dann der eher schwierige Teil), dann habe ich beim Fahren selber keinerlei Schmerzen.

Ich kann nur sagen weiter so, klar ist es nicht gesund unter Ibu zu laufen (ich habs auch schon gemacht), aber ich denke es ist immernoch besser als sich von seiner Krankheit das Leben diktieren zu lassen.

LG Caro

@hoefpoet: Eigentlich habe

@hoefpoet: Eigentlich habe ich es nie verheimlicht, dass ich Morbus Bechterew habe. Ich habe es auch schon öfters in Blogeinträgen erwähnt. Wahrscheinlich hast du genau diese nicht gelesen....

Ich denke, dass ich speziell in diesem Forum oft "falsch" verstanden werde hat nichts mit meiner Krankheit/Leidensgeschichte zu tun, sondern viel mehr damit, dass es einfach meine Art ist, etwas ein bisschen exzessiv zu betreiben. Denn ein schlecht vorbereiteter Rennsteiglauf bringt mit meiner Krankheit nicht voran...

Du hast recht, dass Laufen einfach mein Weg ist, weil es der Sport ist, den ich trotz Niederschläge immer wieder leidenschaftlich betreibe. Klar wäre für meine Krankheit Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen besser aber für mich eben nicht. Da würde ich schnell die Lust und Motivation verlieren. Wobei ich mich gerade ein bisschen mit dem Radfahren anfreunde...

Ich schau mal bei dir rein...

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

@brihoha: Da magst du schon

@brihoha: Da magst du schon recht haben. Generell kann man sagen, dass es besser ist jeden Sport nicht exzessiv zu betreiben. Aber ich bin eben von der Sorte Mensch, der Bestätigung sucht und diese finde ich eben unter anderem in einer guten Platzierung bei einem Wettkampf.

Aber ich bin auch nicht ganz taub auf dem Ohr. So mache ich gerade eine zweiwöchige komplette Laufpause. Zu erst war ich zuversichtlich, dass die der Bringer ist, doch jetzt kurz vor Ablauf der 2 Wochen bin ich der Meinung, dass ich mein Zustand gerade wieder verschlechtert. Am Sonntag gibt ein kleinen Testlauf, danach bin ich schlauer...

Übrigens Cortison nehme ich gar nicht. Da hast dich wohl verlesen! Wenn ich Tabletten nehme, dann Ibuprofen. Und den Beipackzettel kenne ich genau, das darfst mir glauben. Es ist immer eine Risiko-Nutzen-Abwägung und Ibu gehört noch zu den "harmloseren" Kandidaten im Bereich der Medikamente für Rheumakranke. Aber trotzdem darf man nicht glauben, dass durch die Einnahme keine Schäden entstehen können. Bei Ibu sind besonders die Nieren und die Leber langfristig gefährdet. Deshalb lasse ich auch regelmäßig meine Blutwerte diesbezüglich prüfen.

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

@ricola72: Ich glaube ich

@ricola72: Ich glaube ich weis worauf du hinaus willst. Klar wäre es besser, wenn ich nur zum "Spaß" laufen würde, aber ich bin nun mal ein Wettkampftyp und möchte eben weiter kommen. Ganz nach dem Motto: "Stillstand ist Rückschritt". Damit das klappt setze ich eben Reize getreu dem Motto viel hilft viel.

Danke für deinen Zuspruch.

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

@Ikak: Da kann man gleich

@Ikak: Da kann man gleich den Unterschied lesen. Du hast scheinbar die gleichen Erfahrungen gemacht wie ich. Genauso gern wie wir auf die Schmerzen, würden wir auf die Einnahme von Ibu und Konsorten verzichten...

Eine weiblicher Bechti und dann auch noch Läuferin - Welch Seltenheit ;-)

Bewegung ist und bleibt eben noch die beste Schmerztherapie bei Rheuma...

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

Sorry, für mich bist du

Sorry, für mich bist du nicht nur ein bissele Beratungsresitenz. Aber du musst selber wissen was du tust. Naja, bloss sollte mann, dann nicht jammern.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

@Linzgaurunner für mich

@Linzgaurunner
für mich bist du ein Troll, schreib hier am Besten nicht, geh laufen. Und lerne Thomas seine Geschichte genauer kennen.

Gruß
Sven

Blog auf www.SchnelleGurke.de
tweet me @SchnelleGurke

sorry Mister Rune

was glaubst du eigentlich wer du bist?
Es handelt sich hier um einen öffentlichen Blog den jeder kommentieren kann, das was du machst ist anmaßend und beleidigend. Denk mal nach bevor du postest.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

Mit dank zurück, lerne mich

Mit dank zurück, lerne mich kennen und dann sprechen wir drüber ob ich ein Troll bin. Ich muß mich jetzt nicht rechtfertigen, und ich kenne ihn nicht persönlich.Aber ich habe schon einige Blogs von ihm gelesen und er ignoriet gekonnt sämtliche gut gemeinten Ratschläge.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

Danke Linzgaurunner!

Das macht er:
Ignoriert Ratschläge.
Gekonnt.
Und dann kommt der nächste Jammerblog.
Nun mal nicht Rheuma, nun MB. Ist das nicht irgendwie das Gleiche, eine Untergruppe zumindest von Rheuma, oder?
Somit habe ich wieviele Rheumablogs mittlerweile gelesen?
KEINE AHNUNG!
Ich versuche die Blogs zu ignorieren, klappt nicht immer.
Wie man sieht.

Jeder wie er mag.

Welche

Welche Ratschläge?

Gruß
Sven

Blog auf www.SchnelleGurke.de
tweet me @SchnelleGurke
don't feed the Troll >XXX°>

Du arbeitest daran und das ist das Wichtigste.

Nicht aufgeben!

"Wenn Du eines Tages vor den großen Schiedsrichter trittst, so wird er Dich nicht fragen, ob Du gewonnen hast, sondern wie Du gespielt hast."

Die Ratschläge sind weiter oben zu lesen

und bei WIRKLICH JEDEM seiner Kranken- oder Trainings-Blogs in den Kommentaren.

Sie handeln davon, dass er es nicht übertreiben soll, dass er mit zu wenig Vorbereitung zuviel will.
Er hat einen Marathon Erfahrung (in den er auch nur reingestolpert ist) und dann will er direkt Rennsteig laufen. Da hat ihn Gott sei Dank sein Baby vor gerettet.
Was er dann auch noch bejammert hat.

Einige Blogs vorher kann man teilhaben an seinem Plan. Lies dir die Vorbereitung durch und die Kommentare.
Einer davon:
"Verfasst von runandbike1 am 30 April, 2013 - 10:23.
aber nach dem Rennsteig bitte nicht wieder jaulen........2 lange Läufe für ne Rennsteig Vorbereitung, probier ich auch mal.
MC, du sagst es."

Sie raten ihm zu moderatem Tempo, denn Bewegung ist sicher gut, aber nicht in diesem Maße. Er sagt, nö, geht nicht. Er brauche die Herausforderung. Sch... egal, ob sein Körper sie braucht.
Aber vielleicht sitzt in einem kranken Körper auch ein ... nein, schon gut.

Sie raten ihm, nicht unter IBU zu laufen. Die möglichen Folgen kennt er, tut sie aber ab. Mit einem Hinweis darauf, dass er sein Blut regelmäßig kontrollieren lässt. Das nutzt nur leider nichts während eines Laufs unter IBU.
Grade Wettkampf und Schmerzmittel kann fatalste Folgen haben.

All das sind die gutgemeinten Ratschläge, die er ignoriert und wenn du seine Blogs und die Kommentare der Läufer liest, findest du noch viel mehr Beispiele.
Er tut die Ratschläge ab um in einem nächsten Blog über genau die Folgen zu jammern, die ihm prophezeit wurden.

Ich warte auf den Blog: "Magen-Darm-Blutung während eines Laufs"... Müsste bald kommen. Wahlweise: "Nierenprobleme".

Ich versuche zu verstehen, wie er seinem Muster treu bleiben kann.
Erst dicke Hose und dann kommt ein Jammerblog.
Ich schaffe es nicht.

Wie schon geschrieben, meist denke ich mir meinen Teil und ignoriere sein Schreiben.
Da aber Linzgaurunner mir so aus der Seele sprach, habe ich mich dieses Mal zu einem Kommentar hinreißen lassen, wohl wissend, dass es nichts ändern wird.

durch drei Tore gehen ...

Liebe Jogmap-Gemeinde,
jeder von uns hat so seine eigene Art zu Laufen und so wird es manche geben, die meine Lauferei eigenartig finden, so wie es manche gibt, die mit realfilas Lauf-Art und seinen Blogs nicht so gut können.

Dennoch wünsche ich mir, dass wir bei und trotz unserer Unterschiedlichkeiten respektvoll im Schreiben bleiben.

Dieser Blog hier steht finde ich ziemlich haarscharf auf der Kippe, dass er respektlos-verletzend wird/wurde.

Und das braucht niemand von uns allen.

Habe einen schönen Gedanken von Frau Breit-Kessler vor kurzem zum Thema Disput/Streit/Auseinandersetzung gelesen:

"Ich nehme mir ein arabisches Sprichwort zu Herzen. Bevor man eine Auseinandersetzung beginnt, soll man durch drei Tore gehen. Das eine Tor fragt: „Ist es wahr, was du sagst?“, das zweite: „Ist es notwendig?“ und das dritte: „Ist es auch freundlich?“ Wenn man das bedenken würde, bevor man auf den anderen losgeht, wäre schon viel geholfen"

Herzliche Grüße,
waldboden

Hallo Thomas

Lass' dich von den unqualifizierten Sprüchen nicht entmutigen! Mein Freund hat auch Bechterew, sportelt im Triathlonbereich und kämpft trotz Schüben, oft auch mit! Schmerzmitteln. Wer sich mit dieser Krankheit auskennt, weiß auch, dass es keine Alternativen gibt und dass ohne Sport oder mit viel Sportpausen bald gar nichts mehr geht. Mein Lutz läuft oft mit schmerzverzehrtem Gesicht los, nur um nach den ersten Kilometern die Erleichterung zu spüren, wenn sich die Rückenmuskulatur anfängt zu entspannen. Wenn man tagtäglich mit dieser Krankheit konfrontiert wird oder gar selbst betroffen ist, sieht man die Welt des Sports, mit! der Ibu ab und an, ganz anders. Wüsste ich selbst nicht, welche Qualen der Mann so oft auszuhalten hat, würde ich vielleicht auch die normalen Ratschläge verteilen, aber Morbus Bechterew mit seinen vielen, vielen Begleiterkrankungen steht da auf einem ganz anderen Tablett und jeder Betroffene muss selbst entscheiden, wie damit umzugehen ist. Außenstehende können das gar nicht beurteilen und ziehen aus dem Hut Ratschläge hervor, die mit der realen Welt der Krankheit nichts mehr zu tun haben. Das ist aus deren Sicht auch verständlich, auch wenn sich einige hier im Ton vergreifen zu scheinen.
Ich applaudiere dir jedenfalls für deine Disziplin durchzuhalten und der Krankheit die Stirn zu bieten. Mir zumindest ist völlig klar, dass du bei aller Sturheit gegen MB anzukämpfen auch ab und an mal aufgemuntert werden möchtest. Ich hoffe, dir mit diesem Beitrag dazu verholfen zu haben. Mach weiter so und halt dich fit und den geschundenen Körper in Form! Liebe Grüße, Christiane

Danke @waldboden das spricht

Danke @waldboden das spricht mir aus dem Herzen. Leider hat man sich einen gesucht und es wird gern nachgetreten...

Gruß
Sven

Blog auf www.SchnelleGurke.de
tweet me @SchnelleGurke
don't feed the Troll >XXX°>

Danke Waldboden!

Thomas

ich wünsche Dir den Weg zu finden, der Dir hilft. Es gibt ja auch Selbsthilfegruppen für MB - vielleicht ist da auch für Dich noch was an Anregungen dabei? Und ja: es unterscheidet sich von "normalem" Rheuma. Meine Freundin hat das auch - aber sie ist keine Sportlerin, sondern war Opernsängerin. Mit ähnlichen Einschränkungen. Man hat teilweise für sie die Rollen ein wenig geändert, wenn es von der Körperhaltung her nicht ging (sie hat auch zwei künstliche Kniegelenke und die Hüften wurden als Kind schon "gerichtet").

@Yakimas: Du hast dich sehr

@Yakimas: Du hast dich sehr eingehend mit meiner Geschichte beschäftigt, was mich ehrt. Allerdings ist deine Betrachtungsweise sehr einseitig. Deshalb nehme ich zu ein paar Themen Stellung:

1. Ich kann mich nicht erinnern wann mit jemand hier den Rat gegeben habe unter Ibu nicht zu laufen. Das habe ich eigentlich in den Kommentaren zu diesen Beitrag erwartet. Ansonsten stimmt was du zum Thema Ibu sagst, wenn auch sehr einseitig betracht. Du stellst mich nämlich hin, als ob ich das Ibu wegen dem Laufen nehme, dem ist aber nicht so. Ibuprofen "müsste" ich nehmen egal ob ich laufe oder nicht!
Dann ist es so wie Christiane @ChrKoelker gesagt hat. Wenn ich nichts mache, wird es schlimmer und ich kann dann gar nicht mehr machen...

2. In diesem Zusammenhang möchte ich dir Christiane für deinen Kommentar sehr danken. Ich hätte es nicht besser beschreiben können und wenn es ein Ausstehender sagt, ist die Glaubwürdigkeit ein ganz andere. Danke auch für die aufbauende Worte.

3. Zurück zu deinem Post Yakimas. Du stellst mich als absoluten "Körperignoranten" hin. Da steckt zwar einiges an Wahrheit drin, aber bleibt mir oft gar nichts anders übrig, als dies zu tun. Eigentlich zwackt es immer an irgendeiner Stelle im und am Körper, von manchen erzähle ich, aber viele bleiben unerwähnt, da sie mich nur marginal im Sport einschränken oder zu intim sind. Eine absolute Gesundheit gibt es seit etwa 10 Jahren nicht mehr! Ich laufe aber erst seit 3 Jahren, nicht das du jetzt denkst ;-)... Wenn ich immer auf meinen Körper hören würde, dürfte ich gar keinen Sport machen. Morbus Bechterew heißt immer auch Schmerz aushalten oder wie du es sagst ignorieren (und das auch trotz Schmerzmitteln).

Generell möchte ich auch mal darüber aufklären, dass Ibu nicht jeden Schmerz komplett ausblendet, sondern bestimmte Schmerzen lindert. Sollte ich mich also beim Laufen vertreten oder umknicken, spüre ich diesen Schmerz sehr wohl. Man läuft also nicht Gefahr hier schwerwiegende Schäden durchs Laufen mit IBU zu erlaufen. Diese Problematik wurde hier zwar noch nicht ausgesprochen, schwirrte aber sicherlich schon in einigen Köpfen umher.

Nun zur angesprochenen Problematik Ibuprofen unter körperlicher Belastung. Ohne es wirklich zu wissen, glaubt man, dass sich diese Kombination grundsätzlich nicht verträgt. Dem ist aber nicht grundsätzlich so! Stell dir vor, es gibt Ärzte die verschreiben stärkere Schmerzmittel wie Tramadol, Tilidin und Konsorten nur damit der Patienten an einen Sport herangeführt wird. Denn inzwischen hat man erkannt, dass bei Rheuma wie bei keiner anderen Krankheit das Sprichwort "wer rastet, der rostet" zutrifft.

4. Die Behauptung, welche von Linzgaurunner stammt, aber du genauso zugestimmt hast, ist schlichtweg falsch. Ich bin keineswegs beratungsresistent! Oft nehme Ratschläge von Freunden, Bekannten, Läufern, usw. an. Es sind nur sehr selten Jogmaper dabei.. Warum nur???
Ein Ratschlag ist eben auch nur ein Ratschlag, wenn man selbst entscheiden darf ob man ihn annimmt.

5. Dass das Verständnis für meine Verhaltensweisen hier eine sehr niedrige ist, hängt sicherlich auch damit zusammen, dass keiner von euch eine solche Krankheit hat und deren Konsequenzen schlichtweg auch nicht kennen kann. Ich wünsch jetzt keinem Rheuma oder Morbus Bechterew (Rheuma ist übrigens der Überbegriff hierfür) an den Hals, denn das ist wirklich kein Pappenstiel, nur wäre dann das Verständnis sicherlich ein anderes.

6. Meine Krankheit verläuft in Schüben und dementsprechend gibt es Höhen und Tiefen, die sich zwangsläufig auch in meinen Blogbeiträgen widerspiegeln (müssen)! Scheinbar liest du aber nur die negativen Blogbeiträge, denn von den positiven Beiträgen gibt es genauso viele.

7. Das dein Herbeiwünschen von Blogseinträgen wie "Magen-Darm-Blutung während eines Laufs" oder "Nierenprobleme" voll daneben sind, brauche ich eigentlich nicht zu erwähnen!

8. Im übrigen habe ich die Nierenprobleme dieses Jahr schon hinter mir. Diese hingen aber mit einen zur Basistherapie gedachten Medikament namens Sulfasalazin zusammen. Nachdem ich mit weiteren massiven Nebenwirkungen wie richtig heftige Zahnfleischentzündungen zu kämpfen hatte, habe ich diese abgebrochen. Meine Werte sind inzwischen wieder top.

9. Dein Tonfall passt mir überhaupt nicht und auch andere sehen ihn als gelinde ausgedrückt ungemessen scharf an. Ich würde deshalb begrüßen, wenn du bei weiteren Kommentaren in einem anderen "Tonfall" schreiben würdest.

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

@fazerBS: An diese

@fazerBS: An diese Selbsthilfegruppen habe ich auch schon gedacht. Es würde auch in der Nähe eine größere Gruppe geben. Allerdings sind da fast nur ältere und meist recht unsportliche Leidensgenossen dabei. Demzufolge ist häufig der MB weit fortgeschritten, sodass ich mich mit der Gruppe nur schwer identifizieren kann.

Momentan bin ich auf der Suche nach sportlichen/läuferischen Leidensgenossen und habe schon einige gefunden (auch viele Blogger). Eine "digitale" Selbsthilfegruppe wäre hier erstrebenswert und über Facebook und Konsorten sicherlich recht einfach zu erzielen.

Sport frei!
Thomas


Läufer-blog.de

Andere Therapie

Hallo realfina,

hat Dir Dein Arzt schon mal eine MTX Therapie angeboten? Das soll die Rheuma Wunderwaffe sein.

Lieber schlank und fit als fett und faul!

@Ayuki1: Nein, wir wollten

@Ayuki1: Nein, wir wollten es jetzt erstmal mit Sulfasalazin probieren. Ich denken mein jetziger Zustand rechtfertigt die Gabe von MTX nicht...

Sport frei!
Thomas
Läufer-blog.de

Hallo Thomas,

ich bin sicher nicht der größte Freund einiger deiner Blogs...
dennoch, und hier möchte ich mich dann auch noch mal äußern, muss man meiner Ansicht nach deine Blogs deutlich differenzieren. Und das sollte man in jedem, besonders aber in diesem Fall einfach tun. Soviel Respekt ist das mindeste was man jemandem entgegenbringen sollte.
Bloßes oberflächliches rumpoltern ohne es wirklich zu lesen, bringt keinen weiter.

Hier ist eine Bestandsaufnahme einer schlimmen Krankheit und die Kenntnis, wie du damit umgehst zollt mir grossen Respekt ab. Deine Art, deinen Sport zu nutzen um dich zum weitermachen zu motivieren ist beachtlich. Einige Klicks im Netz haben mich etwas informiert, was deine Krankheit bedeutet und wie der zwangsläufige Verlauf aussieht. Somit sind viele Sichtweisen und Verhaltensweisen erklärbar, nachvollziehbar und würden von mir und vielen anderen genau so und nicht anders gehandhabt wie du es auch tust!
Das Laufen unter Schmerzmitteln nicht gut ist weisst du vermutlich besser als viele andere hier... das verschiedene andere Dinge auch nicht besonders gut sind braucht dir auch keiner zu erklären. Das du aber krampfhaft versuchst, deine Möglichkeiten so lange es irgend geht zu erhalten und nicht einfach Sand in den Kopf steckst und dich verkriechst sind toll und motivieren sicher viele von uns nicht aufzugeben, sondern weiter zu kämpfen. Deine Platzierungen, incl. der Zeiten, die du läufst sind erstklassig und ich behaupte 80 - 90% der hier schreibenden ist NICHT in der Lage, dir in einer dieser Läufe das Wasser zu reichen...

Deine Wasserstandsmeldungen über den aktuellen Zustand und den Verlauf deiner Krankheit in Verbindung mit dem Laufen sind wichtig und gehören für mich auch zu 100% hier hin. Genauso wie die Erfahrungen, die du mit Medikation und den daraus resultierenden Problemen sammelst.

ABER... ! Ein wenig muss ich auch die andere Seite betrachten... Es ist offensichtlich, das du ein gewisses Talent fürs laufen hast. Es ist offensichtlich, das du gesundheitsbedingt einfach eingeschränkt bist. Demnach solltest du gewisse Einschränkungen zu deinem eigenen Schutz einfach akzeptieren. Du wirst aufgrund der plötzlichen Intensität einzelner Schübe nicht in der Lage sein ein konsequentes Langstreckentraining über mehrere Wochen oder Monate zu verfolgen. Dein gesamter Organismus wird mit Langstreckenläufen oder gar Ultras nicht mehr klar kommen. Die Folgen aus derartigen Betätigungen stehen in keiner Relation zum Erfolg. Du hast Familie, Frau, jetzt zwei Kinder! Du hast Verantwortung übernommen... wenn du alleine wärst, egal! Bist du nur für dich selbst verantwortlich,ok wenn's schief geht und du im Wald liegen bleibst, ok! Pech gehabt...
Nutze deine Talente... halte dich fit! Bewege dich so oft und so schnell es geht. Geh weiter auf die kurzen Distanzen, mach Cross und Waldläufe... Vor allem, geniesse den Erfolg! Aber mach aus sportlicher und körperlicher Sicht keinen Selbstmord...
Und diese Blogs, die von deinen Erfolgen trotz schlimmer Diagnose berichten sind gut, auch gut für dich. Die Wasserstandsmeldungen deiner aktuellen Situation sind wichtig für dich und wie ich finde auch für andere...
aber die offensichtlich selbstzerstörerischen Aktionen rund um Marathon und CO und die daraus resultierenden "Jammerblogs", die schiessen dich ins Abseits... und haben nichts mit Erfolg, Laufsucht, Leidenschaft oder einer kalkulierbaren Dummheit zu tun...

und jetzt sieh zu, das du den Schub aus dem Körper bekommst und im Sommer noch ein paar schnelle Zeiten in den Waldboden brennst!

Gruß Thorsten

If you see me collapse,
pause my Garmin...

Stimme ich zu

Dem von Thor geschriebenem Stimme ich voll zu!!!

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

@Thor3108

Danke Thorsten, deine Worte haben mich echt berührt.

Du hast recht, dass ich gewisse Einschränkungen hinnehmen sollte. Allerdings habe ich ehrlich gesagt starke Probleme das zu akzeptieren. In meinem Umfeld gibt es Niemanden der ähnliche Probleme hat und ich sehe Kollegen die schwächer waren/sind, plötzlich an mir vorbei rauschen. Und da wird mir meine Gabe zur selbst Motivation zum Verhängnis. Ich will oft mehr als mir "zusteht" von meinem Körper. Gerne würde ich mich auf Wettkämpfe besser vorbereiten, ich habe ja auch den familiären Rückhalt dafür und Motivation ist sowieso kein Thema, aber der Bechterew macht da halt nicht mit.

Dieses Jahr läuft es überhaupt nicht rund und für den geplanten Bestzeitmarathon München, habe ich nicht nur die Sub 3:00 schon abgeschrieben, sondern fast schon den Marathon überhaupt.

Momentan halte ich mich mit Radfahren fit, aber auch da kündigen sich einige schwerwiegende Probleme an(Genickstarre, Hüftpfanne links und Fußdurchblutung). Ich denke langfristig werde ich zum Triathleten mutieren müssen und die Tiefs besser abfangen zu können.

Aber die Sache mit dem Marathon ist nicht vergessen und ich werde auch irgendwann einen Ultra laufen. Dass das nicht unmöglich mit Bechterew ist, kann man an Damian Zmudzinski erkennen (mein Vorbild).

Sport frei!
Thomas

Läufer-blog.de

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links