Benutzerbild von lonelysoul

Nach dem es in den letzten Wochen nur schleppend lief, im Grunde gar nicht, von ein paar 5ern mal abgesehen... diese Woche auch nicht ein einziger Lauf zustande kam, griff ich zu Trick 17 mit Selbstüberlistung.
Unter der Woche war es ja relativ warm, morgens laufen war nach der nachtschicht nicht wirklich dienlich, war einfach zu müde und nachmittags war es zu warm...
Die Idee reifte bereits am Mo... Cheffe gefragt, ob ich Fr->Sa 2 Std eher Feierabend machen kann, ok bekommen und weiter ging die Planung. Brauchte ja nen Schaufför zum Dienst, den ich in einem Kollegen fand, der auf alle Fälle an eben dem Fr eher als ich heim ging. Perfekt! (Dass der Koll am Ende zwar auf Arbeit kam, aber gleich wieder ging, wusste vorher keiner)
Vier Uhr war Feierabend und ab gings auf die Piste. Der Morgen graute bereits, dennoch hatte ich einige total dunkle Streckenabsschnitte durch Waldgebiet zu absolvieren... Mit meiner Funzel von Stirnlampe und der zusätzlich mitgeführten Taschenlampe kam nicht so dolle viel Licht... mir war ziemlich mulmig, zumal auf der anderen Waldseite schon von Wölfen berichtet worden war... Egal, da musste ich nun durch, hab es ja so gewollt.
Die ersten 6km gingen fast stetig bergan, nach 2km nächste Ortschaft... alles schlief noch, nur in der Backstube des Dorfbäckers brannte Licht. Weiter bergan gins wieder durch den Wald, besagte 6km und 45 min später war es schon richtig hell, leider zu zeitig für den Sonnenaufgang, den man an dieser Stelle ganz besonders gut sehen kann. Dafür rollte es nun wie von allein bergab und in der Ebene. Die Beine suchten sich einen Weg, der mich weiter führte als ursprünglich geplant. Erst mal kurze Pause und die Behelfsutensilien wie Lampe und *Warnweste* im Rucksack verstaut (war mir dann doch zu blöd, am hellerlichten Tage mit dem Teil zu laufen, die ich aber sicherheitshalber anzog der evt Autos wegen, die auf der Graden mit 70 und mehr vorbei fahren), was getrunken und weiter gings. Auf Umwegen nach hause.
15km sinds geworden. In der Morgendämmerung, wenn der Tag erwacht. Stille um mich rum, als würde alles dem Konzert der Vögel lauschen. Temperaturen waren laufoptimal um 14°, um Welten angenehmer als 25...
Eigentlich schade, dass nun erst mal Pause ist mit Nachtschicht, ab September ist es mir dann doch zu heikel, des Nachts durch den Wald zu laufen, weil es da ja wirklich erst später hell wird.
Eine Erfahrung, die ich gern gemacht hab... war ein schönes Lauffeeling. Und heut nachmittag gibts Radelprogramm.

4.8
Gesamtwertung: 4.8 (5 Wertungen)

Super!!!

Ähnliches habe ich heute morgen auch erlebt. Ich bin vor der Arbeit um 5 Uhr in Laufschuhen unterwegs gewesen und der aufgehenden Sonne entgegengelaufen. Unbezahlbar....:-)

Lieben Gruß
Tame

Unbezahlbar...

Das trifft den Nagel auf den Kopf, auch wenns bei mir mit der aufgehenden Sonne nicht geklappt hat. Es tut einfach gut, wenn man die Stille der Natur genießen kann. Leider klappen so frühe Läufe zu selten.


Laufen formt Körper, Geist und Seele.
Distanz ist, was der Kopf drauß macht.

Schöööön!

Muss wirklich ein toller Lauf gewesen sein. Das kann ich im Geiste zwar nachempfinden, werde aber wahrscheinlich nie in den Genuss kommen, da mein Motto eher lautet: "Der frühe Vogel kann mich mal."

Gruß

Sirius
...der immer später rennt.

Jeden Wochentag...

... und manchmal auch am Wochenende laufe ich um 3:30 Uhr los, manchmal auch früher... 17 Kilometer und ich geniesse die morgendliche Stille. Es ist toll, wenn es anfängt zu dämmern und auch die Vogelwelt erwacht. Ich laufe jetzt seit gut 1 1/2 Jahren um diese Zeit. Die Strecke wurde zunehmend länger und ich möchte meine Morgenrunde nicht mehr missen.
Selbst wenn ich noch müde bin, nach dem ersten Kilometer ist alles super :-)


,

Feierabendlauf...

Denn ich kam von der Nachtschicht. Sonst wäre ich morgens wahrscheinlich auch zu müde oder aber müsste so zeitig loslaufen, dass ich noch pünktlich auf Arbeit komme, dass es fast schon sträflich ist, wenn wir 5:00 Uhr beginnen.

@Gazelle123
Tja, unter der Woche fang ich 5:00 oder 6:00 an mit arbeiten. Davor noch laufen... nee, nicht, dass ich nicht wollen würde, aber ich habs mal probiert und bin rumgelaufen wie Falschgeld... als wär ich im falschen Film. Und so hast du ja wirklich auch nur eine bstimmte Zeitspanne zum Laufen, was mir die Flexibilität nimmt.
Am WE... geht gar nicht... so früh lässt mich mein Schatz nicht aus dem Bett. ;-)

Aber ja... es ist ein wunderschönes Erlebnis.


Laufen formt Körper, Geist und Seele.
Distanz ist, was der Kopf drauß macht.

@ lonelysoul

WE, so ist es! Wohl dem, der noch ein Leben neben dem Laufen hat ;-)

Lieben Gruß
Tame

... doch die zweite Maus frißt den Käse !!!

So ist es doch !
:-)

Früh laufen ...

... manchmal meint man es ginge nicht, aber oft ist es doch einfacher als gedacht!

Nachdem mein Lauf am Sa Abend aufgrund des Schillingsfürster Bauernhaufens entfiel, habe ich diesen am So 7:00 Uhr nachgeholt. Eine gute Stunde 6x Berghoch und wieder runter laufen, beim Auslaufen dann noch Brötchen holen und als die Familie aufstand, hatte ich dann sogar schon den Tisch auf der Terrasse gedeckt und die Frühstückseier gekocht! Ein perfekter Start in den Sonntag.

And by the way ...
... trotz 1L Weinschorle am Sa. Abend und leicht trockenem Gefühl in der Kehle beim Aufstehen (Brand genannt ;) ging der Berglaufteil (also ohne Brötchenholenauslaufen) in etwa 7 min schneller durch, als noch in der Woche zuvor! Morgens laufen finde ich gut! Der Trainingsplan wurde sofort angepasst!

Gruß Angus Schuan


Aller Anfang sollte leicht sein, schwerer wird's ganz von allein!

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