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Was für ein toller sportlicher Monat:
Super gutes Training, eine für mich persönlich herausragende Zielzeit bei meinem A-Wettkampf 2013 und außerdem viel gelernt im mentalen Bereich.

Mein A-Wettkampf 2013

Um mal eine Ahnung davon zu bekommen, was eine LD in 2014 bedeuten könnte, hieß es für mich, dass ich die Erfahrung der Mitteldistanz in 2013 mache, denn übertragen auf den Laufsport: Wer läuft schon einen Marathon, ohne vorher mal einen Halbmarathon zu finishen?

Ich bin in Topform an den Start gegangen. So leicht wie nie und mit schön viel Rad-km im Training. Total gespannt... was kann ich für eine Zeit schaffen? 6 Stunden wären ein Traum...

Der Plan war: 1900 m Schwimmen in ca. 50 Minuten, in den beiden Wechselzonen ohne Panik insgesamt 10 Minuten, dann 3 Stunden Rad für die 86 km und dann die 20 km Laufen unter 2 Stunden und bums: sub 6 Stunden. So weit so gut...

Am Schwimmstart stand ich und schaute auf die Bojen, die ich umschwimmen mußte: 6 Stück. Aber nur die ersten beiden Hin und die letzten beiden Zurück konnte ich sehen. Das macht etwas unentspannt. Ich konzentrierte mich auf den Gedanken, dass ich im Training bereits 4 km am Stück geschwommen bin, was sind da bitte 1900 Meter??

Der Massenstart war wie immer etwas ungemütlich. Mal lag ich auf einem drauf, mal unter einem anderen... zu sehen war nicht viel. See dunkel und man sah den Fuß des Vordermanns (könnte auch eine Vorderfrau sein) nicht. Links und rechts beim Atmen nur Arme, Badekappen, Gischt. Ruhig bleiben und schön gleiten. Kraft sparen.

Bei ca. 1500 m bekomme ich einen harten Schlag auf die linke Wade... und damit einen Krampf. Die nächsten Kraulzüge dann mit angezogenem linken Sprunggelenk, bis der Krampf wieder weggeht... dauerte etwas.... das Ufer kommt näher...

Aus dem Wasser laufend schaue ich auf meine Uhr: 40 Minuten! Hahaaa! Wie geil...

Beim Indeland-Triathlon ist der Weg vom See zum Fahrrad relativ lang. Dabei noch 3 Leute überholt. Wechsel ging super glatt... alles ok.

Das Radfahren war reiner Genuss. Die Strecke war anspruchsvoll mit viel Gegenwind und mehreren knackigen aber kurzen Anstiegen. Es lief wunderbar. Nur ab und an habe ich das Tempo etwas herausgenommen, weil die linke Wade immer wieder zumachen wollte. Doch das waren die einzigen Schwierigkeiten.

Die letzten drei Rad-km habe ich das Tempo nochmals gedrosselt, weil ich ungestresst in die Laufschuhe wollte. Radstrecke gemeistert in 2 Stunden 37 Minuten.

Also nur noch 6er Pace beim Laufen und Klappe zu, Affe tot. Schön eingeteilt, nichts übertrieben und erst mal abgewartet, wie die erste Runde (4 Runden zu je 5 km waren zu laufen) so ist. Sie war ok. Tempo gehalten bei Runde 2 und 3.
Dann habe ich es auf der letzten Runde nochmal krachen lassen und so war ich nach 20 km bei 1 Stunde 52 im Ziel.

Insgesamt 5:19:23 Stunden. Ich bin damit super zufrieden und sehr glücklich.

Trainingshöhepunkte

Was ich total empfehlen kann, sind Radtouristiktouren (RTF) von Radvereinen. Verpflegung ist organisiert. Man ist über den Bund Deutscher Radfahrer versichert (bin ich zwar auch durch den Tria-Verein...) und man kann auf unbekannten Strecken fahren, die super ausgeschildert sind. Ortskenntnis ist also nicht nötig.

Diesen Monat hatte ich zwei RTF:
Radsportclub Stolberg – 107,92 km
Radsportclub Buchholz – 74,4 km

Ein weiterer Höhepunkt war, dass ich diesen Monat den sehr lange aufgeschobenen Silver-Level-Test bei Schwinn-Cycling gemacht habe. An zwei Tagen saß ich da immerhin insgesamt über 7 Stunden auf dem IndoorCycle. War super.

Außerdem hatte ich noch zwei sehr schöne längere Ausfahrten an der Mosel bei regen- und sonnenlosem Wetter.

Auch meine mentale Vorbereitung auf meine LD in 2014 schreitet voran. Mir ist klar, dass meine LD ein „Do“, also ein Weg geworden ist. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich eine (für mich) außergewöhnliche Leistung bringen werde.

Trainingstagebuch

“Danach (nach einer Radtour) habe ich mich dem Abhängen hingegeben und stelle fest, dass ich damit unzufrieden war. Also: Auch das Faulenzen sollte ich strukturieren.“

„Richtig essen, ist das Schwierigste.“

„Das Leben misst sich nicht in Atemzügen, sondern in Momenten, die dir den Atem rauben“ - unbekannt / nicht von mir

„Ich finde Recovery-(Woche) langweilig. Dabei merke ich, dass auch die plötzliche Freizeit geplant werden will. Z. B. Ich habe Recovery, also gehe ich ins Museum... Dinge tun, für die ich sonst wegen dem Training keine Zeit habe. Und das ist dann schön. Und sicherlich nicht langweilig.“

Und sonst?

Es stand meine zweite Spirometrie an. War sehr gespannt, ob sich meine Werte verbessert haben. Obwohl, es war klar, dass sie sich verbessert hatten, Frage war nur, um wie viel?

Meine GA1-Zone hat sich super entwickelt. Habe alles richtig gemacht.

Und auch der Test meiner Polaruhr war heute „sehr gut“: Polar OwnIndexTest: 51

Mein Qi-Gong-Streak für Juni hat leider nicht ganz geklappt, aber es war doch ein Erfolg. Insgesamt 29 Einheiten, die mich haben entspannen lassen und mir Kraft für das Training, den Alltag und den Beruf gegeben haben.

Einheiten Juni 2013 insgesamt:
Swim: 7
Bike: 18
Run: 16
Qi-Gong: 29
Stretching: 5
Allgemeine Athletik: 5

Das machen:
10 km Schwimmen (Summe 2013 80 km)
846 km Rad (2695 km)
107 km Laufen (900 km)

Aussicht I (kurzfristig)

Der Juli wird für mich wettkampffrei sein. Dafür möchte ich an den Wochenenden die Raddistanzen ausbauen.

Und es gibt einen Juli-Streak: Immer mit dem Rad zur Bausparkasse... ob das funktioniert? Bin gespannt.

Aussicht II (langfristig)

Nach der Erfahrung der MD möchte ich nächstes Jahr vor der LD folgende Trias angehen:
Sprint
Olympisch
MD
Olympisch
=> LD

So sollte es funktionieren... raffinierter Plan. ;-)

„Ist Platz für ein Handtuch, dann ist auch Platz für Kung-Fu.“ - Mit anderen Worten: alles ist möglich.

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

WOW... sehr fokussiert, sehr

WOW...
sehr fokussiert, sehr diszipliniert!
Und es liest sich toll, wie es voran geht. Auch ich bin mir sicher, das du diese Langdistanz mit Bravour meistern wirst!

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Hey,...

merkste was?
Allein das Training macht Dich schon zum Eisenmann!! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Wenn Du..

...das Faulenzen strukturierst, gilt es nicht mehr als faulenzen.
Schön, dass der Juni so gut gelaufen ist für Dich - klingt alles sehr zufrieden.
Freut mich für Dich!
Viele Grüße, Conny

Riesenglückwunsch

zur gelungenen MD! Das liest sich einfach nur toll!
Ich lese hier Monat für Monat schon Außergewöhnliches von dir. Habe auch weiterhin viel Spaß und Erfolg damit!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Herzlichen Glückwunsch!

Zur MD in super toller Zeit und zur weiteren strukturierten Vorbereitung.

Ich denke Carla-Santana hat Recht: allein das Training macht einen schon zum Eisenmann / zur Eisenfrau. Der eigentliche Wettkampf ist dann nur noch die Bestätigung.

Das wird ein super Ding! Viel Spaß und Erfolg bei der Vorbereitung!

40 min und das mit Krampf,

boah, schon das allein ist genial! Ein wahnsinns Rennen hast du da hingelegt, ganz fetten Glückwunsch!!! Und auch deine Bilanz kann sich mehr als sehen lassen. Kommt alles vom "Ohhhhhhhmmmmm" ;-)

Lieben Gruß
Tame

Das liest sich so, dass man

Das liest sich so, dass man den Eindruck gewinnt, es geht Dir sehr gut. Das freut mich sehr. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinem ausgefeilten Plan.

Gabriela

Laufen macht glücklich!

Danke, die Damen!

Eure Kommentare motivieren mich sehr.
:-*

"Wenn Du eines Tages vor den großen Schiedsrichter trittst, so wird er Dich nicht fragen, ob Du gewonnen hast, sondern wie Du gespielt hast."

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