Ich brauch mal wieder eure kompetente Hilfe.

Im Moment laeufts bei mir joggingmaessig relativ gut bis sehr gut. Seit einiger Zeit bin ich erkaeltunglos (Grund sind 2 Chemotherapien die mein Immunsystem so richtig kaputt gemacht haben. Jetzt bin ich schon seit einer Weile bei einem TCM Arzt und habe so langsam das Gefuehl, es hilft).

Anyway. Vor etwa einem Monat bin ich bis anhin meine weiteste Distanz gejoggt und das sind 12.2km
Das gefuehl, einfach so lange und so problemlos joggen zu koennen, ist ueberwaeltigend. Ich hab glaubs noch 2Stunden danach voll doof gegrinst :-)

Aber seit dann komm ich irgendwie auf keinen gruenen Zweig mehr. Eine Woche spaeter bin ich dann noch 11.3k gejoggt und das wars dann..... :-/

Soweit bin ich seit damals nie mehr gekommen und ich frag mich, komm ich jemals wieder soweit oder war das einfach ein Zufallstreffer??
Diese Laeufe sind passiert, als ich wusste, zuhause ist alles unter Dach und Fach. Sprich die KInder/Mann sind versorgt, alle haben was zu essen ect... Solche Momente hab ich nicht oft und ich frag mich, ob das auch eine Rolle spielt? Meistens geh ich am Morgen los, wenn die Kinder in der Schule sind aber fuer so lange reicht es nicht weil ich nicht ohne Fruehstueck joggen kann und somit das Zeitfenster immer kleiner wird. (Muss dann ja wieder Mittagessen kochen und duschen waer auch keine schlechte Idee....)

Frage jetzt:
- wie komm ich weiter? (langfristiges Ziel ist ein HM aber wann ist mir eigentlich egal)
- soll ich versuchen 1x pro Woche einen langen Lauf zu machen? Wenn ja, wie lang soll der sein und welche Distanzen sollen dann die anderen Laeufe haben? (gehe 3-4x regelmaessig bei einer Durschnittspace von 7:00)

Vielen lieben Dank fuer eure Tipps

vielleicht

findest Du ja am Wochenende Zeit, einen langen Lauf ohne Zeitdruck unterzubringen?
Vielleicht für den Anfang erstmal jede 2. Woche? Die Zeit zwischen Frühstück und Mittag sollte ausreichen für bis zu 2 Stunden Lauf und danach noch in Ruhe unter die Dusche.
Dann kann Dein Mann in der Zeit die Kinder bespaßen und das Essen vorbereiten. ;-)

Von der Aufteilung her würde ich unter der Woche 2*je ca. 1 Stunde im Wohlfühltempo und am Wochenende den längeren Lauf machen (allmählich verlängern bis auf ca. 2 Stunden). Oder auch 3 Läufe unter der Woche; besonders, wenn am Wochenende nicht geht. Dann kann einer davon auch mal ein halbes Stündchen länger sein.

Das Tempo sollte nicht immer dasselbe sein. Kürzere Läufe bissel zügiger, die längeren langsam. Es gibt aber auch jede Menge Trainingspläne, wo man sich Anregungen zur Trainingsgestaltung holen kann.

Grüße, WWConny

Trainingspläne

Schau mal unter www.natural-running.com da gibt es für alle möglichen Varianten Trainingspläne, z.B. wäre der Einsteigerplan für Hm interssant. Aber es gibt auch einen Plan für überstandene Krankheiten (FootPerformance) etc.

Wenn du drei bis viermal läufst, könntest du am Wochenende einen lanngen Lauf machen. Was ist denn so ein Durchschnittslauf bei dir? Von da aus gehend könntest du z.B. jede Woche ein bis zwei Kilometer draufpacken, man sagt ca. 10% in der Woche/Monat/Jahr, am Anfang ist das allerdings etwas relativ. Es gibt unterschiedliche Meinungen zu langen Läufen, mein Personaltrainer sagt das beginnt schon ab 13km, die Fachliteratur geht eher von 25-35km aus. Ich denke das ist aber auch immer relativ im Blick auf das angepeilte Ziel. Bei Marquardt (natural-running) ist im Einsteigerplan für Hm der längste Lauf 2std. würde bei deinem Tempo also max. 15km bedeuten. Wichtig ist, dass Du lange Läufe langsamer läufst als sonst. Am besten machst Du ne Leistungsdiagnostik und schaffst dir ne Pulsuhr an. Oder alternativ ne Pulsuhr von Polar, mit der du vor jedem Training deine individuellen Werte durch einen ca.5 minütigen Test bestimmen kannst.
Alternativ dazu langsam Laufen heisst, dass Du dich Flüssig ohne aus dem Atem zu kommen in ganzen Sätzen unterhalten kannst.
Dann überleg dir mal einen Zyklus, z.B. 3:1 würde bedeuten drei Wochen steigern eine Woche Pause. Pause heisst hier ca. 30-50% des Umfangs der Vorwoche. Im Fall von überstandener Krankheit wäre 1:1 oder 2:1 empfehlenswerter.
Ein sinnvolles Zielorientiertes Training besteht immer aus einem Intervalltraining, alternativ einem Fahrtspiel, einem Tempodauerlauf und einem langen Lauf. Mehr braucht es eigentlich nicht. Wenn Du dazwischen immer einen oder zwei Tag Pause hast, überanstrengt diese Form des Trainings nicht. Allerdings ist jeder Lauf für sich eine Herausforderung und somit tendenziel anstrengend.
Wenn Du eine Chemo hattest warst Du wahrscheinlich krank und es ist sinnvoll das Lauftraining mit einem Arzt zu besprechen, besonders im Blick auf einen Halbmarathon und somit Wettkämpfe.

Viel Erfolg

Auch der Kopf spielt eine Rolle

"... und ich frag mich, ob das auch eine Rolle spielt?" Ja, es spielt eine Rolle. Ich kenne zwar sehr viele Läufer, denen solche Sachen nicht viel ausmachen (oder auszumachen scheinen), aber das klappt nicht bei allen. Es gibt viele Leute, die bei Frust laufen können ("sich den Frust weglaufen"), aber nicht jeder kann das, ich zum Beispiel auch nicht. Es kann schon sein, daß Du zu den Läufer(inne?)n gehörst, deren Laufleistung vom Seelenzustand abhängig ist (z. B. "ich weiß, meine Familie ist versorgt, alles ist schön" oder z. B. "eigentlich muss ich ja das und das noch machen").

Falls das so sein sollte, meine persönlichen Tipps:
- Für HM brauchst Du lange Strecken, 20 km solltest Du im Training schon gelaufen sein (auch damit Du WEISST, daß Du es kannst)
- Sprich mit Deiner Familie (der Hinweis kam hier auch schon mal), wecke Verständnis, daß es Dir gut tut (sollte nicht so schwer sein), findet gemeinsam eine Lösung
- Trainingspläne sind gut und wichtig, aber auch dazu da, angepasst zu werden (ein Plan ist kein Dogma)
- laufe mehr oder schneller, wenn es Dir gut geht
- akzeptiere, daß Du auch schlechte Tage hast - dann nicht ganz aufs Laufen verzichten, sondern langsamer und/oder weniger laufen - manchmal (nicht immer) kann das auch schon helfen

Viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim Laufen wünscht

HolgerLE

... deine Familie ist wichtig, aber DU bist es auch!

...um es auf den Punkt zu bringen: Setz dir Prioritäten! Was ist DIR wichtig?
Ist es dir wichtig dir selbst einmal die Woche dieses Glücksgefühl zu gönnen? Dann wirst du Wege finden, wie du dir diese Zeit nehmen kannst. ;-) Aber WOLLEN musst allein DU es ;-)

Es ist selbstverständlich,

Es ist selbstverständlich, dass bei guter Laune und gutem Gefühl, es viel viel leichter ist sich zu motivieren.. Ich habe mich lange mit der perfekten Ausrüstung fürs Laufen rumgeschlagen und bin endlich darauf gekommen, dass ich nicht mit Brille laufen will. an dem Tag, als meine Kontaktlinsen endlich da waren, habe ich an dem Tag meine Bestzeit um fast 10min unterboten, weil ich mich so gefreut habe. ich merke die Anstrengung garnicht, wenn ich gute Laune habe und zum Beispiel gute Musik beim Laufen höre.. Wenn ich mich aber zwingen muss zum laufen, dann ist es schwierig in den Trott zu kommen und das Laufen geht nicht von selbst.. Du siehst also, es ist eine Frage der inneren Einstellung, das heisst, wenn Du Dich jedes Mal mental darauf vorbereitest und dafür sorgst, dass Du einen freien Kopf beim Laufen hast, vorher gut ausgeruht bist, sollte es kein Problem sein auch längere Distanzen locker zu laufen.. Es ist alles eine Frage der Einstellung..
Viel Spass!!

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