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Noch eine musste aufgeben, aber anders als Waxl habe ich mich weder lange durchgebissen noch hinterher den anderen zugejubelt, ich habe mich einfach verkrochen (und stolz darauf bin ich nicht).

Das Drama begann am Freitagmorgen. Ein Routinebesuch beim Physio (Abschluss der Behandlung meines zickigen Knies) brachte mir noch mal ein nettes Tape, aber da ich schon mal da war nutzte ich die Gunst der Stunde und sprach ihn auf meine Schulterprobleme an, Ergebnis meiner Delphinübungen.... Sein Gesicht wurde lang als er die Schulter sah und noch länger als er tastete und drehte: Abriss der Bizepssehne, wenn ich Glück hätte ein Anriss, aber da sei er skeptisch. Und als Handballer und Handballtrainer wüsste er, was das sei. Schwimmverbot, sofort zum Ultraschall. Och nö, Auto ist gepackt, Coach wartet. Also Schulter dick und stramm getaped, da muss ich jetzt durch. Ab ging es nach Grainau. Soweit ging auch alles gut; Startunterlagen kassiert, mit mulmigem Gefühl die Berge betrachtet, liebe Jogmapper begrüßt, irgendwann ins Bett gefallen, schlaflose Nacht gehabt... Zwar hatte ich mich wohlweislich für "nur" für den Supertrail gemeldet, aber selbst der erschien mir ziemlich größenwahnsinnig, sah die Ausschreibung doch "Trittsicherheit" vor und ich bin so trittsicher wie weiland Hannibals Elefanten bei der Alpenüberquerung...

Samstag morgen im Bus nach Leuttasch. Ich stehe ziemlich neben mir und bin daher völlig ruhig. Thor und Carla Santana unterhalten sich und mich bestens. Na, nun bin ich da, es geht los. Der Start geht pünktlich los, das Vorderfeld geht ab wie gedoped, ich bleibe schön hinten, die beiden habe ich sofort verloren, ebenso MC mit ihrer Begleitung. Das ist ok. Die ersten Kilometer erinnern mich an den Rennsteig: Waldautobahn, in Hügeln stetig bergan. Viele gehen schon, alle haben die Stöcke in der Hand. Och nö, die bleiben erstmal im Rucksack, ich trabe so vor mich in. Fühlt sich gut an. Es läuft. Ich kassiere Läufer ein, vor allem an den Anstiegen, eine völlig ungewohnte Erfahrung. Ruhig, aber es läuft. Macht Spaß. So entspannt verlaufen bei mir die ersten Kilometer selten ;-)) Einzig die dunklen Wolken über den Bergen beunruhigen mich, ich bin ein Schisshase bei Gewittern und in den Bergen erst recht.... Es wird warm, aber es läuft. Es geht hoch. Gefühlt sind die ersten 10,5km locker und schnell vorbei. Die Hämmermoosalm, nun gehe auch ich zügig bergan und setze die Stöcke ein. Der Rucksack drückt ein wenig auf die getapte Schulter, aber alles im grünen Bereich. VP 1. Viele setzen sich hin, wechseln die (zu dicken) Klamotten. Ich trinke einen Schluck, weiter geht es. MC habe ich unterwegs überholt, weil sie ihre verlorene Startnummer suchte :-( Bald hat sie mich locker trabend wieder ein, schäkert ein bisschen mit einer Gemse, und weg ist sie. Ich fühle mich einfach nur supergut, freue mich mittlerweile über den Lauf. Simse Coach, bekomme Antwort, alles bestens. Es wird steiler. Ein Läufer aus dem Taunus bleibt hinter mir, wir fangen ein Gespräch an. Ultra eben ;-)) Immer noch überholen wir Läufer und stöckeln uns zügig bergan. Es wird neblig, kühler, feuchter. Der Puls geht etwas hoch, aber nicht schlimm wie ich - an alpine Höhen nicht gewöhnt - befürchtet hatte. Zum Schluss wird es matschig und glitschig, wir suchen uns den Weg, stöckeln in einer Läuferkette bergan. Überholen ist nun unwichtig. Und dann sind wir oben auf dem Scharnitzjoch. Die Bergwacht begrüßt uns freundlich. Viele bleiben stehen, holen Luft, machen Fotos. Ziehen spätestens jetzt die Jacken an. Mir geht es gut, ich will weiter. Bin total im Runner's High. 17km in 3 Stunden ist nicht gerade hitverdächtig, aber für mich soweit ok. Bin total zufrieden, das wird mein Tag. Denke ich.

Ich will weiter. Und dann geht es bergab. Im wahrsten Sinne des Wortes. Schneefelder, zum Teil vereist, dazwischen vermatschte Wiesen und tiefe Matschlöcher. Ich lege mich gleich auf die Klappe, fluche und versuche wieder auf die Beine zu kommen. Anderen geht es ähnlich. Vorsichtig und mit massivem Stockeinsatz krabbel ich bergab. Andere springen wie die Gemsen vorbei, rutschen ein Stück, lachen sich tot, rennen weiter. Nur strider sucht unglücklich den Ausgang. Und dann der zweite Sturz. Nach rechts zum Hang, auf die verletzte Schulter. Aua. Mir kommen die Tränen. Der Schmerz ist erträglich und sofort wieder weg. Da ich im Schnee liege bin ich weich gelandet, nichts ist verletzt. Aber mir schwant: das hier wird nichts. Unsicher rappel ich mich hoch, wenige Meter weiter der dritte Sturz. Der Stock bleibt stehen, ich rutsche bergab. Schnell wieder gefangen, aber wieder rechts. Heule ein bisschen, krabbel zurück, ein Läufer reicht mir den Stock. Dass der ziemlich verbogen ist realisiere ich erst viel später. Irgendwann ist das Schlimmste vorüber, aber nun hänge ich ziemlich hinten und jegliche Motivation ist danieder. Es geht weiter bergab, aber immerhin auf Wegen. Mit Wurzeln und Geröll. Alles rennt nun locker bergab. Alle? Nein, strider geht. Schleicht. Ich kann den Kopf und die Angst nicht wegschalten. Nichts ist verletzt. Aber jegliche Sicherheit weg. Ich schwanke, strauchle immer wieder, rutsche im Gehen weg. Läufer, die ich vorher überholt hatte, laufen vorbei und muntern mich auf. Eine Läuferin gibt mir Ratschläge. Es hilft nichts. Die rechte Seite fühlt sich seltsam an: Sprunggelenk und Knie zicken unter der Anstrengung des BergabGEHENS, die rechte Hand ist etwas taub, jedenfalls kriege ich keinen sicheren Griff mehr hin. Aber eigentlich bin ich einfach nur mental total blockiert. Die ersten Ultratrailer überholen. Immer wieder mache ich Platz, warte, stöckel weiter bergab. Meine Pace ist schlechter als bergauf! Immer klarer wird: das schaffe ich kein zweites Mal. Und ich weiß, dass der zweite Abstieg nach Grainau runter im Dunkeln stattfinden wird und noch härter ist. Ich bin nun hinten. Stoße auf einen jungen Berliner, der quer über den Weg eiert und schwankt. Ein spanischer Läufer spricht ihn an, gibt ihm Wärmesalbe, der Junge hat sich bei einem Sturz die Hüfte geprellt. Der Spanier will weiter, ich ergreife die Gelegenheit beim Schopf und biete dem Jungen an ihn bis zum VP zu begleiten. Damit ist die Entscheidung eigentlich gefallen. Wir spazieren weiter und erreichen schließlich wohl als eine der Letzten den Hubertushof. Müssen zum Medizinischen Check, der Junge wird untersucht, ich kann glaubhaft versichern ok zu sein. Der Berliner hat eine Freundin dort postiert und bietet mir an mit ihnen nach Grainau zu fahren. Und damit ist dann endgültig klar. Für mich ist Schluss. Wir melden uns ab, fahren zurück.

Im Auto hat mich dann die Flemm (zu deutsch: Selbstmitleid): Du bist bescheuert, du weißt, dass du keine Trails laufen kannst, warum versuchst du es immer wieder und dann gleich einen Lauf, der für dich fünf Nummer zu groß ist, nur um dann wieder gleich zu Beginn auszusteigen usw.

Hole in Grainau meine Klamotten, verabschiede den Berliner und seine Freundin - und gehe nicht zur Halle sondern duschen. Nein, ich habe nicht die sportliche Größe von Waxl wenigstens den anderen zuzujubeln, ich bin feige und verkrieche mich. Und was nun? Ins Hotel? Ich weiß, was dann passiert, also zücke ich die Karte und das Navi und plane Coach abzupassen. Rechne, er müsste vor dem Hubertushof sein. Ist in Österreich, ich habe keine Vignette. Also Mittenwald. Die Karte ist mies, mein Navi wenig hilfreich, aber ich finde den VP in Mittenwald und harre aus. Knapp 1,5 Stunden später kommt Coach. Locker und gelassen wie immer mit schon 65km in den Beinen.... Kurz nach ihm Jan und Riggo. Die Jungs laufen weiter, ich versuche den nächsten VP zu finden. Strande in der Wildnis, gerate immer wieder an die Grenze nach Österreich, drehe um... Ich habe anschließend wahrscheinlich auch 100km in den Beinen - mit dem Auto! Es wird dunkel, ich will wenigstens bei dem vorletzten=letzten VP sein. Navi lotst mich auch, aber da bin ich falsch. Wandere 1 Stunde im Gelände herum. Es ist inzwischen 23 Uhr. Ich steige wieder ab und ins Auto, fahre nach Hammersbach 2km vor dem Ziel und warte. Coach simst noch 18km, ich warte noch etwas, steige dann aus und gehe ihm zur Höllentalklamm entgegen. Sehe Thor im Dunkeln vorbeitraben, aber er reagiert nicht, da bin ich mir auch nicht mehr sicher, aber er muss es gewesen sein. Junge, du warst Klasse!
Und dann stehe ich am Ausgang der Klamm und warte. Und warte. Irgendwann um 1:45 kommt eine SMS, noch 9km, und sofort danach: bin im Ziel, wo bist du? Super, er ist im Dunkeln an mir vorbeigelaufen! Endgültig total demoralisiert wandere ich zum Auto und fahre nach Grainau, ich hatte doch versprochen im Ziel zu sein! Kassiere Coach ein und wir beide hauen ab. Tut mir leid, Leute, irgendwie ging nix mehr.

Fazit: ich bin superstolz auf meinen Coach, der den Höllenritt in einer Superzeit durchgekachelt hat. Meinen Glückwunsch an alle erfolgreichen Finisher egal auf welcher Strecke. Ich weiß, was ihr geleistet habt! Und meinen Respekt für Waxl, der den Lauf so lange durchgezogen hat wie gesundheitlich vertretbar war und im Ziel wesentlich mehr Größe zeigte als ich.

Für mich die Erkenntnis: Fünf Nummern zu groß für mich. Mindestens. Ich weiß nicht wie ich meine Abstiegsphobie in den Griff kriegen soll. Erstmal sollte allerdings meine Lektion in Demut mal lernen: K 78, Ottonenlauf, nun der ZST, die Liste ist lang inzwischen...

Und heute der Gang zum Arzt: Es ist kein Sehnenabriss, sondern eine Zerrung und Entzündung der Rotationsmanschette. Dafür erklären zwei - offenbar bei den Stürzen - ausgerenkte Brustwirbel laut Doc die Taubheit in den Fingern und mangelnde Stabilität der rechten Körperhälfte. Eingerenkt, der Rest wird ausheilen. Es gibt ein Leben ohne die Alpen. Hannibals Elefanten hätten da auch besser unten bleiben sollen.

Ich trabe heute zwischen den Konferenzen eine Runde durch den heimischen Stadtwald. Das kann ich. Und dabei bleib ich wohl auch besser ;-)

4.2
Gesamtwertung: 4.2 (10 Wertungen)

War einfach nicht dein Tag..

....liebe Strider, ich hab zwar überhaupt keine Ahnung von solchen Strecken und Entfernungen und Steigungen, aber wie es sich anhört hast du dich richtig entschieden auszusteigen. Angst und Schmerzen sind schlechte Begleiter. Allerdings verfolge ich deine Blogs schon seit Langem und glaube das du eine Supertolle-Powerfrauen-Läuferin bist (ich kann mich noch an dem Blog vor kurzen erinnern, wo du die Pacemakerin gemacht hast und mit so einem fiesen Metalteil auf dem Rücken gelaufen bist; also ich hätte gestreikt) und es einfach nicht dein Tag war. Werde einfach ganz schnell wieder gesund! Liebe Grüße, TT

Ach Strider ...

das war ein doofer Tag für dich. Du bist schon gehandicapt an den Start... sicher nicht optimal aber Versuch macht kluch... und klug genug den richtigen Entschluss zu fassen bist du. Unter all den Umständen war es sicher die beste Entscheidung. Vielleicht wäre möglicherweise der Basetrail die bessere Wahl gewesen... man weiß es nicht.
Aber wenn man merkt, das wird heute nichts, dann muss man richtigerweise konsequent sein und Schaden abwenden... Auch das ist Größe.

Das du nach der Odyssee, den ganzen negativen Erlebnissen, den Selbstzweifeln, vermutlich gemischt mit Trauer und Wut den Rest mit dir und maximal noch dem Coach ausmachen wolltest ist verständlich. Für mich jedenfalls ...
Ich kann nicht sagen ob ich es ins Zelt geschafft hätte um mit den anderen zu jubeln und zu feiern...
Jeder löst solche Anspannungen auf seine Weise und das muss man jedem zugestehen. Seine Art damit umzugehen. Jetzt mach dich nicht fertig deswegen, ich glaube jeder hat Verständnis dafür. Sie zu, das du wieder ins Lot kommst und dann haun wir bei nächster Gelegenheit wieder einen raus, wo die Strecke etwas Stridercompatibler ist...
und da freue auch ich mich schon auf den nächsten Bericht!

Gute Besserung... und wenn ich dich übersehen habe ... sorry, ich war wohl sehr im Laufmodus gefangen ;-)

Thorsten

If you see me collapse,
pause my Garmin...

Mit der Diagnose im Hinterkopf ...

... läuft es sich wohl auch ein bissl Sch... Und ich fand die Schneefelder auch erstaunlich lang - vor allem dafür, dass sie beim Briefing kaum Erwähnung fanden. Die Strecke war insgesamt trockener als vergangenes Jahr, aber der Schnee ist für die Leute, die damit nicht so gut umgehen können schon nicht witzig. Insofern war deine Sorge bzgl. Bergab nicht unbegründet und ist für mich nachvollziehbar.
Vielleicht ist dein Fazit richtig - Dein Fazit diese Berge sind nix für dich. Vielleicht. Wenn du's rausfinden willst, mach da Urlaub und geh da Wandern. Viel niedrigere Belastung und schön klein anfangen und üben.
Laufen kannst du. Da brauchst du keinen Beweis für. Flach geht da ne ganze Menge - und hoch ja wohl auch. Nur das runter ist dann vielleicht mit der Seilbahn besser. ;-)) Ich kenn ne ganze Menge Leute die das andersrum machen: Hoch fahren und runter laufen. Das kannst du besser.
So, und jetzt wieder den Kopf hoch, Hacken dran und nach vorne schauen. Manche Tage wird man eben nur Zweiter. Bei dir war das dummerweise letzte Woche zwei Mal, beim Schwimmen und Samstag gleich noch mal. Wenn wir uns das näxte mal sehen, drück ich dich trotzdem wieder, und wenn du zehn Mal nicht abends da warst. Und jezz drück ich dich einfach mal virtuell.
;-)
PS: Und der Riggo und der Jan, die haben erst realisiert, dass du das warst als sie schon vorbei waren. Die hatten dich da einfach nicht auf'm Zettel. Ich sachs immer wieder. Laktat macht doof. Frag mal Waxl wie ich den angeschaut hab im Ziel... Ich hab seinen Abbruch nicht realisiert. Aber wieso der schon da war, wußte ich in dem Moment auch nicht wirklich. Muß köstlich gewesen sein, mein Blick.

Ich weiß was du kannst. Den

Ich weiß was du kannst. Den nächsten Ultra bestreiten wir wieder gemeinsam. Beim Rennsteig Lauf hast du allen gezeigt was du drauf hast. Heute hast du Mut bewiesen und die Gesundheit in den Vordergrund gestellt.
Danke für den Support und das Mitfiebern an der Strecke.
Ich bin trotzdem Stolz auf deine Entscheidung. Es war die Richtige.

.....Der Schmerz geht, Aufgeben bleibt für immer!.....

ach strider... auch dich

ach strider...
auch dich drück ich mal ganz fest!!
Und auch für dich gilt: Respekt vor der Entscheidung, Gesundheit geht vor. Hinfallen ist keine Schande, einfach liegenbleiben schon eher. Und du weisst doch was du kannst. Du musst niemandem etwas beweissen, wenn, dann nur dir selbst!
Alles wird gut!

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

guter witz ;)

...Strider bleibt im stadtwald ??har har

Never ! Goenn dir dein tief und dann rappel dich wieder auf.
Läbbe geht weider - und wer weiss das besser als du
drueck dich
lg c

Lass dich einfach mal umarmen, strider!

Im Moment fühlt sich noch alles Drandenken Schei... an. Aber du wirst dieses DNF mit einem neuen positiven Lauferlebnis mental auslöschen. Du bist stark! Und das weißt du auch.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Menno,

schon wieder so eine stridersche Aktion. Verletzt so ein Ding angehen - und dann trotzdem aufhören. Auch dazu gehört was. Und wenn die Berge nicht Deins sind: da gibt's noch viele andere Möglichkeiten!

Und das Verkriechen - wenn ich was falsch gelesen haben sollte verzeih mir - kam doch erst viel später. Du hast den Coach noch begleitet (wenn auch verpasst) - und DAS zählt.

Kopf hoch, es wird wieder.

Du bist zu streng mit dir

Echt mal, ich könnt schon wieder mitheulen und es tut mir sehr leid, dass es so alpinelefantisch für dich gelaufen ist. Aber irgendwie finde ich auch, dass du zu streng mit dir bist, ich kann sehr gut verstehen, dass dir nicht mehr nach feiern zumute war, und bin sicher, dass alle anderen das auch tun. Und der Schalk hat recht, es ist noch längst nicht gesagt, dass Berge nix für dich sind, das kannst du aber immer noch rausfinden.
Erstmal gute Besserung für die Schulter, dann kommen neue Herausforderungen.

Liebe Grüße
yazi

Schade, dass es so gelaufen ist

Du bist eine große Läuferin und auf verschiedenstem Terrain zu Hause. Ob alpines Gelände eines Tages dazu gehören wird, vermag ich nicht zu sagen.

Wie schon angeklungen, wäre vielleicht der Basetrail zum herantasten das richtige gewesen oder einer der teilnehmerstärkeren Alpinmarathons, deren Routing ist größtenteils auf Wegen, die den Ansturm bewältigen können, also wenige ganz schmale, exponierte Trails.

Kopf hoch, der nächste Höhenflug wird kommen!

cherry65

Jeder, der vor mir läuft, hat es sich verdient

Du...

... wirst noch so viele schöne Läufe machen, bis
Scharnitzjoch lief es doch einfach nur gut, oder!?

Hey, du bist clever genug um diesen Lauf jetzt schon wieder positiv zu sehn, du bist mit dir selber einfach zu streng.

Ich weiß, im Ratschläge verteilen sind wir alle Weltmeister, nur können wir uns selber schlecht daran halten ;0)...

Du "bist" eine außergewöhnliche, gute Läuferin/Sportlerin, die sich ja wirklich an alles heranwagt! Das macht dir keiner so schnell nach...

Dein Bericht zeigt es ganz deutlich, dass nicht immer alles so easy läuft, wie es von anderen oft dargestellt wird. Man kann viel aus diesem lernen!

Danke dafür,
LG,
Kaw.

Meine Motivation rennt nackig mit 'nem Cocktail über die Wiese.

typisch strider ?

es gibt hier kaum jemanden mit so extremen Schwankungen.
Das eine Mal haust den absoluten Hammer raus und dann ...
wenn man schon mal kein Glück hat, kommt auch noch das Pech dazu :-(

Ich bin wieder der Meinung, du musst mit dir im Reinen sein, dann knallst du auch alles weg, was dir da so im Weg rum steht/geht/kreucht und fleucht.

Das war dieses Mal mit der Vorbelastung ganz bestimmt nicht der Fall, leider :-(
Versucht hätt ichs an deiner Stelle aber auch ! Aber dann hast du es erkannt und deine Konsequenzen daraus gezogen - Respekt ! DAS war bestimmt auch alles andere als einfach !

Kopf hoch, lass dich von allen hier trösten und genieße dann deinen nächsten Erfolg - wo auch immer !

Gute Besserung und alles Gute !

VLG
Uwe

Ich drück' dich ganz fest!

So wie ich das lese, fehlt dir noch die Trittsicherheit auf ruppigen Trails. Bei mir gibt's da übrigens auch noch großen Verbesserungsbedarf, zumal das ja auch erst mein zweiter Gebirgslauf nach dem Swiss Alpine war. Die Bergabpassagen hatten es mächtig in sich und waren technisch äußerst anspruchsvoll. Das muss man trainieren - sei es auf heimischen armbreiten Trails oder bei Gebirgs(trainings)wettkämpfen, sofern man keine Berge zu Hause hat. Lass' dich jetzt also bloß nicht entmutigen! Wenn du Berge und Landschaften liebst, bleibe dran und sei nicht zu hart zu dir selbst, sondern gestehe dir zu, dass manche Dinge (hier: die Trittsicherheit) einfach Zeit brauchen, um sich zu entwickeln.

Kopf hoch, du Kampfsau! :-)

jaja, du und ne MEMME!

Wo soll die denn sein? Du bist ein tough cookie, Mensch, strider! Red dir mal nix ein. Manchmal ist eben der Wurm drin und schon verletzt zu so einem Unternehmen anzutreten...da ist es ein Wunder, wie weit man überhaupt kommt. Ich jedenfalls hätte die Segel gestrichen- bei den Höhenmetern, dem Matsch und Eis. Jetzt lass deinem Körper mal bisschen Zeit zum Erholen (ich weiß, der Tipp kommt aus der richtigen Feder), das funktioniert und dann WHAM! gehts weiter. big hugs...keep it simple...

Warum nur

kann man die Milde, die man anderen entgegen bringt nicht sich selbst auch zugestehen? Sei nicht so hart zu dir selbst! Jeder ist anders gestrickt und jeder geht mit seinen persönlichen Niederlagen anders um, aber es kann einem keiner böse sein, wenn man sich in so einer Situation zurückzieht.

Zu dem, was du schon für dich analysiert hast, kann ich nur sagen, die Angst ist ein ganz besch*****er Begleiter. Wenn du bei jedem Schritt denkst, jetzt könnte im Knie (oder sonst wo) was kaputt gehen, geht auch was kaputt. Die Energie folgt dem Gedanken, habe ich schon oft gehört. Und jedes Mal, wenn ich mich dabei erwische, versuche ich es mit positiven Gedanken wieder auszugleichen. ;-)

Du willst jetzt nur noch im Stadtwald joggen? Ich lache mich kringelig. Das Wettkampffieber und die Laufsau in dir, werden dir schon neue Ziele einflüstern, da bin ich mir so was von total sicher.
Außerdem muss ich dir ja noch zeigen, wer überhaupt keine Berge kann, allerhöchstens Hügel. Wir sehen uns! Bald schon und ich freue mich schon riesig drauf. Bis dahin erholst du dich bitte gut und lässt die Schulter ausheilen.
----------------------------------
LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Liebe strider,

jeder Mensch steckt Enttäuschungen anders weg. Dem einen hilft`s, sich auf die anderen zu konzentrieren und sich damit abzulenken, der andere geht in sich und braucht Ruhe, um drüber hinwegzukommen. Mit sportlicher Größe oder eben NICHTgröße hat das nichts zu tun. Jeder Mensch ist anders gestrickt und muss selbst schauen, wie er damit klarkommt. Ich möchte auch nicht wissen, wieviele Leser denken, "ja wenns nicht geht, dann eben nicht, warum sich quälen..", sie verstehen eben nicht!
Ich kann sehr gut verstehen, dass du total traurig und enttäuscht bist, aber eben auch Angst hast, soetwas nicht laufen zu können. Ich bin mir sehr sicher, dass du solch einen Lauf schaffen kannst. Aber es muss halt alles passen, nicht nur das Training im Vorfeld, sondern auch das Befinden am Start. Solch Einschränkungen wie "die Angst im Nacken, dass vielleicht etwas in der Schulter gerissen sein könnte", darf es beim Start nicht geben. Das zieht jeden mental völlig runter, die Konzentration ist wahrscheinlich nicht 100%, wie sie bei solchen Läufen sein muss und Stolpereien sind vorprogrammiert. Wenn du glücklich, zufrieden, GESUND und SCHMERZFREI startest, kannst du Berge versetzen, ich weiß das!!! Du zähes, verrücktes Huhn, du! ;-)))
Hey Kopf hoch!!! Es wird neue, andere super schöne Läufe geben und ich bin mir sowas von sicher, dass der Berg nächstes Jahr auch noch steht;-) Und noch viel besser wäre es, wenn du viel viel mehr Spaß beim Flachlandlaufen hättest und von daher deine alte Heimat einmal öfters besuchen tätst;-)))

Lieben Gruß
Tame

Durch diesen Blag hast du GRÖSSE bewiesen !

Keine(r) muss/sollte hier bei Jogmap etwas beweisen müssen ...
Keine(r) ist hier jemandem anderen eine Rechenschaft schüldig.
Man freut, oder leidet mit Anderen mit
... aber immer alles ohne Zwang und/oder irgendwelchelm (Erwartungs-)Druck von anderen.

Es sollte hier vielmehr um Spass und Freude an unserem gemeinsamen Hobby gehen
sowie anderen positiven Eigenschaften wie Motivation, Austausch von Tipp's, usw.
Häufig entwickeln sich Freundschaften / Bekanntschaften ... was sehr schön ist !

Jede(r) kocht hier sein "eigenes Süppchen", so wie Sie/Er es möchte.
... um diese dann "auszulöffeln".

Will damit sagen: (wie auch andere hier schon vor mir)
Wenn ein "Druck" vorhanden ist, sollte es immer nur ein selbstgemachter sein.
Niemand braucht sich für ein DNF zu schämen!
Und Jede(r) kann/darf und muss mit Niederlagen/Entäuschungen anders umgehen können.

Das DU deine Ruhe , statt Party , haben wolltest ist doch vollkommen i.O.
Desshalb braucht man kein schlechtes Gewissen haben, oder gar schlecht von sich denken!
Denn durch deinen BLOG hast du ( auf andere Art ) GRÖSSE bewiesen.

PS: "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt !!!
Sei stolz auf DICH, das du es versucht hast !

Lieben Gruss und gute Geneesung wünscht dir Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Ach strider

du warst so gut vorbereitet und ohne diese unglückliche Schulterverletzung hättest du dich ganz sicher durchgebissen. Das nächste Mal klappt es bestimmt!

Hey!

Grade Sonntag habe ich im Kreise anderer jogmapper noch gesagt, daß ich diese ewigen tollen Berichte manchmal nicht so gut ertragen kann, und daß auch so Untertreibungen mich zuweilen ziemlich demotivieren.
Und da kommt Dein Super-Blog! Ich bin ganz schön mit Dir mitgelaufen - auf und ab und habe in Gedanken mit Dir gelitten! Wirklich! Dein Kämpferherz zeichnet Dich aus, und einmal wegzuducken ist unter den Umständen nun wirklich keine Schande!
Geh mal in Leutasch zum Schi-Langlauf, freunde Dich so mit dem Schnee an, und Du wirst bestimmt spätestens im nächsten Jahr wieder Freude an so nem toughen Lauf haben!
Wenn Du willst, schaffst Du ihn dann auch, zumal Deine Verletzungen dann ausgeheilt sein werden. Und wenn Du nicht willst, bist Du halt mal einfach der Supercoach!

Ricamara, das haste schön!

geschrieben...keep it simple...

Ach Scheixx ich hab schon

Ach Scheixx ich hab schon so was befürchtet als ich Samstag gesehen habe, das du ausgestiegen bist. Ich hätte wahrscheinlich schon geheult wenn ich das Schneefeld nur gesehen hätte. Bin auch so ein Hanibalelefant. Alles was Rutscht ist für mich ein kraus. Und wenns dann noch Bergrunter geht wirds für mich die Hölle. Trittsicherheit nahezu Null. Beim Rennsteig war das Gefälle am Inselberg schon für mich Grenzwertig. Ich konnte es einfach nicht ohne Bremsen durch laufen. Mein Mann lässtert immer beim Wandern, das wir bergauf alles überholen und runterwärts überholt werden. Inzwischen ist es aber schon wesentlich besser als vor ein paar Jahren.
Der Zut wäre mir auch ein paar Nummern zu Groß. Trotzdem liebe ich die Berge. Darum habe ich beschloßen erstmal kleinere Brötchen zu backen. Haste nicht Lust mit mir um den Wiedderstein am 28.Juli zu laufen. Bin den Weg schon mal gewandert und es geht angenehm bergab. So das man gerade noch rennen kann.
He und jetzt Kopf hoch und nach vorne schauen. Okay es war eine Nummer zu groß. Für die Mehrheit der Sportler die ich kenne hat der Zut die Dimenson "Bekloppt+Wahnsinn+ Nieundnimmerzuschaffen + nieundnienmmermachbar + undenkbar" Sei nicht zu hart mit dir selbst, du bist eine großartige Läuferin. Und Wahregröße hast du auch, ich kenne einige Läufer die nach einem Laufaustig nie und nimmer an die Strecke gestanden wären um andere zu supporten.

Helden gesucht!!!

Nein! So ist es nicht, es scheint nur so!!!

Liebe Strider,
nun endlich durfte ich Dich mal etwas besser kennenlernen bei der schönen Busfahrt nach Leutasch und es war mir ein sehr angenehmes Vergnügen!! :o)

Dein mulmiges Gefühl habe ich Dir angesehen, aber nachdem Du mir sagtest, dass Du die Stöcke ohne Probleme einsetzen kannst und das mit dem Rucksack auch geht, fand ichs voll ok, dass Du es in Angriff nimmst.
Deine Beine waren fit und alles andere ist Technik und Einteilung und natürlich auf jeden Fall keine Angst haben und Vorsicht walten lassen!
Dass Du bis zum Scharnitzjoch keine Probleme hattest, zeigt schon mal, dass Du passend trainiert und angegangen/gelaufen bist.

Zu den Wegen runter, vor allem Kälber- und Jägersteig im Dunkeln kann ich Dir nur meine Strategie sagen, denn Profi bin ich im Alpinen ganz bestimmt auch nicht!!!
Wegen dem Ermüdungsbruch danach im letzten Jahr war ich ganz sicher an den schweren Steigen, Schneefeldern und glitschigen Abschnitten deutlich langsamer, als bergauf und auch als die anderen meisten Läufer.
Sie überholten mich alle!
Ich bin mit vollem Stockeinsatz teils wie eine alte Frau da runter gestiegen, um ja nicht umzuknicken, wegzurutschen oder die Knochen zu überlasten.
Jeder, der von hinten kam, hat mich überholt und mit einigen habe ich mehrfach gescherzt, denn sobald es flach oder bergauf ging, hatte ich sie alle wieder!
Es war mir egal, die Zeit war mir ziemlich latte.
Ich wollte zwar möglichst schneller sein, als letztes Jahr, aber wenn nicht, wärs auch egal gewesen, Hauptsache Spaß und gesund finischen, was zum Glück gelang.

Die Stürze haben Dich voll aus dem Konzept gebracht und am Ende hast Du Dich dabei auch noch verletzt, auch wenn sichs nicht sofort so anfühlte.
Das haut einen vor allem auch mental voll aus den Socken und dann beginnt der Teufelskreis der Angst...leider.:o(

Strider, Du KANNST Berge und Trails, da bin ich ganz sicher!!!

Du musst es nur mit noch mehr Respekt und Vorsicht angehen, dann wirds ein richtig schöner geiler Lauf!!

Gut, ja, mit dieser jetzt zusätzlich entstandenen Angst musst Du natürlich selbst für Dich entscheiden, ob Du sowas noch mal versuchen willst oder doch zur Angstbekämpfung und Erfahrung sammeln nächstes Mal den Basetrail wählst, der ganz bestimmt auch nicht ohne ist.
Etwas wertvolle Erfahrung hast Du ja auch bis zum Scharnitzjoch gewonnen!

Dein Umgang mit dem DNF ist völlig in Ordnung, das muss jeder mit sich selbst ausmachen und ich finde es sehr sehr stark, dass Du so gut darüber schreibst!!
Keine Ahnung, wie ich reagieren werde, denn es steht mir noch bevor irgendwann, so, wie jedem und es ist und bleibt kein Beinbruch und erst recht keine Abqualifizierung einer meines Erachtens superstarken Frau und Läuferin!!

Lass Dich nicht unterkriegen, werd schnell gesund und schau nach vorn!
Das wird wieder, ganz sicher!! :o) *knuddel*

Lieben aufmunternden Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Da hattest du eindeutig mehr Pech im Pech ...

als Glück im Unglück, wie man so sagt. Mit der Vorgeschichte wurde das Vorhaben natürlich noch mehr zur Kopfsache als es das ohnehin schon ist. Mir hat nach meinen Scheixerfahrungen geholfen, die wahrscheinlichsten Krisensituationen im Vorfeld immer und immer wieder durchzugehen und mir die Antworten auf die Fragen nach dem "Was nun?" zurechtzulegen, um sie im Fall des Falles parat zu haben. Kannste ja mal ausprobieren :-).

Ansonsten: Kopf hoch! Arm hoch geht ja gerade nicht ;-). Du hast das Herz am richtigen Fleck und wirst natürlich versuchen, deinen Weg auf die Trails zu finden. Da bin ich sicher.

Wünsche dir schnelle Genesung. Auf bald, irgendwo in diesem großen Laufzirkus.

"Das wichtigste Argument für den Breitensport ist aber, dass die Menschen davon schön müde werden. Wer des Abends müde ist, geht zu Bett und treibt keinen Unfug." (Max Goldt)

stadtwald...

...ja, nee, is klar! hömma schätzelein, gezz muss ich aber ma streng mit dir werden!
feige, das is was gaaaaaaaaanz anderes. die kölner sagen so schön: 'jeder jeck ist anders.' und so reagiert auch jeder anders in extremsituationen. du hast etwas erlebt, dass du verarbeiten musstest. heißt: das musst du für DICH tun und auf DEINE art und nicht für andere oder weil andere etwas anderes erwarten!

und was das alpine laufen betrifft: okeee, hättste vielleicht wirkich mit der kleineren nummer einsteigen sollen, aber wenn du nicht angeschlagen am start gewesen wärst, hätteste etwas mehr pepp gehabt...naja, hätte, wäre wenn...
wie sagte waxl letztens in einer unterhaltung so schön: mundabwischen, aufstehen, weitermachen!
____________________
laufend knuddelt die strider: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegen kommt." (theodor fontane)

strider

Mund abwischen und weitermachen.
Kannst Du doch!!
Alles hat einen Sinn....
GLG, KS

Hey Frank

Schade dass wir uns nicht mehr gesehen haben. Glückwunsch zu deinem Lauf. Hast du klasse gemacht!

LG

Aufmuntern?

Würde ich gerne, weiß aber nicht wirklich wie das geht! Wie der Schalk schon sagte, laufen kannst du! Berge üben! Wenn du wieder mal in Berlin bist, kommst du einfach auf eine Kienbergrunde zusammen mit Schalk mit. Wir haben da zuckersüße Trails, die ziehen auch mir gelegentlich den Zahn!

Kopf hoch!

LG
Rico

P.S. War total überrascht dich in Mittenwald zu sehen! Aber dich erkennt man!

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