Benutzerbild von nille81

Es ist kaum zu glauben:
Da ackere ich die letzten Monate wie ein Gaul, ziehe hunderte (oder tausende ;) ) Bahnen im Schwimmbad, sitze bei 0 Grad Stunden im Sattel, laufe bei Tiefschnee durch die Wälder und bin so fit wie nie....

Und dann 1,5 Woche vor dem ersten Olympischen Triathlon stelle ich mich auf die Waage...Häää???... 2Kg weg...komisch...also Nahrungszufuhr erhöhen.
Einen Tag später setzt unglaublicher Durst, gefolgt von häufigen Wasselassen ein.
Innerhalb der nächsten Tage verschwinden noch 3 Kilo.
Was ist denn nun los...also Hausarzt konsultieren...leider hatte ich da schon so eine Ahnung!!!
Der Verdacht wurde mir dann vom Hausarzt bestättigt:

DIABETES MELLITUS TYP1

1. Gedanke: SCH...
2. Gedanke: Das wars mit dem Triathlon
3. Gedanke: Das wars mit deinem (bisherigen) Leben

Sicherlich gibt es weitaus schlimmere Krankheiten und heutzutage kann man damit super leben, aber das hilft einem mit Anfang 30 und kleiner Familie erstmal auch nicht weiter. Da gehen einem schon viele Gedanken durch den Kopf..."oh Gott, du musst jetzt dein Leben lang spritzen und deine Füße bist du mit 60 auch los....Dialyse... nicht mehr arbeitsfähig und und und...
Mittlerweile bin ich schlauer und denke da anders drüber.
Jetzt liegt ein 1 wöchiger Klinikaufenthalt hinter mir. Während dieser Zeit wurde ich auf eine intensivierte Insulintherapie eingestellt. Was heißt: vor dem essen Zucker messen, Essen berechnen, Insulin spritzen und hoffen das ich mich nicht verechnet habe.
Seid Diagnosestellung sind nun 2,5 Wochen vergangen und so langsam kann ich die Krankheit in meinen Alltag integrieren.
Sicherlich kommt es immer wieder dazu das ich unterzuckere, aber das gehört wohl am Anfang dazu?!
Und ich war tatsächlich schon 2x laufen und 1,5h mit dem Rennrad unterwegs.....2x laufen und 1,5h mit dem Rennrad...:):)...ich glaube, ich habe dabei gestraht wie ein Atomkraftwerk.
Heute musste ich dann auch gleich die Erfahrung machen beim laufen immer genug Traubenzucker dabei zu haben....ist gerade noch so gut gegangen.
Nun taste ich mich weiter an den Triathlon heran, Ende August habe ich mich auf jeden Fall für ne Volksdistanz angemeldet. Man muss sich ja Ziele setzen.
Vieleicht gibt es hier ja noch den ein oder anderen Läufer/Triathleten der auch an Diabetes erkrankt ist und interesse an einem Erfahrungsaustausch hat.

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Gesamtwertung: 4.3 (3 Wertungen)

Ich bin zwar nicht

Ich bin zwar nicht betroffen, aber hast du das http://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=7957&highlight=diabetes schon gefunden?

Grundsätzlich ätzend,

so eine Diagnose zu bekommen, die einen bis ans Ende der Tage verfolgen wird.
Ich selber bin nicht betroffen, kenne aber einige Leute, die trotz Diabetes Typ 1 nicht viel auslassen im Leben.
Bei einer kurzen Spontanrecherche bin ich auf folgende Seite gestossen. Vielleicht macht die ja etwas Mut:
Leistungssport und Diabetes

leider kann ich auch nicht

leider kann ich auch nicht mit eigenen Erfahrungen dienen, allerdings habe ich über Rohkost-Ernährung sehr erstaunliche Geschichten auch im Zusammenhang mit D.-Typ 1 gelesen, insbesondere zu Beginn. Vielleicht ist es ja ein Thema für Dich.

Alles Gute!
volker

alles wird anders

aber es wird gut! Ganz bestimmt. Neulich bin ich mit einem Läufer zusammen unterwegs gewesen, der hat auch Diabetes und er kommt damit gut zu recht, auch als Langstreckenläufer. In Münster beim Mara gibts, glaub ich, sogar einen speziellen Service für Diabetiker- du bist nicht allein, lass den Kopf nicht hängen. Volle Kraft voraus!...keep it simple...

Meine beste Freundin hat

Meine beste Freundin hat Diabestes Typ 1. Wichtig ist das du vor dem Sport noch etwas ißt. Natürlich nie ohne Traubenzucker los. Ganz wichtig immer auf den Körper hören. Wenn du das Gefühlbekommst deine Beine werden schwer, dann ieß. Wenn es dir leicht schumrig wird, ist es allerhöchste Zeit zum essen. Soweit solltest du es gar nicht kommen lassen. Dann bleib auf jeden Fall stehen und ieß. Ganz wichtig ist auch das dein Traubenzucker nicht umständlich eingepackt ist oder schlecht erreichbar. Wenn du ein Absacker hast, kann es sein das du das Papier nicht mehr aufbekommst. Bei längeren Trainingsläufen hat es sich bewärht, mal kurz stehen zu bleiben und Blutzucker zu messen. Dadurch lernst du einzuschätzen, wie er sich verhält. Nach einem Wettkampf spritz nicht zu viel Insulin. Oft sackt der Blutzuckerspiegel danach noch einmal drastisch ab. Nachbrennefekt. Nimm immer ein Handy mit. Denn trotz aller vorsicht kann es auch mal nicht geliengen, den Blutzucker nach einem Absacker wiedr hoch zu bekommen. Erst kürzlich hatte sie mal wieder einen Absacker. Wir waren dann kurz davor uns abholen zu lassen. Nach dem sie sich kurz hingestezt hat und so an die 4 Stück Taubenzucker verspeist hat, ging es wieder und wir kommten langsam weiter laufen. Nach einiger Zeit konnte sie auch wieder schnell laufen. Ich laufe mit ihr inzwischen das 6 Jahr und es kommt so einmal im Jahr vor das sie einen Absacker hat. Wobei sie die Absacker nach einer Nachtschicht öffter hatte als nach einer Tagsicht.
Eine andere Bekannte die Diabetes Typ 1 hat läuft sogar Marathon, sie behaupter sogar das sie mit den längeren Strecken sogar besser klar kommt als mit kurz und schnell.
Ich hoffe ich konnte dir ein bischen Mut machen. Meine Freundin behauptet immer irgendwann sei das Spritzten wie Zähneputzen, mann gewöhnt sich drann. s

Helden gesucht!!!

Du kriegst das in den Griff!

Du weißt die Diagnose - es gibt Beratungen (auch für Sportler) und das Leben ist NICHT vorbei! Und wie sich das liest hast Du genau DAS auch vor: weitermachen unter veränderten Rahmenbedingungen. Viel Erfolg - und vor allem Spaß - dabei!

Sport und Diabetes schließen sich übrigens nicht aus. Ich bin zwar selber zum Glück nicht betroffen, kenne aber einige "Fälle", wo ein "normales" Leben mit Familie und Kindern und, und, und eben funktioniert.

Vielen Dank für die

Vielen Dank für die motivierenden Zusprüche. Ich bin voller Zuversicht und es läuft von Tag zu Tag besser.

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