Benutzerbild von sterne11

da lauf ich doch glatt nach schlechtem Halbjahrestraining eine neue PB und dann
bricht kurz danach ein 24-jähriger Stuttgarter im Ziel zusammen und kann nicht wiederbelebt werden. Meine Freude am Lauf währte nur kurz, es tut mir so leid.

Wenn ich dann noch bedenke, dass vielleicht wie bei mir seine Familie und Freunde auf der Tribüne saßen.

Bin sprachlos.....

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Einfach nur bitter, ich bin

Einfach nur bitter, ich bin 7 km gelaufen und habe erst zuhause davon gehört.

Das ist absolut furchtbar.

Das ist absolut furchtbar. Habe es letzte Woche leider bei einem Tria auch erlebt, dass ein junges Mädel kollabiert ist. Den Angehörigen gehört mein Mitgefühl, leider hilft das auch nicht den Jungen zurück zu holen. Rest in peace.

Ich finde es auch

Ich finde es auch schrecklich, gerade jemand mit 24 Jahren - hätte ja noch sein ganzes Leben vor sich gehabt. Besonders hart ist es für die Angehörigen, die ggf. vor Ort waren um mit ihm seinen Halbmarathon zu feiern.

Dennoch solltest Du Deine PB für Dich genießen und nicht in den Hintergrund drängen lassen. Sowas passiert halt immer wieder, meistens sind diejenigen aber gesundheitlich schon vorbelastet - meist ohne es zu wissen. Es hätte genauso gut auch im Training passieren können. Die Wahrscheinlichkeit, dass es jemanden bei einem großen Wettbewerb erwischt ist wegen der Teilnehmerzahlen halt höher. Und dann wird es natürlich auch gleich viel medienwirksamer, als wenn jemand nach einem Trainingslauf kollabiert.

Herzlichen Glückwunsch zur PB!

Aufmuntern...

ist in so einem Fall nicht möglich. Aufarbeiten hielte ich dagegen für extrem wichtig. Zunächst einmal ist so etwas immer schockierend. Danach muss man sich aber fragen: wie kam es dazu, was ist hier falsch gelaufen? Oft stellt sich dann heraus, dass besondere und einzigartige Umstände zu der Katastrophe geführt haben. Aus dem Umfeld meiner Familie gibt es dazu das Beispiel einer Tante, die einen Herzfehler hatte, von dem aber niemand einschließlich ihr selbst etwas wusste. Das ist dann tragisch aber nicht vermeidbar. Wenn sich aber herausstellt, dass es vermeidbar gewesen wäre, dann wäre es wichtig, es zu kommunizieren, damit wenigstens vermieden werden kann, dass sich so ein Fall wiederholt.

Und dann gibt es noch einen anderen Grund für die Aufarbeitung: Laufen ist, wie ich meine ein schöner Sport. Ich glaube auch, dass jeder, der diesen Sport für sich entdeckt, eine Bereicherung seines Lebens erfährt, wie er es sich vorher nicht hätte vorstellen können. Ich glaube sogar, dass Laufen überhaupt nicht schädlich sein kann. Selbst wenn man versucht, sich durch excessives Laufen das Leben zu nehmen, wäre das gar nicht möglich. Der Körper würde einen vorher schon ausbremsen. Ich halte es für wichtig, dass über diesen Sport korrekt berichtet wird, damit sich auch Menschen, die sich damit noch nicht befasst haben, korrekt informieren können.
Solche Fälle tragen aber leider zu einer Verfälschung des Bildes, das sich Menschen über diesen Sport machen, bei; sie hinterlassen ein negatives Bild. Außerdem werden wahrscheinlich einige Läufer verunsichert und fragen sich, ob ihnen so etwas auch passieren kann, wenn sie z.B. zu lange laufen.

Deshalb halte ich eine Aufarbeitung für so wichtig und möchte jeden, der etwas zur Aufklärung der Ursachen beitragen kann, aufrufen dies zu tun.

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