Nachdem ich vermehrt trotz verstärkter Innenseite des Schuh's leichte Spannungen der Achillessene verspürte, bin ich daraufhin zum Arzt. Der Hausarzt überwies mich an einen Chirugen/Orthopäden, der die Sene im empfindlichen Bereich via Ultraschall untersuchte. Er stellte keine Probleme fest. Festzustellen war jedoch der klassische Senk-Spreiz-Fuß nach Innen abfallend. Seine Empfehlung zusätzlich war, wenns zu Stark auftritt, dann lieber mal eine andere Sportart ausüben. (Fahre jetzt im Wechsel mal RR)

Er erstellte das Rezept für die Einlagen und ich ließ sie mir auf die Laufschuhe anpassen.
Die ersten 1-2 Male waren echt grausam. Obwohl man Falsch läuft, und eine Einlage richtig ausrichtet, denkt man "man läuft wie auf rohen Eiern, das tut weh und kann nich tgut sein".

Mittlerweile nach cirka 60-70km läuft dieses ganz gut. Auch in meinen Arbeitsschuhen habe ich Einlagen. Der Reiz der achillessene ist mittlerweile verschwunden, dafür habe ich jetzt aber im rechten Knie vermehrt Problemchen.

Warum ich das als Problem darstelle? Ich hatte jetzt 5 Tage Urlaub, nur Straßenschuhe getragen und das Problem am Knie verschwand.. Nach einer 14km Wanderung hatte ich mit den Straßenschuhen natürlich wieder den Reiz des Herrn Achilles.

Ist das ganze denn immer noch eine Gewöhnungssache des Knie's oder sind die Einlagen vielleicht doch nicht so optimal? Hat jemand da Erfahrungen? Drücken tut nichts !

LG
Marc

Erfahrungen mit Einlagen

...hab ich jede Menge.
Gute und schlechte.
Generell lösen stützende Einlagen alleine das eigentliche Problem nicht. Parallel dazu muss die fehlende Muskulatur aufgebaut werden. Das dauert! Das Knie meckert, weil es sich jahrelang an eine andere Belastung gewöhnt hatte und jetzt plötzlich anders (nämlich richtig) beansprucht wird.
Hab Geduld! Variiere! Gehe/laufe mal mit und mal ohne Einlagen.
Dehne Deine Achillessehne (Treppenstufenübung).
Das wird!

Einlagen

Als ich mit Laufen anfing bekam ich schnell Probleme mit dem Großzehgelenk. Diagnose: starker Spreizfuß mit leichter Überpronation. Also Einlagen. Die Anfänge waren grausam, es tat alles weh: Knie, Hüften, Sprunggelenke. Gefühlt lief ich völlig falsch. Irgendwann hatte ich mich dran gewöhnt, richtig gut war es nie. Die Wehwechen kamen und gingen, die Schuhe bekamen immer mehr Stütze, die Einlagen wurden immer stärker. Schließlich erklärten mir 2011 zwei Orthopädiefachleute mit den Einlagen an der Grenze des Machbaren zu sein. Ich sollte mit den langen Läufen aufhören.

Ich hatte inzwischen mit den Nike Free im Alltag begonnen und gute Erfahrungen gemacht. Zwar Muskelkater am Anfang, aber keine Probleme mit den Füßen! Fivefingers waren der nächste Schritt, die nahm ich fürs Laufband in der Muckibude und dann auch kurze Strecken im Wald und auf dem Sportplatz (bis zu 7km erstmal). Dann holte ich mir den Kinvara von Saucony, und da passten meine Einlagen nicht rein, also lief ich ohne. Und es ging! Zwischendurch immer wieder mit Einlagen gelaufen, da kamen sofort alle Probleme wieder. Der nächste Marathon kam und ich wagte es: ohne Einlagen, ohne gestützte Schuhe (Mizuno Wave Precision) - und keine Schmerzen.
Habe die Einlagen weggeschmissen, laufe ohne. Neutralschuhe, möglichst flach. Das geht auch auf Ultras.

Das muss aber nicht für jeden gelten, also Vorsicht! In jedem Fall würde ich die Fußmuskulatur trainieren; nimm im Alltag mal Barfußschuhe, mach LaufABC damit auf dem Platz oder kurze Läufe im Wald. Du kannst zwar ein eingebrochenes Quergewölbe nicht komplett wieder aufbauen, aber verbessern lässt es sich! Zuletzt bescheinigte mir der Schuhdealer meines Vertrauens, dass ich inzwischen komplett auf dem Vorfuß laufe ;-))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Erfahrung...

Vor kurzem hat auch mir ein Orthopäde (allerdings für mein Empfinden ohne großartige Diagnostik) Einlagen verschrieben. Hatte schon seit Wochen Schmerzen in der Sehne/Muskulatur im Unterschenkel.

Bin dann drei Mal innerhalb von 2 Wochen damit gelaufen. 8/16/20 km. Vielleicht war das nicht die Art der Eingewöhnung die der Doc angedacht hatte, aber "langsam steigern" ist ja auch Auslegungssache. Ich hatte während des Laufens schon das Gefühl, dass es der entsprechenden Stelle gut tut, Ergebnis des 3.Laufs war jedoch ein itbs und 3 Wochen quasi komplett Laufpause und jetzt langsames wieder-Anfangen.... ziemlich frustrierend! Die Einlagen habe ich seitdem auch nicht mehr angeschaut!
Ebenso wie strider tendiere ich eher zu "Neutralschuhen" und barfußlaufen als super Training für sämtliche Fuß- und Beinmuskulatur!

Das kommt mir bekannt vor

Zu Beginn meiner Laufkarriere, als völlig Ahnungsloser, habe ich mich auf die gemachte Laufbandanalyse verlassen.
Leicht gestützte Schuhe wären angeblich das Optimum für mich. Nur hatte ich nach kürzester Zeit Probleme mit der Achillessehne... die Einlagen haben letztendlich nicht wirklich geholfen, obwohl ich sie aus Gewohnheit immer noch in alle meine Laufschuhe stopfe. Ein paar Keile unter der Ferse haben der Achillessehne wesentlich mehr geholfen.
Irgendwann bin ich dann umgestiegen auf neutrale Leightweight- oder Wettkampfschuhe und seit dem gibt die Sehne Ruhe... ein bisschen dehnen gehört natürlich auch dazu. Bei bestimmten Typen von den leichten Schuhen meckern auch mal die Knie, aber das lässt sich durch regelmäßigen Wechsel der Schuhe ganz prima im Griff halten.
Ich würde es mit neutralen Schuhen ohne Stütze probieren und schauen, wie es sich entwickelt.
Strider und wwconny haben letztendlich ja das Gleiche empfohlen.

Da bin ich hier

ja richtig. Seit gestern "stolze" Besitzerin von einlagen. Allerdings mit zwei unterschiedlichen Aussagen. Doc - im Normalschuh tragen, in 4 Wochen wiedersehen und dann Einlagen für den Sportschuh (perspektivisch). Die Frau, die mir die Dinger dann ausgehändigt hat, meinte, ich soll auch damit laufen.
Aber wenn ich mir den Tip von Strider so ansehe, ärgere ich mich ja noch mehr, dass ich die Nikefree nicht schon seit 1,5 Jahren hab. Damals in Frankfurt konnte ich mich nicht dazu durchringen, welche auf der Messe zu kaufen. :(

----------------------------------
LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

kann eigentlich nicht weiter

dazu schreiben da alle wesentlichen Punkte genannt wurden.
Ich kenne niemanden der bei den genannten Beschwerden mit Einlagen richtig glücklich wurde.
Gute Erfahrungen habe ich während der Trainerausbildung und auch schon vorher mit gezieltem Barfusstraining und entsprechenden Kräftigungsübungen gemacht. Allerdings sind diese Maßnahmen als langfristig anzusehen, wer mehrere Jahrzehnte seine Füße mit Schuhen deformiert sollte nicht erwarten daß in einem halben Jahr alles gut ist.
Ich lauf seit 3 Jahren mit Minimal, oder Barfußschuhen, seitdem beschwerdefrei, längste Strecke jetzt erst der Rennsteig Supermarathon.

Der Tag geht zu Ende: Überdenke noch einmal, was er dir an Sorgen gebracht hat. Ein paar davon behalte, die anderen wirf weg! Calvin O. John

Ergänzung

Moin zusammen,

ich möchte noch etwas hinzufügen. Einfach eine Einlage zu verschreiben reicht nicht. Der Fuß soll durch die Einlage passiv (!)
korrigiert werden. Da klappt aber nur, wenn er auch beweglich ist. Und da liegt meist das Problem. Ich behandle in der Praxis
bei 8 von 10 Patienten die Füße. Es gibt viele kleine Knochen im Fuß, die gegeneinander verschieblich sein müssen, um voll beweglich
zu sein. Aber ein blockierter Fuß, der durch eine Einlage in eine andere Postion gezwungen wird, macht erst recht Probleme.
Deswegen sollten die Füße vorher durch einen geschulten Physio mobilisiert werden. Meist braucht man danach auch keine Einlagen mehr :-)

@Conny , Strider , Gazelle,

@Conny , Strider , Gazelle,

wie ich lese, habt ihr alle mal probiert und habt bemerkt, dass Einlagen mal mehr oder mal weniger nicht das wahre sind. Verstärkte Schuhe habe ich mir zugelegt, da der Runnerspoint auch bei mir damals beim ersten Kauf von Laufschuhen mit mir eine Diagnose durchgeführt hatte. Seitdem lief ich auch immer damit durch die gegend. Bei der Anpassung der Einlagen wurde dazu.. mehrmals eine Analyse durchgeführt, weil der Orthopäde / Einlagenspezi noch korrekturen vornahm. Ich knicke mit dem Linken Bein schon etwas arg ein, das sah von mal zu mal besser aus, als er mehrfach die einlage nochmal veränderte.

Ich werde euren Rat einmal befolgen und ab und an mal mit und Ohne Einlagen laufen. Schuhwechsel habe ich seither nicht betrieben, da ich selbst dachte, volle Gewöhnung dauert vielleicht ein wenig.

Dann werde ich mal ab und auch die anderen "ohne" tragen, auch wenn sie verstärkt sind. Zurzeit verwende ich den Kayano 19, hab aber noch eine ausgelatschten kayano 18 und einen brocks adrenaline GTS 12 da, wo der Verstärkungspunkt anders liegt, wie bei den kayano's welches sich auch etwas entlastenter anfühlt. Nachteil ist bei dem wiederum, dass die Dämpfung da doch eher nachgibt. Über einen "flachen" Wettkampfschuh werd ich mir mal gedanken machen und ich werde, wenn schönes Wetter ist mal mit Barfuß auf dem Sportplatz laufen. Habe eine schöne Bahn um die Ecke.

@all ich danke euch
Ich bedanke mich für eure netten Vorschläge, ich werde probieren und auch mal wieder berichten wie es voran geht

@admin, wäre es vielleicht nicht Sinnvoll, dieses Thema als Dauerbrenner irgendwo oben im Forum stehen zu lassen? So kann man mit einem mal alle Erfahrungen abgreifen.

Lieben Gruß
marc

Also in den Laufschuhen...

...habe ich überall Einlagen. Senkfuß und Pronation sind vorhanden. Ich habe (leicht) gestützte Schuhe mit Einlagen mit Pelotte (die brauche ich sogar in Radschuhen, weil mir sonst permanent die Zehen einschlafen), ich habe aber auch Neutralschuhe mit propriozeptiven Einlagen (geniale Erfindung!!!).
Beim runnerspoint (in Bonn in meinem Fall) verzichte ich auf Beratung - war kompletter Müll. Falsche Größe und viel zuviel Pronationsstütze.

Einlagen lasse ich mir vom Orthopäden verschreiben und vom Orthopädie-Fachmann (Rahms in Troisdorf in meinem Fall) nach Laufanalyse mit Druckpunktmessung, Beinachsen- und Hüft- Begutachtung machen. Kostet paar Euro, hat sich aber sehr gelohnt.
Weiterhin hab ich paar Five-Fingers, die ich aber doch selten anziehe.

In Alltagsschuhen verzichte ich auf Einlagen.

Dazu kommt noch Rumpfstabi (seit kurzem in Form von Gerätetraining im Studio), was sich äußerst positiv auf den gesamten Laufapparat auswirkt.

Wenn ich jetzt lese, dass Du Kayanos läufst, mir in denen noch 'ne Einlage dazu vorstelle - dann würde ich auch schmerzen, wenn ich Fuß oder Knie wäre ;-)
Meiner Ansicht nach viel zuviel Stütze und auch zu schwer.

Viel Erfolg beim Ausprobieren, wieviel und wie oft für Dich das Richtige ist!

@marceu12

Zitat:"wäre es vielleicht nicht Sinnvoll, dieses Thema als Dauerbrenner irgendwo oben im Forum stehen zu lassen?"

Der Forumsbeitrag dürfte bei Dir in der Watchlist zu finden sein.

Ansonsten hilft die Suchfunktion, wenn Du mehr über das Thema wissen willst.
Ich denke die "Dauerbrenner" sind zu ziemlich individuell und vielfältig, so dass eine Strukturierung auch schnell unübersichtlich werden würde.

Gruß
krowil

06.Juli Himmelgeister HM ?
01.Sept Kö-Lauf
13.Okt Köln HM

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links