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Wenn man während der letzten Tage am Neckarufer ganz still stehen blieb, gespannt den Bäumen bei ihrem Blätterspiel zum nicht enden wollenden Regen lauschte, dann konnte man sie hören - Geschichten aus längst vergangenen Tagen.
Geschichten über ein gleißend helles Licht, das das Antlitz unserer Mutter Erde in den schönsten Farben erscheinen ließ.
Doch die Sonne – einst unsere Seelen erwärmend – war jüngst nicht mehr wert als eine Randnotiz im Reich der Mythen und Sagen.

Und selbst der Neckar, der an ruhigen Tagen durch seinen stillen, stetigen Lauf die Muse zu umschmeicheln wusste, stimmte dieser Tage nur das Lied des unnachgiebigen und reißenden Flusses an.

Doch selbst der Sonnengöttin Helios dämmerte es langsam, dass der Regen ein Ende finden musste. Und so kam es, dass die Wolkendecke aufriss und die ersten, wärmenden Sonnenstrahlen längst vergessen Erinnerungen an sommerliche Zeiten weckten.

Zeit also für einen Hochwasserlauf rund um den Neckar und den Schlossgarten.
Doch schon nach weniger als einem Kilometer schien alles gelaufen zu sein.
Da war kein Durchkommen. Oder etwa doch?

Auf der Mauer, auf der Lauer, läuft ‚ne kleine Wanze…

Entlang des Neckars, Fluss abwärts bis zur Schleuse Bad Cannstatt konnte ich mich dann mit einem virtuellen Laufpartner messen. Ein Stück Treibholz, das mit ca. 11km/h nicht gerade langsam war.

Auf der Seite der Neckarvorstadt war dann schon wieder kein durchkommen. Deshalb ging es ein kurzes Stück auf der Straße entlang. Man lässt sich doch nicht so einfach aus dem Tritt bringen.

Treibgut, so weit das Auge reicht. Den Enten mag’s gefallen.

Und beim Stuttgarter Partyfloß erst. Als ob mein Kollege Steffen mit seinen Tennis Spezis gefeiert hätte. :-)

Welche Macht hinter den Wassermassen steckt, lässt das Bild kaum erahnen.

Und wo ist nun der Schwanensee?
Wollte ich tatsächlich ins Ballett gehen? Nicht wirklich!
Ich wollte unbedingt noch die Schwanenbabys durchzählen, ob es hoffentlich immer noch sieben Stück sind.
Zum Glück sind noch alle da, die Bedenken waren also unbegründet.
(Letztes Jahr wurden über Nacht vier Jungschwäne gestohlen.)

Zum Abschluss ging es dann nochmal an einem Rosenbusch vorbei, dessen Duft bei Sonnenschein und Windstille so intensiv ist, dass man eigentlich gar nicht mehr weiter laufen will. Aber irgendwann muss jedes Abenteuer zu Ende gehen.
Nach einer abschließenden Runde durch den Rosensteinpark ging es dann auf direktem Weg nach Hause wo das leckere Mittagessen schon auf mich wartete.

Viele Grüße aus dem sonnigen Stuttgart,
Tilo

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Die ganze Zeit schon...

... hab ich mich gefragt, ob Du wohl Bilder gemacht hast! :-)

Danke für den tollen Bericht! Was für eine Abenteuertour.
Laufend erschließt sich einem doch so einiges mehr! Gut, dass Du beim Kraxeln kein unfreiwilliges Bad genommen hast.

Ich kann den Duft der Rosen bis hierher riechen und bin neidisch, dass sie am Neckar schon blühen!

Nur das Mittagessen hätt'st schon auch noch fotografieren können :-D

Eindrucksvolle Bilder

auch wenn ich hoffe, dass das letzte Foto nicht dein Mittagessen zeigt ;-)))

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Das letzte nicht...

Aber vielleicht das vorletzte Bild?
Es fehlt wohl schon wieder ein Jungtier - schmatz. ;-))
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Tz.

Du Höhlenmensch

:-D

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