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Dieser Tage war bei den Meldungen in einem großen sozialen Netzwerk die Notiz gepostet, dass es noch 100 Tage bis zum Start meines größten läuferischen Vorhabens des Jahres, wenn nicht gar meines bisherigen Läuferdaseins seien.
Der Wettbewerb soll über gut 100 Meilen durch alpines Gelände führen.

Noch 100 Tage. Das saß.
Dazu kommt fünf Wochen vor dem großen Event ein "Vorbereitungslauf", der es sehr gut mit meiner bisherigen Maximaldistanz aufnehmen kann.

Dazu eine kleine Positionsbestimmung:
Im Winter hatte ich das Training absichtlich etwas intensiver zurückgefahren, als üblich, um mehr Zeit der Familie zu widmen. Überhaupt möchte ich vermeiden, dass die noch ziemlich jungen Zwillinge mich nur "vom Vorbeigehen", sprich von der Arbeit heimkommen und mit Laufschuhen wieder entschwinden, kennen. Das hat natürlich mit sich gebracht, dass ich an jeder Erkältung der Kinder teilhaben durfte.

Abgesehen von der örtlichen Winterlaufserie sollte im März der "Trail du Petit Ballon", inzwischen eine Institution in meinen Jahresplanungen, der erste größere Wettbewerb werden. Gerade von einer Grippe genesen und der Rest der Familie noch in den Seilen hängend, verzichtete ich auf den Start. Wettermäßig wäre der Ballon eine noch größere Herausforderung gewesen als üblich, mit Dauerregen in tieferen Lagen und Schneegestöber und bis zu einem halben Meter Neuschnee in höheren Lagen.

Immerhin bekam ich einige lange Läufe im Pfälzer Wald auf die Reihe und meine Wettbewerbs-Trailsaison wurde bei der Grand Défi des Vosges im April eröffnet.

Vor drei Wochen, bei einem für meine Verhältnisse übersichtlichen Jahreskilometerstand von 700 km, schaffte ich es, 105 Wochenkilometer rauszuhauen, wovon über 75% gut profiliert waren. Die Woche danach waren es allerdings wieder nur knapp 40 km. Natürlich nicht am Stück, sondern scheibchenweise.
Noch eine Woche später kam es noch besser. Cherry65 hatte sich wieder etwas eingefangen und bekam ein Antibiotikum aufs Auge gedrückt. Die Folge: Eine Nullwoche. Der Freistart beim Mittelrheinmarathon in Koblenz ging flöten. Ein sehr interessanter Trail im Elsass, den zwei Bekannte aufstöberten, die den TAR2013 laufen werden, natürlich auch.

So ähnlich läuft es schon seit dem Jahresanfang. Ich bekam bisher noch nicht die nötige Kontinuität in mein Training. Dies muss sich zack-zack ändern oder ich sollte meine sommerliche Laufplanung überdenken.

Diese Woche lässt mal wieder die Hoffnung auf Besserung keimen. Beim gestrigen Lauftreff hatten wir für meinen aktuellen Trainingsstand schon mal ein recht zackiges Tempo drauf.
Heute waren es 10,5 Kilometer in 1:02 Stunden. Im Grunde nicht berauschend, allerdings habe ich ein zackiges Höhenprofil produziert. Ich bin drei Mal einen Hang hochgerannt und wieder runtergebrettert, macht zusammen 500 positive (und natürlich auch negative) Höhenmeter.
Direkt davor war ich 5,5 km in moderatem Tempo unterwegs, denn seit Ende Februar darf ich vom Geschäft aus ein Mal wöchentlich eine Neu- und Wiedereinsteigergruppe betreuen.

Für das kommende Wochenende habe ich mal wieder ein Vorhaben mit Freistart: Der Black Forest Trail Maniak. Bisher sieht es gut aus, dass ich die beiden Läufe der Masters-Wertung tatsächlich wahrnehmen kann.

Danach darf ich mich drei Wochen lang werktags im Schwabenland auf einem Seminar rumdrücken. Dort sollte es reichlich Gelegenheiten geben, abendliche Runden zu drehen.

cherry65

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Mount Cherry...;o)

macht das schon, da hab ich gar keine Bedenken! :o)

Schade, dass Du nicht beim Mara sein konntest am WE und ich hoffe, Du bist wieder völlig gesund und kannst jetzt angreifen!

Diese Trainingsunterbrechungen sind totaler Mist, aber bei Dir steckt noch ein riesiger Haufen Erfahrung mit drin, da kannst Du sehr gut einschätzen, wie Du das jetzt zack-zack am sinnvollsten und besten hinbekommst.

Deine Knochen sind jedenfalls sehr gut ausgeruht, Deine Familie erkennt Dich persönlich und begrüßt Dich mit breitem Lächeln, wenn Du Zuhause auftauchst und bald wird auch das Wetter hoffentlich angenehmer für gutes Bergtraining werden.

500Hm auf 10,5 km in WAS??? Hahahaaaaa....erzähl mir nicht, dass Du schlecht trainiert bist!! ;o))

Wegen FB weiß ich ja auch noch, wie Du aussiehst und ich freue mich riesig, Dich/Euch in Grainau gesund und munter wieder zu sehen!! :o)

Viel Spaß beim Black Forest Trail Maniak!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Boah, wo kriegst Du nur die Freistarts her?

Das hört sich doch alles sehr lecker an. Ich denke Du bist das profilierte Laufen eh gewohnt - mit etwas vermindertem Tempo wirst Du sicherlich viel Spaß bei den geplanten Vorhaben erleben und das Ziel gut erreichen.

Ich wünsche Dir Gesundheit - und Deiner Familie auch das Allerbeste. Prioritäten halt - da muss das eben mit weniger Vorbereitung "laufen".

die Infektzeit

kenn ich noch zu gut. Das war lästig und hat so viel Kraft gekostet! Wenn bei uns jemand anfing zu schnupfen oder husten, gabs bei mir immer präventiv Vitamin C + Zink. Nach jedem Lauf sowieso geriebenen Ingwer mit heißem Wasser. Man bildet sich ein, es habe geholfen. Dir vielleicht auch?
Ich drück dir jedenfalls die Daumen, dass ihr durchs Gröbste durch seid. Und so unter uns, wenn der Veranstalter nicht wieder die Routen ändert und verkürzt, bist du ein ziemlich sicherer Finisher auf dem langen Weg (kannst du mir vielleicht ein Autogramm vom Kilian mitbringen?)...keep it simple...

Zwillinge

Da haste recht! Meine Philosophie war ja damals auch, sowohl Arbeits- als auch Laufumfänge mit den Kindern mitwachsen zu lassen. Das sind jetzt die schönsten Jahre mit den Zwillingen, aber auch die Zeit, in der ihr als Eltern so manchen Grundstein in der Erziehung legen könnt/müsst. Stichwort: "was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr". Anders als das Lauftraining lässt sich da meines Erachtens auch nichts nachholen, denn je größer der Nachwuchs wird, umso größer auch die Fremdeinflüsse. Leider auch solche, die uns Eltern nicht passen. Doch inzwischen kann ich nach einigen Jahre Hardcore-Pubertätsgenuss feststellen, dass so langsam ein Hauch von Vernunft einkehrt und nun Licht am Ende des Tunnels zu sein scheint. Mir scheint, wenn das Schlimmste überstanden ist, erfolgt eine Rückbesinnung auf die Werte und Standards, die man vor allem in den ersten Jahren versucht hatte, zu setzen.

Ich kann mich Fazer nur anschließen, deine vielen Freistarts sind ein echtes Phänomen! Du bist ein echtes Cleverle! Ich ernenne dich hiermit zum schwäbischen Ehrenbürger! ;-))

Komme bald wieder auf die Beine, gute Besserung und viel Spaß im Black Forest! Aus Vernunftsgründen (näheres s. Mail) kann ich leider nicht dabei sein.

LG
:-)

Prioritäten

Ich finde auch, dass du das genau richtig machst. Und Familie und Hobby bekommst du da erstaunlich gut unter einen Buff.
Für mich Nichtnutzer vom Gesichtsbuch und Unerfahrene in der Ultralaufszene: was ist denn in 100 Tagen? UTMB?

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Oh ja!

Beim vierten Kind hatte ich mein Immunsystem soweit, dass es nicht bei jedem Kinderschnupfen komplett zusammenbrach, seither fragen mich die lieben Schüler immer etwas angesäurt, ob ich eigentlich nie krank werde... aber im Frühjahr erwischt es mich auch immer so sicher wie das Amen in der Kirche...

Das wirst du schaffen, da habe ich gar keine Sorge. Grüß die Familie von mir!

Saarvoir courir - laufen wie bekloppt im Saarland

Nur noch 100 Tage? ...

... Der saß! Stimmt.
Na dann sollten wir langsam mal bissl reinhauen. Die Kurzstrecken gehen ja wieder. Die gehen auch mit Dembo, das da kein Mensch braucht. Jezz fangen wir wohl besser mal an uns um die längeren Distanzen Gedanken zu machen.
Aber das wird. Ich bin mir da ganz sicher. Und lieber jezz was von den Lütten haben und weiter hinten beim UTMB wandern, als Laufen und von den Lütten weniger sehen. Völlig richtig.
;-)
PS: Jezz fehlt nur noch ne Wasserstandsmeldung von dem anderen Kandidaten. Wird wohl grad Niedrigwasser sein. ;-( aber sind ja noch 100 Tage Zeit und sind ja auch nur 100 .....
... Meilen.

Es ist nicht einfach,

alles unter einen Hut zu bekommen. Spätestens bei Kind Nr. 3 und 4 bist du resistenz gegen Viren und Bakterien;-)
Ich drücke dir die Daumen für einen erfolgreichen, gesunden Laufsommer!!! Das wird schon!!!

Lieben Gruß
Tame

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