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„Gehen wie eine Katze mit der Intention eines Tigers.“ Das ist die Tai Chi Art des Gehens. Der Bewegungsimpuls kommt aus dem unteren Rücken, die Beugung aus der Hüfte. Oberschenkel,Wade und Fußgelenk bleiben locker. Beim Meister sieht das harmonisch und elegant aus.

Nach dem Laufen lasse ich das Cooldown noch mit einer Tai Chi Form ausklingen. Schatz ist inzwischen auch vom Laufen zurück und schaut zu. Gute Gelegenheit ihm den Katzengang in Zeitlupe zu zeigen. „Staksen wie ein Storch im Salat,“ meint er mit leichter Häme. Äh… so sieht das also aus. Ich bin etwas enttäuscht. Da muss ich wohl noch viel üben.

Am Nachmittag meint Schatz mitten im Gespräch „Du hast inzwischen einen richtig guten Laufstil.“ Mir klappt die Kinnlade runter. „Wie meinst Du das denn?“ Ich suche nach einem Ansatz von Spott in seinen Augen. Nichts zu sehen. „Rund, locker, schöner gerader Fußaufsatz…“ „Kein Storch?“ Schatz schüttelt den Kopf.

Das klingt doch gleich viel besser und hebt meine Laune deutlich. Hat sich die Arbeit am Laufstil doch gelohnt. Wenn schon meine Leistung beim Laufen so mau ist und meine Sehnen immer so lange zur Regeneration brauchen, dann sieht es wenigstens passabel aus. Auch eine Art von Erfolg.

4
Gesamtwertung: 4 (5 Wertungen)

schön für dich

so insgesamt jedenfalls ;)
wenn mich mein mann mal lobt dann werd ich auch sehr misstrauisch .
kommt zum glück sehr selten vor.
deshalb wohl.
tja, so sindse....
c.

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