Als ich mich im Januar anmeldetet hatte ich noch keine Ahnung wie und ob ich 4 Wochen nach dem Marathon überhaupt Lust hätte den Flughafenlauf.
DIe letzten 4 Wochen bin ich nicht so viel gelaufen. Zuerst war Pause nach dem Marathon. Danach bescherte mir eine Kombi aus Ballett Workout, 1 Tag auf Schuhen mit zu hohen Absätzen, 2 Tage Power Sightseeing mit nicht ganz Power Sightseeing geeigneten Schuhen (ok, und eventuell auch der erst gerade gelaufene Marathon) Probleme mit der Peronealsehne so dass ich nochmals ein paar Läufe ausfallen lassen bzw. verkürzen musste.
So habe ich entschieden die 17km am Flughafenlauf eher als "langer Lauf mit Verpflegung" anzugehen. Ich plante mit einem Schnitt von 6:10 (Zielzeit 1:45) zu laufen.
9 Uhr traf ich eine Kollegin in der Stadt. Zum Flughafen fahren, Startnummer holen, warten, warmlaufen, in den Startblock stehen und los.
Die ersten 2 km waren bergab. Entsprechend war ich einiges schneller als die geplanten 6:10. Auch die nächsten paar km war ich schneller. Eigentlich war mir klar dass ich das nicht die ganzen 17km durchhalte, aber bremsen funktionierte nicht. Jedes Mal wenn ich wieder auf die Uhr schaute war ich unter 6er pace unterwegs. Km 7 war die erste Verpflegung, inkl kalten Schwämmen. Direkt danach ging es ein bisschen bergauf, bisschen bergab, wieder bisschen bergauf. Wirklich nur ein bisschen, aber genug um anstrengend zu sein. Die 10km gingen mit 57 Minuten und ein paar Sekunden durch (nur 90 Sekunden langsamer als mein bester 10er auf völlig flacher Strecke).

Dann kam was kommen musste, die zu schnellen ersten km rächten sich und ich hatte keine Energie mehr. Eine Weile lang war es sogar anstrengend unter 7er pace zu bleiben auf gerader Strecke. Ich rechnete mit welcher Zeit ins Ziel laufen würde wenn ich die verbleibenden km mit 7er pace laufen würde. Bei km14 und verhandelte ich mit mir selbst jeden Kilometer die ersten 100 Meter zu gehen. Die ersten 100m taten gut. Danach liefen die Beine wieder. Bei km 15 war ein dritter Verpflegungspunkt mit dem ich gar nicht gerechnet habe. Wasser und Schwamm habe ich sehr geschätzt denn es war inzwischen schwülwarm.

Beim Start ging es ja bergab, dementsprechend war der letzte km bergauf. Die Zuschauer feuerten die Läufer an diese letzten paar Höhenmeter laufend zu beenden.

Nach 1:43:39 lief ich über die Zielline. Mein Ziel von 1:45 habe ich also geschafft. Wäre ich am Anfang etwas vernünftiger losgelaufen hätte ich die Zeit auch ohne den Einbruch nach km 10 geschafft. Aber dann hätte die Erfahrung nach den schlechten km wieder hoch zu kommen nicht gehabt.

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